Kuchen & Brownies

{Es ist LIEBE!} – Ingwer und Birne – vereint in einem saftigen Birnen-Gugelhupf mit kandiertem Ingwer und Ingwer-Sirup

Heute gibt’s mal wieder einen leckeren Gugelhupf für euch. Vorletzten Sonntag hab ich doch den Bericht über das tolle Blogger-Mini-Treffen bei poule folle in Stuttgart geschrieben. Und wer den aufmerksam gelesen hat, der wird noch wissen, dass ich damals eigentlich einen Kuchen präsentieren wollte. Der blieb jedoch zwecks meiner Aufregung bezüglich der Premiere vom „Dicksten Pinguin vom Pol“ – meiner ersten großen Regiearbeit –  in der Form kleben. Nun liegt die großartige Premiere hinter mir und ich konnte mich ganz genüsslich wieder dem Kuchen zuwenden. Und diesmal ist er auch aus der Form heraus geflutscht, so wie es sein soll.

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Wie ihr vielleicht wisst steht ich total auf Ingwer, in jeder erdenklichen Form. Als Tee, als Marmelade, kandiert, pur in ’nem Glas Wasser, zu Sushi oder in meinem absoluten Lieblingskuchen. Ich liebe einfach diese leichte Schärfe und das zitronige Aroma. Und gesund ist die tolle Wurzel auch noch. Besser geht’s nicht. Und in Kombination mit Früchten mag ich Ingwer auch sehr gern. Wenn ihr mal ne Ananas zur Hand habt, dann schneidet sie doch einmal in Würfel und macht euch in einem kleinen Mixer eine Marinade dazu. Für diese braucht ihr 10 frische Minzblätter, 50 ml Orangensaft & ein ca. 2 cm großes Stück frischen, geschälten Ingwer. Das püriert ihr dann alles zusammen und gießt es über die Ananas. Ihr werdet es lieben – vorausgesetzt ihr mögt Ingwer *gg*. Eine weitere Frucht, zu der der liebe Ingwer ganz fabelhaft passt, ist Madame Birne. Sie geht mit Herrn Ingwer eine ganz wunderbare Beziehung ein, die schöner nicht sein könnte. Bühne frei für meinen Birnen-Gugelhupf mit kandiertem Ingwer und Ingwer-Sirup.

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Birnen-Gugelhupf mit kandiertem Ingwer & Ingwer-Sirup

  • 200 ml Wasser
  • 170 g + 340 g Zucker
  • 1 Stück Ingwer (5cm)
  • 400 g + 1 EL Mehl
  • 2 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 Tl Salz
  • 260 ml Milch
  • 120 ml Olivenöl
  • 100 ml abgekühlter Ingwer-Sirup + der Rest davon (der im Rezept erst hergestellt wird)
  • 3 Eier (L)
  • 1 Eiweiß (L)
  • 1 TL Vanille-Extrakt
  • 1 Birne (ca. 170 g Endgewicht)
  • 15-20 kandierte Ingwerstäbchen
  • brauner Zucker (Deko)

Den Ingwer schälen und in Scheiben schneiden. Wasser, 170 g Zucker & Ingwer in einem kleinen Topf aufkochen und 15 Minuten auf schwacher Hitze offen köcheln lassen, bis ein schöner Sirup entstanden ist. Den Sirup vom Herd nehmen, den Ingwer herausfischen und den Sirup abkühlen lassen.

Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Mehl, 340 g Zucker, Backpulver & Salz in einer großen Schüssel mischen. In einer weiteren Schüssel Milch, Olivenöl, Eier und Eiweiß, Vanille-Extrakt und 100 ml vom abgekühlten Ingwer-Sirup vermischen. Dann die nassen Zutaten zu den trockenen geben und alles gut vermischen.

Die Birne schälen, entkernen, achteln und in kleine Würfel schneiden. 170 g abwiegen, den Rest einfach aufessen *gg*. Mit 1 EL Mehl vermischen. 15 Ingwerstäbchen in kleine Stücke schneiden und unter die Birnen mischen. Dann den Birnen-Ingwer-Mix vorsichtig unter den Teig heben, den Teig in eine gefettete, mit Mehl ausgestreute Gugelhupfform geben und 50 min. im vorgeheizten Backofen backen.

