Torten & Törtchen

ein saftiges Banoffee-Schokoladen-Törtchen – Schokolade, Karamell & Bananen vereint in einem Kuchen – noch nie waren Kalorien so lecker

Es gibt Dinge, die wurden nur aus einem einzigen Grund erfunden: Damit uns warm ums Herz wird. Für jeden sind es andere Dinge. Das kann ein Song, ein Bild, eine Person oder ein Gegenstand sein. Eine Farbe, ein Kleidungsstück, ein Land oder ein Ort. Eine Empfindung, ein Duft oder ein Geschmack. Für mich sind solche Dinge zum Beispiel Karamell, Schokolade oder Bananen. Diese drei „Erfindungen“ liebe ich in allen Variationen. Beim Genuss jeder dieser drei Komponenten merke ich, wie sich ein angenehmes Gefühl in meinem Brustkorb einnistet. Man könnte es auch als Glück beschreiben. Und wie kann man dieses Gefühl steigern? Indem man alle drei Geschmäcker kombiniert. Und so entsteht eine der leckersten Törtchen, die ich kenne: Der Banoffee-Pie.

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Erfunden wurde diese Köstlichkeit in England und besteht traditionell aus einem Mürbteig- oder Keksboden, der dann mit Bananen & Toffee-Soße befüllt und mit Sahne garniert wird. Ich habe mich allerdings dafür entschieden, vom klassischen Rezept abzuweichen und meine eigene Interpretation davon zu zeigen. Ich habe den Mürbteigboden durch zwei saftige Schokoladenböden ersetzt, die ich mit einer Kakao-Buttercreme, einer Bananen-Karamell-Füllung und noch einer ordentlichen Ladung zusätzlicher Karamellsoße zu einem kleinen Törtchen aufgetürmt habe. Und es ist ganz wunderbar geworden. Ein Herz-Erwärmer par excellence.

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Banoffee-Schokoladen-Törtchen

Für den Teig benötigt ihr:

  • 220g Mehl
  • 320 g Zucker
  • 65 g Kakaopulver
  • 1 TL Backpulver
  • 2 TL Natron
  • 1 TL Salz
  • 240 ml Buttermilch
  • 120 ml neutrales Pflanzenöl
  • 2 Eier (L) – WICHTIG: auf Raumtemperatur!
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 240 ml frisch gebrühten Kaffee

Für die Kakao-Buttercreme braucht ihr:

  • 350 g weiche Butter
  • 480 g Puderzucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 EL Kakaopulver

Außerdem:

  • 1 Banane
  • 1 Glas Karamell-Creme (z.B. Dulce de Leche von Rewe, oder karamellisierte Kondensmilch)
  • nach Belieben: Schokoladendrops

Zuerst werden die beiden Böden gebacken: Den Ofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. 2 kleine Springformen {20cm Durchmesser} einfetten. Mehl, Zucker, Kakaopulver, Backpulver, Natron und Salz in eine Schüssel sieben und beiseite stellen.

Buttermilch, Öl, Eier und Vanilleextrakt mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine auf höchster Stufe verrühren, bis sich alles gut verbunden hat. Den Mixer auf niedrigste Stufe schalten und die trockenen Zutaten zu den flüssigen geben. Gut verrühren.

Dann den Kaffee dazu gießen und nochmals rühren. Der Teig ist sehr flüssig, das ist aber ok. Dadurch werden die zwei Tortenböden richtig schön saftig. Versprochen. Den Teig gleichmäßig auf die zwei Springformen aufteilen und im vorgeheizten Backofen 25-30 Minuten {Bei mir waren es 27 Minuten} backen, bis ein Holzstäbchen, das man in die Mitte des Kuchens steckt, sauber wieder heraus kommt. Aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

Nun wird das Frosting zubereitet: Dazu die weiche Butter so lange aufschlagen, bis sie sich weiß färbt {ca. 3-5 Minuten}. Dann den Puderzucker darüber sieben und nochmals 5 Minuten auf höchster Stufe schlagen. Dann Vanilleextrakt und Kakaopulver dazugeben und nochmals verrühren. In einen Spritzbeutel mit Lochtülle {16mm} füllen.

Nun wird das Törtchen zusammengesetzt: Die Banane in dünne Scheiben schneiden, die Karamell-Creme in einen Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle füllen. Den ersten Tortenboden auf eine Tortenplatte legen. Mit dem Frosting kreisförmig kleine Tuffs aufsprühen. Dabei am Rand beginnen. Nur zwei Reihen aufsprühen, dann noch einen kleinen Kreis in der Mitte des Tortenbodens. Die „Lücke“ zwischen den Tuffs fächerartig mit den Bananenscheiben belegen und mit so viel Karamell-Creme auffüllen, bis diese die selbe Höhe erreicht hat wie die Tuffs außen herum. Dann die Lücken zwischen allen Tuffs ebenfalls mit Karamell-Creme befüllen. Den zweiten Tortenboden darauf setzen und diesen komplett mit kleinen Frosting-Tuffs besetzen. Ebenfalls die Löcher mit Karamell-Creme auffüllen, mit Schokoladendrops verzieren und fertig ist ein wahrer Törtchentraum.

