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Kleine Nascherei am Sonntag: Rosinen-Marzipan-Schnecken

Rosinen. Rosinen sind wie Politiker. (nein hat nichts mit “alt” und “vertrocknet” zu tun) Entweder man mag sie oder man mag sie nicht. Und ich mag Rosinen, und ich mag auch Politiker, aber nicht alle. Aber Rosinen mag ich schon alle, nur eben nicht alle Politiker. Ok, war das zu kompliziert? Dann versuch ich nen andren Vergleich: Rosinen sind wie Zahnärzte …. nein, NIEMAND mag Zahnärzte – schlechter Vergleich. Ich geb’s auf. Rosinen sind einfach oberlecker. Ob im Müsli oder pur. Oder als Füllung von kleinen Hefeschnecken. Ich liebe Rosinen und das kann mir auch niemand ausreden. Und darum werd ich meine kleinen Rosinen-Marzipan-Schnecken nun auch bis auf den letzten Krümel genießen.

Rosinen-Marzipan-Schnecken - Titelbild

Rosinen-Marzipan-Schnecken

Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 1 Würfel Hefe
  • 220 ml Milch (lauwarm)
  • 100 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 100 g Rosinen
  • Rum
  • 200 g Marzipanrohmasse
  • 500 g Puderzucker
  • 4-5 EL Wasser

 

Rosinen-Marzipan-Schnecken - made with love

Zubereitung:

Schritt 1: Die Hefe in die lauwarme Milch bröckeln und ca 5 Minuten quellen lassen

Schritt 2: Die Rosinen in eine Tasse geben und komplett mit Rum bedecken (Wer keinen Alkohol verwenden möchte kann sie auch in Wasser marinieren, das mit 1-2 Spritzern Rum-Aroma vermischt wurde). Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.

Schritt 3: Mehl, Zucker, Vanillezucker & Ei in eine Schüssel geben und mit der warmen Hefemilch übergießen. Zu einem glatten Teig verkneten und zugedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen bis sich das Volumen verdoppelt hat. Nochmals kneten und ausrollen.

Schritt 4: Die Marzipanrohmasse mit der Küchenmaschine mit 1 EL Milch cremig rühren. Dann die Rosinen unterheben und alles auf den ausgerollten Teig schmieren. Dann den Teig aufrollen, in Scheiben schneiden und diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Ca. 20 min backen, bis die Schnecken goldbraun werden.

Schritt 5: Noch heiß mit Zuckerguss überziehen und fertig sind die kleinen Leckerbissen.

Rosinen-Marzipan-Schnecken - auf Tortenplatte und am Stil

Wenn ihr keinen Zuckerguss verwenden möchtet, dann hab ich noch eine andere Idee (dazu hat mich mal wieder Dani inspiriert, auch zu der Idee mit den Schnecken am Stil). Verquirlt ein Ei & 1 EL Milch, gebt einen EL Zimtzucker hinzu und streicht damit die Schnecken 5-7 Minuten vor Ende der Backzeit ein (also so nach ca. 13 Minuten Backzeit). Dann habt ihr Zimt-Rosinen-Marzipan-Schnecken. Auch nicht schlecht, oder? Ein positiver Nebeneffekt dieser Variante ist, dass die ganze Wohnung nach Zimt duftet. Und das ist doch der schönste Duft der Welt! Für mich auf jeden Fall und ich kenne mindestens eine Person, die das auch so sieht. Und für euch? Was ist euer Lieblings-Back-Duft?

Rosinen-Marzipan-Schnecken - Zimtglasur oder Zuckerguss?

Wenn ihr euch fragt, wo ich diese tolle Tortenplatte her habe, dann muss ich euch leider sagen, dass es die so gar nicht im Handel gibt. Ich habe sie mir extra von einem Töpfer-Päärchen anfertigen lassen. Ich habe sie auf dem Kunsthandwerkermarkt in Lindau kennen gelernt und mir gefiel dort ein Teller im gleichen Design. Ich habe sie beauftragt mir eine Tortenplatte anzufertigen und ich finde, sie ist wunderschön geworden. Wer auch so eine haben will, dem geb ich gern die Kontaktdaten. Oder ihr schaut am 19. & 20.Mai 2013 auf dem Lindauer Kunsthandwerkermarkt vorbei. ;o)

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag, may the whisk be with you,

Euer Backbube

 

Post aus meiner Küche – Teil 3: Marzipan-Nougat-Schnitten

Es ist nun fast eine Woche her, dass mein Paket mit Post aus meiner Küche bei der lieben Claretti von tastesheriff angekommen ist, und nun hab auch ich Post aus ihrer Küche bekommen. Heiße Plätzchen mit Chilli, X-Mas-Schokolade & eine superleckere Teemischung. Dazu bald mehr. Zwei Rezepte aus meinem Paket habe ich euch schon vorgestellt, und heute folgt Nummer 3. Ein schnelles und sehr einfaches Rezept, dass ich in die Kategorie “Last-Minute-Pralinen” stecken würde. Marzipan-Nougat-Schnitten mit Pistazien.

