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Eine Tasse Tee und dazu ein leckeres Stück Sandkuchen

Neulich lief ich durch den Park vor meiner Haustür und kam an einem Spielplatz vorbei. “Mama schau mal, ich habe einen Sandkuchen gebacken” rief ein kleines Kind und noch ehe seiner Mutter es verhindern konnte, biss das Kind ein großes Stück davon ab bzw. beförderte es mit Hilfe einer kleinen giftgrünen Schaufel in den Mund. “Ach Schatz, einen Sandkuchen kann man doch nicht essen!” rief die Mutter. Ich schmunzelte und dachte nur “Wer sagt denn, dass man Sandkuchen nicht essen kann?” Er schmeckt doch herrlich. Und darum gibt’s für euch heute ein tolles Rezept für einen Sandkuchen – ohne echten Sand – versprochen.

Sandkuchen

Zutaten:

  • 225 weiche Butter
  • 200 g Zucker
  • Saft & fein abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone (oder Orange)
  • 3 Eier (M)
  • 350 g Mehl
  • 2 Tl Backpulver
  • 1/4 Tl Salz
  • 3 EL brauner Zucker

 

Zubereitung:

Schritt 1: Ofen auf 170 Grad vorheizen (Ober-/Unterhitze). Einen Bogen Backpapier ganz klein zusammenknüllen. Wieder öffnen und eine gefettete Kastenform damit auslegen.

Schritt 2: Butter, Zucker & Zitronenschale schaumig schlagen. Jedes Ei einzeln unter die Masse rühren. In einer separaten Schüssel Mehl, Backpulver & Salz vermischen und mit einem Holzkochlöffel so lange unter den Teig rühren, bis dieser sich zu einer glatten Masse verbunden hat.

Schritt 3: Zitronensaft hinzugeben und gut verrühren. (Nach Wunsch kann man dem Teig dann noch entweder 1 TL Zimt, 1 TL gemahlenen Cardamom, das Mark einer Vanilleschote, 1 TL gemahlenen Anis oder sogar 1 EL Kümmel zugeben)

Schritt 4: Teig in die Kastenform füllen und mit dem braunen Zucker bestreuen. Dann 1 Stunde backen. Herausnehmen und in der Form vollständig abkühlen lassen.

Der Kuchen schmeckt besonders gut zu einer heißen Tasse Tee. Wenn ihr ihn mit Kümmel oder Cardamom verfeinert, passt er auch hervorragend zu einem Glas Rotwein oder sogar zu Bier. Probiert den Kuchen einfach mal in verschiedenen Geschmacksrichtungen aus. Das Grundrezept eignet sich hervorragend zum Variieren. In England nennt man diesen Kuchen übrigens Madeira Cake und dort wird er häufig zur Tea Time oder eben zu einem Glas Madeira genossen.

Ich werde ab sofort jede Woche einmal durch den Park spazieren gehen und wer weiß, vielleicht bekomme ich ja nochmal ein paar tolle Ideen. Baumkuchen vielleicht, oder Gänseblümchentorte?

Das Thema “Sand” passt übrigens gerade nicht nur zu diesem Kuchen, sondern auch zu meinem gestrigen Erlebnis. Eigentlich wollte ich nämlich das Wochenende im Allgäu verbringen und den Laden meiner Eltern hüten, so lange sie bei 30 Grad in Griechenland am Strand liegen, aber das Wetter war grausam. Kein Mensch traute sich ins Glasmacherdorf. Verständlicherweise. Monsunregen ist ein Witz gegen die Wassermassen, die gestern von Himmel fielen. Also beschloss ich den Heimweg anzutreten und zum Glück entschied ich mich rechtzeitg dazu. Auf dem Rückweg wurden nämlich im nächsten Ort bereits Sandsäcke aufgetürmt, denn der kleine Bach, der sonst ziemlich gemütlich an Schmidsfelden vorbeifließt, war zu einem Sturzbach mutiert und trat an manchen Stellen schon über das Ufer und setzte komplette Straßen unter Wasser. Ein paar Stunden später wär ich sicher festgesessen.

