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Post aus meiner Küche – Teil 1: “Zusammen schmeckt’s besser – Ich schenke dir ein Stück vom leckeren Glück” – ODER Eisparty für Fräulein Süd

Dieses Mal habe ich mich ganz besonders auf “Post aus meiner Küche” gefreut, denn das Thema lies sehr viel Freiheiten. Die Pakete sollten unter dem Motto “Zusammen schmeckt’s besser – Ich schenke dir ein Stück vom leckeren Glück” ihre Reise durch Deutschland und über die Grenzen hinaus antreten. Ich habe also überlegt, was dazu passen würde und habe mich für eine “Eisparty” entschieden. Ich wollte meiner Tauschpartnerin Kristin vom Blog Nord & Süd ein Paket schicken, in dem sie ganz viele Kleinigkeiten für die perfekte Eisparty finden kann. Streusel, Baisers, Brownies und natürlich Eisbecher inkl. Löffel.

Post aus meiner Küche - Zusammen schmeckt's besser - Eisparty

Zusammen Eis zu genießen liebe ich über alles. Und wenn man dann z.B. ein einfaches Vanille- oder Schokoeis mit verschiedenen Streuseln, Baisers oder Soßen toppen kann, dann macht es noch viel mehr Spaß. Ladet einfach mal ein paar Freunde ein, und jeder soll ein Topping mitbringen, das man auf Eis bröseln, krümeln oder gießen kann. Ihr werdet es lieben. Und eure Kinder – wenn ihr schon welche habt – genauso.

Da ein gewisses Gerät, das ich für eine Zutat des Päckchens gebraucht hätte, nicht rechtzeitig geliefert wurde, gibt es für die liebe Kristin gleich 2 Päckchen. Und heute zeige ich euch, was alles im Paket Nummero 1 drin war. (außer der Karamellsoße, die ich zwar hier auf den Fotos drauf ist, die ich nach dem Fotografieren aber in den Kühlschrank gestellt habe und dort steht sie noch immer…… die kommt dann ins nächste Paket). Einige der Rezepte stammen übrigens aus dem Buch “Eis” von Elisabeth Johansson (erschienen im AT Verlag), das gerade mein aktuelles Lieblingsbuch ist und das ich euch wärmstens ans Herz legen kann.

Post aus meiner Küche - Zusammen schmeckt's besser - Karibikstreusel

Fangen wir an mit den Karibikstreuseln (nach einem Rezept aus dem Buch “Eis” von Elisbeth Johannson). Dazu nehmt ihr:

  • 70 g gesalzene Cashews
  • 60 g getrocknete, ungeschwefelte Ananas
  • 50 g Kokosraspeln

Die Nüsse und die Ananas einfach kleinhacken, mit den Kokostreuseln mischen und fertig ist eine karibische Streuselmischung, die lecker auf Ananas-, Kokos- oder Schokoladeneis schmeckt.

Post aus meiner Küche - Zusammen schmeckt's besser - Zuckerstreusel

Die leckeren Haselnussstreusel stammen aus dem gleichen Buch (“Eis” von Elisbeth Johannson – AT Verlag). Dazu braucht ihr:

  • 80 g Zucker
  • 2 EL Wasser
  • 65 g Haselnüsse (ganz)

Erhitzt in einem Topf das Wasser und den Zucker solange, bis ein helles Karamell entsteht. Rührt die Nüsse unter und schüttet die Masse auf eine Backblech mit Backpapier. Ihr müsst das Ganze nicht verteilen, sondern könnt es einfach so als Klumpen austrocknen lassen. Wenn alles abgekühlt ist, zerbröckelt ihr den Klumpen etwas und hackt alles im Mixer zu kleinen Streuseln. Das schmeckt besonders gut als Garnitur auf Vanilleeis mit Kürbiskernöl.

