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Der Morgen, an dem ich 144 Minigugelhupfe gebacken habe….

Ich kann mir nichts schöneres vorstellen, als morgens aufzustehn und sofort mit dem Backen zu beginnen. Ehrlich!! Vielleicht mögen manche den Satz nun ironisch lesen, aber er ist wirklich ernst gemeint. Da ich sowieso ein Frühaufsteher bin (denn dann hat man mehr vom Tag) macht’s mir gar nichts aus, auch schon morgens gleich zu arbeiten. Und wenn man morgens backt, dann ist die Wohnung den ganzen Tag mit einem leckeren Duft tapeziert. Und so ein Morgen, an dem dazu auch noch die Sonne durch die Jalousie geblinzelt hat, war am Freitag. Da bin ich nämlich um 6 Uhr aufgestanden um einen kleinen Auftrag auszuführen (der dann komplett 4,5 Stunden gedauert hat).

Honig Mandel Gugl - Titelbild

Mein Hin-und-Wieder-mal-Arbeitskollege Martin, aus der Buchhandlung, in der ich in den Wintermonaten manchmal arbeite, hat mich gefragt, ob ich ihm für seinen letzten Arbeitstag, quasi als kleines Schmankerl für seine Kollegen, nicht etwas backen könnte!? Ich habe selbstverständlich „JA“ gesagt. Doch was sollte es sein? Er lies mir freie Hand. Da ich selbst öfters in der Buchhandlung gearbeitet habe, weiß ich, dass die Pausen immer viel schneller vorbei sind als gedacht. Und da man keine Zeit ein riesiges Stück Torte in sich reinzustopfen. Also hab ich mich für Mini-Gugelhupfe entschieden (ja „Gugelhupfe“ ist laut Duden tatsächlich die Mehrzahl. Ich fände „Gugels“ oder „Gugelhüpfse“ aber besser). Und zwar in 4 verschiedenen Sorten. Jeweils 36 Stück von einer Sorte. Macht 144 Minigugelhüpfse. Da sieht man vor lauter Gugels den Hupf nicht mehr. Die Rezepte habe ich aus diesem Buch, und eins davon war so unglaublich lecker, dass ich es euch nicht vorenthalten will.

Honig Mandel Gugl - Spring Time

Gugl Honig-Mandel (aus „Feine Kuchenpralinen„, Südwest Verlag)

Zutaten: (für eine Form mit 18 Minigugels.)

  • 50 g Butter
  • 50 g feiner Zucker
  • 2 Eier (80g)
  • 55 g Weichweizengries
  • 15 g Mehl
  • 1 Msp. Zimt
  • 1 Msp. gemahlene Nelken
  • 30 g geschälte, gehackte Mandeln
  • 50 g Honig
  • Butter zum Einfetten & anrösten

 

Zubereitung:

Schritt 1: Alle Zutaten auf Zimmertemperatur bringen. Den Backofen auf 210 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Gugl-Form ausbuttern und leicht mit Mehl bestäuben.

Schritt 2: Mandeln mit etwas Butter in einer Pfanne goldgelb anrösten. Etwas abkühlen lassen.

Schritt 3: Weiche Butter und Zucker verrühren. Eier einzeln ca. 30 Sekunden unterschlagen. Grieß und Mehl nacheinander mit unterrühren. Zimt & Nelken dazugeben und gut unterheben. Mandeln und Honig dazu, umrühren und fertig ist der Teig.

Schritt 4: Die Gugl-Formen bis knapp unter den Rand füllen und im unteren Drittel des Ofens ca. 12 Minten backen. Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und herauslösen.

Honig Mandel Gugl - Ansicht von oben

Ihr werdet nicht nur vom Geschmack begeistert sein, sondern auch von dem herrlichen Duft-Gemisch aus Honig und gerösteten Mandeln. Die ganze Wohnung roch bei mir nach dem Backen danach. Ich hab sogar extra alle Türen aufgemacht, damit dieser betörende Duft auch noch in die kleinste, winzigste Ecke gelangen konnte. Ich hab schon oft die kleinen Gugls gebacken, aber diese Sorte bisher noch nicht, aber sie hat mir wirklich bis jetzt am allerbesten geschmeckt. Neben den Honig-Mandel-Gugels gab’s noch die Sorten Stracciatella, Himbeer-Kokos-Marzipan & Rotwein-Schoko.