Marzipan-Nougat-Schnitten - Titelbild

Zutaten:

  • 50g Mandeln
  • 600 g Marzipanrohmasse
  • 400 g Nougat
  • 60 g Pistazienkerne, ungesalzen, gehackt

Zubereitung:

Schritt 1: Mandeln hacken und unter das Marzipan mischen. Die Masse in 5 gleiche Teile teilen, die Arbeitsfläche mit Puderzucker ausstreuen und die 5 Marzipanstücke dünn ausrollen.

Schritt 2: Das Nougat über einem heißen Wasserbad schmelzen. Eine Marzipanplatte in eine Brownieform legen und mit etwas Nougat bestreichen. Eine zweite Marzipanplatte darauf legen und wieder mit Nougat bestreichen. Immer abwechselnd weiter so verfahren und mit einer Schicht Nougat enden. Diese letzte Schicht Nougat mit den Pistazien bestreuen und im Kühlschrank fest werden lassen. Sobald alles fest geworden ist, in kleine Würfel schneiden.

Marzipan-Nougat-Schnitten Die Pralinen sind superlecker und wirklich mit wenig Aufwand sehr schnell gemacht. Aber Achtung: Sie sollten stets kühl gelagert werden, da Nougat sehr schnell schmilzt. Und sie machen süchtig, ab das überlesen wir jetzt einfach mal. Marzipan-Nougat-Schnitten - VerpackungVerpacken kann man sie ganz einfach wie Bonbons in kleine Butterbrotpapierstückchen, oder in schöne Bonbonpapierchen (die viele von uns mit Sicherheit sammeln), dann in einer schicken Dose lagern oder zum Verschenken in kleine Cupcakecups füllen, in einen Zellophanbeutel stellen und schon hat man die wirken die eigentlich sehr einfachen Pralinen sehr viel edler.

May the whisk be with you,

Euer Backbube

Die neue LECKER Bakery ist da – und es gibt lecker Apfeltarte mit Marzipan & Quitte

Ich habe diesem Tag entgegengefiebert. Dem 10.August 2012. Denn an diesem Tag würde die neue LECKER Bakery erscheinen. Die erste Ausgabe lies mein Herz schon höher schlagen, und nun sollte die zweite folgen. Und so war es kein Wunder, dass ich an eben diesem Tag pünktlich zur Ladenöffnung vor der Buchhandlung meines Vertrauens stand, im Eiltempo in die Zeitschriftenabteilung schoss um dieses sagenhafte Magazin an mich zu reißen. Und da lag es. Weiß und verlockend. Mit einer sagenhaften Torte auf dem Titelblatt. Und als ich es in meinen Händen hielt, strahlten meine Augen wie bei einem kleinen Kind, das endlich sein lang ersehntes Spielzeug geschenkt bekommen hat. Und was sich im Inhalt offenbarte, war und ist mal wieder unglaublich süchtig machend: 55 Rezepte, die ich ALLE backen werde…. am liebsten alle auf einmal.

Und ich hab mich auch sofort daran gemacht, eins der Rezepte auszuprobieren. Eine wunderbar schnell zubereitete Tarte, mit saftigen Äpfeln, einer lieblichen Marzipancreme, knusprigem Blätterteig und einem Hauch Quitte. Super schnell gemacht, und extrem lecker, wenn man sie noch warm vom Blech isst.

Apfeltarte mit Marzipan & Quitte

Zutaten:

  • 200 g kalte Marzipanrohmasse
  • 200 g Schmand
  • 2 Äpfel (ca. 300 g z.B. Elstar)
  • 3 EL Zitronensaft
  • 1 Rolle Blätterteig (aus dem Kühlregal)
  • 2 EL brauner Zucker
  • 100 g Quittengelee

Zubereitung:

Schritt 1: Backofen vorheizen (E-Herd:225 Grad/Umluft: 200 Grad). Marzipan auf einer Küchenreibe grob reiben. Mit dem Schmand vermischen und mit dem Handrührgerät glatt rühren.

