Kuchen & Brownies

Zitronen-Ingwer-Kuchen mit frischem Rosmarin – von einem Cocktail zu einem Kuchen inspiriert

Es gibt in Ulm eine kleine, feine Cocktailbar. Genannt „Blaupause“. Wunderbar gelegen an der Blau. Einem kleinen Flüsschen, dass durch die Ulmer Innenstadt fließt. Und in dieser Cocktailbar habe ich vergangene Woche einen wunderbaren Cocktail getrunken. Mit Gin, Zitronensaft, Ingwer und Rosmarin. Und dieser Cocktail hat mir so gut geschmeckt, dass er mich mir nichts dir nichts zu einem Kuchen inspiriert hat. Manchmal erwischt einen die Inspiration eben in den unvorhergesehensten Momenten. Ein Geschmack, eine Farbe, ein Lied, eine Person oder ein Bild. Vieles kann mich inspirieren. Bei mir ist es aber meist Musik. Musik lässt in meinem Kopf immer Bilder entstehen, und diese verbinde ich dann oft sofort mit einem Geschmack, den ich dann versuche in einen Kuchen zu transferieren. Auch ne Art Gedankenübertragung – sozusagen vom Kopf in den Kuchen *gg*.

Zitronen-Ingwer-Kuchen mit Rosmarin

Zutaten: (auf Zimmertemperatur)

  • 380 g Mehl
  • 1 TL Natron
  • etwas Salz
  • 2 Eier (M)
  • 120 g weiche Butter
  • 140 g Zucker
  • 3 kleine Bio-Zitronen
  • 3 EL frisch geriebener Ingwer
  • 2 TL frisch gehackter Rosmarin
  • 250 ml Buttermilch
  • 250 g Puderzucker
  • 3-5 EL Milch
  • 1 EL Zucker

 

Zubereitung:

  • Den Ofen auf 170 Grad Umluft vorheizen. Eine Kastenform mit Backpapier auskleiden. Die Schale einer der drei Zitronen dünn abreiben, dann die 3 Zitronen auspressen. Den Ingwer schälen und reiben; den Rosmarin hacken. Mehl, Natron und Salz in einer Schüssel mischen.
  • Die weiche Butter zusammen mit den 140 g Zucker 3 Minuten in der Küchenmaschine schaumig aufschlagen. Dann die Eier dazugeben und nochmals ca. 2 Minuten schlagen.
  • Ingwer, Rosmarin und Zitronenschale zum Teig geben, dann die Buttermilch unterrühren.
  • Die Mehlmischung auf den Teig sieben und mit einem Holzkochlöffel verrühren.
  • Den Teig in die Form füllen und 50-60 Minuten backen. Dann den Kuchen herausnehmen und mehrfach mit einem Holzspieß einstechen.
  • Den Zitronensaft mit 1 EL Zucker in einem kleinen Topf erhitzen und dann über den Kuchen gießen, so dass der Saft schön in die kleinen Löcher läuft. Je mehr Zitronensaft umso besser *gg*, also wem’s zu wenig erscheint, einfach noch ne Zitrone auspressen. Dann den Kuchen vollständig abkühlen lassen.
  • Den Puderzucker mit der Milch vermischen und den Zuckerguss über den Kuchen gießen. Mit einem Rosmarin-Zweig garnieren.

 

[Kleiner Nachtrag: Ich hab jetzt schon öfter Anfragen bekommen, wie groß die Form sein soll. Ich habe eine 25 cm Kastenform benutzt. Einige von euch haben auch gesagt, dass der Kuchen an den Seiten zu feucht wurde, nachdem sie ihn mit Zitronensaft übergossen haben. Das liegt daran, dass jede Zitrone unterschiedlich groß ist. Ich verwende immer möglichst kleine Zitronen, dann wird der Kuchen nicht zu feucht. Ich benutze auch manchmal eine Spritze aus der Apotheke, mit der ich den Zitronensaft sozusagen in den Kuchen spritze. Das funktioniert auch sehr gut.]