Honig Mandel Gugl - Frühlings Erwachen

Ich hab dann aus zerknautschtem Backpapier kleine „Taschen“ geformt, jede Sorte in eine davon reingepackt und alles zusammen auf einem Tablett angerichtet. Ich hab wirklich sehr gern für Martin gebacken, denn ihr müsst wissen, dass er für mich DER Buchhändler ist. Er hat mir noch nie was schlechtes empfohlen, jedes Buch hat voll ins Schwarze getroffen. Und das, ohne dass ich ihm gesagt habe, WAS ich eigentlich lesen will. Und es waren so viele tolle unbekannte Autoren dabei, die leider viel zu oft nicht bemerkt werden, obwohl ihre Bücher millionenmal besser sind als die ganzen Bestseller. Jetzt werdet ihr denken „Moment, aber es ist doch Martins letzter Arbeitstag. Warum ist der Backbube dann trotzdem so euphorisch?“ Nun, sein Abschied hat erstaunlicherweise etwas Gutes: Er macht nämlich eine eigene Buchhandlung auf. Und darauf freu ich mich ganz besonders.

Ich wünsch euch einen wunderbaren, endlich mal sonnigen, frühlingshaften, backwütigen Sonntag und eine genauso tolle kommende Woche.

May the whisk be with you,

Euer Backbube

 

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26 Comments

  • Reply
    süß und köstlich
    14. April 2013 at 10:13

    Wahnsinn!!!! Waaaaaaahnsinn!!! Ich liebe ja Minigugls und habe auch schon einige gebacken, aber 144 Stück(!) ist echt mal eine richtige Leistung. Und das um 6 Uhr morgens :-)
    Ich habe das Minigugl-Buch auch, dieses Rezept habe ich allerdings noch nicht ausprobiert. Werde ich jetzt nach deinem tollen Beitrag auf jeden Fall nachholen.

    Schönen Sonntag für dich!
    Ganz liebe Grüße
    Janet

  • Reply
    Chrissi
    14. April 2013 at 10:35

    Früher hab ich immer Hupfgugel gesagt- wäre die Mehrzahl dann nicht Gugels? :)
    Lecker klingt es- wie immer eigentlich!

  • Reply
    Schokobeeri
    14. April 2013 at 10:54

    Irre!
    Einfach nur irre.
    144 …. fast unglaublich.
    Das glaub ich dir dass du da eine ganze Weile beschäftigt warst.
    Ich hab auch eine Guglform (ja mir gefällt Gugl besser), vielleicht werd ich das Rezept mal nach backen, oder einfach mal wieder das Buch durch blättern.
    Verrätst du uns noch mehr über Martins Eröffnung? Hört sich ja nach Geheimtipp an.
    Liebe Grüße, Schokobeeri

  • Reply
    Nova
    14. April 2013 at 10:56

    Wenn man einmal mit den Gugels (wen interessiert der Duden?! ;))angefangen hat, mag gar nicht mehr aufhören weiter zu backen… Ich liebe die Rotweinschokogugels, die sich leider auf deinem Bildern verstecken. Ich hoffe, du bäckst sie zur Buchladeneröffnungsfeier und zeigst sie uns dann.
    Alles Liebe,
    Nova

  • Reply
    Frau Süd
    14. April 2013 at 11:07

    Gugelhüpfse klingt tatsächlich seht lustig… nennen wir sie also so. 144 Gugelhüpfse sind echt ne grosse Menge, aber die Dinger sind wirklich so lecker und auch so schnell weg, da mache auch ich für meine Familie immer gleich eine grössere Menge und erfreue mich am schönen Aussehen des grossen Gugelhüpfsebergs (die Freude währt nicht lange, denn der schrumpft wie von Zauberhand ganz schnell)! Die Honig-Mandel-Sorte habe ich tatsächlich auch noch nicht probiert, aber nachdem Du so davon schwärmst werde ich wohl über meinen Honig-Hass-Schatten springen und mich mal an die Sorte ranwagen.

    Ich hoffe Du lässt uns hier wissen wie wir Martin’s Buchhandlung finden, denn wenn es mich mal in diese Gegend verschlägt, dann muss ich da unbedingt hin. Ich liebe Buchhandlungen! Ich hoffe er hat eine gut sortierter Kochbuchabteilung?!

