Frühstück

{do what you love, love what you do} – Mach, was du liebst, liebe, was du machst – Leckere Chai-Waffeln zum beispiel

Vor kurzem hab ich online ein tolles Plakat gefunden, das nun meine Wand im Büro ziert. Darauf steht ein Spruch, der zu mir passt, wie die sprichwörtliche Faust auf das sprichwörtliche Auge. „Do what you love. Love what you do“Mach, was du liebst. Liebe, was du machst. – Das ist ein Motto, das praktisch auf mein komplettes Leben zutrifft. Denn anstatt mich in gesellschaftliche Hüllen pressen zu lassen, mach ich lieber das was ich liebe, und nicht das, was man normalerweise macht. Sicherer Job? Brauch ich nicht. „Ach du willst Schauspieler werden? Willst du nicht lieber etwas vernünftiges machen? Etwas mit finanzieller Sicherheit?“ – Ganz ehrlich. NEIN! Lieber steh ich auf der Bühne. Davon kann man zwar kein Millionär werden, aber das Theater ist nun mal die Liebe meines Lebens. Und etwas zu machen, das man liebt, ist das Schönste auf der Welt.

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Es gab einmal einen Punkt in meinem Leben, an dem ich fast einen anderen Weg eingeschlagen hätte. Ich hatte vor einigen Jahren plötzlich einen Ausbildungsplatz zum Restaurantfachmann in einem gar nicht mal so schlechten Restaurant. Und ich fing die Ausbildung auch an, ich hab sogar 4 Tage in Stuttgart gewohnt. Und es machte auch Spaß, aber ich habe es nicht geliebt. Ich habe die Bühne geliebt, auch wenn ich damals nicht mehr auf den Brettern, die die Welt für mich bedeuten, stand. Zum Glück hab ich’s schon nach 4 Tagen gemerkt, dass ich dort in Stuttgart nicht glücklich geworden wäre. Also ging zurück zu meiner Liebe – zum Theater. Und ich hab’s bis heute nicht bereut.

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Noch schöner ist, wenn man nicht nur EINE Sache machen kann, die man liebt, sondern gleich ZWEI. Und da kommt bei mir das Bloggen ins Spiel. Denn auch das mache ich nur aus einem einzigen Grund: Weil ich es liebe. Mir sind einfach schon so viele schöne Dinge „widerfahren“, seit ich blogge. Ich habe tolle neue Menschen kennengelernt, die genau wie ich, das machen, was sie lieben. Ich habe Orte gesehn‘, die ich sonst wohl nicht gesehn‘ hätte. Ich durfte leckere Dinge essen, die ich sonst wohl niemals gegessen hätte. Und darum hab ich nicht vor, das Bloggen so schnell wieder aufzugeben. Und wo wir gerade bei „leckeren Dingen“ sind – ICH LIEBE ALLES SÜSSE. Darum bin ich wohl auch der Backbube und nicht der Kochbube geworden {YAY}. Und da ja auf dem Plakat steht: „Mach, was du liebst“, tu ich jetzt genau das. Ich mache Waffeln. Den auch die liebe ich.

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Chai Waffeln (4 Stück, belgische Art)

  • 450 ml Milch
  • 7 Teebeutel Chai-Tee
  • 190 g Mehl
  • 50 g Zucker
  • 1 EL Backpulver
  • 3/4 TL Zimt
  • 1/2 TL Kardamom
  • 1/2 TL Salz
  • 2 Eier, getrennt
  • 250 ml Sonnenblumenöl
  • 1 TL Vanilleextrakt

Für die leckeren Waffeln müsst ihr erst mal die Milch in einem kleinen Topf kurz aufkochen und dann vom Herd nehmen. Schneidet von den Tee-Beuteln das Papieretikett ab, knotet alle 7 Fäden zusammen und legt dieses „Bündel“ in die heiße Milch. Da drin lasst ihr den Tee 10 Minuten ziehen. Ab und zu mal umzurühren schadet nicht. Nehmt dann die Beutel raus, drückt sie schön aus und lasst die Chai-Milch vollständig abkühlen.

Nun mischt ihr alle trocken Zutaten (also Mehl, Zucker, Backpulver, Zimt, Kardamom und Salz) in einer Schüssel, Eigelbe, Öl und Vanilleextrakt in einer anderen. Das Eiweiß dürft ihr in einer dritten Schüssel schön steif schlagen. Macht dann eine Kuhle in die trockenen Zutaten, gießt die „nassen“ Zutaten dazu und verrührt alles schön. Zum Schluss müsst ihr nur noch den Eischnee vorsichtig unterheben und schon kann das Waffelabenteuer los gehn.

