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Ja ist denn heut schon Weihnachten – Nöö, aber für nen Glühweinkuchen-Winterwald ist es nie zu früh

Es dauert nicht mehr lange – genau genommen 9 Tage – dann eröffnet wieder der Ulmer Weihnachtsmarkt. Ich freue mich das ganze schon Jahr darauf. Denn in Ulm fängt es meist genau an diesem Tag auch zu schneien an. Und das bedeutet wiederum, dass endlich meine liebste Jahreszeit beginnt (und hoffentlich sehr lange dauert). Ich freue mich schon jetzt darauf, mich nach einem ausgiebigen Marktbesuch wieder in der gemütlichen Märchenjurte aufzuwärmen. Dabei handelt es sich um eine original mongolische Jurte, die das Theater an der Donau, bei dem ich im Engagement bin, jedes Jahr dort aufstellt und in der täglich Märchen für Kinder und einmal wöchentlich auch für Erwachsene erzählt werden. Wer sich aufwärmen möchte, ein Buch am Holzofen lesen will oder einer spannenden Geschichte lauschen mag, der sollte dort auf jeden Fall mal vorbeischauen. Ich liebe diesen ganz besonderen Ort.

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Am schönsten wirkt der Weihnachstmarkt natürlich bei eisigen Temperaturen und dichtem Schneefall. Dann schmecken Glühwein und Bratäpfel umso besser. Sobald der Weihnachtsmarkt eröffnet hat, werde ich euch gern von meinen liebsten Ständen berichten und euch sozusagen einen kleine Tour über den Markt vorschlagen. Auf jeden Fall solltet ihr aber durch den Märchenwald laufen, der sich rechts vom Ulmer Münster befindet und der besonders bei Schneefall einfach zauberhaft ist. Und wenn ihr nicht so lange warten könnt, dann müsst ihr euch eben einen eigenen Wald mit Glühweinduft backen. Und zwar mit diesem Rezept:

Glühweinkuchen

  • 250 g weiche Butter
  • 250 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • Schale von 1 Bio-Orange
  • 1 Prise Salz
  • 1 Msp. gemahlene Nelken
  • 4 Eier (M)
  • 250 g Mehl
  • 2 EL Kakao
  • 3 TL Backpulver
  • 125 ml kalter Glühwein
  • 50 g Zartbitterkuvertüre
  • Puderzucker

Eine Gugelhupfform (z.b. diese von Nordic Ware) fetten und mit Mehl ausstreuen. Den Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. Die Zartbitterkuvertüre hacken und über einem heißen Wasserbad schmelzen.

Die Butter schaumig schlagen, dann Zucker, Vanillezucker, Orangenschale, Salz und Nelken unterrühren. Jedes Ei etwa 30 Sekunden unterschlagen, so wird der Kuchen schön fluffig. Mehl, Backpulver und Kakao in einer Schüssel mischen und abwechselnd mit dem Glühwein unter den Teig rühren. Die geschmolzene Kuvertüre unterheben und den Teig in die vorbereitete Form gießen.

Den Kuchen im vorgeheizten Ofen für ungefähr 50 – 60 Minuten backen. Da jeder Ofen anders heizt, nach 50 Minuten mit einem Holzstäbchen testen, ob der Kuchen fertig ist. Bleibt kein Teig am Stäbchen kleben ist er fertig. Aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen. Dann aus der Form stürzen und mit Puderzucker bestäuben.

 

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Dieser Kuchen ist tatsächlich der erste Winterwald in den man nach Herzenslust hineinbeissen kann ohne dass man danach Holzspäne aus den Zahnzwischenräumen ziehen muss. Ein Wald gefüllt mit leckerem Glühweingeschmack – der übrigens umso intensiver wird, je stärker der Glühwein ist, den ihr verwendet. Sollte es also in diesem Jahr wider Erwarten nicht schneien, dann bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als diesen Kuchen 1000 mal zu backen und mir damit meinen eigenen Winterwald zu bauen. Aber irgendwas sagt mir, dass dieser Winter mal wieder ein richtig langer, kalter und verschneiter wird. Da freu ich mich schon drauf. Und ihr dürft euch auf die kommende Woche freuen. Die wird voll gepackt sein mit tollen Backideen für Weihnachten, die ganz besonders präsentiert werden. Mehr wird aber noch nicht verraten.

Möge der Schneebesen mit euch sein,

Euer Backbube

 

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14 Comments

  • Reply
    One Moment
    16. November 2014 at 10:28

    Tolles Rezept – und die Backform ist allerliebst!

  • Reply
    Ronja
    16. November 2014 at 10:56

    Der Ulmer Weihnachtsmarkt ist wirklich sehr, sehr schön, auf deine Leiblingsstände bin ich schon sehr gespannt :-) Der Kuchen sieht jedenfalls seeehr lecker aus :-)
    Lg Ronja

  • Reply
    Tatjana
    16. November 2014 at 14:22

    Lieber Backbube,
    himmlisch, klingt voll lecker und schaut auch noch megamäßig aus, die Form ist ja auch toll.
    Liebe Grüße und ich wünsche dir, dass es klappt mit dem Schnee.
    Herzlichst das Reserl

  • Reply
    Christine
    16. November 2014 at 14:46

    Endlich weiß ich, wo och diese Backform bekomme, die ich schon seit 2 Jahren suche. Danke!
    Doch der Kuchen ist auch nicht ohne… ;-)

  • Reply
    einfach ein schönes Leben
    16. November 2014 at 16:43

    Lieber Markus,

    die Backform ist wirklich genial. Da muss man aufpassen, dass der Kuchen noch richtig zur Geltung kommt.