Post aus meiner Küche - Zusammen schmeckt's besser - Baisers

Die Minibaisers stammen wieder aus dem selben Buch (“Eis” von Elisbeth Johannson – AT Verlag – ihr seht, da gibts wunderbare Ideen und Rezepte drin). Die Grund-Baiser-Masse könnt ihr nach Belieben einfärben, entweder mit Speisefarbe oder mit 1-2 EL pürrierten, passierten Früchten.

  • 3 Eiweiß
  • 1 TL frisch gepresster Zitronensaft
  • 80 g Zucker
  • 120 g Puderzucker
  • Mark einer Vanilleschote

Den Backofen auf 150 Grad vorheizen, das Eiweiß mit dem Zitronensaft schaumig schlagen. Dann den Zucker langsam einrieseln lassen. Nochmal auf höherer Stufe ein paar Minuten schlagen. Den Puderzucker über den Eischnee sieben und zusammen mit dem Vanillemark mit einem Teigspatel vorsichtig unterheben. In einen Spritzbeutel füllen, 2 Backbleche mit Backpapier auslegen und kleine Baiserhäubchen aufspritzen. Beide Bleche in den Ofen schieben (eines ganz unten, eines in der Mitte), dann das obere Blech 3 Minuten backen, dann die Bleche tauschen und auch das untere Blech nochmals 3 Minuten backen. Dann die Temperatur auf 90 Grad zurückdrehen und beide Bleche bei leicht geöffneter Backofentür (am besten einen Holzkochlöffel in die Tür klemmen) mind. 2 Stunden trocknen lassen. (Halbstündlich die Bleche tauschen). Nach 2 Stunden testen ob die Baisers innen trocken sind, wenn nicht, nochmals länger im Ofen lassen. – Die Baisers passen besonders gut zu cremigem Sahne- oder Milcheis.

Post aus meiner Küche - Zusammen schmeckt's besser - Browniewürfel

Wie man die leckeren Browniewürfel macht, verrate ich euch noch nicht. Das Rezept dazu erscheint aber in wenigen Tagen – nur an einer etwas anderen Stelle. Verraten wird aber noch nichts. Die Karamellsoße ist zwar schon mit auf ein paar Bildern drauf, aber das Rezept gibt’s erst im Bericht über Paket Nummer 2.

Na, habt ihr nun auch Lust bekommen auf eine Eisparty? Dann schreibt mir doch einfach einen Kommentar und verratet mir, welches euer Lieblingseis ist, oder welche Zutat ihr besonders gern über euer Eis regnen lasst. Und wenn ihr dann zu eurem leckeren Eis noch etwas lesen wollt, dann holt euch doch die neue Ausgabe von  “The Simple Things” am Kiosk, und blättert ein bisschen durch, vielleicht entdeckt ihr mich ja.

May the whisk be with you,

Euer Backbube

Post aus meiner Küche: Kindheitserinnerung Teil 3 & 4 – Erdbeermarmelade & Linzertorte

Erinnert ihr euch noch an den ersten Beitrag der letzten “Post aus meiner Küche-Runde”? Da hab ich euch erzählt, dass ich an meinen Tauschpartner nicht nur 1 Paket sondern 2 Pakete verschicken wollte. Und das hab ich auch getan. Nach den Schleckmuscheln & dem Ofenschlupfer gab es für Fabio von der Tarterie St.Pauli noch zwei weitere Süßigkeiten aus meiner Kindheit. Erdbeermarmelade und Linzer Torte. Leider ist mir mal wieder ein kleines Missgeschick passiert. Ich habe die Fotos der Torte gelöscht. ABER: Ich hab die Bilder der Marmelade noch.

Erdbeermarmelade mit weißer Schokolade - Titelbild

Ich habe als Kind Marmelade geliebt, meine Mutter hat immer die beste Marmelade von allen gemacht, gekaufte mochte ich nicht, nur selbst gemachte. Und obwohl ihre Aprikosenmarmelade und ihr Holunderblütengelee traumhaft schmeckten, war ihre Erdbeermarmelade mein absoluter Favorit. Ich liebe immer noch Marmelade in allen denkbaren Geschmacksrichtungen, aber nichts geht über Erdbeere. Ich habe das Rezept meiner Mutter genommen und etwas abgewandelt und so entstand meine “Erdbeermarmelade mit weißer Schokolade” für Fabio.

