Torten & Törtchen

Say Hello zur Zwetschgen-Zeit – Say hello zum traumhaften Zwetschgen-Törtchen mit Pistazienbiskuit, Zwetschgen-Creme-Füllung & Swiss Meringe Buttercreme

Endlich kann man sie wieder auf dem Markt kaufen – saftige, reife Zwetschgen. Ich liebe die Dinger, und hab sie früher gern direkt vom Baum gegessen. Man kann sie wirklich für so viele leckere Sachen verwenden. Bis heute zählen z.B. Zwetschgenknödel zu meinen absoluten Lieblingsspeisen. Da fällt mir ein, die könnt ich mal wieder machen. Und als ich diese Woche über den Markt geschlendert bin, hab ich welche mitgenommen und wollte eigentlich einen Zwetschgendatschi daraus machen. Aber dann hab ich dieses Törtchen bei Dani gesehen und schwupdiwup verwandelte sich der geplante Blechkuchen in meinem Kopf in ein schickes Törtchen. Also hab ich den Zwetschgendatschi in die geistige Mülltonne geworfen – ok, nicht wirklich, ich hab ihn in das Regal mit der Aufschrift „Kuchen, die demnächst gebacken werden“ gestellt und mir ein traumhaft fruchtiges Törtchen ausgedacht.

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Und was dabei herausgekommen ist, das könnt ihr heute sehen. Ich hab ja einige von euch, die mir auf Instagram folgen, bereits angeteasert und ich hoffe, ihr konntet es genauso wenig aushalten, endlich das Törtchen zu sehen, wie ich es kaum abwarten konnte, den Beitrag zu veröffentlichen *hihi*. Ein kleiner Törtchentraum mit zartem Pistazienbiskuit & einer fruchtigen Zwetschgencreme-Füllung eingepackt in eine genauso fruchtige Swiss Meringe Buttercreme, die überhaupt nicht buttrig schmeckt. Dann noch mit frischen Zwetschgen garniert und mit leckeren Fruchtmus übergossen. Herrlich.

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Mir lief das Wasser schon beim Zubereiten im Mund zusammen und beim Fotografieren erst recht. Fast zu schade zum Anschneiden. Aber das Anschneiden musste einfach sein – ich konnte nicht widerstehen. Und dann nur 1 Stück davon zu essen war noch viel schwerer. Das Rezept ist etwas aufwändiger und ihr solltet auf jeden Fall 2 Tage Zeit einplanen. Aber probiert es auf jeden Fall aus. Ihr werdet es nicht bereuen:

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Zwetschgen-Törtchen mit Pistazien-Biskuit, Zwetschgen-Creme-Füllung &  Swiss Meringe Buttercreme

Schritt 1: Pistazien-Biskuit

  • 8 Eigelbe
  • 100 g Zucker
  • 4 Eiweiß
  • 60 g Mehl
  • 20 g Speisestärke
  • 50 g fein gemahlene Pistazien

Den Ofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. 2 Springformen mit 18 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen und den Rand NICHT einfetten. Mehl, Speisestärke und Pistazien vermischen. Die Eigelbe mit 20 g Zucker cremig aufschlagen, das Eiweiß mit dem restlichen Zucker steif schlagen. Dann beides vorsichtig miteinander vermengen.  Die Mehlmischung ebenfalls vorsichtig unterheben. Den Teig gleichmäßig in die Springformen verteilen und 10-15 Minuten backen. Die Formen aus dem Ofen herausnehmen, vollständig auskühlen lassen und dann beide Böden waagerecht durchschneiden, sodass 4 Böden entstehen. Auf ein Kuchengitter legen und mit Backpapier abdecken.