Ich hab euch mal zum Vergleich ein Bild von gestern und von Juni 2012 hinzugefügt. Das auf dem linken Bild im Hintergrund ist die Brücke, von der aus ich gestern das rechte Bild geschossen habe. Als kleiner Hinweiß: Ich bin 1,86 cm groß, d.h. das Wasser war gestern mindestens 1,5 Meter höher als sonst. Gruselig. Das Wetter beachten wir erst gar nicht.

May the whisk be with you,

Euer Backube

“Ice Tea Monday” – Apple Caramel Ice Tea – kalt und heiß extrem lecker

Was passiert, wenn man eine Packung Celebrations vor mich stellt? Dann werde ich so schnell alle Caramel-Bonbons herausstibitzen, dass nicht mal eine High Speed Kamera mich überführen könnte. Ich liebe Caramel. Und zwar in allen Formen. Fest & flüssig, als Bonbon, in Schokoriegeln, pur, als Soße oder als Shake. Das muss doch auch als Eistee funktionieren, dachte ich mir. Und es hat funktioniert:

Apple Caramel Ice Tea - Titelbild

Apple Caramel Ice Tea

Zutaten:

  • 8 cl Caramel-Sirup (z.b. Monin)
  • 150 ml Eiswasser
  • 4 Scheiben Apfel (sehr klein gewürfelt)
  • 2 EL Apfeltee
  • Eiswürfel
  • Zitrone

 

Zubereitung:

Von einem Apfel 4 ca. 0,5 cm dicke Scheiben abschneiden. Die Scheiben mit Zitronensaft beträufeln und in sehr kleine Würfel schneiden. In den TEA-JAY® (oder eine Glaskaraffe) geben. Sirup & Eiswasser dazu geben. Zu 2/3 mit Eiswürfeln auffüllen (und beim TEA-JAY® den Tee-Aufsatz aufschrauben). 2 EL Apfeltee in den Tee-Aufsatz (oder eine Teekanne) füllen, und mit heißem Wasser zubereiten. Nach dem Ziehen den Tee-Aufsatz drehen und den heißen Apfeltee über die Eiswürfel laufen lassen (oder den heißen Tee aus der Kanne in die Karaffe gießen). Kurz schütteln (umrühren) und in ein Glas füllen – (Wenn ihr den TEA-JAY® benutzt, müsst ihr in diesem Fall den Tee-Aufsatz abschrauben, damit die Apfelstückchen mit ins Glas gefüllt werden können.

Apple Caramel Ice Tea - lecker

Sollte der Eistee zu süß für euren Geschmack sein, dann könnt ihr entweder weniger Caramel-Sirup benutzen, oder die Süße mit frisch gepresstem Zitronensaft abschwächen. Wenn es draußen mal wieder etwas kühler sein sollte, dann könnt ihr den Apple Caramel Tea übrigens auch heiß zubereiten. Dazu lasst ihr einfach die Eiswürfel weg und ersetzt das Eiswasser gegen 150 ml heißen Apfelsaft. Dann den heißen Tee darübergießen, umrühren und mit etwas Zimt verfeinern. *yummie*

May the whisk be with you,

Euer Backbube

PS: Solltet ihr auch eine Idee für einen coolen Tee haben, dann schreibt mir eure Ideen an info@backbube.com und vielleicht erscheint dann schon bald euer Rezept hier beim “Ice Tea Monday”.

