{2 in 1} – Banana Bread & Waffeln werden zu Banana Bread Waffeln – dazu gibt’s leckere Zimtsahne

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Ulm ist nicht nur für den höchsten Kirchturm der Welt – das Ulmer Münster – bekannt, sondern wird gemeiner Weise auch “Hauptstadt des Nebelreiches” genannt. Viele behaupten nämlich, es gäbe nirgends so viel Nebel wie in Ulm. Ich könnte jetzt mindestens 200 Gegenbeispiele bringen – na gut so viele nicht, aber doch einige. Viele mögen keinen Nebel. Wenn ich zum Beispiel mit dem Auto unterwegs bin kann ich das durchaus verstehen, dann nervt Nebel wirklich. ABER: Zu jeder anderen Zeit finde ich Nebel wunderschön. Wenn der Nebel alles mit kleinen Wasserperlen überzieht und sich dann die Sonne ihren Weg durch die Schwaden bahnt dann verwandeln sich z.B. Spinnweben in glitzernde Kunstwerke. Nebel lässt alles irgendwie geheimnisvoll und frisch wirken. Und ich liebe es wenn sich beim Morgenspaziergang der Nebel auf den Wimpern niederlässt und man sich mit jedem Blinzeln irgendwie erfrischen kann.

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Nebel gehört einfach zum Herbst dazu. So wie Schnee zum Winter und Sonne zum Sommer. Und wenn ihr ganz ehrlich seid, dann schmecken doch viele süße Dinge umso besser, je trüber und ungemütlicher es draußen ist. In eine leckere, warme, frisch gebackene Waffel zu beißen und ein Glas heiße Milch mit Honig dazu zu trinken, wenn es draußen stürmt und regnet, erwärmt das Herz doch viel mehr, als das Ganze bei 30 Grad zu tun, oder? Und darum hab ich auch sofort ein leckeres Waffelrezept für euch ausgepackt. Mit Bananen, Walnüssen und ganz viel oberzimtiger Sahne. Genau genommen ein Banana Bread in Waffelform. Ich hab es schon ganz oft in meinem neuen KitchenAid Waffeleisen gemacht und ich liebe es. Und ich muss es euch einfach verraten.

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Banana Bread Waffeln mit Zimtsahne (für 3 Waffeln belgischer Art)

  • 175 g Mehl
  • 150 g Zucker
  • 30 g gehackte Walnüsse
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1/2 TL Zimt (darf auch gern etwas mehr sein) + 1 EL Zimt
  • 1/2 TL frisch geriebene Muskatnuss
  • 1/4 TL Salz
  • 100 ml Sonnenblumenöl
  • 120 g Saure Sahne
  • 120 g zerdrückte Banane (1 große Banane reicht)
  • 1 Tl Vanilleextrakt
  • 2 Eier (L)
  • 200 ml Sahne

Mehl, Zucker, Walnüsse, Backpulver, Natron, 1/2 TL Zimt, Muskatnuss & Salz in einer Schüssel mischen. Öl, Saure Sahne, zerdrückte Banane, Vanilleextrakt & Eier in einer kleineren Schüssel vermischen. Die “nassen” Zutaten mit den trockenen mit Hilfe eines Spatels vermischen.

Ein Waffeleisen aufheizen. Das Eisen zu 2/3 mit Teig befüllen und die Waffeln 4-5 Minuten backen. Ich habe das Waffeleisen von KitchenAid verwendet und 3 schöne dicke Waffeln aus dem Teig herausbekommen. Die Sahne steif schlagen, dann 1 EL Zimt dazugeben und kurz verrühren.

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Jetzt müsst ihr die Waffeln nur noch verputzen. Ihr könnt sie teilen oder auch am Stück lassen und übereinander stapeln. Dann einfach zwischen jede Lage Waffel eine Schicht Zimtsahne geben und schon habt ihr ein hübsches Waffeltörtchen. Ich habe ja im Rezept geschrieben, dass ihr für den Teig auch gern etwas mehr Zimt nehmen dürft. Ich als *Zimtjunkie* hab 1 1/2 EL genommen, aber es soll ja auch Menschen geben, denen Zimt tatsächlich nicht schmeckt. Für mich wäre eine Welt ohne Zimt, wie eine Welt ohne Lachen, ohne Schokolade oder ohne Nebeltröpfchen auf den Wimpern.