Der Kuchen ist ein Gedicht. Wer jetzt denkt, dass der Kuchen extrem nach Ingwer und Rosmarin schmeckt, der irrt sich. Die Zitrone ist die dominante Geschmacksgeberin, und im Abgang gibt’s dann erst einen Hauch von Ingwer und Rosmarin. Wenn ihr den Kuchen natürlich etwas rosmariniger haben wollt, dürft ihr auch gern 1-2 TL mehr von dem intensiven Kräuterchen hineintun, glaubt mir der Zitronensaft sorgt schon dafür, dass es nicht zu intensiv wird.

Ich bin gespannt, ob mich nächsten Mittwoch wieder ein anderer Cocktail zu einem Kuchen oder Törtchen inspiriert, denn dann gibt’s wieder einen Cocktailabend in der besten und schönsten Cocktailbar Ulms. Solltet ihr mal in Ulm sein, dann besucht abends auf jeden Fall die „Blaupause“ und trinkt einen der leckeren Cocktails aus der Sparte „Bartender’s Choice“. Ihr werdet es nicht bereuen. Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag. Ich setz mich dann mal wieder an den PC und bereite den längst überfälligen Rezeptindex für euch vor.

Möge der Schneebesen mit euch sein,

Euer Backbube

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24 Comments

  • Reply
    Eva-Maria Martin
    23. Februar 2014 at 10:36

    Das hoert sich lecker an.
    Wird probiert.
    Vielen Dank.
    Alles Liebe Eva

  • Reply
    One Moment
    23. Februar 2014 at 10:56

    Klingt klasse – wird gebacken sobald ich Zeit dafür finde ;)

  • Reply
    birgit
    23. Februar 2014 at 11:29

    Ingwer und Rosmarin, das ist schonmal 1a! und dann noch die Frische der Zitrone dazu…nächste Woche wird gebacken!!!!

  • Reply
    Alizeti
    23. Februar 2014 at 12:01

    Mmmmmm das hört sich echt lecker an, ich werde es bestimmt einmal ausprobieren. Besten Dank für das Rezept! :-)
    Liebe Grüsse Alizeti

  • Reply
    scrapkat
    23. Februar 2014 at 13:01

    Wow lecker, das ist genau der richtige Kuchen für meinen Schatze :D

    Gruß scrapkat

  • Reply
    Theresa
    23. Februar 2014 at 15:32

    wie schön, dass du deine Inspiration für uns festgehalten hast! Der Kuchen sieht so verdammt gut aus, den werde ich auch einmal ausprobieren. Vielleicht kann man ja auch noch ein bisschen Gin hineinmogeln?! ;) Liebe Grüße, Theresa

  • Reply
    Carolin
    23. Februar 2014 at 20:14

    Das hört sich so wahnsinnig lecker an und wird garantiert nachgebacken – und beim nächsten Heimatbesuch wird die Cocktailbar aufgesucht. Liebe Grüße!

  • Reply
    Lotti
    24. Februar 2014 at 10:21

    Oh wie lecker!

  • Reply
    Andrea
    24. Februar 2014 at 14:01

    Tolle Idee. Ich werde meinen Gemüsegarten diesen Jahr zum Kräutergarten umwidmen und gerade heute morgen dachte ich noch, wie sich wohl Rosmarin im Kuchen machen würde.

    In Ulm war ich übrigens gerade und habe in der Hotelbar des Lago die leckerste Limonade meines Lebens getrunken. Beim nächsten Mal probiere ich dann die Blaupause.

  • Reply
    Dani
    28. Februar 2014 at 12:10

    Ha, das klingt genau nach einem Kuchen nach meinem Geschmack. Kuchen mit Rosmarin mag ich nämlich sehr. Mit Rosmarin und Ingwer hatte ich aber noch nicht – bisher.
    Herzliche Grüße,
    Dani

  • Reply
    Maria
    10. März 2014 at 10:35

    Ich würde den Kuchen gerne in Mini-Gugl umwandeln. Meinst du es funktioniert, wenn ich alle Zutaten einfach auf die Hälfte reduziere (sonst habe ich viel zu viel Teig) oder muss ich noch was dabei beachten? (Mal abgesehen von der kürzeren Backzeit natürlich…)

    • Reply
      backbube
      13. März 2014 at 13:19

      Den Teig musst du eigentlich nicht reduzieren, dann kannst du nämlich viiiiiel mehr kleine Gugels backen. Du kannst einfach in mehreren Runden backen.
      Müsste auf jeden Fall klappen. Und die Backzeit wird sich so auf 15 Minuten belaufen, schätz ich mal.

