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„Im Pott is was los“ – Eine kleine Tour durch den Pott in einem blauen Doppeldeckerbus

Vergangenes Wochenende fand zum zweiten Mal die BLOGST-Konferenz statt. Jetzt wo ich wieder darüber schreibe wird’s mir schon wieder warm ums Herz. Ich vermiss meine Bloggerkolleginnen wirklich richtig. Blogger-Heimweh sozusagen. Aber ich wollte euch eigentlich von etwas anderem erzählen. Am Freitag vor BLOGST fand nämlich noch etwas ganz Tolles statt. Die liebe Juli vom Blog heimatPOTTential hat eine aufregende Tour durch den Pott organisiert, um uns die Schönheit des Ruhrpotts zu zeigen.

Los gings kurz nach 15 Uhr direkt vor dem Hotel. Ein toller blauer Doppeldeckerbus von Ruhrgebiet-Stadtrundfahrten erwartete uns und kutschierte uns am Weltkuturerbe Zollverein und dem Nordsternpark vorbei hin zum Tetraeder. Wie sagte Juli so schön durch’s Mikro im Bus: „Jedes Mal, wenn ich beim Tetraeder bin geht mein Herz auf„.

Und ich habe sofort verstanden, was sie meint. Ich bin sowieso ein Fan von außergewöhnlicher Architektur. Aber diese Konstruktion war atemberaubend. Da fährt man durch eine raue (und dennoch schöne) Gegend und oben auf einer Halde steht dieses mächtige und doch zerbrechlich wirkende Kunstwerk. Dieser Gegensatz vom traditionellen Ruhrgebiet und dieser modernen Architektur ist einfach faszinierend. Und man konnte das dolle Ding sogar auch noch beklettern. Ich hab mich bis ganz nach oben gewagt. Herrlich dieser Ausblick. Die Sonne, die den ganzen Tag gescheint hat, hat sich natürlich genau in diesem Moment verabschiedet. Egal. Spaß hat’s trotzdem gemacht.

Wir ließen das Kunstwerk hinter uns und fuhren weiter zum nächsten Highlight. Zur begehbaren Achterbahn Tiger and Turtle. Mittlerweile war es stockdunkel, was dem Ganzen aber keinen Abbruch tat, ganz im Gegenteil. Nachts ist diese „Achterbahn“ beleuchtet und umso faszinierender. Eine begehbare Achterbahn – „Hallo, gibt’s was geileres?“.

Wir machten viele Fotos – ich leider nicht, zwecks fehlendem Akku in der Kamera – zum Glück hatte ich mein Handy dabei (warum es heute auch nur Instagram-Bilder gibt). Ich hab mich natürlich auch hier auf die höchste Stelle gewagt – wer braucht schon Höhenangst – und es hat sich gelohnt.

Von oben hatte man einen fantastischen Blick über den Ruhrpott und auch hier war ich vom Gegensatz zwischen der wilden, kraftstrotzenden Industrielandschaft und der zarten, geschwungenen Leichtigkeit des Kunstwerkes beeindruckt. Dann ging eine lange, aufregende Fahrt zu Ende.

Eine Tour, die wirklich gezeigt hat, welche Gegensätze man im Ruhrgebiet erleben kann. Mit vielen nützlichen Infos versorgte uns übrigens während der Fahrt nicht nur Juli sondern auch unser Busfahrer, der uns unwissenden Bloggern aus ganz Deutschland Begriffe wie „Halde“ oder „Hüttenwerk“ erklärte. Während der Fahrt probten wir auch noch für den Geheim-Gesangs-Flashmob, den Juli am nächsten Tag in ihren Vortrag auf der BLOGST einbauen wollte – und hey, na klar machten wir da mit.

„Liebe Juli, ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei dir für die Organisiation der Tour bedanken, denn wir bekamen das komplette Paket gratis. Sensationell. Tausend Dank. Ich glaub niemand kann den Pott besser verteten als du, liebe Juli. Und wer weiß, vielleicht bin ich schneller wieder im Pott als du denkst.“

Möge der Schneebesen mit euch sein,

Euer Backbube.

 

PS: Danke an Nicole von livelifedeeplynow für das tolle Gruppenblild.

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5 Comments

  • Reply
    heimatPOTTential
    23. November 2013 at 17:32

    Lieber Markus, ich freu mich so über Deinen Post…über Deine lieben Worte und darüber, dass der POTTfunke übergesprungen ist, auch wenn die Sonne nicht geschienen hat.

    Ich würd Dich grad so gern drücken! Entfernungen sind echt was Doofes. Komm ganz schnell zurück <3

  • Reply
    Christin
    23. November 2013 at 17:43

    Oh was für ein schöner Bericht über meine Heimat das Ruhrgebiet. Ich hab früher oft gehört: Oh da stehen doch nur Fördertürme und irgendwelche Kohlewerke….NEIN, das Ruhrgebiet hat auch schöne Seiten ;).
    Und zur „Achterbahn“ wollte ich schon so lang mal, hab’s aber irgendwie immer verschludert. Aber deine Bilder machen wirklich Lust auf einen Besuch :).
    Liebe Grüße

  • Reply
    Michael
    23. November 2013 at 18:59

    Ohne dabei gewesen zu sein, gibt’s dem kaum etwas hinzuzufügen. Und das war nur ein Auszug aus den vielen möglichen Zielen im Ruhrgebiet. Da hilft nur weitererzählen, das Ruhrgebiet ist (neben Berlin :-)) eine Reise wert.

    LG
    Michael

  • Reply
    Fee ist mein Name
    23. November 2013 at 19:12

    Wer braucht schon eine DSLR, wenn das Handy alles so schön einfangen kann. Ich freue mich sehr, dass Julis Tour so ein Erfolg war. Das war aber auch schön <3

  • Reply
    Nina
    23. November 2013 at 21:56

    Danke für diesen schönen Bericht inklusive Erweiterung meines „Heimathorizontes“:) da lebe ich nun schon mein ganzes Leben lang im tiefsten Ruhrpott und kannte diese wundervolle Achterbahn nicht!!

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