Tag Archives: Marmelade

Post aus meiner Küche: Kindheitserinnerung Teil 3 & 4 – Erdbeermarmelade & Linzertorte

Erinnert ihr euch noch an den ersten Beitrag der letzten “Post aus meiner Küche-Runde”? Da hab ich euch erzählt, dass ich an meinen Tauschpartner nicht nur 1 Paket sondern 2 Pakete verschicken wollte. Und das hab ich auch getan. Nach den Schleckmuscheln & dem Ofenschlupfer gab es für Fabio von der Tarterie St.Pauli noch zwei weitere Süßigkeiten aus meiner Kindheit. Erdbeermarmelade und Linzer Torte. Leider ist mir mal wieder ein kleines Missgeschick passiert. Ich habe die Fotos der Torte gelöscht. ABER: Ich hab die Bilder der Marmelade noch.

Erdbeermarmelade mit weißer Schokolade - Titelbild

Ich habe als Kind Marmelade geliebt, meine Mutter hat immer die beste Marmelade von allen gemacht, gekaufte mochte ich nicht, nur selbst gemachte. Und obwohl ihre Aprikosenmarmelade und ihr Holunderblütengelee traumhaft schmeckten, war ihre Erdbeermarmelade mein absoluter Favorit. Ich liebe immer noch Marmelade in allen denkbaren Geschmacksrichtungen, aber nichts geht über Erdbeere. Ich habe das Rezept meiner Mutter genommen und etwas abgewandelt und so entstand meine “Erdbeermarmelade mit weißer Schokolade” für Fabio.

Die Marmelade wird euch vielleicht sogar bekannt vorkommen, wenn ihr mir bei Facebook oder bei Instagram folgt. Ich hab die Marmelade nämlich nicht nur zu Fabio, sondern auch an viele andere geschickt. An ehemalige Tauschpartner von PAMK oder einfach an Bloggerinnen und Blogger, die ich lieb gewonnen habe. Und bei Instagram haben viele von euch nach dem Rezept gefragt und das kommt nun endlich:

Erdbeermarmelade mit weißer Schokolade - Zubereitung

Erdbeermarmelade mit weißer Schokolade

Zutaten:

  • 1kg Erdbeeren
  • 1 Packung Gelierzucker für Erdbeeren
  • 250 g weiße Kuvertüre (am besten schmeckt die Hausmarke von REWE)

 

Zubereitung:

Schritt 1: Weiße Kuvertüre klein hacken, je nachdem wie groß ihr die Stücke in der Marmelade haben wollt. Ein paar Marmeladengläser heiß ausspühlen und die Schokolade gleichmäßig auf alle verteilen. Die Erdbeeren waschen und die Blätter entfernen. In einen großen Topf geben und pürrieren.

Schritt 2: Gelierzucker dazu und ebenfalls mit dem Pürrierstab unterrühren.

Schritt 3: Unter Rühren aufkochen und 3 Minuten sprudelnd kochen (unter ständigem Rühren.) Die heiße Marmelade mit etwas Schwung in die Gläser füllen, dann wird die Schokolade schön aufgewirbelt und verteilt sich besser in der Marmelade. Gläser sofort verschließen und auf den Kopf stellen.

Ich verspreche euch, wenn ihr das Glas öffnet, dann wird es nicht lange überleben. Wer die Marmelade morgens auf ein warmes Stück Buttertoast schmiert, der wird einfach nicht wiederstehen können noch eine Scheibe zu essen, und noch eine…. und noch eine. Ich spreche aus Erfahrung. NACHTRAG: Emil hat in einem Kommentar erwähnt, dass Kakaobutter und Früchte miteinander reagieren, und die Marmelade dadurch nicht lange haltbar ist. Da das Rezept für etwa 5 Gläser reicht und ich sie meistens gleich verschenke hab ich damit bisher keine Erfahrung. Aber im Kühlschrank hält sie zumindest eine Woche. Man isst sie sowieso schneller auf ;o)

Erdbeermarmelade mit weißer Schokolade - made with love

Die Marmelade ist ein tolles Geschenk, denn mit selbst gemachter Marmelade macht man jedem eine Freude. Sie schmeckt übrigens noch viel toller, wenn ihr sie in den hübschen Gläsern von der Schönhaberei verschenkt. Das Auge isst bekanntlich mit. Und die Gläser sind wirklich fantastisch.