      Liebe Grüße,
      Markus

  • Reply
    Annelie
    21. März 2014 at 19:01

    Ein paar Tage Heimaturlaub während der Semesterferien genießend, habe ich heute meine Eltern mit einer kleinen Version Deines Kuchens bebacken (das halbe Rezept für eine kleine Kastenform – passte perfekt!). Ergebnis: sogar mein Vater (sehr kritischer Kuchen-Esser!) fand ihn sehr lecker. Wunderbar aromatisch, locker und nicht zu süß – vielen Dank für das Rezept! :)

  • Reply
    Annette
    31. März 2014 at 19:11

    Wow, ….. habe heute den besten Zitronenkuchen meines Lebens gebacken & gegessen dank deines Rezeptes, einfach göttlich! Liebe Grüsse aus Reutlingen, Annette

    • Reply
      backbube
      31. März 2014 at 23:06

      Hallo Annette,
      oh du glaubst gar nicht, wie ich gerade über beide Ohren strahle. Ich freue mich, dass dir mein Kuchen sooooooo gut schmeckt.
      Liebe Grüße,
      Markus

  • Reply
    NorA
    3. April 2014 at 22:47

    Hört sich prima an! Wie lang sollte denn die Form sein? 25 oder 30 cm?

    • Reply
      backbube
      4. April 2014 at 09:20

      Hallo Nora,

      ich nehme immer eine 25er-Form.

      Gruß,
      Markus

  • Reply
    Michael
    5. Mai 2014 at 15:02

    Hallo Markus,

    jetzt hatte ich endlich die Möglichkeit, deinen Kuchen auszuprobieren. Kann es kaum erwarten, bis er aus dem Ofen kommt. Habe natürlich auch schon vom Teig genascht. Oberlecker!!!! Er wird heute gebacken, bis morgen hat er Zeit durchzuziehen. Fazit gibts nach dem Verzehr.

    LG Michael

    • Reply
      backbube
      5. Mai 2014 at 23:40

      Hallo Michael,

      sag auf jeden Fall Bescheid, ob er geschmeckt hat.
      Ich liebe diesen Kuchen ja.

      Liebe Grüße,
      Markus

      • Reply
        Michael
        7. Mai 2014 at 00:20

        Hallo Markus,

        der Kuchen war der HAMMER schlecht hin. Saftig, zitronig und eine leichte Schärfe!!! Ist für mich der Sommerkuchen 2014. Innerhalb von 3 Minuten war der komplette Kuchen weg. Die Geburtstagsgäste waren zuerst bisserl skeptisch wegen Rosmarin im Kuchen, aber ich konnte sie eines Besseren Belehren.

        Als Cupcakes könnte ich ihn mir auch sehr gut vorstellen.

        LG Michael

  • Reply
    Lisa
    4. Juni 2014 at 19:45

    Lieber Markus,

    der Kuchen war wirklich der Hit! Ich habe ihn für einen Geburtstag gebacken und alle waren begeistert. So toll saftig und frisch. Das war sicher nicht das letzte Rezept, das ich von dir getestet habe.

    Liebe Grüße,
    Lisa von Blogschokolade & Butterpost

  • Reply
    Steffi
    5. Juli 2014 at 22:09

    OMG … ein unglaublich toller Kuchen :D Danke für das tolle Rezept !

  • Reply
    Sabine
    29. Januar 2015 at 21:55

    lieber markus,
    knapp ein jahr nach einem post ist doch kein bisschen zu spät, um einen kommentar zu schreiben…

  • Reply
    {Es ist LIEBE!} - Ingwer und Birne - vereint in einem saftigen Birnen-Gugelhupf mit kandiertem Ingwer und Ingwer-Sirup - Backbube
    23. September 2016 at 16:12

    […] Als Tee, als Marmelade, kandiert, pur in ’nem Glas Wasser, zu Sushi oder in meinem absoluten Lieblingskuchen. Ich liebe einfach diese leichte Schärfe und das zitronige Aroma. Und gesund ist die tolle Wurzel […]

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