Die Marmelade wird euch vielleicht sogar bekannt vorkommen, wenn ihr mir bei Facebook oder bei Instagram folgt. Ich hab die Marmelade nämlich nicht nur zu Fabio, sondern auch an viele andere geschickt. An ehemalige Tauschpartner von PAMK oder einfach an Bloggerinnen und Blogger, die ich lieb gewonnen habe. Und bei Instagram haben viele von euch nach dem Rezept gefragt und das kommt nun endlich:

Erdbeermarmelade mit weißer Schokolade - Zubereitung

Erdbeermarmelade mit weißer Schokolade

Zutaten:

  • 1kg Erdbeeren
  • 1 Packung Gelierzucker für Erdbeeren
  • 250 g weiße Kuvertüre (am besten schmeckt die Hausmarke von REWE)

 

Zubereitung:

Schritt 1: Weiße Kuvertüre klein hacken, je nachdem wie groß ihr die Stücke in der Marmelade haben wollt. Ein paar Marmeladengläser heiß ausspühlen und die Schokolade gleichmäßig auf alle verteilen. Die Erdbeeren waschen und die Blätter entfernen. In einen großen Topf geben und pürrieren.

Schritt 2: Gelierzucker dazu und ebenfalls mit dem Pürrierstab unterrühren.

Schritt 3: Unter Rühren aufkochen und 3 Minuten sprudelnd kochen (unter ständigem Rühren.) Die heiße Marmelade mit etwas Schwung in die Gläser füllen, dann wird die Schokolade schön aufgewirbelt und verteilt sich besser in der Marmelade. Gläser sofort verschließen und auf den Kopf stellen.

Ich verspreche euch, wenn ihr das Glas öffnet, dann wird es nicht lange überleben. Wer die Marmelade morgens auf ein warmes Stück Buttertoast schmiert, der wird einfach nicht wiederstehen können noch eine Scheibe zu essen, und noch eine…. und noch eine. Ich spreche aus Erfahrung. NACHTRAG: Emil hat in einem Kommentar erwähnt, dass Kakaobutter und Früchte miteinander reagieren, und die Marmelade dadurch nicht lange haltbar ist. Da das Rezept für etwa 5 Gläser reicht und ich sie meistens gleich verschenke hab ich damit bisher keine Erfahrung. Aber im Kühlschrank hält sie zumindest eine Woche. Man isst sie sowieso schneller auf ;o)

Erdbeermarmelade mit weißer Schokolade - made with love

Die Marmelade ist ein tolles Geschenk, denn mit selbst gemachter Marmelade macht man jedem eine Freude. Sie schmeckt übrigens noch viel toller, wenn ihr sie in den hübschen Gläsern von der Schönhaberei verschenkt. Das Auge isst bekanntlich mit. Und die Gläser sind wirklich fantastisch.

Ich wünsche euch eine wunderbaren Feiertag mit ganz viel Sonne. Für mich gibts heute noch Arbeit, ein paar Beiträge möchten geschrieben werden. Und morgen geht’s ab ins Allgäu zu meinen Eltern, denn am Wochenende gibt’s nen großen Muttertagsmarkt in Schmidsfelden. Vielleicht seh ich ja jemanden von euch?? Und vielleicht bring ich euch etwas mit….. wer weiß wer weiß…

May the whisk be with you,

Euer Backbube

 

Post aus meiner Küche: Kindheitserinnerung Teil 2 – Scheiterhaufen

Hier ist Teil 2 meines Paketes von “Post aus meiner Küche”. Ich habe lange überlegt, was ich alles mit ins Päckchen packen könnte, denn die meisten meiner Kindheitserinnerungen sind entweder flüssig oder mit Sahne. Schneewittchentorte, Erdbeersahnetorte, Heiße Schokolade oder Sanostol. Kennt ihr das noch? Sa-nos-tol. Ich hab die Melodie der Werbung noch immer im Kopf. Und den Geschmack. Ich hätte die Flasche am liebsten immer komplett ausgetrunken. Zum Glück gab es Nimm2-Bonbons. Denn die orange-farbenen schmecken meiner Meinung nach genau wie Sanostol.