Ich wünsche euch eine wunderbaren Feiertag mit ganz viel Sonne. Für mich gibts heute noch Arbeit, ein paar Beiträge möchten geschrieben werden. Und morgen geht’s ab ins Allgäu zu meinen Eltern, denn am Wochenende gibt’s nen großen Muttertagsmarkt in Schmidsfelden. Vielleicht seh ich ja jemanden von euch?? Und vielleicht bring ich euch etwas mit….. wer weiß wer weiß…

May the whisk be with you,

Euer Backbube

 

A verry british picnic – PART 2 – Teacake & Marmelade

So hier kommt wie versprochen der zweite Teil meines “Verry British Picnic”. Letzte Woche habe ich euch die Rezepte zum Shortbread & Lemon Curd verraten und heute gibt’s das Rezept für den wunderbaren Teacake im Glas & ihr erfahrt mehr über die herrlich dazu passende Orangen-Marmelade. Doch anfangen möchte ich mit einer weiteren Anekdote aus London:

Eines blieb mir nämlich bis heute in Erinnerung. Das Wetter in London. Denn wenn man eine Reise nach England macht, was bekommt man dann als erstes zu hören? “Oh, England, da regnet’s ja die ganze Zeit.” Und dazu kann ich nur folgendes sagen: DAS STIMMT NICHT! Ich war zwar nur 4 Tage im Dezember in London, aber es hat weder geregnet noch geschneit noch sonst irgendein Unwetter gegeben. Ganz im Gegenteil. Es war war zwar eiskalt, aber es hat jeden einzelnen Tag die Sonne vom Himmel gestrahlt. Ob das wohl daran liegt, dass die Menschen in London alle so gut drauf sind? Ich denke schon. Das Wetter war also super. Doch trotzdem war ich etwas irritiert, jedoch nicht von der Sonne, sondern vom Styling der englischen Mädels. Denn die hatten zu 90% kurze Miniröcke und FlipFlops an. Und ich wiederhole nochmal: Es war Winter und eiskalt. Mehr als 5 Grad waren es sicher nicht. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es anscheinend wohl doch so oft regnet, dass die englischen Mädels jeden Sonnenstrahl nutzen, um ihr Strandoutfit zu präsentieren, egal wie kalt es ist.

Doch reden wir nicht länger vom merkwürdigen Verhalten sommerreifer Londonerinnen zur Winterszeit sondern kommen wir zu den heutigen Rezepten. Beginnen möchte ich mit dem Teacake. Zu deutsch: Teekuchen. Tee im Kuchen? Nein, heisst nur so, weil er zum Tee gegessen wird. Was da dann höchstens passieren könnte wäre Kuchen im Tee, wenn man ihn beim dippen zu lang in der Tasse lässt. (Ich nenne das dann das Butterkeksphänomen. Habt ihr schon mal einen Butterkeks zu lange in ein heißes Getränk getaucht? Der löst sich dann irgenwann vom festen Bestandteil ab und beginnt eine Reise zum Mittelpunkt der Teetasse). Also, Teacake without tea.

Englischer Teekuchen im Glas

Zutaten:

  • 100 g weiche Butter + Butter für die Gläser
  • 100 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • abgeriebene Schale 1/2 Bio-Zitrone
  • Salz
  • 2 Eier
  • 250 g Mehl
  • 2 gestr. TL Backpulver
  • 125 ml Sahne
  • 200 g  Cranberrys (oder 100 g Cranberrys & 100 g Rosinen)
  • je 50 g fein gewürfeltes Orangeat und Zitronat
  • 50 g gehackte Haselnüsse
  • 2-3 EL gemahlene Haselnüsse für die Gläser

Zubereitung

Schritt 1: Butter cremig rühren. Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale, 1 Prise Salz sowie die Eier unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen, sieben und portionsweise mit der Sahne unterrühren.