    Einen schönen Sonntag und alles Liebe von
    Frau Süd

  • Reply
    zuhauseundunterwegs
    14. April 2013 at 11:39

    Oh ich bin total entzückt von diesen kleinen Gugls und finde es äußerst respektabel, dass Du es Dich gleich vier Sorten gestellt hast:) LG Daniela

  • Reply
    franziska v. strotha
    14. April 2013 at 14:46

    LIeber Backbube- in welcher Buchhandlung arbeitest Du denn in den Wintermonaten? Einen Martin kenne ich nämlich gar nicht in der Ulmer Buchhandelsszene…’Aber ich bin ja auch schon 11 Jahre weg aus Ulm. Und wo wird er denn die neue Buchhandlung aufmachen? Es gibt ja wirklich so wenig Buchhandlungen in Ulm…..:-)
    Gruß Franziska

  • Reply
    sabrina
    14. April 2013 at 19:27

    Also für mich heißen die Gugelhüpfer. :)
    Sehen sehr lecker aus! Hut ab vor diesem Back-Marathon!

  • Reply
    Manuela S.
    14. April 2013 at 19:45

    Die Honig-Mandel-Gugl haben mich im Buch auch schon angelacht und wenn die tatsächlich so fantastisch lecker sind, mach ich die das nächste Mal. Passenderweise habe ich heute Zitronen-Joghurt-Gugl gebacken und die sind was für Zitronen-Fans. Einfach genial.

    Mein Respekt: so viele Gugl zu backen, insgesamt 8 Bleche (?), einfach der Wahnsinn!!! Ich hab nur eine Form und da bin ich schon am Überlegen ob ich nicht doch noch ne Zweite bräuchte.

    LG Manuela

  • Reply
    Ela
    14. April 2013 at 19:46

    Zauberhafte Bilder und das Rezept klingt phantastisch! Kommt sofort auf die Nachbackliste :)
    Feinen Sonntag dir!
    LG
    Ela

  • Reply
    groschenroman
    15. April 2013 at 08:23

    Deine Bilder sind wie immer wunderschön und die Gugls klingen sehr lecker. Probier ich mal aus.

  • Reply
    Claudia
    15. April 2013 at 10:03

    Was für schöne Fotos!Ich bin wie immer gabz begeistert.

    Das Buch aus dem das Rezept ist hatte ich auch schon mehrfach in der Hand. Letztlich habe ich es immer wieder zurück gelegt. Die Bewertungen bei Amazon sind zum Teil ja wirklich schlecht – da habe ich mich nicht getraut.
    Nach Deinen guten Erfahrungen muss ich es mir noch einmal überlegen.

    LG Claudia

    • Reply
      Sabrina
      15. April 2013 at 15:15

      Ich habe das Buch auch und schon einige Rezepte ausprobiert, manche sind super-lecker, andere fand ich nicht so gut. Was mich aber viel mehr gestört hat: die Rezepte sind unterschiedlich ergiebig. Manchmal muss man die Form 2 1/2 mal füllen, um alles aufzuarbeiten, manchmal geht’s genau auf. Aber das würde mich trotzdem nicht vom Kauf abhalten, denn die Idee ist spitze und die dazugehörige Form ist auch toll. Und alles in allem ist das Buch doch auch eine tolle Inspirationsquelle, auch wenn ich inzwischen lieber eigene Rezepte verwende.

  • Reply
    Julia
    15. April 2013 at 10:51

    Da wird mir ja ganz gugelig, vor lauter Hüpfse! Wunderbar, mein Lieber :)

  • Reply
    nadine von herzensgut
    15. April 2013 at 20:21

    hallo markus!
    ich komme jedes mal ins schwärmen, wenn ich deine gugelhupfe sehe und wollte dich schon immer fragen, woher du deine backform hast. die form ist nämlich wirklich sehr schön! magst du das verraten?

    danke & herzensgrüße
    nadine

    • Reply
      backbube
      16. April 2013 at 10:14

      ja, wenn du im Beitrag oben im zweiten Absatz im Satz „Die Rezepte habe ich aus diesem Buch“ auf das Wort „diesem“ klickst, wirst du direkt zu Amazon weitergeleitet und da gibts die Form + Buch.
      LG,
      Markus