Nun habt ihr den ersten Teil schon hinter euch. Für die Zwetschgenfüllung braucht ihr nun ein Fruchtmus, das aus Zwetschgen und Zucker gemacht wird. Davon braucht ihr die Hälfte für die Füllung, den Rest könnt ihr kalt stellen, denn der wird sowohl für das Frosting als auch für die Soße obendrauf benötigt. Also, weiter geht’s:

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Schritt 2: Zwetschgen-Creme-Füllung

  • 600 g Zwetschgen
  • 200 g Zucker
  • 200 g Joghurt
  • 200 g Sahne
  • 6 Blatt Gelatine

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Die Zwetschgen waschen, entsteinen und in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit dem Zucker in einen kleinen Topf geben, vermischen und auf mittlerer Hitze so lang köcheln lassen, bis die Zwetschgen schön weich werden. Das dauert etwa 5 Minuten. Dann alles mit einem Stabmixer pürieren. Das Mus durch ein Sieb streichen und auf zwei Schüsseln aufteilen. Eine Schüssel zum Abkühlen beiseite stellen. Diese wird später erst wieder bei Schritt 3 benötigt. Das Mus in der anderen Schüssel mit der Gelatine, die vorher ausgedrückt wird, verrühren und ebenfalls abkühlen lassen. Ist das Mus etwas abgekühlt das Joghurt unterrühren. Die Sahne schlagen und unter die Creme heben, wenn diese anfängt leicht zu erstarren.

Nun habt ihr also die Böden und die Creme-Füllung. Jetzt muss das ganze natürlich gestapelt werden. Legt einen Biskuit-Boden auf eine Tortenunterlage und legt einen Tortenring mit 10 cm Höhe herum. Der Tortenring sollte eng am Boden anliegen, also am besten auch 18 cm Durchmesser haben. Nun 1/3 der Creme auf dem Boden verstreichen und den nächsten Boden auflegen. Dann wieder 1/3 der Creme auf dem Biskuitboden verstreichen. Den nächsten Boden auflegen, das letzte Drittel Zwetschgen-Creme einfüllen und mit dem letzten Boden bedecken. Dann ab damit in den Kühlschrank und über Nacht fest werden lassen. Am nächsten Tag geht’s dann weiter mit der Buttercreme.

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Schritt 3: Swiss Meringe Buttercreme mit Zwetschgengeschmack

  • 4 Eiweiß
  • 250 g Zucker
  • 320 g Butter
  • 100-150 ml Zwetschgenmus

Zucker und Eiweiß in eine hitzebeständige Schüssel füllen und auf ein heißes Wasserbad stellen. Darauf achten, dass die Schüssel NICHT das Wasser berührt, und dass das Wasser nur leicht siedet und nicht kocht. Das Gemisch mit einem Schneebesen leicht rühren, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Das dauert etwa 5-7 Minuten. Man kann ganz leicht testen, ob der Zucker gelöst ist, indem man den Schneebesen aus der Masse herausnimmt und etwas von der heruntertropfenden Masse zwischen 2 Fingern verreibt. Wenn es sich körnig anfühlt, ist der Zucker noch nicht gelöst. Wenn der Zucker gelöst ist, die Masse in die Schüssel der Küchenmaschine füllen und mit dem Schneebesenaufsatz auf  höchster Stufe 10 Minuten schaumig schlagen, bis glänzende Spitzen entstehen. Nun auf niedriger Stufe die Butter esslöffelweise unterrühren. Wenn die ganze Butter untergerührt ist den Schneebesenaufsatz abnehmen und den Flach-Rührer anbringen. Dann die ganze Masse nochmal auf mittlerer Stufe schlagen. Das ist nötig, weil die Masse beim Zufügen der Butter eventuell flockt. Durch den Flach-Rührer kann man das wieder beheben. Nun je nach Geschmack 100 – 150 ml des beiseite gestellten Zwetschgenmuses mit hinein rühren und fertig ist die Buttercreme.

Keine Angst, die Buttercreme schmeckt wirklich nicht intensiv nach Butter, sondern nur ganz dezent. Hauptsächlich schmeckt sie nach Zwetschge. Besonders, wenn der Kuchen nach dem Einstreichen noch 2-3 Stunden im Kühlschrank stand. Und genau das fehlt jetzt noch – Das Einstreichen. Holt den Kuchen aus dem Kühlschrank, entfernt den Tortenring und streicht den Kuchen mit der Buttercreme ein. Verziert ihn wie ihr es gern macht. Ich hab mich für eine glatte Hülle entschieden, die Creme reicht aber auch für ein aufwändiges Rosenmuster oder andere tolle Einstreich-Arten. Oben drauf hab ich rundherum kleinen Tuffs (sagt man das so?) mit einem Spritzbeutel mit Lochtülle gesetzt, 4 Zwetschgen in kleinen Würfel geschnitten und in der Mitte aufgehäuft, außenrum geviertelte Zwetschgen wie ein kleine Krone drapiert und dann durfte das Törtchen nochmal 2-3 Stunden in den Kühlschrank.