Schritt 2: Backofen auf 180° vorheizen. Cranberrys (oder Cranberrys & Rosinen), Orangeat, Zitronat und gehackte Haselnüsse vermischen und unter den Teig heben. Die Gläser gut einfetten und mit gemahlenen Haselnüssen ausstreuen. Die Gläser zur Hälfte mit Teig füllen. Im Ofen (Mitte, Umluft 160°) 50 Min. backen. (Da ich verschiedene Größen von Gläsern hatte, hat die Backzeit sehr stark variiert. Einfach immer mal wieder eine Stäbchenprobe machen und wenn kein Teig mehr haften bleibt aus dem Ofen nehmen.)

Schritt 3: Mit einem Stäbchen die Garprobe machen. Bleibt Teig kleben, noch 10 Min. weiterbacken. Die Gläser aus dem Ofen nehmen und sofort verschließen. 15 Min. auf die Deckel stellen, umdrehen und kalt werden lassen. Kühl aufbewahren.

Der Kuchen soll zwar im Glas länger frisch bleiben, jedoch hab ich gestern einen gegessen und der war leider sehr trocken, und das nur nach einer Woche. Aber frisch schmeckt er herrlich. Vorrausgesetzt man mag Orangeat, Zitronat und Rosinen. Soll ja Leute geben, die das nicht mögen. Ich hab den Kuchen gestern noch mit dem restlichen Lemon Curd bestrichen, dann war er auch nicht mehr ganz so trocken. Zum Glück war das Exemplar, das bei meiner Tauschpartnerin ankam nicht so trocken wie meines.

Doch für mein Very British Picnic war nicht das Lemon Curd als Beilage zum Teacake gedacht, sondern eine original englische Orangenmarmelade. Marmelade ist ja wie viele gar nicht wissen, eigentlich nur die Bezeichnung für Fruchtaufstriche aus Zitrusfrüchten. Das Wort marmelade bezeichnet in England die typische (Bitter-)Orangenmarmelade. Ich liebe diese herbe Marmelade sehr, besonders wenn sie noch mit Ingwer gemischt wird. Es gab noch jemanden, der dieser Maramelade nicht wiederstehen konnte. Das war Jessica, von der auch das Rezept für das unglaublich leckere Shortbread stammt. Und sie hatte in der Schule nicht nur immer etwas von diesen leckeren Keksen dabei, sondern auch immer Hefezopf mit Orangenmarmelade. Kurz bevor sie wieder nach Schottland zurück ging, hat sie mir ein Rezept in die Hand gedrückt, das ich bis heute in meinem Besitz habe und hüte wie meinen Augapfel. Ein Rezept ihrer Großmutter für original englische Marmelade. Ich musste ihr aber versprechen, es niemals jemandem anderen zu geben. Und das Versprechen zwischen zwei Kindern (oh man, jetzt komm ich mir tatsächlich alt vor) ist noch mehr wert, als das zwischen 2 Erwachsenen. Oder was denkt ihr? Versprochen ist versprochen! Also wird dieses Rezept leider ein Geheimnis bleiben. Ich hoffe, ihr könnt mir verzeihen, dass ich euch nicht in dieses Geheimnis einweihe. BITTE!!! Aber keine Angst. HIER gibt es ein Rezept, das ganz ähnlich ist. Aber eben nur ähnlich.

Wehe ihr hetzt mir zur Strafe jetzt Monster auf den Hals!! Oder schickt mir verzweifelte Liebesbotschaften, die mich dazu verführen sollen, das Rezept rauszurücken!! Aprospos Monster. Aprospos Liebesbotschaft. Wie passend. Schaut euch doch mal an, was die liebe Joanna vom Blog Liebesbotschaft gerade für euch hat.

Ein kleines Gewinnspiel, bei dem ihr tatsächlich ein Monster gewinnen könnt, oder besser gesagt einen Gutschein für ein Monster. Schaut mal HIER vorbei (oder klickt auf das Bild) und macht doch einfach mit.

May the whisk be with you,

Euer Backbube.