Heizt das Waffeleisen (ich hab das von KitchenAid genommen) auf und backt die Waffeln 4 Minuten schön kross. Die Zubereitungszeit kann natürlich von Waffeleisen zu Waffeleisen variieren. Die Waffeln könnt ihr pur genießen, oder mit schön viel Ahornsirup und Hagelzucker.

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Hab ich schon gesagt, dass ich Waffeln liebe. Egal, ich sag’s nochmal: ICH LIEBE WAFFELN. Und nochmal: ICH LIEBE WAFFELN. Und nochmal: ICH LIEBE WAFFELN. Aller guten Dinge sind drei {GRINS}. Ich hab Waffeln einfach zum (fr)essen gern. Ich weiß, dass Waffeln jetzt nicht gerade Kalorienmangelerscheinungen zur Folge haben, aber diese Tatsache ignoriere ich ganz gekonnt. Ich bin mir sicher, dass auch viele von euch in dieser Hinsicht genau so denken, wie ich. Ich bin übrigens dafür, dass der internationale Tag der Waffeln eingeführt werden sollte, an dem man den ganzen Tag nichts anderes essen darf als Waffeln.

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Hier noch einige Dinge, die ich mache, weil ich sie liebe: ins Kino gehen – mit Freunden kochen – Gegenstände kaufen, weil mir die Verpackung gefällt – Nutella mit Butter essen – Bücher lesen – shoppen – alles schwarz-weiß sehen, aber nur wenn es um Wohnungseinrichtung geht {HIHI} – durch Schnee laufen – Feuerwerke anschaun – fotografieren – Baiserhauben von Kuchen wegessen – Tee trinken – einfach mal so Überraschungspakete an Freunde schicken, auch wenn sie nicht Geburtstag haben. Und was liebt ihr so? Bin gespannt, auf eure Kommentare.

Möge der Schneebesen mit euch sein,

Euer Backbube

 

PS: Etwas, das ich noch liebe, ist mein Waffeleisen, das ich dank BlumePR & KitchenAid mein Eigen nennen kann. Ich fürchte, da hat wohl jemand gemerkt, dass ich mich ganz schwer in das Ding verknallt hab, als ich drüber gesprochen habe. 

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5 Comments

  • Reply
    Eda Lindgren
    2. November 2014 at 12:53

    „Mach was du liebst!“ … Das hast du sehr schön beschrieben! Der kleine Einblick in deinen Werdegang spricht mir viel Mut zu, weil ich gerade dabei bin, mich beruflich umzuorientieren :)
    Einen feinen Sonntag dir!
    Eda

  • Reply
    Sarah
    2. November 2014 at 22:47

    Toller Post! Damit sprichst du mir total aus dem Herzen, ich mag diesen Spruch nämlich auch total! Ich liebe Bloggen, Zimtschnecken, Städtetrips, Lesen, Blumen, mit Freunden in schönen Cafés sitzen…. ;)
    Liebe Grüße,Sarah

  • Reply
    Pia
    3. November 2014 at 09:29

    Hallo Markus, toller Post . Der feine Unterschied zwischen es macht mir Spaß und ich liebe es bringt es genau auf den Punkt. Das ist die Erklärung für dieses seltsame Gefühl der Leere, wenn man etwas macht, dass spaßig ist, man aber nicht liebt.
    Liebe Grüße Pia >j<

  • Reply
    One Moment
    3. November 2014 at 09:55

    Danke für das tolle Rezept ;)

  • Reply
    Bernadette
    7. November 2014 at 21:28

    Hallo Markus,
    dein Post hat mir aus der Seele gesprochen und ich freue mich, dass du deine Arbeit so sehr liebst. Ich selbst habe auch das Glück einen Job zu haben, den ich liebe und den ich immer schon machen wollte. Ich bin sehr dankbar für dieses Privileg, denn letztlich steigert das auch die Lebensfreude ganz allgemein. Und Waffeln? Keine Frage. Liebt die nicht jeder?
    Weiterhin viel Erfolg und Freude auf oder hinter der Bühne!
    Du machst mich übrigens sehr neugierig auf Ulm!
    Herzliche Grüße
    Bernadette

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