Danach aus dem Ofen nehmen und 15 Minuten auf einem Kuchengitter in der Form auskühlen lassen. Dann den Gugelhupf stürzen und mit dem restlichen Ingwer-Sirup einpinseln und mit etwas braunem Zucker berieseln. Die restlichen Ingwerstäbchen in schmale Streifen schneiden und den Kuchen damit garnieren.

 

Hach, Madame Birne und Herr Ingwer zeigen euch auf eurer Zunge wie sich wahre Liebe anfühlt. Die beiden lieben sich richtig innig. Und wenn sie nicht in einen Kuchen eingebacken wurden, dann lieben sie sich noch heute. – Ok, Scherz beiseite, der Kuchen ist oberlecker. Er reiht sich ganz dicht hinter meinem bisherigen Lieblings-Ingwer-Kuchen ein und ich kann euch nur ans Herz legen, das leckere Ding mal selbst auszuprobieren. Ich bin gespannt, was ihr sagen werdet. Selbstverständlich würde der Kuchen sich auch ganz wunderbar in einer knackigen Zartbitterschokoladen-Hülle machen, aber ich finde, es darf ruhig auch mal seine „pure“ Schönheit gezeigt werden.

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Wenn ihr euch fragt, wo ich die tolle goldene Tortenplatte her habe, dann muss ich euch sagen, dass das eigentlich gar keine Tortenplatte ist, sondern ein Kerzenständer & ein Teller. Die beiden güldenen Schätzchen hab ich zufällig beim shoppen gefunden und sie passten perfekt zu einander. Und nicht nur deshalb musste ich sie haben, sondern auch, weil ich finde, dass sie zusammen mit den knackig-grünen Birnen, den Vintage-Gugelhupf-Formen (die ich von meiner lieben Freundin Corinna geschenkt bekommen habe) und dem saftigen Kuchen wirklich ein schönes Sinnbild für den wundervollen, goldenen Herbst sind, den wir gerade erleben dürfen.

Zum Schluss hab ich noch eine Frage an euch: Auf welche Art liebt ihr Ingwer denn am meisten? Lasst es mich in ’nem Kommentar wissen. Bin gespannt, wie ihr die saftig gelbe Knolle am liebsten genießt.

Möge der Schneebesen mit euch sein,

Euer Backbube

 

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11 Comments

  • Reply
    Andy
    9. Oktober 2014 at 11:49

    Hallo Markus,
    a bisserl hab ich mich bei dir umgeschaut und finde deine Seite grandios!
    So tolle Foodbilder, da komm ich aus dem staunen nimmer raus.
    Folgen tu ich dir ja , das ist klar!
    Und gerne schaue ich jetzt öfters vorbei.
    Das Rezept hört sich klasse an, danke dafür!
    GLG Andy

  • Reply
    Michael
    9. Oktober 2014 at 12:53

    Hi Markus,

    das ist wieder so ein Kuchen von Dir, den ich nachbacken MUSS! Allein schon wegen dem Ingwer. Ich mag die dezente Schärfe in Gebackenem …. Herbst/Winter ohne Ingwer geht bei mir gar nicht. Für Weihnachten mache ich wieder meine Ingwer-Haselnusswürfel. Das Rezept kann ich Dir gerne mal zukommen lassen.

    LG aus Nürnberg
    Michael

    • Reply
      backbube
      9. Oktober 2014 at 13:47

      Hallo Michael,

      für mich geht das ganze Jahr nicht ohne Ingwer. Im Sommer steht bei mir immer eine Karaffe mit eiskaltem Wasser und ein paar frisch geschnittenen Ingwerscheiben drin bereit.

