Pavlova mit Rhabarber
Pavlova mit Rhabarber – einfaches Rezept mit Tipps für den knusprigen Klassiker
Die Pavlova ist ein echter Klassiker unter den Desserts: außen knusprig, innen weich wie Marshmallow und gefüllt mit luftiger Sahne und frischen Früchten. Für meine Variante habe ich nicht nur feine Vanillesahne und gebackenen Rhabarber als Füllung verwendet, sondern auch die derzeit wohl viralste Spritztülle* für die Gestaltung benutzt. Wenn du eine Pavlova selber machen möchtest, bist du hier genau richtig. In diesem Beitrag verrate ich dir mein einfaches Grundrezept, gebe dir wichtige Tipps zum Gelingen und erkläre, wie du typische Fehler vermeidest.
Was ist Pavlova?
Die Pavlova ist eine Baiser-Torte, die ursprünglich aus Australien oder Neuseeland stammt. Benannt wurde sie nach der berühmten russischen Ballerina Anna Pavlova, die in den 1920er Jahren auf Tour durch beide Länder war. Zu ihren Ehren soll dieses luftige Dessert kreiert worden sein – inspiriert von ihrer anmutigen Leichtigkeit. Die Pavlova besteht aus einer knusprigen Eiweißmasse, die langsam gebacken (eigentlich eher getrocknet) und klassisch mit Schlagsahne und frischem Obst serviert wird.
Wichtige Tipps für die perfekte Pavlova
Damit deine Pavlova außen knusprig und innen weich wird, solltest du folgende Dinge beachten:
Eiweiß richtig schlagen: Die Rührschüssel und die Rührelemente müssen komplett fettfrei sein. Außerdem sollte kein Eigelb im Eiweiß sein, da es sonst nicht steif wird. Schlage das Eiweiß erst separat etwa 1 Minute auf und lass dann langsam den Zucker einrieseln.
Zucker vollständig auflösen: Wichtig ist, dass sich der Zucker in deiner Eischneemasse vor dem Backen komplett aufgelöst hat. Das kannst du einfach testen, indem du nach 10 Minuten etwas Eischnee zwischen den Fingerspitzen verreibst. Fühlst du noch kleine Zuckerkristalle, muss das Eiweiß noch weiter geschlagen werden. Fühlt es sich glatt und geschmeidig an, ist deine Masse fertig zur Weiterverarbeitung.
Niedrige Backtemperatur: Die Pavlova wird eher getrocknet als gebacken. Daher solltest du niemals eine Backtemperatur verwenden, die mehr als 100 Grad beträgt. Wichtig ist, dass du auch immer mit Ober-Unterhitze bäckst und NICHT mit Umluft.
Ofentür nicht öffnen: Während des Backens solltest du niemals die Tür des Ofens öffnen – sonst fällt die Pavlova in sich zusammen oder reisst ein. Erst wenn sie 2 Stunden im Ofen war, kannst du diesen ausschalten, die Ofentür einen Spalt weit öffnen und mit einem Kochlöffel blockieren. Lass die Pavlova dann für mind. 3 Stunden oder über Nacht im leicht geöffneten Ofen komplett auskühlen.
Typische Fehler bei Pavlova – und wie du sie vermeidest
Die Pavlova fällt zusammen: Das Eiweiß war nicht steif genug oder der Ofen wurde zu früh geöffnet. → Schlage die Eischneemasse mind. 10 Minuten, mach den Test, ob der Zucker sich gelöst hat und öffne beim Backen die Backofentür erst nach 2 Stunden.
Die Pavlova wird klebrig oder läuft aus: Das passiert entweder, wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist - was besonders oft im Sommer passieren kann - oder der Zucker nicht richtig gelöst war. Er wird dann beim Backen flüssig und läuft als Sirup an den Seiten heraus. → Backe die Pavlova im Sommer am besten in den Morgenstunden und achte darauf, dass der Zucker vollständig gelöst ist.
Die Pavlova reisst: Das passiert meistens, wenn die Temperatur im Ofen zu heiß ist oder die Pavlova nach dem Backen sofort aus dem Ofen genommen wird. → Backe also lieber länger bei niedriger Temperatur. Und lass sie im leicht geöffneten Ofen am besten über Nacht komplett abkühlen und fest werden. Pavlova benötigt viel Liebe und Geduld.
Die Pavlova wird braun: Die Pavlova sollte auch nach dem Backen schneeweiß sein. Wird sie leicht braun, ist der Ofen zu heiß. → Schalte die Temperatur beim Backen nach der ersten Stunde etwas herunter und wirf immer mal wieder einen Blick durch Glasscheibe der Ofentür. Sieht die Pavlova nicht mehr ganz weiß aus, schalte die Temperatur noch etwas herunter und lass das Baiser etwas länger im Ofen.
Welche Früchte passen zur Pavlova?