Kleine Nascherei am Sonntag: Rosinen-Marzipan-Schnecken

Rosinen. Rosinen sind wie Politiker. (nein hat nichts mit “alt” und “vertrocknet” zu tun) Entweder man mag sie oder man mag sie nicht. Und ich mag Rosinen, und ich mag auch Politiker, aber nicht alle. Aber Rosinen mag ich schon alle, nur eben nicht alle Politiker. Ok, war das zu kompliziert? Dann versuch ich nen andren Vergleich: Rosinen sind wie Zahnärzte …. nein, NIEMAND mag Zahnärzte – schlechter Vergleich. Ich geb’s auf. Rosinen sind einfach oberlecker. Ob im Müsli oder pur. Oder als Füllung von kleinen Hefeschnecken. Ich liebe Rosinen und das kann mir auch niemand ausreden. Und darum werd ich meine kleinen Rosinen-Marzipan-Schnecken nun auch bis auf den letzten Krümel genießen.

Rosinen-Marzipan-Schnecken - Titelbild

Rosinen-Marzipan-Schnecken

Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 1 Würfel Hefe
  • 220 ml Milch (lauwarm)
  • 100 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 100 g Rosinen
  • Rum
  • 200 g Marzipanrohmasse
  • 500 g Puderzucker
  • 4-5 EL Wasser

 

Rosinen-Marzipan-Schnecken - made with love

Zubereitung:

Schritt 1: Die Hefe in die lauwarme Milch bröckeln und ca 5 Minuten quellen lassen

Schritt 2: Die Rosinen in eine Tasse geben und komplett mit Rum bedecken (Wer keinen Alkohol verwenden möchte kann sie auch in Wasser marinieren, das mit 1-2 Spritzern Rum-Aroma vermischt wurde). Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.

Schritt 3: Mehl, Zucker, Vanillezucker & Ei in eine Schüssel geben und mit der warmen Hefemilch übergießen. Zu einem glatten Teig verkneten und zugedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen bis sich das Volumen verdoppelt hat. Nochmals kneten und ausrollen.

Schritt 4: Die Marzipanrohmasse mit der Küchenmaschine mit 1 EL Milch cremig rühren. Dann die Rosinen unterheben und alles auf den ausgerollten Teig schmieren. Dann den Teig aufrollen, in Scheiben schneiden und diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Ca. 20 min backen, bis die Schnecken goldbraun werden.

Schritt 5: Noch heiß mit Zuckerguss überziehen und fertig sind die kleinen Leckerbissen.

Rosinen-Marzipan-Schnecken - auf Tortenplatte und am Stil

Wenn ihr keinen Zuckerguss verwenden möchtet, dann hab ich noch eine andere Idee (dazu hat mich mal wieder Dani inspiriert, auch zu der Idee mit den Schnecken am Stil). Verquirlt ein Ei & 1 EL Milch, gebt einen EL Zimtzucker hinzu und streicht damit die Schnecken 5-7 Minuten vor Ende der Backzeit ein (also so nach ca. 13 Minuten Backzeit). Dann habt ihr Zimt-Rosinen-Marzipan-Schnecken. Auch nicht schlecht, oder? Ein positiver Nebeneffekt dieser Variante ist, dass die ganze Wohnung nach Zimt duftet. Und das ist doch der schönste Duft der Welt! Für mich auf jeden Fall und ich kenne mindestens eine Person, die das auch so sieht. Und für euch? Was ist euer Lieblings-Back-Duft?

Rosinen-Marzipan-Schnecken - Zimtglasur oder Zuckerguss?

Wenn ihr euch fragt, wo ich diese tolle Tortenplatte her habe, dann muss ich euch leider sagen, dass es die so gar nicht im Handel gibt. Ich habe sie mir extra von einem Töpfer-Päärchen anfertigen lassen. Ich habe sie auf dem Kunsthandwerkermarkt in Lindau kennen gelernt und mir gefiel dort ein Teller im gleichen Design. Ich habe sie beauftragt mir eine Tortenplatte anzufertigen und ich finde, sie ist wunderschön geworden. Wer auch so eine haben will, dem geb ich gern die Kontaktdaten. Oder ihr schaut am 19. & 20.Mai 2013 auf dem Lindauer Kunsthandwerkermarkt vorbei. ;o)

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag, may the whisk be with you,

Euer Backbube

 