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Ich persönlich mag Waffeln am liebsten, wenn sie außen schön knusprig und innen weich sind. Wenn ihr die Waffeln auch von außen weich haben möchtet, dann lasst ihr sie einfach ca. 1 Minute kürzer im Eisen. Mit einem normalen Waffeleisen bekommt ihr übrigens ungefähr doppelt so viele Waffeln heraus, die dann allerdings dünner sind. Wenn ihr die Waffeln nach dem Backen einzeln nebeneinander auf einem Kuchengitter leicht abkühlen lasst, bleiben sie auch schön kross. Wenn ihr sie dagegen aufeinander legt werden sie weich und “lommelig” (schwäbisch: “lommelig”: schlapp, weich – eins meiner schwäbischen Lieblingswörter). Ich bin gespannt, wie sie euch schmecken. 

Möge der Schneebesen mit euch sein,

Euer Backbube

 

PS: Danke an Blume PR & KitchenAid für das tolle Waffeleisen. Ich liebe es!!!

{Pure Beauty} – kleine gefüllte Mandel-Cupcakes mit Frischkäse-Frosting und frischen Feigen

Mandel-Cupcakes mit Frischkäse-Frosting und frischen Feigen

Ich habe ja schon öfter geschrieben, dass ich den Herbst und ganz besonders auch den Winter jederzeit dem Frühling und dem Sommer vorziehen würde. Und vor Kurzem hat mich jemand von euch in einem Kommentar gefragt, warum das denn so ist. Ich möchte es euch gern erzählen: Was ich am Herbst am meisten mag ist seine raue Art. Zu keiner anderen Jahreszeit kann man die Naturgewalten so spüren. Man wird von Stürmen hin- und hergepeitscht, stundenlange Regengüsse lassen kleine Bächlein zu großen Flüssen anschwellen und dichte Nebelschwaden verleihen der Landschaft einen düsteren Anstrich. Wenn die Natur sich von ihrer wilden Seite zeigt, dann hüpft mein Herz einfach im Kreis. Und noch schöner ist es im Winter, wenn eine dicke Schneeschicht alles verhüllt und alles ganz friedlich und still wird. Viele finden das nervig oder deprimierend, aber für mich ist es vor allem eines: Pure Schönheit!

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Und genau darum, um pure Schönheit, geht es auch in meinem heutigen Rezept. Denn ich bin ein großer Fan von Naked Cakes und Cupcakes ohne viel Schnickschnack geworden. Ich mag es, wenn man auch was von dem Gebackenen sehen kann, ohne dass es komplett von Fondant oder Ganache umhüllt ist. Eben ganz pur. Und darum habe ich euch heute kleine Mandel-Cupcakes gebacken, die lecker gefüllt und mit ein bisschen Frischkäse-Frosting bestrichen und anstatt mit Zuckerperlen oder Marzipan-Blüten, mit frischen, saftigen Feigen dekoriert werden. Ganz pur und schlicht.

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Gefüllte Mandel-Cupcakes mit Frischkäse-Frosting und frischen Feigen

  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 100 g Mehl
  • 1 ½ Tl Backpulver
  • 150 g brauner Zucker
  • 90 ml Olivenöl
  • 90 ml Milch
  • 2 Eier
  • 2 TL + 1 Spritzer Limettensaft
  • 8 Feigen
  • 1 ½ EL Honig
  • 2 EL Orangensaft
  • 120 g Frischkäse
  • 5 EL Puderzucker

Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Mandeln, Mehl, Backpulver & brauner Zucker in einer größeren Schüssel vermischen. Olivenöl, Milch, Eier & 2 TL Limettensaft in einer kleineren Schüssel verrühren. In die “trockenen” Zutaten eine Mulde machen und die “nassen” Zutaten dazugeben. Gut verrühren, dann den Teig in die ausgebutterten Mulden einer 12-erMuffinform füllen und 15-20 Minuten backen. Jeder Ofen heizt anders, daher mit einem Holzstäbchen testen ob die Cupcakes schon fertig sind. Dann auf einem Kuchengitter komplett abkühlen lassen.

Während die Cupcakes im Ofen sind, 6 Feigen in kleine Würfel schneiden. (Ihr müsst die Feigen übrigens nicht schälen). Zusammen mit Honig, Orangensaft und 1 Spritzer Limettensaft in einen kleinen Topf geben und auf mittlerer Hitze zum Köcheln bringen. So lange köcheln lassen, bis die Masse marmeladenartig eindickt. Das dauert je nach Herd 15-25 Minuten. Dann vom Herd nehmen und erkalten lassen.