Post aus meiner Küche: A VERRY BRITISH PICNIC

Ja es ist wieder mal so weit. Post aus meiner Küche geht in die dritte Runde. Das Thema diesmal: “LASST UNS PICKNICKEN”. Nichts lieber als das. Also ran an die Töpfe und Backformen. Diesmal hab ich mir was ganz Besonderes einfallen lassen. Ich wollte meiner Tauschpartnerin die Möglichkeit geben, ein Motto-Picknick zu starten. Aber zuerst mal die Vorgeschichte: Es gab dieses Jahr ein Ereignis, das mir sehr gefallen hat. Die Olympischen Spiele. Und wo waren die? In London. Ich war begeistert von der spritzigen Leichtigkeit der Londoner, mit der sie die Spiele präsentiert haben. Nichts anderes habe ich von einer Stadt wie London erwartet. Ich war vor vielen Jahren mit zwei sehr guten Freundinnen, Doro & Verena, in diesem tollen englischen Städtchen und habe mich sofort verliebt. Die Stadt hat mich förmlich eingesaugt. Mich in ihr Herz geschlossen und ich sie.

Viele Dinge habe ich dort erlebt: Ich erinnere mich noch genau an den Tag, als wir drei zuerst in einem Casino am London Eye aus 10 pence 30 Pfund gemacht haben. Und wie wir dann vor dem Casino “Las Vegas” standen. Wir entschieden uns dazu, hinein zu gehen und nochmals mit unserem Gewinn zu spielen. Davon wollten wir es abhängig machen, ob wir jemals nach Las Vegas gehen würden. Bei Sieg: Ja! Bei Verlust: Nein!… Nun, Las Vegas wird uns nie sehen. Dann gab es da noch eine äußerst amüsante Begegnung mit zwei Jungs, die mit nichts weiter bekleidet waren, als mit zwei Handtüchern um die Hüften, nachdem jemand in unserem Hotel mit dem Haarspray!!! den Feueralarm ausgelöst hat. Meine Freundin Verena wird wohl nie wieder laut auf Deutsch in London denken. *gg* Und das gleiche wird auch Doro beim Klamottenkauf im verdammt coolen Bekleidungsladen wohl nie wieder tun. Ich hoffe die beiden Sätze “Aber gerne doch!” und “Ich spreche deutsch, Madame!” zaubern nun ein Grinsen auf die Gesichter meiner beiden London-Begleiterinnen.

Auch kulinarisch war London ein Genuss. Bei Pret a Manger habe ich ein Sandwich gegessen, dass nun mein Lieblingssandwich ist: Vollkorntoast mit Eisbergsalat, Camembert & Preiselbeeren. Bei Harrods gab es einen Donutladen, bei dem ein kleiner Trick zu einem Gratisdonut verhilft. Einfach vor der Theke deutsch sprechen und schon bekommt man einen umsonst. Und auch sonst waren die kulinarischen Köstlichkeiten in London alles andere als man so gesagt bekommt. Und das war auch der Grund für mein Motto: A VERRY BRITISH PICNIC.

Ein kleiner britischer Picknick-Korb, vollgepackt mit typischen englischen Köstlichkeiten. Shortbread, Teacake, Lemon Curd & Orange Jam. Ich werde euch nun in den nächsten Tagen die einzelnen Bestandteile meines kleinen Picknick-Korbes präsentieren. Mit Rezepten, Verpackungsideen und vielleicht auch noch einigen Anekdoten aus London. Und vielleicht finde ich sogar die Fotos von meinem Londonbesuch wieder.

See you, and may the whisk be with you. (könnte mein neuer Slogan sein)

Greets, Backbube

Brombeertorte mit Buttercreme

Was macht der Backbube, wenn es draußen schön heiß ist? Auf dem Balkon liegen und sich die Sonne auf den Leib brennen lassen? Zum Schwimmen gehn? Mit einem kühlen Eis irgendwo in einem Park im Schatten sitzen? NEIN! Der Backbube backt! Ja bei 30 Grad Außentemperatur hab ich den Ofen angeschmissen und einen schönen Bisquit gebacken, der dann mit einer herrlich fruchtigen Brombeercreme versüßt wurde. Das Rezept dafür habe ich aus dem wunderbaren Magazin “Sweet Dreams”. Das ganze Heft ist voll mit den tollsten Rezepten und es wird auch nicht das letzte sein, das ich nachbacke. Ich habe das Rezept allerdings an manchen Stellen geändert.