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Wie ihr auf meinen Bildern vielleicht sehen könnt, kippt mein Kuchenstück ein bisschen zur Mitte hin. Das liegt daran, dass ich die Tuffs in der Mitte des unteren Bodens vergessen habe. Vergesst ihr sie nicht, wird die Mitte des Törtchens stabiler. Aber wenn ihr ein Stück der saftigen Kalorienbombe auf der Zunge zergehen lasst wird es euch vollkommen egal sein, ob der Kuchen kippt oder nicht. Der unglaublich saftigste Schokoladenboden, den ich kenne, verschmilzt mit dem Geschmack und Aroma von weichen Bananen, cremigem Karamell und luftig zarter Kakaocreme. Herrlich. Ich warn euch aber schon mal vor: Mehr als ein schmales Stück schafft man definitiv nicht, denn das Törtchen ist unglaublich sättigend. Ihr könnt damit locker eine Meute von 24 Gästen besänftigen *hihi*.

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Wie ihr sicher gemerkt habt, habe ich diesmal versucht, mich selbst mit auf die Bilder zu bekommen, was leichter war, als ich dachte. Meine Spiegelreflexkamera hat nämlich praktischerweise ein integriertes W-LAN, was bedeutet, dass ich die Cam mit Hilfe einer App von Canon mit meinem iPhone steuern kann. Ich sehe das Bild, das die Kamera aufnimmt auf meinem Handy-Display, kann dort alles einstellen und auf den Auslöser drücken. Diese Funktion ist wirklich Gold wert. Kann ich nur empfehlen. Also achtet ruhig beim nächsten Kamerakauf darauf, ob euer gewähltes Modell W-LAN-fähig ist. Jetzt gönn ich mir nochmal ein kleines Stück vom Törtchen und euch wünsche ich ein wunderschönes Rest-Wochenende.

Möge der Schneebesen mit euch sein,

Euer Backbube

 

  • Teller & Gabel: Erbstück
  • Tortenplatte: TKMaxx
  • Tischdecke: BUTLERS

 

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9 Comments

  • Reply
    Anna
    15. Februar 2015 at 09:53

    Wow, da hast Du Dich mal wieder selbst übertroffen! Wundervolle Fotos, wundervolles Törtchen. Das werde ich DEFINITIV nachbacken, diese drei „Erfindungen“ sind nämlich auch mein Ding und in dieser Kombination geradezu unwiderstehlich. Ich hätte so gern jetzt schon ein Stück – Bannoffee-Schoko-Törtchen zum Frühstück. Mhhhhhhhh….

    Liebste Grüße,

    Anna

    • Reply
      backbube
      22. Februar 2015 at 21:16

      Hallo Anna,

      Ich kann dir wirklich nur empfehlen, das Törtchen zu backen, du wirst begeistert sein. Du kannst auch gern noch mehr Bananen reintun, oder die Böden halbieren und ne 4-lagige Torte draus machen.

      Die Schokoböden sind übrigens extrem saftig. Ist definitiv ein neues Lieblingsrezept von mir. Sag mir Bescheid, wenn du sie nachgebacken hast. Ob sie dir geschmeckt hat. Und wenn du ein Bild davon machst, darfst du es gern an meine Facebook-Pinnwand posten. ;)

      Möge der Schneebesen mit dir sein,
      Markus

  • Reply
    Raspberrysue
    15. Februar 2015 at 10:20

    Lieber Markus, was für ein Kracher-Törtchen. Ich weiß schon genau, wem ich damit bald eine Freude mache…vielen Dank für die tolle Inspiration! Und die Bilder mit ein bisschen „Action“ gefallen mir richtig gut! Lg Carina
    http://raspberrysue.wordpress.com

    • Reply
      backbube
      22. Februar 2015 at 21:16

      Hallo Carina,

      danke für deine lieben Worte. Ich bin mir sicher, der oder die Beschenkte wird das Törtchen danach im Abo bei dir bestellen ;).

      Möge der Schneebesen mit dir sein,
      Markus

  • Reply
    Bennli
    16. Februar 2015 at 15:42

    Oh my God sieht die Torte Mega lecker aus.
    Danke für das Rezept

    Bennli

    • Reply
      backbube
      22. Februar 2015 at 21:17

      Hallo Bennli,

      Sie sieht nicht nur lecker aus, sie schmeckt sogar noch besser als sie aussieht ;).

      Möge der Schneebesen mit dir sein.
      Markus

  • Reply
    Anni
    16. Februar 2015 at 23:38

    Leckere Variante! Den Kuchen werde ich bald mal machen. Aber bist du dir sicher, dass der Banoffee Pie aus Australien kommt? Ich dachte immer, dass er eine englische Erfindung sei. Jedenfalls habe ich ihn dort zum ersten Mal gegessen. LG

    • Reply
      backbube
      17. Februar 2015 at 12:13

      Hallo Anni,
      Hab ich Australien geschrieben? Du hast natürlich recht. Der Pie stammt aus England. Hab’s verbessert :)

  • Reply
    Double Chocolate Torte mit Espresso-Mascarpone-Frosting - Backbube
    29. Januar 2017 at 02:30

    […] zu präsentieren. Ich hab euch ja schon einige Schokoladenkuchen auf dem Blog serviert, z.B. den Banoffee-Cake oder diesen Chocolate Mud Cake, aber für die Torte, mit der ich euch heute verführen möchte, […]

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