Happy New Year – Mit Mutzenmandeln ins Jahr 2013

Nun ist sie vorbei, die Weihnachtszeit & das neue Jahr hat begonnen. Mein Baum wurde gestern schon in seine Einzelteile zerlegt und Schnee gab es sowieso nicht, der schmelzen könnte. Und leider verlässt uns heute auch wieder unser Besuch aus Münster – Caro & Alex. Die beiden waren nun zwei Wochen bei uns zu Gast und haben gleich mal das neue Gästezimmer eingeweiht. Und wir haben zusammen gebacken, gekocht und in der Küche gewerkelt. Und so entstanden viele leckere Backwerke, die nun teilweise Teil meines Blogs werden. Also hat das Jahr schon ziemlich backwütig angefangen. Los ging’s an Silvester. Denn da gab es selbst gemachte Mutzenmandeln. Mutzenmandeln sind ein traditionelles Gebäck zu Silvester – im Rheinland. Nun Münster liegt zwar nicht im Rheinland, aber weit davon entfernt ist es auch nicht. Ich dachte ja immer, dass Mutzenmandeln eine schwäbische Spezialität wären, die man zu Weihnachten isst, aber Caro hat mich eines besseren belehrt: Daher wurde mit der angeblich schwäbischen Weihnachtstradition gebrochen und eine neue Silvestertradition eingeführt.

Mutzenmandlen im Muffincup

Mutzenmandeln

Zutaten:

  • 500 g Weizenmehl
  • 2 gestr. TL Backpulver
  • 150 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 4 Tropfen Bittermandelöl
  • 1/2 Fläschchen Rum-Aroma
  • 3 Eier (M)
  • 150 g Butter
  • 1 kg Pflanzenfett zum Ausbacken
  • Zucker-Zimt-Mischung

 

Mutzenmandeln Rohteig & fertig

Zubereitung:

Schritt 1: Mehl & Backpulver mischen & sieben. Zucker, Aromen, Eier, Salz & Butter hinzufügen. Mit dem Handrührgerät mit Knethaken kurz auf niedrigster Stufe vermengen, dann auf höchster Stufe gut durchkneten.

Schritt 2: Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsplatte verkneten. Wenn er klebrig ist, dann in Frischhaltefolie wickeln.  Mit zwei Teelöffeln kleine Nocken formen.

Schritt 3: Das Pflanzenfett erhitzen und die kleinen Teignocken schwimmend im siedenden Fett ausbacken bis sie goldgelb sind. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen. Noch heiß in einer Zucker-Zimt-Mischung wenden. (Ihr könnt alternativ auch den Arabischen Zucker verwenden, den ich HIER vorgestellt habe). Lecker!

Mutzenmandeln in der Papiertüte & Mutzenmandeln im Fett

Gefeiert wurde Silvester mit Freunden & die Mutzenmandeln waren das Sahnehäubchen auf unserem Silvester-Raclette-Gelage. Wir haben viel gegessen & gelacht. Und wieder mal kam durch die Mutzenmandeln eine neue Tradition hinzu. Das freut mich immer besonders, wenn man durch Freunde neue Einblicke in andere Bräuche bekommt. So haben wir z.B. auch in diesem Jahr an Silvester eine spanische Tradition gepflegt, von der ich letztes Silvester durch meinen besten Freund Antonio erfahren habe. Traditionell werden in Spanien an Silvester auf jeden der 12 Glockenschläge um Mitternacht Trauben gegessen. 1 Traube pro Glockenschlag. Wenn man es schafft alle zwölf zu essen, dann hat man 1 Jahr lang Glück. Dieses Jahr hat’s geklappt. Letztes Jahr konnte ich mich mit der 12. Traube entscheiden, ob sie die erste Traube via Kettenreaktion in meine Luftröhre schiebt und ich jämmerlich ersticke oder ob ich ein Jahr lang Pech habe. Ich habe das Pech dem Erstickungstod vorgezogen. *hihi*