Schritt 2: Äpfel waschen, Kerngehäuse entfernen und in dünne Scheiben hobeln. Sofort den Zitronensaft darüber verteilen.

Schritt 3: Ein Backblech mit Backpapier belegen. Den Blätterteig auf der bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen, auf das Backblech legen und am Rand den Teig etwas hochziehen. Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen.

Schritt 4: Teig mit der Marzipanmasse bestreichen, Apfelscheiben darauf verteilen und mit dem braunen Zucker bestreuen. Im heißen Backofen 15-20 Minuten backen. Quittengelee kurz vor Ende der Backzeit erwärmen. Tarte aus dem Ofen nehmen und noch heiß mit dem Gelee bestreichen.

Die Tarte war also im Ofen und ich saß auf meinem Balkon und hab dabei zugesehen, wie die Sonne langsam unterging. Und als dann der Duft aus dem Ofen in kleinen Wölkchen nach draußen schwebte fühlte ich mich wie in einem Traum. Ein Himmel in tausend Farben, Kuchenduft in meiner Nase. Dieser betörende Duft von frisch Gebackenem. Fast wäre ich ins Land der Träume davongehuscht, doch dann wäre der Kuchen wohl verbrannt. Und dieser Duft hätte mich dann wohl wieder aus meinen Träumen gerissen. Und aus dem Traum wäre ein Albtraum geworden. Aber wie gesagt: “Fast” wäre ich eingeschlafen, aber nur “fast”. Denn zu süß war die Verlockung die warme Tarte zu verspeisen. Ja, ich konnte nicht wiederstehen. Ist aber auch schwer. Und meine neue Tortenplatte konnte ich auch gleich einweihen (zumindest für das Foto).

Ich kann euch diese Tarte wirklich empfehlen. Sie ist sehr schnell gemacht und kann noch warm serviert werden. Ein perfektes Rezept, wenn man auf die Schnelle etwas zubereiten möchte. Beim nächsten Mal werde ich die Äpfel durch Birnen ersetzen und noch mit etwas Zimt verfeinern. Da dürft ihr schon gespannt sein.

Nun wünsch ich euch einen schönen Start in die Woche und möchte euch nochmal kurz an dieses Gewinnspiel HIER erinnern. Ihr habt noch bis zum 15.8.2012 Zeit, den Beitrag zu kommentieren und am Gewinnspiel teilzunehmen. Toi Toi Toi,

Euer Backbube

Gelb, lila, grün, rot, blau….. Somewhere over the Regenbogentorte

“Somewhere over the rainbow, way up high, there’s a cake that i dreamed of, once in a lullaby”.… wenn ich jemandem eine Geburtstagstorte backe, dann geb ich mir immer sehr viel Mühe. Doch für meine liebe Freundin Soraya wollte ich etwas ganz besonderes zaubern. Vor einigen Monaten habe ich mal ein Rezept für eine Regenbogentorte gefunden und wollte die schon immer mal ausprobieren. Allerdings braucht man für die Buttercreme 1,5kg!!! Butter. Und das war mir eindeutig zu viel. Also hab ich das Rezept abgewandelt und die Buttercreme komplett weggelassen und durch Marmelade und die erste Marzipanabdeckung meines Lebens ersetzt. Da ich praktischerweise in der Nähe des Hauptsitzes der Firma Hobbybäcker wohne, hab ich dem Laden einen Besuch abgestattet und mich dort mit weißem Marzipan, süßem Schnee, Speisefarben und wunderschönen Zuckerblumen eingedeckt. Und so sah die fertige Torte dann aus:

Regenbogentorte (frei nach einem Rezept von chefkoch.de)

Zutaten:

  • 9 Eier
  • 360 g Zucker
  • 3 Prisen Salz
  • 300 g Mehl
  • 3 TL Backpulver
  • Erdbeermarmelade
  • Aprikosenmarmelade
  • weißes Marzipan
  • lila Marzipan

Zubereitung:

Schritt 1: Die Eier trennen. Eigelb mit Zucker und Salz schaumig aufschlagen, dann das Mehl mit dem Backpulver mischen und über die Eimasse sieben. Alles gut verrühren. Das Eiweiß steif schlagen und unterheben.

Schritt 2: Den Teig in 6 gleich große Teile teilen (ich habe dazu den Teig abgewogen und dann einfach das Gewicht durch 6 geteilt.) Alle 6 Teile kräftig in verschiedenen Farben einfärben. (Ich habe gelb, rot, blau, lila, orange und grün ausgewählt.)