    Es grüßt aus der großen bayerischen Stadt

    Martin

  • Reply
    Krisi
    16. November 2014 at 17:06

    Die Backform ist ja fantastisch, noch besser gehts ja nicht zur Winterzeit=) Der Kuchen klingt auch sehr fein;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

  • Reply
    Jasmin Konrad
    16. November 2014 at 21:03

    ui, der Kuchen sieht toll aus! Ich würde so gerne nach Ulm kommen um mal wieder auf den Weihnachtsmarkt zu gehen. Für mich ist das immer ein Ausflug in meine Kindheit. Besonders wenn es schneit❤️
    Ich wünsche dir viel schöne Besuche auf dem Weihnachtsmarkt- und liebe Grüße Joachim Ulm.
    Jasmin

  • Reply
    Karin
    18. November 2014 at 19:12

    Was für ein tolles Rezept und diese Backform ist ein Traum – ich MUSSTE sie haben und somit wurde sie auch soeben bestellt. :-)

    Liebe Grüße

  • Reply
    Drea
    19. November 2014 at 16:44

    unserer steht grad im Ofen. er duftet köstlich. bin mal gespannt auf den Geschmack…

  • Reply
    Maxie
    19. November 2014 at 19:27

    Hallo Markus!
    Ich bin mehr als begeistert :) Rezept und Backform sind der Knaller, da ist es wirklich egal, ob es schon Weihnachten ist oder nicht. Appetit und Hunger hat man schließlich immer!!
    Ich werde mir die Form wohl auch gleich bestellen (müssen), da ich am Wochenende meinen liebsten Weihnachts-Gugelhupf-Kuchen machen möchte. Die Bäumchen sind perfkt dafür! Zimt, Preiselbeeren und Äpfel…! Würde auch super in deine Zimtecke hier passen :) Wenn dich das Rezept interessiert, dann sag mir einfach Bescheid.
    Ein Glühweinkuchen steht aber dieses Jahr auch ganz weit oben auf meiner Liste. Hab ich noch nie gemacht. Dein Rezept nehme ich dann gleich mal dafür mit. Danke! :)
    Beste Grüße und dir eine schöne Restwoche, Maxie

    • Reply
      backbube
      19. November 2014 at 20:05

      Hallo Maxie,
      oh ja, ich würd mich sehr über dein Rezept freuen. Das klingt sehr lecker.
      Ich würd mich freuen, wenn du es mir schicken magst. Einfach an info@backbube.com.
      Ich freu mich, dass du mein Rezept nachbackst. Du darfst dann auch gern ein Bild vom fertigen Kuchen auf meiner Facebookseite posten.
      Bin gespannt, wie dir der Kuchen schmeckt.
      Möge der Schneebesen mit dir sein,
      Markus

  • Reply
    Melanie
    20. Dezember 2014 at 21:36

    Ich habe für mir für die Weihnachtszeit diese schöne Backform gekauft. Mein erster Versuch ging gründlich daneben. Der Kuchen ging nicht aus der Form :-(
    Aber leider schmeckte der abgebrochene Tannenwald auch nicht besonders…

    Auf meiner Suche nach einem anderen Rezept habe ich deine Seite gefunden. Heute habe ich diesen wunderbaren Kuchen gebacken. Alles klappte prima, der Winterwald sieht wunderschön aus. Zum 4. Advent genießen wir einen lockeren und würzigen Weihnachtskuchen!

    Ich werde sicherlich demnächst noch weitere Rezepte von Dir ausprobieren.
    Frohe Weihnachten!

    • Reply
      backbube
      20. Dezember 2014 at 22:14

      Hallo Melanie,

      das freut mich sehr, dass dir mein Rezept gefällt.

      Ich hab tatsächlich manchmal auch das Problem bei der Form, dass der Kuchen nicht rausgeht. Grundsätzlich ist es mit den Formen von Nordic Ware gut, wenn man die Temperatur 20 Grad niedriger einstellt, als im Rezept steht.

      Ich wünsch dir ebenfalls frohe Weihnachten,
      Möge der Schneebesen mit dir sein,
      Markus

  • Reply
    betty-sue
    21. Dezember 2014 at 15:21

    Vielen lieben Dank für das super Rezept. Ich habe es zwar am 1. Advent in einer normalen Backform gebacken, aber das hat dem Kuchen geschmacklich offenbar nicht geschadet :-)
    Nun steht der Kuchen fest auf dem Plan für den Heiligabend-Kaffee. Auch wenn ich damit Gefahr laufe, dass die Gäste dann beim Abendessen nicht mehr so zuschlagen werden.
    Danke und einen schönen 4. Advent aus dem Rheinland

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