Mutzenmandeln - Aufgebrochen & im Muffincup

Außerdem versorgt uns meine liebe Soraya immer mit holländischen Oliebollen, das sind Krapfen mit Rosinen, die in Holland traditionell zu Silvester serviert werden. Herrlich, wenn man so viel Neues in eingestaubte Feste bringen kann. Ich freue mich schon auf das nächste Essen mit Freunden. Merkt ihr das auch? Wenn man “älter” wird, legt man Prioritäten auf ganz andere Dinge. Nichts mehr mit Party, Party, Party. Nein, man genießt es mit Freunden zu kochen, zu essen oder sich einfach nur gemütlich zum Kaffee zu treffen. Man genießt das Leben auf ganz andere Weise. Lasst uns also 2013 in vollen Zügen genießen. Und wenn’s nicht anders geht, dann auch in leeren Zügen *hihi*.

May the whisk be with you,

Euer Backbube

 

Gewürzkuchen… ein Rezept von der weltbesten Mama

Auf der BLOGST in Hamburg wurde ich von vielen gefragt, warum ich als Mann angefangen habe zu backen? Nun, meine Mutter ist schuld! Meine Mutter hat früher sehr viel gebacken, Geburtstagskuchen, Weihnachtsplätzchen oder Deftiges zu Partys. Und auch heute backt sie noch viel. Und ich nun auch. Ich wurde sozusagen von ihr angesteckt. Ihre süßen Leckereien haben es mir immer ganz besonders angetan. Ich erinnere mich an die Schneewittchentorte, ihren traumhaften Donauwellenkuchen, die butterzarten Vanillekipferl zu Weihnachten oder meinen Favoriten – ihren Gewürzkuchen mit Zuckerguss.

Gewürzkuchen alla Mama - Leckerer Gewürzkuchen mit Zuckerguss

Und wenn der auf dem Tisch stand musste man mich zurückhalten, denn sonst wäre für die meisten Gäste nichts davon übrig geblieben. Ja, ich back nicht nur sehr gern, sondern ess auch sehr gern Kuchen. Neben dem Gewürzkuchen sollte man jegliche Art von Erdbeer- oder Zitronenkuchen, Donauwelle & Mandarinen-Schmand-Kuchen vor mir in Sicherheit bringen. Oder zur Absicherung lieber zwei davon auf den Tisch stellen. Oder den Kuchen mit so viel Rand wie möglich ausstatten (denn ich HASSE den Rand von Kuchen, besonders von Käsekuchen). Zum Glück hat es die Natur gut mit mir gemeint und all die Törtchen, Cupcakes, Kuchen und Muffins setzen nicht an. Und wenn doch mal die Kalorien nachts heimlich meine Kleidung enger nähen, hops ich ein paar Mal über die Bühne und weg sind die Pfündchen.

Gewüzkuchen alla Mama - leckerer Gewürzkuchen mit Zuckerguss nach einem Rezept meiner Mutter

Gewürzkuchen alla Mama (nach einem Rezept der weltbesten Mama)

Zutaten:

  • 125 g weiche Margarine
  • 300 g Zucker
  • 5 Eigelb
  • 5 Eiweiß
  • 300 g Mehl
  • 125 g Zartbitterschokolade, fein gehackt
  • 1 Msp. Zimt
  • 1 Msp. gemahlene Nelken
  • 2 EL Kakao
  • 250 ml Milch
  • 1 Pck. Backpulver

Zubereitung:

Schritt 1: Backofen auf 180 Grad vorheizen. Schokolade fein hacken (nicht zu fein, man soll die Stückchen noch im Teig sehen. Ihr könnt auch einfach Schokoraspeln aus dem Supermarkt verwenden). Mehl mit Backpulver mischen. Eiweiß steif schlagen. Alles beiseite stellen.

Schritt 2: Margarine, Zucker und Eigelbe verrühren bis eine gebundene Masse entsteht. Zimt, Nelken, Kakao und Schokolade unterrühren.