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Und dann müsst ihr nur noch auf eure Gäste warten, die Torte auf eine Tortenplatte stellen und live am Tisch mit dem restlichen Zwetschgenmus übergießen. Dabei darf ruhig etwas an den Seiten herunterlaufen, für den besonderen WOW-Effekt. Ich verspreche euch, das Törtchen sieht kalorienreicher aus, als es schmeckt. Ich hab nicht gesagt, das es nicht auch so kalorienhaltig IST, wie es aussieht *gg*. Ihr dürft es wirklich genießen.

Dieses Törtchen ist sozusagen eine Hommage an die Zwetschge. Ich bin ganz verknallert in das hübsche Ding. Und wie gefällt euch das Törtchen? Lasst es mich wissen.

Möge der Schneebesen mit dir sein,

Euer Backbube

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10 Comments

  • Reply
    Sarah
    24. August 2014 at 16:05

    Ich finde dein Törtchen ganz zauberhaft und zum ambeißen! ;) Obwohl es wirklich so hübsch aussieht das es fast zu schade ist zum essen!
    Liebe Grüße,Sarah

  • Reply
    Fee ist mein Name
    24. August 2014 at 21:06

    Ich werde die Torte nicht nachbacken, einfach weil ich dafür keine Geduld hätte, aber sie sieht wirklich ganz großartig aus! Respekt!

  • Reply
    MaLu's Köstlichkeiten
    24. August 2014 at 23:19

    Mein lieber Backbube,
    Also, ich bin schwer beeindruckt welch absolut perfektes Törtchen deine Küche verlassen hat. Ehrlich, ein Traum! Wie lecker die Sauce am Rand hinunter fließt. Ach, ich könnte immer weiter schwärmen!
    Ich werde es jetzt sofort abspeichern – zur späteren Verwendung ;-)
    Liebste Grüße
    Maren

  • Reply
    Tatjana
    25. August 2014 at 06:58

    Omg schaut das umwerfend lecker aus und es ist ein Kunstwerk ein Traum von einer Torte, super fotografiert.
    Liebe Grüße vom Reserl

  • Reply
    Dani
    25. August 2014 at 08:25

    W U N D E R S C H Ö N S T,
    liebster Büb!

    Bin maximal verknallert in diesen Törtchentraum. <3

    Einen entspannten Start in die neue Woche
    wünscht Dani

    • Reply
      backbube
      25. August 2014 at 16:57

      Hallo Dani,

      wir sind gegenseitig in unsere Törtchen verknallert. So soll’s sein.

      Wünsch dir auch nen schönen Wochenstart,
      Möge der Schneebesen mit dir sein,
      Markus

  • Reply
    Christina
    25. August 2014 at 10:01

    *sabber*

  • Reply
    Liselotte Zucker
    27. August 2014 at 16:09

    Liebster Bub,

    du bist wahrhaftig ein echter Knaller! So einer der unverhofft in die Luft geht und tausend kleine Glitzer- und Goldfunken versprüht und jeder „ohhhhh“ und „ahhhhh“ im Chor ruft! Nur ein wenig toller und lebendiger ;)
    Ich liebe deine Bilder, Texte und Kreationen und mein Herz hüpft regelmäßig, wenn es Neues von dir gibt!

    Ein Hoch auf dich,
    Liselotte Zucker :)

    • Reply
      backbube
      27. August 2014 at 16:13

      Hallo Liselotte,

      Weisst du was gerade passiert ist, als ich deinen Kommentar gelesen habe? Mein Herz ist einfach so in die Luft gegangen und hat tausend Gold- und Glitzerfunken versprüht und aus meinem Mund kam ein langgezogenes Aaaaaaawwww. Danke für deine zuckersüßen Worte.
      Möge der Schneebesen mit dir sein,
      Markus

  • Reply
    Lisa
    31. August 2015 at 17:41

    Hallo!
    Die Torte ist ja unglaublich!!!
    und ich hab sie außerdem heute auf der Titelseite von „Sweat Dreams “ entdeckt!
    LG Lisa

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