{Werbung} Nova Scotia - Wo die wilden Blaubeeren wohnen und wo mein Herz für immer bleibt

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Seit meiner Kindheit hatte ich einen Traum: Einmal im Leben wollte ich nach Kanada reisen. Das Land mit seiner wilden Natur hat mich irgendwie schon immer fasziniert und magisch angezogen. Und Anfang des Jahres bekam ich eine Einladung, die diesen Traum in Erfüllung gehen lassen sollte. Ich bekam nämlich das unglaubliche Angebot von der Wild Blueberry Association Nova Scotia*, zusammen mit 5 anderen Bloggern im August eine Reise nach Nova Scotia zu machen, und auf die Suche nach den wilden Blaubeeren zu gehen. Und Nova Scotia liegt wo? Richtig, in Kanada. Ich konnte gar nichts anderes tun, als zuzusagen. Und als ich im August am Flughafen stand und auf Marion und Britta von mk-2* traf, die die Reise organisiert und uns begleitet hatten, hatte ich schon so viele Erwartungen im Kopf. Würde die Natur wirklich so rau und überwältigend sein, wie in den vielen Dokumentation, die ich mir über Kanada angeschaut hatte? Und würden die Blaubeeren wirklich so viel besser schmecken als bei uns? Und wären die Menschen dort wirklich so offen und herzlich, wie mir viele erzählt haben? Ich kann euch sagen. Keine dieser Erwartungen wurde erfüllt - sie wurden alle übertroffen. Und zwar so hoch, dass ich heute sagen kann: Das war mit Abstand die schönste, bewegendste und unvergesslichste Reise, die ich jemals machen durfte. Und das liegt neben den wunderbaren Blaubeeren vor allem an den Menschen, die mir dort begegnet sind und mit denen ich dort zusammen sein durfte. Und genau darum möchte ich euch heute nicht von den Orten erzählen, die wir besucht haben, sondern von den Menschen, die ich dort getroffen habe. Und natürlich auch von den kleinen, blauen Beeren. Und ich entschuldige mich schon jetzt für alle Superlative, aber anders kann ich diese Reise leider nicht beschreiben. Falls ihr erfahren wollt, wo wir so überall waren, dann schaut bei Marc oder Claudia vorbei, die haben schon fleissig geschrieben. 

Blaubeeren – die sieht man in Nova Scotia wirklich überall. Soweit das Auge reicht erstrecken sich traumhaft schöne Felder mit Blaubeersträuchern in allen erdenklichen Farben. Das unglaubliche daran: Die Blaubeeren wurden dort nicht angepflanzt, sie wachsen dort einfach. Wild. Seit mehr als 10.000 Jahren. Wenn z.B. irgendwo ein Waldstück abbrennt, dann sprießen spätestens nach einem Jahr die ersten Blaubeerpflänzchen aus dem Boden. Ist das nicht einfach unglaublich. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als wir am ersten Tag unserer Reise auf dem Blaubeerfeld von Art Sargent in Parrsboro standen. Es wirkte alles so unwirklich, zu schön um wahr zu sein. Über uns strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und kleine Schäfchenwolken und unter uns eine Meer von Blaubeeren in den unterschiedlichsten Farben. Sogar die Luft roch nach den kleine Beeren. Man musste nur in die Knie gehen, mit der Hand durch die bodendeckenden Sträucher fahren und eintauchen ins wahre Blaubeerenglück. Und was sich da geschmacklich im Mund abspielte war einfach unfassbar gut. Es ist tatsächlich mit Worten kaum beschreibbar. Doch es war nicht nur die Landschaft, die so überwältigend war. Und auch nicht nur die Baubeeren. Es war etwas anderes. Es war die Leidenschaft der Farmer. Jeder, der hier etwas mit der Ernte, der Verarbeitung oder dem Vertrieb von Blaubeeren zu tun hat, strahlt diese vereinnahmende Leidenschaft aus. Diese Liebe zu den wilden Blaubeeren. Bis in die letzte Faser.

Überall wurden wir so herzlich empfangen, dass man das Gefühl hatte, man würde sich schon seit Jahrzehnten kennen und schätzen. Nirgends kam man sich fremd vor. Und innerhalb weniger Sekunden wurde man eingesaugt von dieser tiefen Liebe zu den kleinen blauen Beeren. Wenn ich  z.B. an Wayne Edgar & Pamela Swainson von der North of Nuttby Farm* in Tatamagouche denke, dann wird mir wieder ganz warm ums Herz. Die beiden betreiben zusammen eine kleine organische Blaubeerfarm mitten im Nirgendwo, auf der die Blaubeeren ausschließlich von Hand geerntet und sortiert werden. Wenn sie von ihrer Farm erzählen und man ihnen dabei in ihre Augen schaut, dann merkt man, dass sie ihr ganzes Leben den Blaubeeren verschrieben haben. Und dass sie es zu keiner Zeit bereut haben. Selbst wenn ich keine Blaubeeren mögen und Kanada total schrecklich finden würde, dann wäre ich spätestens dort dem Land und den Beeren restlos verfallen. Auch alle anderen Farmer wie Arthur Sargent oder Jim Baillie, unsere Reisebegleiter Neri Vautour von der WBANA (Wild Blueberry Association of North America) und Peter Rideout von der WBPANS (Wild Blueberry Producers Association of Nova Scotia) und sogar unser Busfahrer Jonathan, der uns in die wildesten Ecken Nova Scotias gefahren hat, strahlten etwas aus, dem man sich einfach nicht entziehen konnte. Und auch nicht wollte.