Schritt 3: Mehl-Backpulver-Gemisch abwechselnd mit der Milch unterrühren. (mit einem Holzlöffel, denn zu schnelles Schlagen mit dem Handrührgerät kann dazu führen, dass der Kuchen nicht richtig aufgeht beim Backen, da das Backpulver seine Wirkung verliert). Nicht wundern, der Teig könnte etwas flüssiger sein.

Schritt 4: Nun den Eischnee vorsichtig unterheben und in eine gefettete, gemehlte Form geben. (Bei Springformen den Teig am Rand etwas hochschieben, denn der Kuchen geht in der Mitte hoch und so verhindert ihr, dass er zu sehr nach oben ragt. Oder ihr nehmt die Form die ich verwendet habe, da wird der Kuchen nach dem Backen umgedreht, da könnt ihr notfalls die Wölbung nach oben etwas abschneiden.) Dann ca. 1 Stunde backen und nach dem Backen vollständig in der Form auskühlen lassen.

Schritt 5: Zuckerguss aus Puderzucker und einigen Esslöffeln Wasser herstellen (je nachdem wie flüssig ihr euren Zuckerguss haben möchtet, ich mach das nie genau nach Rezept sondern rühr alles zusammen bis es schön geschmeidig ist) und über den Kuchen gießen und genießen.

Gewürzkuchen alla Mama - Ein paar Zuckergussklekse sind noch übrigDer Kuchen ist einfach traumhaft schön schokoladig-saftig. Wenn ihr ihn unter eine Glasglocke auf eine Tortenplatte stellt, solange der Zuckerguss noch nicht ganz fest ist, wird er von Tag zu Tag noch saftiger ;o) Ich habe vor kurzem auf Jeanny’s Blog Zucker, Zimt und Liebe ein Rezept für Amerikaner mit Chai-Glasur gesehen und ich denke, das auch diese Glasur hervorragend zum Kuchen passt. Den Kuchen habe ich schon am Montag gebacken und hab ihn fast komplett allein gegessen. Da haben die Kalorien wieder was zu tun, wir wollen ja nicht, dass sie arbeitslos werden *gg*.

Gewürzkuchen alla Mama mit Schokostückchen, Zimt & Nelken

Probiert ihn aus, bevor ich ihn euch ganz wegegessen habe. Hoffe, er schmeckt euch. Und zum Schluss nochmal eine kleine Erinnerung an die Tchibo Blogparade “KEKSE!”. Ihr könnt für meine “Geflügelten Zimt-Ziegen” abstimmen, was schon viele von euch getan haben und wofür ich mich ganz herzliche bedanken möchte. Ihr habt noch bis zum 27.November Zeit.

Möge der Schneebesen mit euch sein (deutsch),

Euer Backbube

Tchibo “KEKSE!” Blogparade oder “Geflügelte Zimt-Ziegen”

Vor einigen Wochen hat mich die Firma TCHIBO angeschrieben, ob ich nicht Lust hätte an der TCHIBO „KEKSE!“ Blogparade teilzunehmen. Dazu würden mir ein paar Backhelfer zugeschickt werden, mit deren Hilfe ich dann meiner Keksbacklaune freien Lauf lassen könnte. Am Ende solle man dann das fertige Rezept an Tchibo schicken, dort würde es dann auf dem Blog veröffentlicht werden und die Leser hätten eine Woche Zeit ihren Favoriten zu wählen. Also hab ich zugesagt und ich staunte nicht schlecht, als ein riesiges Paket vor meiner Haustür stand. Darin fand ich eine Porzellanetagere, eine Lebkuchenmann-Form, ein Ausstecher-Set für eine Keks-Krippe, Spekulatius-Backformen aus Silikon, eine Dauerbackmatte & Ausstecher für Tassen-Kekse. Ich konnte es gar nicht abwarten, das alles auszupacken und sofort zu benutzen. VIELEN HERZLICHEN DANK NOCHMALS AN TCHIBO FÜR DIESES TOLLE PAKET.

