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„Blogs I Love“ – Wie Silvia von Candid Moments mich zum glücklichsten Backbube(n) der Welt gemacht hat

Erinnert ihr euch noch an meinen sehnsüchtigen Beitrag bei Facebook vor ein paar Wochen? Da fragte ich, ob mir irgendwer sagen kann, wo man Veilchen her bekommt. Ich hätte sie gebraucht, um Veilchensirup herzustellen, der mir seit meinem Frankreichurlaub vor 7 Jahren nicht mehr aus dem Kopf geht. Es kamen viele Tipps, aber leider fand ich ganz genau 1 einziges Veilchen. Doch es gibt da eine ganz bezaubernde Bloggerin, die mir einfach ein kleines Fläschchen ihres selbstgemachten Veilchensirups geschickt hat, da sie nicht mit ansehen konnte, wie ich leide. Ich war an diesem Tag der glücklichste Backbube auf dem Planeten. Und da ich ja nun die Kategorie „Blogs I Love“ ins Leben gerufen habe und seit Mitte dieser Woche in den Vorbereitungen für das heutige Styled Wedding Shooting mit „Fräulein K. sagt Ja“ stecke, und es nicht geschafft habe zusätzlich für heute etwas zu backen, habe ich sie einfach gefragt, ob sie Lust auf einen Gastbeitrag hat. Und sie hat „Ja“ gesagt. Darum, aber nicht allein darum, stelle ich heute Silvia und ihren zauberhaften Blog  www.candid-moments.at vor.

Wie ihr an der Web-Endung „.at“ schon erkennen könnt, kommt Silvia aus Österreich (was übrigens eines meiner beiden Lieblingsreiseländer ist, Nummer 2 ist Spanien) und sie zeigt auf ihrem Blog neben sehr köstlichen Rezepten, von denen ich schon einige ausprobiert habe, auch wunderschöne Fotoreportagen zu verschieden Reisezielen. Ich mag ganz besonders die Bilder von Stockholm und den Malediven. Man(n) meint förmlich, man könnte direkt in die Fotos hineinspringen. Ganz verliebt bin ich auch ihn diese tollen Bilder. Aber nun geb ich auch Silvia die Chance sich selbst vorzustellen.

Backbube: Liebe Silvia. Ich freue mich, heute deinen Blog www.candid-moments.at vorstellen zu dürfen. Was war der ausschlaggebende Grund für dich, mit dem Bloggen anzufangen?

Silvia: Ich liebe es, zu fotografieren! Diese Leidenschaft hab ich von meinem Papa, der den Fotografen-Familienbetrieb mittlerweile in dritter Generation führt. Mit Bildern seine eigenen Gefühle auszudrücken und andere Menschen zu berühren, das ist etwas ganz Besonderes. Und dieses Besondere wollte ich auch mit meinem Blog schaffen. Besondere Momente einzufangen und zu präsentieren, das macht mir Freude. Wenn ich darüber hinaus auch anderen Menschen mit dem, was ich tue, Freude bereite, dann habe ich schon viel erreicht!

Backbube: Das Bloggen ist ja ganz schön zeitaufwändig. Planst du deine Posts oder bist du ihr eine spontane Bloggerin?

Silvia: Meine Posts folgen meinem Gefühl, keinem Redaktionsplan – das würde mir zu viel Druck auferlegen. Da ich viel Zeit und Liebe in meine „Fotoprojekte“ stecke und neben dem Fotografieren auch die Aufbereitung der Bilder und das Schreiben meist noch viel Zeit in Anspruch nehmen, kanns dann schon mal etwas länger dauern, bis ein Beitrag online geht. Andererseits kommt´s auch wieder vor, dass ganz spontan aus einer (Koch-) Situation heraus Bilder entstehen, die ich noch am selben Tag blogge.

Backbube: Was reizt dich am meisten am Bloggen?

Silvia: Die Herausforderung, immer wieder neue Themen stimmig in Bilder umzusetzen. Bei meinen Rezepten zum Beispiel versuche ich, ein harmonisches Setting zu schaffen und auch jedem Beitrag meinen, aber doch einen eigenständigen Stil zu geben.

Backbube: Mit welcher Leckerei könnte man dich sofort und augenblicklich für sich gewinnen?

Silvia: Schokotörtchen mit flüssigem Kern, das wärs jetzt! Hab ich bisher vergeblich versucht, selbst zu machen – den weichen Kern hab ich jedoch noch nie hinbekommen. Aber ich gebe nicht auf, vielleicht gelingt es mir ja doch noch irgendwann. Und, wenn´s dann „Blog-tauglich“ ist, werde ich berichten ;-)

Backbube: Gibt es einen Traum, den du dir unbedingt erfüllen möchtest?

Silvia: Seit Oktober 2012 arbeite ich nebenberuflich als selbständige Fotografin. Ein Traum wäre natürlich, dieses Standbein auszubauen und das ein oder andere Bild von mir auch in einem Magazin zu sehen. Und: Träume sind da, um gelebt zu werden. Ich arbeite dran!

Backbube: Danke für das Interview. Und euch jetzt viel Spaß mit dem Rezept von Silvia von www.candid-monents.at

Ein wunderbares Rezept für den lieben Backbuben.