Brombeertorte mit Buttercreme (nach einem Rezept aus “Sweet Dreams”)

Zutaten:

  • 400 g Butter
  • 175 g Zucker
  • 4 Eier
  • 150 g Mehl
  • 100g Speisestärke
  • 1 TL Backpulver
  • Mark einer Vanilleschote (hier hab ich das Originalrezept von einer halben auf eine ganze Schote geändert. Ich liebe Vanille!!!)
  • 500 ml Milch
  • 3 Eigelb
  • 150 g Puderzucker
  • 200 g Brombeeren
  • 1 EL Zitronensaft
  • 200 ml Apfelsaft
  • 100 g Gelierzucker 1:1

Zubereitung:

Schritt 1: Für den Teig 150 g Butter mit 125 g Zucker cremig rühren. Eier einzeln unterrühren, Mehl, 50 g Speisestärke & Backpulver darübersieben und verrühren. Ofen auf 200 Grad vorheizen (Umluft 180 Grad). Teig in eine gefettete Springform geben (26 cm Durchmesser) und ca 50 min backen. Herausnehmen, auskühlen lassen & zweimal waagrecht teilen.

Schritt 2: Vanillemark & -schote in 350 ml Milch aufkochen. Währenddessen die Eigelbe, 50 g Zucker, 50 g Speisestärke & 150 ml Milch verrühren. Wenn die Milch aufkocht, Schote entfernen und die vorgemischte Eigelb-Mischung einrühren, kurz aufbrodeln lassen und dann beiseite stellen. Abkühlen lassen. 250 g Butter & 130 g Puderzucker schaumig aufschlagen. Erkalteten Vanillepudding löffelweise unterrühren. Zwei Drittel der Puddingmasse beiseite stellen. Brombeeren waschen, putzen, trocken tupfen, mit Zitronensaft und 20 g Puderzucker pürieren, 3 EL in ein Drittel der Buttercreme mischen. Übriges Püree, Apfelsaft und Gelierzucker aufkochen, einige Minuten kochen und dann abkühlen lassen, bis die Masse geliert.

Schritt 3: Einen Boden mit 4 EL Brombeergelee bestreichen. Darauf die Hälfte der Brombeercreme verstreichen. Dann den 2.Boden auflegen. Darauf die helle Buttercreme verstreichen. Dann den dritten Boden auflegen. Und nun habe ich das Rezept abgewandelt. Ich habe die restliche helle Buttercreme ebenfalls mit Brombeergelee violett eingefärbt und den Kuchen damit bedeckt. Dann kann man je nach Lust und Laune entweder in Zucker gewälzte Brombeeren oben drauf garnieren oder weiße Schokolade raspeln und damit die Creme bestreuen. Beim nächsten Mal werde ich das Brombeergelee einfach kaufen, denn das spart Zeit und ist sicherlich genauso lecker.

Leider war gestern trotz des Sonnescheins das Licht nicht ganz so gut und irgendwie scheint meine Kamera mich nicht zu mögen, denn von gefühlten 500 Bildern sind gerade mal 2 Stück scharf geworden. Ich weiß auch nicht woran das liegt. Ich werd mich wohl mal nach Fotografieworkshops umschaun müssen um das Ding endlich unter Kontrolle zu bringen. Denn als Perfektionst macht mich das rasend wenn etwas nicht so klappt wie ich mir das vorstelle. Da werde ich zum Brummbär! BROMBÄR! Brombeer!

Aber genug geärgert, es gibt auch etwas worauf ich mich freuen kann. Denn in ein paar Tagen erscheint das neue Magazin LECKER BAKERY. Und darin wird es wieder nur so wimmeln von leckeren Dingen. Und eine kleine Entschädigung dafür, dass die Fotos nicht scharf geworden sind, gab es ja dann doch. DIE TORTE! Die war einfach MEGA LECKER. Meine Vorbehalte gegen Buttercreme sind auch dahin. Denn diese Buttercreme war mehr eine Vanillecreme als eine Buttercreme und hat erstaunlich “leicht” geschmeckt.

Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende,

Euer Backbube

Gelb, lila, grün, rot, blau….. Somewhere over the Regenbogentorte

“Somewhere over the rainbow, way up high, there’s a cake that i dreamed of, once in a lullaby”.… wenn ich jemandem eine Geburtstagstorte backe, dann geb ich mir immer sehr viel Mühe. Doch für meine liebe Freundin Soraya wollte ich etwas ganz besonderes zaubern. Vor einigen Monaten habe ich mal ein Rezept für eine Regenbogentorte gefunden und wollte die schon immer mal ausprobieren. Allerdings braucht man für die Buttercreme 1,5kg!!! Butter. Und das war mir eindeutig zu viel. Also hab ich das Rezept abgewandelt und die Buttercreme komplett weggelassen und durch Marmelade und die erste Marzipanabdeckung meines Lebens ersetzt. Da ich praktischerweise in der Nähe des Hauptsitzes der Firma Hobbybäcker wohne, hab ich dem Laden einen Besuch abgestattet und mich dort mit weißem Marzipan, süßem Schnee, Speisefarben und wunderschönen Zuckerblumen eingedeckt. Und so sah die fertige Torte dann aus:

Regenbogentorte (frei nach einem Rezept von chefkoch.de)

Zutaten:

  • 9 Eier
  • 360 g Zucker
  • 3 Prisen Salz
  • 300 g Mehl
  • 3 TL Backpulver
  • Erdbeermarmelade
  • Aprikosenmarmelade
  • weißes Marzipan
  • lila Marzipan

Zubereitung:

Schritt 1: Die Eier trennen. Eigelb mit Zucker und Salz schaumig aufschlagen, dann das Mehl mit dem Backpulver mischen und über die Eimasse sieben. Alles gut verrühren. Das Eiweiß steif schlagen und unterheben.

Schritt 2: Den Teig in 6 gleich große Teile teilen (ich habe dazu den Teig abgewogen und dann einfach das Gewicht durch 6 geteilt.) Alle 6 Teile kräftig in verschiedenen Farben einfärben. (Ich habe gelb, rot, blau, lila, orange und grün ausgewählt.)

Schritt 3: Springform mit Backpapier auslegen und 6 einzelne Böden aus den 6 verschieden gefärbten Teigen backen, jeweils ca 15 Minuten auf 175 Grad. Ich hab die meisten Böden allerdings schon nach 10 Minuten rausgeholt, damit sie nicht zu dunkel wurden. Alle 6 Böden (ja es ist etwas zeitaufwendig) auskühlen lassen.

Schritt 4: Einen beliebigen Boden mit Erdbeermarmelade bestreichen, dann den zweiten Boden auflegen. Diesen mit Aprikosenmarmelade bestreichen. Boden 3 auflegen und wieder mit Erdbeermarmelade bestreichen (die war in meinem Fall sogar selbstgemacht). Boden 4 – Aprikosenmarmelade – Boden 5 – Erdbeermarmelade – Boden 6 – Aprikosenmarmelade (ganz wichtig: Die letzte Schicht Marmelade sollte auf jeden Fall durch ein Sieb gestrichen werden, da Marzipan mit Fruchthautstückchen reagiert.) Anschließend Marzipan auf süßem Schnee ausrollen und über den Kuchen legen. Mit einem Zopf aus lila Marzipan umwickeln, verzieren und voilá – der Regenbogentraum ist fertig und 1,5kg kalorienärmer als mit Buttercreme.

Geschmeckt hat dieses unglaublich bunte Ding jedenfalls himmlisch und ein toller Nebeneffekt der Speisefarben war, dass sich die Marmeladenschichten grün und blau gefärbt haben, was echt witzig aussah. Sie war nicht zu süß und schön fruchtig durch die Marmeladenschichten. Und der WOW-Effekt beim Aufschneiden ist einfach gigantisch. Ich bin jetzt jedenfalls noch wilder darauf, endlich mal einen Motivtortenkurs zu machen, um zu lernen wie man Torten richtig überzieht. (denn ein bisschen uneben sieht die fertige Torte schon aus, oder? Hab das vorher aber noch nie gemacht, und unter diesem Gesichtspunkt sieht sie schon wieder gar nicht mehr sooooooo uneben aus.) Und dann ist auch noch ein Zuckerblumenworkshop dran. Und noch ein Fotografieworkshop…. ach, ich merk schon ich bin erst mal für die nächsten Monate beschäftigt. Wer mir gute Tipps hat, wo ich all diese Kurse in der Nähe von Ulm belegen kann, nur her damit.

