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Earl Grey Kuchen mit Pflaumenmus und Trauben – ein Glücksgriff und mein neuer Lieblingskuchen

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Manchmal hat man eine Idee für einen Rezept im Kopf. Man überlegt sich die passenden Zutatenkombination. Dann probiert man es aus. Meistens kommt dabei etwas Gutes heraus. Manchmal aber auch nicht. Sowohl das Gute als auch das Schlechte versucht man dann zu verbessern. Durch andere Zutaten. Andere Mengenverhältnisse. Andere Geschmacksrichtungen. Und irgendwann hat man das Rezept dann perfektioniert und ist mit dem Ergebnis so richtig zufrieden. Ein langer Prozess. Manchmal leicht. Manchmal frustrierend. Doch alltäglich. Aber es gibt auch Ausnahmen: Dieses eine Rezept, das noch besser schmeckt, als man es sich ausgemalt hat und von dessen Ergebnis man selbst so begeistert ist, dass man es zum Lieblingsrezept kürt. Und genau das ist mir passiert. Beim Tee trinken und Trauben essen kam die Idee. Und es wurde ein Rezept daraus. Für einen Kuchen. Für meinen neuen Lieblingskuchen. Einen der leckersten Kuchen, den ich jemals gebacken hab. Backt ihn nach. Ihr werdet ihn lieben. Für mich schmeckt er wirklich perfekt. Ich würde nichts dran ändern.

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Earl Grey Kuchen mit Pflaumenmus und Trauben

Zutaten:

  • 200 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1/2 Tl Natron
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL Earl Grey Tee
  • 100 ml Wasser
  • 80 g Butter
  • 90 g brauner Zucker
  • 2 Eier (L)
  • 60 ml Buttermilch
  • Schale von 1 Bio-Zitrone
  • 1 Schale blaue kernlose Trauben
  • 200 g Pflaumenmus

Zubereitung:

  1. Mischt das Mehl mit Backpulver, Natron und Salz in einer Schüssel und stellt sie beiseite. Heizt den Backofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vor, fettet eine Kastenform und stäubt sie mit Mehl aus.
  2. Füllt den Tee in eine Tasse {ohne Sieb oder Filter}. Übergießt die Teeblätter mit 100 ml kochendem Wasser und lasst den Tee 10 Minuten ziehen.
  3. Schmelzt währenddessen die Butter und nehmt sie vom Herd. Gießt die flüssige Butter in die Schüssel der Küchenmaschine und verrührt sie mit dem braunen Zucker und den Eiern. Rührt dann noch die Buttermilch und die Zitronenschale dazu.
  4. Gießt nach 10 Minuten Ziehzeit den Tee inklusive der Teeblätter mit zum Teig und verrührt alles gut. Rührt dann noch das Mehlgemisch dazu.
  5. Füllt die Hälfte des Teiges in die Form. Verteilt darauf 100 g Pflaumenmus: Achtet darauf, dass es nicht bis zum Rand der Form verteilt wird, da der Kuchen sonst in der Form fest klebt. Gebt dann die andere Hälfte des Teiges darauf. Verteilt abschließend noch eine große Handvoll Trauben auf dem Teig, bevor ihr den Kuchen auf mittlerer Schiene im vorgeheizten Backofen 40-45 Minuten backt. Holt den Kuchen nach dem obligatorischen Stäbchentest aus dem Ofen und lasst ihn komplett in der Form auf einem Kuchengitter abkühlen.
  6. Bestreicht den erkalteten Kuchen mit dem restlichen Pflaumenmus und garniert ihn mit Trauben.

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Ich kann euch nur sagen: Probiert den Kuchen aus. Der Geschmack ist anders. Und darum so unglaublich gut. Er passt zu einer schönen Tasse Earl Grey Tee. Meinem Lieblingstee. Meine Kollegen am Theater haben ihn verschlungen. Auch die, die normal keinen Kuchen mögen. Manchmal hat man sie einfach. Glücksgriffe. Yay.

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Möge der Schneebesen mit euch sein,

Euer Backbube

Ein feurig-scharfer Start ins Jahr 2016 mit einem Schoko-Chilli-Törtchen mit Schweizer Buttercreme und Kirschen

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Das neue Jahr hat begonnen. Mit ganz viel Feuerwerk, viel zu schwerem Essen, OHNE Schnee {leider} und mit einer gemeinen Grippe, die mich jetzt seit 9 Tagen fest im Griff hat. Aber trotz der fiesen Grippeviren hab ich mich für euch in die Küche gestellt und ein ordentlich scharfes Törtchen für euch abgefeuert. Mit Kirschen, Chili, ganz viel Schokolade und einer leckeren Schweizer Buttercreme. Damit steht einem feurigen Start ins Jahr nichts mehr im Weg. Und damit kann man super lästige Grippeviren ausbrennen.

