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Karotten-Mascarpone-Creme mit Zitronen-Cupcake-Bröseln und Karottenstreifen

Es ist unglaublich, aber wahr: Vor 6 Jahren habe ich mich an meinen Laptop gesetzt, WordPress installiert und begonnen meinen eigenen Blog zu schreiben. Einen Blog übers Backen. Einen Blog über eine meiner größten Leidenschaften. Ich habe Kuchen und Cupcakes gebacken, sie mit dem Handy fotografiert, die Bilder mit dem Handy bearbeitet und einfach losgelegt. Aus einer Laune heraus. Und es sollte eine der besten Entscheidungen meines Lebens sein. Ich habe Kurse belegt, Workshops gemacht, Bloggerkonferenzen besucht und mir meine erste Spiegelreflex-Kamera zugelegt. Um ein paar ordentliche Bilder zu bekommen, hab ich oft 500-800 Bilder von ein und dem selben Kuchen gemacht und sie mühevoll aussortiert. Im Lauf der Jahre habe ich stetig an meiner Bildsprache gearbeitet, Foto-Kurse absolviert (um mit der Technik der Kamera zurecht zu kommen) und mich immer wieder selbst herausgefordert.

Und heute – 6 Jahre später – habe ich 3 Backbücher (Geschenke aus dem Obstgarten, Backen mit dem Backbuben: Cocktailcakes, Klassiker und Kuchen vom Grill* und Back-Challenge: Eine Zutat, zwei Kreationen – 52 Rezepte von A – Z*) veröffentlicht, viele tolle Kooperationen realisieren & in fremde Städte und Länder reisen dürfen, habe unglaublich kreative Menschen kennen gelernt, viele Freunde dazu gewonnen und um 5 Bilder für einen Beitrag zu bekommen, schieße ich nun eben 5 Bilder (die Technik meiner Kamera verstehe ich trotzdem bis heute nicht). Und all das macht mich unglaublich glücklich und auch ein bisschen stolz. Und wisst ihr, was das Tollste ist? Dass ihr alle mir über die letzten 6 Jahre als treue Leser zur Seite gestanden habt. Wann immer ich einen Kommentar oder eine Mail von euch bekomme, wann immer ihr eines meiner Rezepte ausprobiert, wann immer ihr meine schwäbischen Stories auf Instagram feiert, freue ich mich wie ein kleines Kind. Und darum wird kommende Woche auch gefeiert. Die Backbube-Geburtstags-Woche erwartet euch. Mit vielen tollen Überraschungen und jeder Menge Spaß.

Und den Anfang mach ich heute mit einer Neuauflage eines meiner ersten Rezepte. Der Beitrag hieß damals „Ostercupcakes für die Lieben“ und das waren ganz einfache Zitronen-Cupcakes mit Zuckerguss und Marzipan-Karotte oben drauf. Wenn ich mir heute die Bilder davon anschaue, dann kann ich einerseits gar nicht hinschauen, und andererseits freu ich mich einfach sehr darüber, wie sich meine Bilder verändert haben. Ich wollte das Rezept aber nicht einfach nur nachbacken, sondern etwas Neues daraus machen. Den Zitronen-Cupcake als Basis wollte ich erhalten, habe mich aber von der kleinen Marzipan-Karotte auf dem Originalbild zu einer neuen Idee inspirieren lassen. Die Cupcakes sollten ein Frosting aus Mascarpone, Quark und Karotten-Saft bekommen, getoppt von dünnen Karotten-Streifen. Und da ich eigentlich kaum noch Cupcakes backe, hab ich sie einfach dekonstruiert, also in ihre Einzelkomponenten zerlegt und einfach neu zusammengestellt. Und herausgekommen ist eine feine Karotten-Mascarpone-Creme mit Zitronen-Cupcake-Bröseln und Karotten-Streifen. Auf so ’ne Idee wäre ich vor 6 Jahren nicht mal im Traum gekommen. Es ist einfach schön, zu sehen, wie man sich weiterentwickelt und wie sich die Sicht auf manche Dinge ändert.

Ich bin gespannt, wie euch die Neu-Interpretation des Rezeptes gefällt und würde mich freuen, wenn wir gemeinsam in Erinnerungen schwelgen und ihr mir in nem Kommentar verratet, warum ihr meinen Blog lest, was euch besonders gut gefällt, ob ihr Wünsche und Anregungen habt und ob es vielleicht auch ein paar kleine Anekdoten gibt, mit denen der Backbube etwas zu tun hatte.


Karotten-Mascarpone-Creme mit Zitronen-Cupcake-Bröseln und Karotten-Streifen

Dekonstruierte Oster-Cupakes. Bitte was? Ich hab für euch eines meiner ersten Rezepte zerlegt und neu zusammengesetzt. Herausgekommen ist diese feine Karotten-Mascarpone-Creme mit Zitronen-Cupcake-Bröseln und Karotten-Streifen

Cupcakes

  • 250 g Weizenmehl

  • 2 TL Backpulver

  • 3 Eier (M)

  • 125  g brauner Zucker

  • 1 Pck. Vanillezucker

  • 1 Prise Salz

  • 250 ml Milch

  • 75 ml Sonnenblumenöl

  • 1 EL Zitronensaft

  • Schale  einer Bio-Zitorne geraspelt

Karotten-Mascarpone-Creme

  • 2 Karotten

  • 250 g Mascarpone

  • 250 g Magerquark

  • 40 g Puderzucker

Außerdem

  • 1 Karotte

  • 12 kleine Julienne-Karotten zur Deko

Cupcakes zubereiten

  1. Den Backofen auf 150 Grad vorheizen, ein Muffin-Blech fetten und mit Mehl ausstreuen. 

  2. Eier, brauner Zucker, Vanillezucker, Salz, Milch, Öl, Zitronensaft und -schale in einer Schüssel verquirlen. Mehl und Backpulver mischen und unter Rühren dazu geben.

  3. Teig in die Mulden des Muffin-Bleches geben {zu 2/3 füllen} und 20 Minuten backen. Aus dem Ofen holen, kurz in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. 

Creme zubereiten

  1. Die Karotten schälen und mit einem Entsafter entsaften. 

  2. Mascarpone, Quark & Puderzucker glatt rühren. Karotten-Saft und entsaftetes Karotten-Fruchtfleisch dazu geben und langsam verrühren.

Weitere Schritte

  1. Die Karotte schälen und die Schale entsorgen. Mit dem Sparschäler dünne Streifen abhobeln.

  2. Die Karotten-Mascarpone-Creme auf 12 Gläser verteilen. Die Cupcakes zerbröseln und auf die Creme geben. Mit den fein gehobelten Karotten-Streifen garnieren. Je nach Lust und Laune mit Julienne-Karotten dekorieren*.

REZEPT HINWEISE

*Um Julienne-Karotten zu bekommen, schält ihr einfach so lange eine normale Karotte, bis nur noch der innere Teil übrig bleibt. Den könnt ihr dann mit dem Sparschäler in Form schnitzen.


Möge der Schneebesen mit euch sein,

Euer Backbube

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