Regenbogenbunte Grüße,

Euer Backbube

 

 

“Post aus meiner Küche”…

….ist eine ganz tolle Idee von drei Mädels namens Jeanny, Clara & Rike. Sie ist denkbar einfach und dennoch total genial: Man meldet sich bei den drei Mädels per Mail an. Alle zwei Monate geben sie auf dem “Post aus meiner Küche”-Blog ein Thema vor und dann darf man nach Herzenlust backen, kochen, einmachen und verzieren. Dann bekommt man per Mail einen Tauschpartner und darf die selbstgemachten Leckerein verschicken. Ich mache zum ersten Mal mit und Manja aus Berlin darf sich auf mein Schokoladenpaket freuen. Ja das Thema ist “SCHOKOLADE”. Besser konnte es nicht sein ;o). Ich bin ja nunmal ein kleiner Schokoengel…oder -teufel???

Bevor ich mit dem Backen & Kochen angefangen hatte, habe ich noch kurz mit ein bisschen Maskingtape und ein paar meiner neuen personalisierten Aufkleber den Versandkarton aufgepeppt, damit die hausgemachten Leckereien auch schön verpackt werden. Und dann hab ich mir Gedanken drüber gemacht, was ich denn so alles reinpacken könnte in die Schokoschatztruhe. Und ich habe mich für 3 leckere Dinge entschieden: Die Erdbeersaison hat ja bereits begonnen – in Spanien ;o) – und darum musste ich unbedingt etwas mit Erdbeeren und Schokolade kreiieren. Und da ich ein leidenschaftlicher Marmeladenkocher & -verspeiser bin, habe ich mich für Erdbeermarmelade mit weißen Schokoladenstückchen entschieden. Fruchtig und schokoladig in einem. YUMMIE!

Dann mussten natürlich auch die schokoladigsten aller schokoladigen Brownies mit hinein. Und da ich erst vor Kurzem ein unglaublich leckeres Rezept ausprobiert habe, dem nicht mal die widerstehen konnten, die widerstehen wollten (an dieser Stelle ein netter Gruß an Andy), habe ich die kleinen Kalorienbomben einfach nochmals gebacken und sie sind wieder traumhaft geworden. Rocky Road Brownies wie sie im Bilderbuch stehen. Ja, das wars! “MOMENT”, denkt ihr jetzt bestimmt, “DA FEHLT DOCH WAS, ES SOLLTEN DOCH 3 DINGE IM PAKET SEIN!” Richtig!! Einen Versuch wars wert, euch die letzte Leckerei zu unterschlagen ;o)

Ihr kennt doch bestimmt die folgende Situation: Ihr sitzt nichts ahnend zuhause und plötzlich kommt unerwarteter Besuch. Ihr habt den ganzen Kühlschrank voll, aber leider ist euer Besuch Vegetarier und darf nix aus dem kühlen Schrank essen, denn außer Wurst gibt der nix her. Ich hab die Lösung für alle vegetarischen Besucher: Die Schokoladensalami! Ja ihr habt richtig gehört, Schokosalami. Ich hab die mal in einem kulinarischen Heft meines Vertrauens entdeckt und musste sie einfach auch der lieben Manja ins Paket stecken, denn die Salami sieht von außen wirklich aus wie eine echte Salami. Und ich würd so gern das Gesicht meiner Tauschpartnerin sehen, wenn sie die Salami im Schokopaket das erste Mal sieht ;o) Da ich die natürlich nicht aufschneiden wollte und hier auch nicht alles verraten möchte, habe ich einfach ganz spontan vergessen, ein Foto von der Salami zu machen. ;o) Nein, ich gebs zu, ich habs TATSÄCHLICH vergessen. ;o( Ich hoffe also, dass Manja mir ein Foto davon macht bevor sie sich darüber her macht.

Ich bin jedenfalls gespannt, wie mein Paket ankommt (im wahrsten Sinne des Wortes, denn die deutsche Post geht ja bekanntermaßen nicht sehr zimplerlich mit unseren Paketen um) und ob alles schmeckt.

Einen schönen Abend noch,

Euer Backbube