Bittesehr, süß und typisch österreichisch: Zuckerkipferl – eine Mehlspeise, die gern in Begleitung einer Melange daherkommt und frisch aus dem Backrohr, süß und warm duftend am besten schmeckt.

Fürs Rezept hab ich den dicken Wälzer aus dem Bücherregal gefasst: „Wiener Küche“ von Olga und Adolf Hess anno 1950. Ja, genauso wie meine liebe Schwiegermama die Zuckerkipferln damals in ihrer Schulzeit auf der Hauswirtschaftsschule Laxenburg fertigte, so sollten auch meine werden.

Zubereitung:

Gärprobe oder „Dampfl“ (wie man in Österreich auch dazu sagt): 1/3 Würfel (= 15 g) frischen Germ/Hefe mit 20 g Mehl, 1/16 l lauwarmer Milch und 20 g Zucker abrühren und an einem warmen Ort mit einem sauberen Geschirrtuch zugedeckt etwas stehen lassen. Der Teig sollte in den nächsten 15 Minuten deutlich aufgehen.

Währenddessen 300 g Mehl kurz im Backrohr anwärmen. 80 g Butter schmelzen – sie sollte jedoch nicht zu heiß sein. Das Mehl mit der Butter, 1/8 l lauwarmer Milch, 100 g Zucker, 2 Dotter, 1 ganzen Ei, 1 Prise Salz und der Gärprobe mit den Knethaken des Mixers zu einem Teig verrühren, den man gut abschlägt und für eine Stunde zum Aufgehen mit einem sauberen Geschirrtuch zugedeckt an einen warmen Ort stellt. Danach lässt man den Teig über Nacht im Kühlschrank zugedeckt rasten.

Am nächsten Tag wird der Teig auf einem bemehlten Brett weiterverarbeitet. 150 g Mehl mit 50 g Butter abbröseln und mit 2 Dottern in den Teig kneten – das kann schon etwas dauern bis sich die Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verbunden haben.

Nun habe ich den Teig geteilt, jede Hälfte möglichst kreisrund ausgewalkt und in 8 Stücke geteilt. So lassen sich insgesamt 16 Kipferl formen. Die Kipferl auf zwei Backblechen mit ausreichend Abstand 20 Minuten warm aufgehen lassen. Danach mit 1 verschlagenem Ei bestreichen, mit Hagelzucker bestreuen und noch einmal 20 Minuten warm aufgehen lassen.

Backrohr auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Dann die Kipferl etwa 5 Minuten bei voller Hitze und weitere 5 bis 8 Minuten bei 160°C goldbraun backen.
Am Kuchengitter auskühlen lassen oder gleich lauwarm vernaschen. Die Kipferl lassen sich auch gut einfrieren und fürs Frühstück frisch aufbacken.

Passt hervorragend dazu: Holunder-Apfel-Gelee.

Gutes Gelingen!

„Liebe Silvia. Vielen Dank für dieses zuckersüße Rezept. Du hast die Bilder dazu so liebvoll arangiert. Ich würde jetzt am liebsten in ein Zuckerkipferl beissen und mit deinem leckeren Gelee garnieren, das ich schon ausprobiert habe und über alles liebe. Ich freue mich jedes Mal wieder Neues auf deinem Blog zu entdecken. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns schon bald einmal treffen. Ich komm dich sehr gern im Weinviertel besuchen. 1000 Dank für das Interview und den tollen Gastbeitrag.“

Ich hoffe, euch hat das Rezept genauso gut gefallen wie mir.

May the whisk be with you,

Euer Backbube

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3 Comments

  • Reply
    silvia
    9. Juni 2013 at 12:00

    Hach, Du lieber Backbube! Dankeschön für Deine zuckersüßen Worte :)
    Ich würd mich auch sehr freuen, wenn wir uns schon bald treffen. Ob ich Wien oder im Weinviertel.

    Danke, danke, dankeschön & viel Spaß beim Styled Wedding Shooting!

    Ein Busserl & sonnige Grüße aus Österreich schickt Dir
    silvia

  • Reply
    Jutta von Kreativfieber
    9. Juni 2013 at 13:29

    Ein tolles Interview! Ich stöbere gerade erst mal auf Silvias Blog! Ich hoffe es ist ok wenn ich den Link hier poste, aber als sie von den Schokotörtchen mit flüssigem Kern gesprochen hat musste ich sofort an unser Lavacake Rezept denken, bei dem der flüssige Kern jedes Mal hinhaut! Vielleicht will Silvia es ja mal testen: http://kreativfieber.de/sonntagskuchen-lava-cake/
    Ist meine absolute schnell Lieblingsleckerei!
    Ich freu mich shcon auf deinen nächsten blogs i love Beitrag, die les ich total gerne!
    Liebe Grüsse!

  • Reply
    Julia
    10. Juni 2013 at 20:47

    Lieber Markus,
    Silvias Blog gehört auch zu meinen Lieblingsblogs, deshalb freue ich mich sehr über das Interview, das Du mit ihr geführt hast! Außerdem bin ich auch zu eine der Glücklichen, die ein Fläschen des wunderbaren Veilchen-Sirups geschickt bekam, denn ich wusste nicht, wie Veilchen schmecken… eine wirklich tolle Überraschung einer wunderbaren Bloggerin :)
    Liebe Grüße
    Julia

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