      Ich würde mich freuen, wenn du mir dein Rezept schickst, allerdings muss ich dann die Haselnüsse durch ne andre Nuss ersetzen, ich mag nämlich Haselnüsse überhaupt sowas von gar nicht. ;)

      Möge der Schneebesen mit dir sein,
      Markus

  • Reply
    Missis Pf
    9. Oktober 2014 at 13:29

    Mmmmmh, so ein feines herbstliches Rezept, lieber Markus. Und einmal mehr super toll fotografisch inszeniert. Kompliment! Die Gestaltung deiner Posts ist immer wieder eine grosse Inspiration! Herzgruss, Wanda

  • Reply
    Ricarda
    9. Oktober 2014 at 19:05

    Das bisher einzige Mal, das ich selbst Ingwer benutzt habe, war, als ich für meine Mama Ginger Ale Sirup gekocht habe. Das hat schon super gut geduftet und der Sirup war 1A! Den werde ich bestimmt öfter mal machen!

    • Reply
      backbube
      9. Oktober 2014 at 23:10

      Ginger Ale Sirup? Hast du da ein Rezept? Das muss ich haben.

      Möge der Schneebesen mit dir sein,
      Markus

  • Reply
    Raspberrysue
    10. Oktober 2014 at 06:38

    Ich liebe Ingwer in meinen morgendlichen Smoothies! Das bringt ein bisschen schärfe und gerade jetzt zum Herbstanfang noch ein bisschen Erkältungsschutz mit rein ;) Außerdem, ganz klassisch, gehört Ingwer einfach für mich immer zu asiatischen Gerichten dazu, die ich ganz viel koche. Mhmmm! Liebe Grüße, Carina

  • Reply
    Ruth Breither
    10. Oktober 2014 at 08:45

    Hallo „Backbube“,

    mein Lieblingsrezept ist Ananas-Ingwer-Konfitüre.Aber auch sonst kommt Ingwer zum Einsatz, z.B. im Tee. Ich freue mich auch immer, wenn ich neue Ideen aufgreifen kann.

    Schöne Grüße
    Ruth

  • Reply
    Jaris
    22. Oktober 2014 at 00:30

    Hey Backbube! Ach, wenn alle Liebe so schön wäre, wie die zwischen Ingwer und Birnen. Ingwer mag ich am besten als Lebkuchen oder ein ganz tolles Gingerbread House! Außerdem mache ich ein Ingwer-soja Salatdressing, wenn ich nach einem authentisch asiatischen Salat verlange. ;)

    BTW, dein Blog ist mein Lieblingsblog auf Deutsch! Ich lese es regelmäßig, aber habe noch nie kommentiert. Immer sehr schöne Bilder und auch so schöner Umgang mit Wörtern. :)

    LG aus den USA,
    Jaris

  • Reply
    Carsten
    8. November 2014 at 18:49

    Hey Markus,
    voll Elan hab ich mich ans abmessen, schnippeln und rühren gemacht und dann irgendwann gemerkt, Olivenöl, wieso eigentlich Olivenöl? Muss das wirklich sein? Im genaschten Teig schmeckte es auch wirklich etwas streng durch. Dann der Ingwer: im Sirup und auch noch als Stückchen drin, schmeckte im Teig auch ein bisschen stark. Ob das was wird, ohjeh…?
    Aber nachher im fertig gebackenen Kuchen überhaupt nicht mehr, passt alles harmonisch zusammen. Da hat sich Vertrauen mal wieder gelohnt ;) Durch den Sirup ist der Kuchen auch echt schön locker und saftig, nicht so staubtrocken wie viele andere Rührkuchen. Und weil ich nicht so viel genascht hab, ist auch ne Menge Kuchen dabei rausgekommen :) Beim Abkühlen hab ich noch 100g Vollmilch-Kuvertüre darauf verteilt, das passt auch supergut dazu.
    Alle Daumen hoch und Danke für das Rezept!
    LG Carsten

  • Reply
    Lina
    29. November 2016 at 18:51

    Köstlich! ich habe den Siruprest dazu genutzt, damit einen Zuckerguss anzurühren und anschließend mit feinsten Streifen der Ingwerstäbchen verziert. Vielen Dank für das tolle Rezept.

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