Traditionell wird die Pavlova in Australien meist mit Passionsfrucht und Himbeeren garniert, in Neuseeland sind es meistens Kiwis und Beeren. Aber grundsätzlich passt eigentlich jedes Obst dazu. Besonders leicht säuerliches Obst ist perfekt, da es etwas von der Süße des Baisers nimmt. Ich habe für meine Variante Rhabarber genommen.
Pavlova vorbereiten – geht das?
Ja! Das kannst du machen. Den Baiser-Teil kannst du 1–2 Tage im Voraus zubereiten und trocken lagern. Kurz vor dem Servieren kannst du die Pavlova dann mit Sahne füllen und mit Früchten belegen. Ist die Pavlova erst mal dekoriert, solltest du sie sofort servieren. Sowohl Sahne als auch Früchte lösen den Zucker in der knusprigen Schale langsam auf, sodass deine Pavlova nach einigen Stunden völlig zerläuft.
Pavlova – einfach, elegant und unglaublich lecker
Mit meinem Pavlova Rezept gelingt dir der Klassiker garantiert. Wenn du die wichtigsten Tipps beachtest, steht einer perfekten Kombination aus knusprigem Baiser und cremiger Füllung nichts mehr im Weg.
Egal ob für Gäste, Geburtstage oder einfach so – die Pavlova ist immer ein Highlight!
Pavlova mit Rhabarber
für 12 Stücke
ZUTATEN:
Für die Deko:
500 g Rhabarber (dünne Stangen)
100 g Zucker
150 ml Wasser
20 ml Zitronensaft
Für die Pavlova:
200 g Eiweiß (entspricht 5-6 M Eiern)
350 g feiner Zucker
1/2 TL Vanillearoma
2 TL Speisestärke
2 TL Zitronensaft
Für die Füllung:
400 g Sahne
2 TL Vanillezucker
ZUBEREITUNG:
Vorbereitung:
Für den Rhabarber den Backofen auf 170 Grad Umluft vorheizen. Den Rhabarber (500g) waschen, die Enden abschneiden und die Stangen in 6-8 cm lange Stücke schneiden. Die Stücke nebeneinander in eine große Auflaufform legen.
In einem Topf 100 g Zucker, 150 ml Wasser und 20 ml Zitronensaft mischen und so lange erhitzen, bis der Zucker gelöst ist. Das heiße Zuckerwasser über den Rhabarber gießen. Dann die Auflaufform abdecken (Deckel oder Alufolie) und im vorgeheizten Backofen 12 Minuten backen. Nach Ende der Backzeit kurz testen, ob der Rhabarber schon weich und trotzdem noch stabil ist. Sonst ggf. noch weitere 5 -10 Minuten backen. Dann die Form aus dem Ofen holen (die Ofentür offen lassen, der Ofen muss abkühlen). Den Deckel von der Form entfernen und den Rhabarber im Sud komplett abkühlen lassen. Den Rhabarber dann vorsichtig in eine Vorratsdose geben und mit dem Sirup übergießen. Luftdicht verschließen und über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Für die Pavlova den Backofen auf 100° Ober/Unterhitze (keine Umluft verwenden!!!) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
Nun 200 g Eiweiß in einer fettfreien Rührschüssel ca. 1 Minuten aufschlagen, dann langsam 350 g feinen Zucker einrieseln lassen und mind. 10 Minuten zu einem festen Eischnee aufschlagen, bis sich der Zucker gelöst hat. Zum Testen etwas Eischnee zwischen den Fingerspitzen verreiben. Fühlst du noch Zuckerkörnchen, muss noch weiter gerührt werden.
Wenn der Zucker sich gelöst hat, 2 TL Speisestärke, ½ TL Vanillearoma und 2 TL Zitronensaft dazugeben und noch mal kurz verrühren.
Die Hälfte des Eischnees in die Mitte des Backpapiers geben und zu einem Sockel mit 15cm Durchmesser formen. Den restlichen Eischnee in einen Spritzbeutel mit einer breiten Tülle füllen und kreisförmig um den Sockel herum auftragen. Dann noch eine zweite Schicht kreisförmig obendrauf setzen. (Das kannst du dir in meinen Reel anschauen)
Die Pavlova 1 Stunde im geschlossenen Ofen auf der zweiten Schiene von unten backen bzw. trocknen lassen, dann den Ofen auf 80° Grad herunter schalten und die Pavlova nochmals für 1 Stunde weiter trocknen lassen. Den Ofen während des Backvorgangs nicht öffnen.
Dann den Ofen ausschalten, die Ofentür leicht öffnen und mit einem Holzlöffel blockieren und die Pavlova für mindestens 3 Stunden, besser aber über Nacht im ausgeschalteten Ofen trocknen lassen.
Am nächsten Tag in einer Rührschüssel 400 g Sahne circa 30 Sekunden aufschlagen, dann 2 TL Vanillezucker einrieseln lassen und die Sahne steif schlagen. Nun die Oberfläche der Pavlova vorsichtig mit einem Löffel einschlagen, die geschlagene Sahne in der Mitte der Pavlova verteilen und mit Rhabarber und Sirup garnieren. Sofort servieren.
Möge der Schneebesen mit euch sein,
Euer Backbube
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