Leidenschaft. Das ist das, was die Menschen hier an allererster Stelle antreibt. Nicht Profitgier, nicht ein eingefahrener Arbeitstrott. Leidenschaft! Und das war auch beim Kilted Chef* Alain Bosse zu spüren. Mit ihm durften wir einen ganzen Tag verbringen und mit ihm zusammen in seinem Haus kochen. Er nahm uns mit zu seinen Lieferanten und zeigte uns all die kulinarischen Besonderheiten Kanadas, inklusive einer Austernfarm. Ich geb’s aber zu: Austern sind nichts für mich. Wir durften einen wunderbaren Tag mit ihm genießen, der nach einem tollen Menü, das wir in Teams selbst zubereitet hatten, fast schon märchenhaft endete. Alain hatte für uns nämlich einen kleinen Auftritt einer Dudelsack-Gruppe organisiert, die draußen vor seinem Haus bei einem traumhaften Sonnenuntergang für uns spielte. Das war so kitschig schön, dass ich mich nicht gegen die Tränen wehren konnte. Und auch bei den Dudelsack-Spielerinnen war es  zu erkennen: Absolute Zufriedenheit und Hingabe.

Auch Quita Gray von der Sugar Moon Farm* in Tatamagouche ist diese Hingabe zu ihrer Arbeit anzumerken. Auf ihrer Farm, mitten in den tiefsten Wäldern Nova Scotias, wird etwas geerntet, das den Blaubeeren in nichts nachsteht: Ahornsaft. Und was wird daraus gemacht? Etwas noch viel besseres: Ahornsirup. Nach einem unglaublichen Frühstück mit Blaubeer-Pancakes und Ahorn-Butter zeigte sie uns, wie der Ahornsaft gewonnen und anschließend karamellisiert wird. Und auf der Sugar Moon Farm wird genau das zelebriert, was an vielen Orten in Nova Scotia zelebriert wird: Qualität vor Quantität. Der Sirup von der Sugar Moon Farm ist der Beste, den ich je probiert habe. Darum sind auch 4 Flaschen mit den 4 unterschiedlichen saisonalen Sorten mit nach Deutschland geflogen. Ich hätte Quita den ganzen Tag zuhören können. Sie sagte nach der Führung zu mir, dass sie sich sehr gefreut hätte, dass sie ihre Geschichte mit uns teilen durfte und dass wir so aufmerksam und vor allem leidenschaftlich zugehört hätten.

Und nun bin ich auch schon fast am Ende angekommen. Vorher muss ich euch aber noch von 5 Menschen erzählen, die ebenfalls einen großen Anteil daran haben, dass ich diese Reise wohl nie wieder vergessen werde. Und das sind meine 5 großartigen Bloggerkollegen Blaubeerfreunde Jule von Crafty Neighbours Club, Renate von Titatoni, Claudia von Dinner um Acht, Andrea von Zimtkeks und Apfeltarte und Marc von baketotheroots. Ohne Scheiß, diese Fünf sind mir in den 6 Tagen unserer Reise so sehr ans Herz gewachsen, dass ich wirklich jedesmal Tränen in den Augen habe, wenn ich an unsere tolle Zeit zurückdenke. Und jedesmal, wenn ich Blaubeeren esse, muss ich an sie denken. Wir waren und sind wirklich ein Dreamteam. Wir haben zusammen gelacht – und ich meine nicht normales Durchschnittslachen, sondern Lachen, das einem Bauchweh bereitet – und wir haben auch zusammen geweint. Wir alle waren von Kanada so überwältigt und jeder Tag hat uns noch glücklicher gemacht. Und jeder einzelne von meinen 5 Blaubeerfreunden hat etwas mit den Menschen in Nova Scotia gemeinsam: Und das ist – na, ihr ahnt es schon – eine unglaubliche Leidenschaft für das, was sie tun. Und ich bin wirklich dankbar, dass ihr meine Reisebuddies wart. Ich vermiss euch ganz schrecklich.

So das war’s nun aber wirklich mit den Superlativen und den Emotionen. Ich danke euch für eure Aufmerksamkeit und hoffe, dass ich es geschafft habe auch nur einen kleinen Ansatz dessen rüberzubringen, was diese Reise in mir ausgelöst hat. Meine Liebe zu den Blaubeeren ist dadurch noch viel größer, denn nun weiß ich, was für eine unglaubliche Sache dahintersteckt. Und ganz ehrlich: Vergesst die deutschen Kulturblaubeeren. Kauft euch Blaubeeren aus Kanada. Die gibt’s hier überall tiefgefroren. Infos bekommt ihr hier*. Und die schmecken so viel besser als alles, was man hierzulande sonst bekommt. Und das sag ich nicht, weil ich möchte, dass ihr die kanadische Wirtschaft ankurbelt, sondern weil ich es den Menschen in Kanada und ganz besonders all denen in Nova Scotia, die ich treffen durfte, von Herzen gönne. Und wo wir gerade beim Thema „Herz“ sind. In Nova Scotia sagt man: „Your heart will never leave“ – wenn man einmal dort war, bleibt das Herz für immer hängen. Und das ist ein Versprechen.

Möge der Schneebesen mit euch sein,

Euer Backbube

*Zu dieser Reise wurde ich von der Wild Blueberry Association Nova Scotia eingeladen. Darum kennzeichne ich den Beitrag als Werbung. Meine Meinung über Nova Scotia, Kanada und die wilden Blaubeeren ist dadurch nicht beeinflusst worden. 

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Zimt-Donuts, gefüllt mit Blaubeer-Soße und Vanillepudding

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