Ich habe tatsächlich alle 6 Artikel zum Backen benutzt, aber zwecks Chancengleichheit darf man bei der Blogparade natürlich nur ein Rezept an den Start schicken. Und darum musste ich mich zwischen meinen Geflügelten Zimt-Ziegen, den Gewürz-Tassen-Keksen mit Blattgold, dem Walnuss-Ingwer-Spekulatius & dem Christmas-Brownie-Man entscheiden. Und gewonnen haben die “Geflügelten Zimt-Ziegen”. Und hier kommt das Rezept:

Geflügelte Zimt-Ziegen

Zutaten:

  • 3 Eiweiß
  • 250g gesiebter Puderzucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 2 Tropfen Bittermandel-Öl
  • 1 Tl Zimt
  • 300 g gemahlene (nicht abgezogene) Mandeln
  • Mandelblättchen
  • Zuckerguss
  • braune Zuckerschrift

Zubereitung:

Schritt 1: Das Eiweiß sehr steif schlagen. (Tipp: Wenn ihr mit einem Messer in den Schnee schneidet, sollte dieser Schnitt noch sichtbar bleiben) Nach und nach Puderzucker unterschlagen. Zwei gut gehäufte Esslöffel Eischnee beiseite stellen.

Schritt 2: Vanillezucker, Aroma, Zimt und die Hälfte der Mandeln vorsichtig unter den Eischnee heben. Dann die restlichen Mandeln esslöffelweiße unterheben, aber nur bis der Teig fast nicht mehr klebt.

Schritt 3: Arbeitsfläche mit Puderzucker bestreuen und die Masse ca. 5 mm dick ausrollen. Mit dem Schaf-Ausstecher aus dem TCHIBO Ausstecherformen-Set „Krippenspiel“ Schafe ausstechen, auf ein Backblech (mit der TCHIBO Dauerbackmatte belegt) legen und im vorgeheizten Backofen 20 – 30 Minuten backen (Ober-/Unterhitze 140-160 Grad, Heißluft 120- 140 Grad). Ich habe aus dem Schaf-Ausstecher einfach mal ganz frech einen Ziegenausstecher gemacht. Denn ich fand “Zimt-Ziegen” klingt lustiger als “Zimt-Schafe”. Und ich finde es sieht doch schon sehr nach Ziegen aus, oder nicht?

Schritt 4: Kekse aus dem Ofen holen und abkühlen lassen. Dann Mandelblättchen mit Zuckerguss festkleben (zuerst die senkrechten Mandelblättchen von links nach rechts, dann das waagerechte “Deck”-Blättchen. Mit brauner Zuckerschrift noch ein Auge draufsetzen und fertig ;o)

Und wie findet ihr die kleinen, frechen Zimt-Zicken – äh, Ziegen? Ich habe sie unter all meinen anderen Backergebnissen deshalb auserwählt, da ich finde, dass sie an Niedlichkeit kaum noch zu übertreffen sind und sich bestimmt jeder freut, wenn sie aus meiner Keksdose direkt auf die Etagere fliegen und man sie genüsslich knabbern kann.
Ich hoffe, dass meine kleinen Zicklein gut ankommen und wünsche auch all den anderen Teilnehmern ganz viel Glück und viele Leser.

Natürlich werde ich euch auch nach und nach die anderen 3 Rezepte präsentieren, aber für heute war`s das erst Mal. Ein Bild mit meinen Kreationen zeig ich euch aber schon mal:

Ich freu mich nun auf die BLOGST-Konferenz in Hamburg, die dieses Wochenende stattfindet. Denn da treff ich all die tollen Mädels von all den tollen Blogs, die ich so klasse finde. Ein Traum wird wahr. Leider hab ich meine Kamera zuhause vergessen, aber das iPhone gibt ja auch was her. Viele Grüße aus dem Hotel und wie man in Hamburg so schön sagt:

“Hummel Hummel – Mors Mors”