Post aus meiner Küche - Scheiterhaufen

Aber das war nicht im Paket. Sondern eine Süßspeise, die man hier im Schwabenland “Ofaschlupfa” nennt – hochdeutsch wäre das dann Ofenschlupfer oder eben Scheiterhaufen. Das ist eine klassische schwäbische Süßspeise. Man nimmt alte Brötchen, schneidet sie in Scheiben und weicht sie in Eiermilch auf, dann schichtet man diese Brötchen mit dünnen Apfelscheiben dazwischen in eine Auflaufform, bestreut es mit Mandeln und überbackt das ganze im Ofen (schwäbisch: Ofa). Und dann genießt man es mit Vanillesoße. Ich habe mich für Post aus meiner Küche für eine Version mit Birnen und Preiselbeeren entschieden. Und da man keine Auflaufform verschicken kann, gabs das ganze in Schraubgläsern.

Post aus meiner Küche - Scheiterhaufen

Scheiterhaufen mit Birnen und Preiselbeeren

Zutaten: (für 8 Gläser á 300 ml)

  • 6 altbackene Brötchen
  • 500 ml Milch
  • Salz
  • 50 g Honig
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3 Eier (M)
  • 3 Birnen
  • 150 g Preiselbeermarmelade
  • 8 EL gehackte Mandeln
  • etwas Butter

 

Zubereitung:

Schritt 1: Die Gläser mit etwas Butter einfetten. Brötchen in ca. 1cm dicke Scheiben schneiden. Milch, 1 Prise Salz, Honig, Vanillezucker und Eier verquirlen. Die Hälfte davon über die Brotscheiben träufeln. Birnen waschen, vierteln, entkernen. Quer in dünne Scheiben schneiden.

Schritt 2: Gläser halbvoll schichten: Mit einer Lage Brötchen beginnen, dann ein paar Birnenscheiben & ein Kleks Preiselbeeren drauf & wieder mit Brötchen weiter machen. Die letzte Schicht sollten ebenfalls Brötchen sein. Übrige Eiermilch darübergießen und mit gehackten Mandeln bestreuen. Im Backofen auf der mittleren Schiene bei 180° Umluft (nicht vorgeheizt!!) ca. 30 Min. backen.

Schritt 3: Nach 20 Minuten Backzeit die Schraubdeckel im Ofen mit erhitzen. Gläser und Deckel herausnehmen (ACHTUNG: heiß!!!) und die Gläschen sofort verschließen.

Post aus meiner Küche - Scheiterhaufen

Wenn ihr sie dunkel lagert, sind die Scheiterhaufen viele Monate haltbar (wenn sie überhaupt so lange überleben) Ihr könnt sie kalt genießen oder nochmal erwärmen. Und die Vanillesoße darf natürlich nicht fehlen. Lecker. Das mit den Gläsern war eine ganz praktische Version fürs PAMK-Päckchen. Ihr könnt das ganze aber auch in eine gebutterte Auflaufform schichten, dann ganz oben drauf Mandelblättchen statt gehackten Mandeln streuen und mit Butterflocken bedecken. Dann wird die oberste Schicht im Ofen schön knusprig. Lasst es euch schmecken – oder schwäbisch: Lassts euch schmegga.

Ich gönn mir jetzt noch ein Schlückchen Sanostol und wünsche euch eine schöne Rest-Woche.

May the whisk be with you,

Euer Backbube