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Schoko-Chili-Törtchen mit Kirschen und Schweizer Buttercreme

Zutaten für den Teig:

  • 220g Mehl
  • 320 g Zucker
  • 65 g Kakaopulver
  • 1 TL Backpulver
  • 2 TL Natron
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Chilipulver {bei Habanero nur 1/4 TL}
  • 240 ml Buttermilch
  • 120 ml neutrales Pflanzenöl
  • 2 Eier (L) {Raumtemperatur}
  • 240 ml heiße Schokolade

Zutaten für die Buttercreme-Füllung:

  • 4 Eiweiß (L)
  • 200 g Zucker
  • 250 g weiche Butter
  • 100 g gehackte Zartbitterschokolade
  • 1 Glas Kirschen, abgetropft

Zubereitung Teig:

  1. Heizt den Ofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vor und legt 2 Springformen mit 15 cm Durchmesser mit Backpapier aus. Das Backpapier am Rand sollte doppelt so hoch wie die Form sein.
  2. Siebt Mehl, Zucker, Kakaopulver, Backpulver, Natron, Chili und Salz in die Schüssel und stellt sie beiseite.
  3. Vermischt Öl, Buttermilch, Eier in der Schüssel der Küchenmaschine und gebt dann nach und nach die trockenen Zutaten dazu.
  4. Gießt zum Schluss die heiße Schokolade mit dazu und verrührt alles, bis es gut verbunden ist. Verteilt dann den Teig gleichmäßig auf die zwei Formen und backt die Kuchen etwa 25-30 Minuten auf mittlerer Schiene. Holt sie dann heraus und lasst sie vollständig abkühlen.
  5. Schneidet die Böden einmal horizontal durch, damit ihr 4 gleich dicke Böden erhaltet. Wickelt jeden Boden in Frischhaltefolie und legt sie über Nacht in den Kühlschrank.

Zubereitung Füllung:

  1. Mischt das Eiweiß mit dem Zucker in einer Metallschüssel und erwärmt sie über einem heißen Wasserbad, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat {reibt etwas von der Masse zwischen 2 Fingern, dann merkt ihr, ob der Zucker gelöst ist}. Füllt das heiße Gemisch in die Schüssel der Küchenmaschine und schlagt das Eiweiß 10 Minuten schaumig auf. Die Schüssel sollte dabei komplett abkühlen. Schlagt das Eiweiß ggf. etwas länger auf. Währenddessen könnt ihr die gehackte Schokolade ebenfalls über einem heißen Wasserbad schmelzen, vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
  2. Gebt dann nach und nach die weiche Butter zum Eischnee und schlagt nochmal alles etwa 5 Minuten auf. Gießt dann die geschmolzene, abgekühlte Schokolade dazu, verrührt alles nochmals und fertig ist die Creme.

Zusammensetzen:

Legt den ersten Tortenboden auf eine Tortenplatte und gebt 4-5 EL Buttercreme darauf; verstreicht diese leicht und drückt dann 1/3 der Kirschen hinein. Dann den zweiten Boden auflegen, wieder 4-5 EL Creme, das zweite Drittel Kirschen, den dritten Boden usw. Ganz oben drauf kommt dann noch ein Klecks Buttercreme und 2 schöne Chilischoten und wenn euch der Teig nicht scharf genug ist könnt ihr das Ganze auch noch mit Chiliflocken bestreuen.

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Ich habe diesen Kuchen schon oft gebacken, weil ich die Kombination einfach liebe und das Rezept für den Teig eins meiner liebsten ist – das kann ich sozusagen im Schlaf. Da sitzt jeder Handgriff und ich weiß ganz genau, wo die einzelnen Zutaten stehen. Und so hab ich wie gewohnt zum Chilipulver gegriffen, diesmal statt eines halben einen ganzen TL davon in den Teig gegeben {das Chilipulver ist nämlich wirklich mild} und den Kuchen gebacken. Dann hab ich das Törtchen aufgetürmt, fotografiert, ein Stück abgeschnitten, probiert und es innerhalb von Sekunden wieder ausgespuckt. Woran ich nämlich nicht gedacht hatte, war, dass ich ungefähr eine Woche zuvor mein Gewürzregal umsortiert habe. Und statt des milden Chilis hab ich einfach mal mein oberscharfes Habanero-Chili erwischt. Darum war der Kuchen sooooo scharf {!!!!}, dass mir schlagartig Tränen in die Augen gestiegen sind und ich fast keine Luft mehr bekommen habe {An dieser Stelle hatte ich dann auch kapiert, warum ich schon beim Sieben der Zutaten ein Brennen in den Augen hatte}. Das hübsche Ding war somit absolut ungenießbar. Wenigstens konnte ich die Kirschen und die Buttercreme runterlöffeln. Ich empfehle euch also: Wenn ihr dieses Törtchen backt, benutzt unter gar keinen Umständen Habanero Chili – und wenn doch, dann reicht 1/4 TL – sondern lieber normales Chili und als Einstieg erst mal nur einen halben, gestrichenen TL.

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Möge der Schneebesen mit euch sein,

Euer Backbube

Zitronen-Ingwer-Kuchen mit frischem Rosmarin – von einem Cocktail zu einem Kuchen inspiriert

Es gibt in Ulm eine kleine, feine Cocktailbar. Genannt „Blaupause“. Wunderbar gelegen an der Blau. Einem kleinen Flüsschen, dass durch die Ulmer Innenstadt fließt. Und in dieser Cocktailbar habe ich vergangene Woche einen wunderbaren Cocktail getrunken. Mit Gin, Zitronensaft, Ingwer und Rosmarin. Und dieser Cocktail hat mir so gut geschmeckt, dass er mich mir nichts dir nichts zu einem Kuchen inspiriert hat.

Manchmal erwischt einen die Inspiration eben in den unvorhergesehensten Momenten. Ein Geschmack, eine Farbe, ein Lied, eine Person oder ein Bild. Vieles kann mich inspirieren. Bei mir ist es aber meist Musik. Musik lässt in meinem Kopf immer Bilder entstehen, und diese verbinde ich dann oft sofort mit einem Geschmack, den ich dann versuche in einen Kuchen zu transferieren. Auch ne Art Gedankenübertragung – sozusagen vom Kopf in den Kuchen *gg*.

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