Euer Backbube

Birnenkonfitüre mit Zimt & Vanille

Ich liebe es, an kalten Herbsttagen ganz früh aufzustehn, kurz zu frühstücken, mich warm einzupacken und dann über den Markt zu laufen. Während langsam die Sonne aufgeht (das passiert tatsächlich immer wenn ich auf den Markt gehe), schlendere ich gern zwischen all den Ständen hin und her und lasse mich von den Farben und Gerüchen betören. Der Ulmer Wochenmarkt ist sehr groß und man findet dort wirklich alles, was das Herz begehrt. Und es gibt viele regionale Bauern, die dort ihre erntefrische Ware verkaufen. Ich lege großen Wert darauf nur das Obst und Gemüse zu kaufen, das die Saison auch tatsächlich hergibt. Erdbeeren im November werde ich niemals kaufen. Letzte Woche war ich zur Entspannung von dem ganzen Umzugsstress auf dem Markt und habe frische Birnen und Äpfel gekauft, die nun zu Marmelade und anderen Leckereien verwandelt werden. Heute habe ich eine wunderbare Birnenkonfitüre mit Zimt und Vanille für euch gekocht

Birnenkonfitüre mit Vanille & Zimt

Zutaten:

  • 550 g reife Birnen
  • Mark einer Vanilleschote
  • ½ Päckchen Zitronensäure
  • 1 Tl Zimt
  • 250 g Gelierzucker 2:1
  • Saft einer halben Zitrone

Zubereitung:

Schritt 1: Alle Birnen waschen, schälen und 500g in große Stücke, sowie 50 g in kleine Stückchen schneiden. Die kleinen Stücke zur Seite stellen & mit etwas Zitronensaft beträufeln. Die großen Birnenstücke mit Zimt, Zitronensäure & Zimt mischen und mit dem Stabmixer fein pürieren.

Schritt 2: Den Gelierzucker zum Birnenmus geben und nochmals mit dem Mixer unterrühren. Dann aufkochen bis die Konfitüre sprudelt. Sobald dies der Fall ist werden die beiseite gestellten Birnenstücke mit unter das Mus gerührt. Ab dann beginnt die tatsächliche Kochzeit. 4 Minuten kochen und in heiß ausgespülte Gläser füllen. Wer es richtig zimtig mag, kann in jedes Glas eine halbe Zimtstange legen und dann die Konfitüre einfüllen. Die Gläser sofort verschließen und kopfüber auskühlen lassen.

Wenn ihr diese köstliche Konfitüre morgens auf euer Frühstücksbrot streicht, dann führt es zu eurem Mund, und in dem Moment, in dem ihr ein Stück davon abbeißt, schließt die Augen. Dann stellt euch vor, wie ihr über eine Streuobstwiese lauft. Der Nebel steigt von den Halmen auf, die Sonne teilt mit ihren Strahlen die weißen Schwaden und der Raureif auf dem Gras beginnt zu glitzern. Ihr greift mit eurer Hand nach einer saftigen Birne, die vor euch an einem Ast hängt und beißt genüsslich hinein. Wenn ihr die Augen öffnet wird euer Herz schreien: „Mehr davon, entführe mich nochmal in diesem Traum.“ Ich sage euch: „Tut es! Genießt jeden einzelnen Bissen.“ Ihr werdet es nicht bereuen.

Ich möchte noch kurz einen kleinen Dank aussprechen: Ich habe wirklich die TOLLSTEN Leser. Obwohl ich schon länger nichts mehr veröffentlicht habe, habt ihr mir die Treue gehalten und meinen Blog besucht. DANKESCHÖN auch an alle, die meine Rezepte ausprobieren und mir davon berichten. Das macht mich glücklich. Da nun endlich mein Umzug vollbracht ist, werde ich euch in den nächsten Wochen endlich wieder neue Rezepte & bald auch ein paar kleine Eindrücke aus meiner neuen Wohnung zeigen können.

May the whisk be with you,

Euer Backbube