Schritt 3: Springform mit Backpapier auslegen und 6 einzelne Böden aus den 6 verschieden gefärbten Teigen backen, jeweils ca 15 Minuten auf 175 Grad. Ich hab die meisten Böden allerdings schon nach 10 Minuten rausgeholt, damit sie nicht zu dunkel wurden. Alle 6 Böden (ja es ist etwas zeitaufwendig) auskühlen lassen.

Schritt 4: Einen beliebigen Boden mit Erdbeermarmelade bestreichen, dann den zweiten Boden auflegen. Diesen mit Aprikosenmarmelade bestreichen. Boden 3 auflegen und wieder mit Erdbeermarmelade bestreichen (die war in meinem Fall sogar selbstgemacht). Boden 4 – Aprikosenmarmelade – Boden 5 – Erdbeermarmelade – Boden 6 – Aprikosenmarmelade (ganz wichtig: Die letzte Schicht Marmelade sollte auf jeden Fall durch ein Sieb gestrichen werden, da Marzipan mit Fruchthautstückchen reagiert.) Anschließend Marzipan auf süßem Schnee ausrollen und über den Kuchen legen. Mit einem Zopf aus lila Marzipan umwickeln, verzieren und voilá – der Regenbogentraum ist fertig und 1,5kg kalorienärmer als mit Buttercreme.

Geschmeckt hat dieses unglaublich bunte Ding jedenfalls himmlisch und ein toller Nebeneffekt der Speisefarben war, dass sich die Marmeladenschichten grün und blau gefärbt haben, was echt witzig aussah. Sie war nicht zu süß und schön fruchtig durch die Marmeladenschichten. Und der WOW-Effekt beim Aufschneiden ist einfach gigantisch. Ich bin jetzt jedenfalls noch wilder darauf, endlich mal einen Motivtortenkurs zu machen, um zu lernen wie man Torten richtig überzieht. (denn ein bisschen uneben sieht die fertige Torte schon aus, oder? Hab das vorher aber noch nie gemacht, und unter diesem Gesichtspunkt sieht sie schon wieder gar nicht mehr sooooooo uneben aus.) Und dann ist auch noch ein Zuckerblumenworkshop dran. Und noch ein Fotografieworkshop…. ach, ich merk schon ich bin erst mal für die nächsten Monate beschäftigt. Wer mir gute Tipps hat, wo ich all diese Kurse in der Nähe von Ulm belegen kann, nur her damit.

Regenbogenbunte Grüße,

Euer Backbube

 

 

Die Leidenschaft erwachte…..

….. letztes Jahr im Mai, als ich mein erstes Backbuch von Cynthia Barcomi gekauft habe. Ich war schon davor Fan von den vielen süßen amerikanischen Klassikern wie Muffins oder Cheesecakes. Die tollen Rezepte in ihren Büchern haben mich nicht mehr losgelassen und schon bald, war ich der Backleidenschaft wieder verfallen. Und als ich dann auch noch in einen neuen Job angefangen hatte, und feststellte, dass meine neue Kollegin Soraya, mit der mich mittlerweile eine wundervolle Freundschaft verbindet, genau so backwütig war wie ich, war es ganz um mich geschehen. Und dann folgte eine Backsession nach der anderen und Kekse, Muffins, Torten und Cupcakes erwachten aus simplen Zutaten zu ihrem farbenprächtigen und geschmacksintensiven Leben. Und das ein oder andere Zubehör kam auch dazu, neue Formen, Cupcakewrapper, Dekoperlen und und und. Vieles haben wir zusammen ausprobiert, Rezepte verändert, und unsere Fähigkeiten langsam aber stetig ausgebaut. Und all unsere Freunde und Kollegen “mussten” sich täglich unseren Backwerken hinnehmen und sie verspeisen. Und auch auf Geburtstage haben wir unsere Kreationen mitgebracht.

Das war einer unserer ersten gemeinsamen Cupcakes mit selbst gemachten Marzipanschmetterlingen. Für den Anfang nicht schlecht, oder? Wir versuchen natürlich weiter unsere Fähigkeiten auszubauen und noch viele kreative Ideen auf uns einprasseln zu lassen. Und eins ist sicher: Ihr dürft euch alle darauf freuen ;o). Denn was ist schöner, als all die leckeren Dinge mit seinen Freunden zu teilen?