  • Reply
    Julia
    15. April 2013 at 20:34

    Hihihi, solche backwütigen Tage habe ich auch schon hinter mir ;)
    Ich liebe Backen am Morgen! Da duftets sooo schön, wenn mann heimkommt…Mini-Gugels kommen bei mir auch bald mal dran. Das Blech dazu wurde soeben gekauft :)
    Liebe Grüße

    Julia

  • Reply
    Bernadette
    15. April 2013 at 23:23

    Backen ist gut für die Seele! Und deine Seite, die ich jetzt erst zwei Monate kenne, ist auch wegen der schönen Fotos ein Genuss! Ganz herzlichen Dank dafür, dass du uns immer wieder daran teilhaben lässt und ganz speziell mich auf neue Gedanken und zu neuen Genüssen führst. Jetzt werden es nach Cupcakes und Whoopie-Pies (meine Favoriten) nun auch noch Gugelhüpfe … Das Tolle an den kleinen Dingern im Gegensatz zur Torte ist je definitiv, dass man sie so toll „mitbringen“ kann.

  • Reply
    Barbara
    17. April 2013 at 06:45

    Hallo,
    fleissig, fleissig…
    Aber auch ich bin gespannt auf Martins neue Buchhandlung (wenn du ein bißchen Werbung machen kannst)-gute Buchhändler, die wissen, was sie empfehlen, sind rar, auch wenn man in Ulm an fast jeder Ecke über eine Buchhandlung stolpert (dafür gibts ja im Umkreis jedenfalls in meiner Richtung (25 km entfernt)absolut nichts).

    Liebe Grüße,
    Barbara

  • Reply
    Katja
    19. April 2013 at 13:23

    Hallo Markus hab gerade deinen Beitrag gelesen da läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Ich finde er ist auch mit Witz formuliert ;), es ist eine Freude das zu lesen, sofern ich dazu komme mit meinem kleinen Fratz ;). Mach weiter so bin schon gespannt was du als nächstes leckeres machst und hoffe in näher Zukunft mal etwas nach zumachen.
    Ich biete mich auch gerne als Versuchskaninchen an ;))))). Wäre schön wenn wir uns mal wieder sehen.
    Liebe Grüße Katja Marco mit Luis

  • Reply
    Juli von Vielbegabte
    21. April 2013 at 17:08

    Huii, Du machst ja tolle Fotos! Gestern habe ich die nette Anna im Backwahn kennengelernt und zudem endlich auch meine eigene Kamera bei Shoot the Food in Karlsruhe. Und was lese ich dort: vom Backbube! Da musste ich doch gleich mal spicken :-)
    Kompliment: Deine Fotos gefallen mir sooo gut! Und die leckeren Kuchenminis werde ich gleich auf meine Backwunschliste setzen…
    Herzliche Grüße von Juli

    • Reply
      backbube
      21. April 2013 at 17:15

      Hallo Juli,
      Oh das freut mich. Wo hast du denn von mir gelesen??? Bei Anna? Ich werd sie am Freitag auch endlich kennenlernen. Freu mich schon sehr. Und bei Shoot the Food will ich auch unbedingt mal mitmachen. Hatte bisher nur leider nie Zeit.
      Liebe Grüße,
      Markus

      • Reply
        Juli von Vielbegabte
        21. April 2013 at 22:17

        Ja und ja: bei Anna gelesen und Shoot the Food war klasse! Wobei Deine Fotos auch jetzt schon eeeecht toll sind!! ;-)

        Grüße die liebe Anna von mir!

  • Reply
    Carmen
    27. April 2013 at 19:42

    Ich gehöre zu den Glücklichen, welche die 144 Gugls vernaschen durften!!
    Und sie waren wirklich traumhaft lecker und sehr ansprechend präsentiert!

    Danke für den Backbuch Tipp!

  • Reply
    » Honig-Mandel-GuglchenMaras Wunderland
    4. Mai 2013 at 11:11

    […] es bei mir schon vor, glaube ich, zwei Wochen gab: Honig-Mandel-Guglchen. Gefunden hatte ich das Rezept bei einem meiner regelmäßigen Besuchen beim Backbuben. Ziemlich lecker sahen die kleinen süßen […]

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