Wenn die Cupcakes kalt sind, in alle 12 Cupcakes von oben mit einem kleinen scharfen Messer ein Loch schneiden. Die abgeschnittenen Teile beiseite legen. Nun die Löcher mit dem Feigenmus füllen. Dann die abgeschnittenen “Deckel” wieder oben drauf geben. Den Frischkäse mit dem Puderzucker verrühren und das Frosting auf den Cupcakes verteilen. Die restlichen 2 Feigen in Scheiben schneiden, die Scheiben halbieren und die Cupcakes damit verzieren.

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Die Zubereitung klingt zugegebenermaßen schon etwas aufwändiger, aber die Cupcakes sind schneller fertig als ihr denkt. Und sie kommen vollständig ohne künstliche Zusätze und Aromen aus. Keine quietschpinken Knusperperlen, keine knalligen Cupcakeförmchen und kein farbintensives Frosting (obwohl das natürlich auch mal schön ist *gg*) – einfach pure kleinen Schönheiten. Und ich finde, auf meiner neuen Tortenplatte “Little Candy” kommen sie noch viel besser zur Geltung. Denn auch die ist schlicht und dezent und kommt ohne Schnörkel und blumige Muster aus. Also ein perfektes Team.

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Ich werde jetzt erst mal ein oder zwei der kleinen Dinger verputzen und dann noch einen Spaziergang machen. Ich freu mich schon richtig darauf durch das heruntergefallene Laub zu schlendern, Kastanien und bunte Blätter zu sammeln und mir den Wind um die Nase wehen zu lassen. Und auch euch wünsche ich einen schönen, erholsamen und leckeren Sonntag.

Möge der Schneebesen mit Euch sein,

Euer Backbube

 

 

 

{Es ist LIEBE!} – Ingwer und Birne – vereint in einem saftigen Birnen-Gugelhupf mit kandiertem Ingwer und Ingwer-Sirup

Birnen-Gugelhupf mit kandiertem Ingwer & Ingwer-Sirup (collage)-2

Heute gibt’s mal wieder einen leckeren Gugelhupf für euch. Vorletzten Sonntag hab ich doch den Bericht über das tolle Blogger-Mini-Treffen bei poule folle in Stuttgart geschrieben. Und wer den aufmerksam gelesen hat, der wird noch wissen, dass ich damals eigentlich einen Kuchen präsentieren wollte. Der blieb jedoch zwecks meiner Aufregung bezüglich der Premiere vom “Dicksten Pinguin vom Pol” – meiner ersten großen Regiearbeit –  in der Form kleben. Nun liegt die großartige Premiere hinter mir und ich konnte mich ganz genüsslich wieder dem Kuchen zuwenden. Und diesmal ist er auch aus der Form heraus geflutscht, so wie es sein soll.

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Wie ihr vielleicht wisst steht ich total auf Ingwer, in jeder erdenklichen Form. Als Tee, als Marmelade, kandiert, pur in ‘nem Glas Wasser, zu Sushi oder in meinem absoluten Lieblingskuchen. Ich liebe einfach diese leichte Schärfe und das zitronige Aroma. Und gesund ist die tolle Wurzel auch noch. Besser geht’s nicht. Und in Kombination mit Früchten mag ich Ingwer auch sehr gern. Wenn ihr mal ne Ananas zur Hand habt, dann schneidet sie doch einmal in Würfel und macht euch in einem kleinen Mixer eine Marinade dazu. Für diese braucht ihr 10 frische Minzblätter, 50 ml Orangensaft & ein ca. 2 cm großes Stück frischen, geschälten Ingwer. Das püriert ihr dann alles zusammen und gießt es über die Ananas. Ihr werdet es lieben – vorausgesetzt ihr mögt Ingwer *gg*. Eine weitere Frucht, zu der der liebe Ingwer ganz fabelhaft passt, ist Madame Birne. Sie geht mit Herrn Ingwer eine ganz wunderbare Beziehung ein, die schöner nicht sein könnte. Bühne frei für meinen Birnen-Gugelhupf mit kandiertem Ingwer und Ingwer-Sirup.

Birnen-Gugelhupf mit kandiertem Ingwer & Ingwer-Sirup (collage)

Birnen-Gugelhupf mit kandiertem Ingwer & Ingwer-Sirup

  • 200 ml Wasser
  • 170 g + 340 g Zucker
  • 1 Stück Ingwer (5cm)
  • 400 g + 1 EL Mehl
  • 2 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 Tl Salz
  • 260 ml Milch
  • 120 ml Olivenöl
  • 100 ml abgekühlter Ingwer-Sirup + der Rest davon (der im Rezept erst hergestellt wird)
  • 3 Eier (L)
  • 1 Eiweiß (L)
  • 1 TL Vanille-Extrakt
  • 1 Birne (ca. 170 g Endgewicht)
  • 15-20 kandierte Ingwerstäbchen
  • brauner Zucker (Deko)

Den Ingwer schälen und in Scheiben schneiden. Wasser, 170 g Zucker & Ingwer in einem kleinen Topf aufkochen und 15 Minuten auf schwacher Hitze offen köcheln lassen, bis ein schöner Sirup entstanden ist. Den Sirup vom Herd nehmen, den Ingwer herausfischen und den Sirup abkühlen lassen.

Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Mehl, 340 g Zucker, Backpulver & Salz in einer großen Schüssel mischen. In einer weiteren Schüssel Milch, Olivenöl, Eier und Eiweiß, Vanille-Extrakt und 100 ml vom abgekühlten Ingwer-Sirup vermischen. Dann die nassen Zutaten zu den trockenen geben und alles gut vermischen.

Die Birne schälen, entkernen, achteln und in kleine Würfel schneiden. 170 g abwiegen, den Rest einfach aufessen *gg*. Mit 1 EL Mehl vermischen. 15 Ingwerstäbchen in kleine Stücke schneiden und unter die Birnen mischen. Dann den Birnen-Ingwer-Mix vorsichtig unter den Teig heben, den Teig in eine gefettete, mit Mehl ausgestreute Gugelhupfform geben und 50 min. im vorgeheizten Backofen backen.

Danach aus dem Ofen nehmen und 15 Minuten auf einem Kuchengitter in der Form auskühlen lassen. Dann den Gugelhupf stürzen und mit dem restlichen Ingwer-Sirup einpinseln und mit etwas braunem Zucker berieseln. Die restlichen Ingwerstäbchen in schmale Streifen schneiden und den Kuchen damit garnieren.

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Hach, Madame Birne und Herr Ingwer zeigen euch auf eurer Zunge wie sich wahre Liebe anfühlt. Die beiden lieben sich richtig innig. Und wenn sie nicht in einen Kuchen eingebacken wurden, dann lieben sie sich noch heute. – Ok, Scherz beiseite, der Kuchen ist oberlecker. Er reiht sich ganz dicht hinter meinem bisherigen Lieblings-Ingwer-Kuchen ein und ich kann euch nur ans Herz legen, das leckere Ding mal selbst auszuprobieren. Ich bin gespannt, was ihr sagen werdet. Selbstverständlich würde der Kuchen sich auch ganz wunderbar in einer knackigen Zartbitterschokoladen-Hülle machen, aber ich finde, es darf ruhig auch mal seine “pure” Schönheit gezeigt werden.

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Wenn ihr euch fragt, wo ich die tolle goldene Tortenplatte her habe, dann muss ich euch sagen, dass das eigentlich gar keine Tortenplatte ist, sondern ein Kerzenständer & ein Teller. Die beiden güldenen Schätzchen hab ich zufällig beim shoppen gefunden und sie passten perfekt zu einander. Und nicht nur deshalb musste ich sie haben, sondern auch, weil ich finde, dass sie zusammen mit den knackig-grünen Birnen, den Vintage-Gugelhupf-Formen (die ich von meiner lieben Freundin Corinna geschenkt bekommen habe) und dem saftigen Kuchen wirklich ein schönes Sinnbild für den wundervollen, goldenen Herbst sind, den wir gerade erleben dürfen.

Zum Schluss hab ich noch eine Frage an euch: Auf welche Art liebt ihr Ingwer denn am meisten? Lasst es mich in ‘nem Kommentar wissen. Bin gespannt, wie ihr die saftig gelbe Knolle am liebsten genießt.

Möge der Schneebesen mit euch sein,

Euer Backbube