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„hallo herbst, ich heiße dich herzlich willkommen mit einem wunderbaren Haselnusskuchen mit Feigen, Schokolade, Walnüssen und Honig“

Haselnusskuchen_mit_Feigen_und_Honig

Da isser, der Herbst. Er war schneller da, als ich „Haselnusskuchen mit Feigen, Schokolade, Walnüssen und Honig“ sagen konnte. Morgens ist es noch dunkel, Nebelschwaden ziehen um die Häuser, die Tage werden grauer, kürzer und trüber und abends ist es schon früh wieder dunkel. Einfach herrlich. Ich muss ja nicht mehr erwähnen, dass nun meine zwei liebsten Jahreszeiten gekommen sind, das wisst ihr ja schon. Wer im Gegensatz zu mir überhaupt keine Freude am Herbst hat, der freut sich vielleicht an den herrlichen Früchten, die die raue Jahreszeit bereit hält. Eine dieser köstlichen Obstsorten ist die Feige. Unter allen fruchtigen Genüssen ist sie meine absolute Favoritin. Und darum hab ich sie auf ein Kissen aus Nusskuchen und Schokolade gebettet und mit Perlen aus Honig vergoldet. Passend zum goldenen Herbst.

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Haselnusskuchen mit Feigen, Schokolade, Walnüssen und Honig

Zutaten für den Teig:

  • 250 g weiche Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier (L)
  • 400 g Weizen- oder Dinkelmehl
  • 3 TL Backpulver
  • 150 g Haselnüsse
  • 125 ml Milch

Zutaten für Glasur und Deko:

  • 200 g Zartbitter-Kuvertüre
  • 1 TL Butter
  • 5-6 frische Feigen
  • eine Handvoll Walnüsse
  • Honig

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vorheizen und eine Springform {20 cm Durchmesser, 10 cm Höhe} einfetten und mit Mehl ausstreuen. Die Haselnüsse grob hacken, in einer beschichteten Pfanne ohne Öl anrösten und auf einem Teller abkühlen lassen. Dann fein mahlen.
  2. Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz cremig aufschlagen. Dann die Eier nach und nach dazugeben und unterrühren.
  3. Mehl, Backpulver und die gemahlenen Haselnüsse mischen und im Wechsel mit der Milch zur Eimasse geben.
  4. Den Teig in die Form füllen und im vorgeheizten Ofen 60-65 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Ein Holzstäbchen in die Mitte des Kuchens stechen und wieder heraus ziehen. Klebt kein Teig mehr am Stäbchen ist der Kuchen fertig. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter komplett erkalten lassen.
  5. Die Zartbitter-Kuvertüre fein hacken und zusammen mit 1 TL Butter über einem heißen Wasserbad schmelzen, dann über den Kuchen gießen.
  6. Die Feigen waschen, vierteln und auf dem Kuchen drapieren. Die Lücken mit Walnüssen auffüllen. Mit einem Honiglöffel oder einer Gabel etwas Honig aufnehmen und die Feigen dünn damit beträufeln.

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Ich liebe es, wie der Honig auf der Schale der Feigen abperlt. Dann sieht es fast so aus, als wären die Feigen von Tröpfchen aus flüssigem Gold überzogen. Besonders wenn sich dann doch mal ein Sonnenstrahl durch das trübe Grau verirrt und direkt auf den Kuchen scheint. Feigen müsst ihr übrigens nicht schälen, die Schale kann einfach mitgegessen werden. Ihr müsst sie nur etwas unter fliessendem Wasser abwaschen. Wenn ihr Feigen genau so mögt wie ich, dann könnt ihr auch mal meinen Limettenkuchen mit Feigen und Himbeeren oder meine Gefüllten Mandel-Cupcakes mit Frischkäse-Frosting und frischen Feigen ausprobieren. 

Haselnusskuchen_mit_Feigen_und_Honig_Komplettansicht_auf_weißem_Tischtuch

Ich wünsche allen, die sich wie ich auf die dunkle Jahreszeit freuen einen wunderschönen Start in den Herbst und all den Sonnenanbetern unter euch kann ich versprechen, dass der Frühling ebenfalls schneller kommt, als ihr denkt.

Möge der Schneebesen mit euch sein,

Euer Backbube

 

{Pure Beauty} – kleine gefüllte Mandel-Cupcakes mit Frischkäse-Frosting und frischen Feigen

Mandel-Cupcakes mit Frischkäse-Frosting und frischen Feigen

Ich habe ja schon öfter geschrieben, dass ich den Herbst und ganz besonders auch den Winter jederzeit dem Frühling und dem Sommer vorziehen würde. Und vor Kurzem hat mich jemand von euch in einem Kommentar gefragt, warum das denn so ist. Ich möchte es euch gern erzählen: Was ich am Herbst am meisten mag ist seine raue Art. Zu keiner anderen Jahreszeit kann man die Naturgewalten so spüren. Man wird von Stürmen hin- und hergepeitscht, stundenlange Regengüsse lassen kleine Bächlein zu großen Flüssen anschwellen und dichte Nebelschwaden verleihen der Landschaft einen düsteren Anstrich. Wenn die Natur sich von ihrer wilden Seite zeigt, dann hüpft mein Herz einfach im Kreis. Und noch schöner ist es im Winter, wenn eine dicke Schneeschicht alles verhüllt und alles ganz friedlich und still wird. Viele finden das nervig oder deprimierend, aber für mich ist es vor allem eines: Pure Schönheit!

Mandel-Cupcakes mit Frischkäse-Frosting und frischen Feigen-4

Und genau darum, um pure Schönheit, geht es auch in meinem heutigen Rezept. Denn ich bin ein großer Fan von Naked Cakes und Cupcakes ohne viel Schnickschnack geworden. Ich mag es, wenn man auch was von dem Gebackenen sehen kann, ohne dass es komplett von Fondant oder Ganache umhüllt ist. Eben ganz pur. Und darum habe ich euch heute kleine Mandel-Cupcakes gebacken, die lecker gefüllt und mit ein bisschen Frischkäse-Frosting bestrichen und anstatt mit Zuckerperlen oder Marzipan-Blüten, mit frischen, saftigen Feigen dekoriert werden. Ganz pur und schlicht.

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Gefüllte Mandel-Cupcakes mit Frischkäse-Frosting und frischen Feigen

  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 100 g Mehl
  • 1 ½ Tl Backpulver
  • 150 g brauner Zucker
  • 90 ml Olivenöl
  • 90 ml Milch
  • 2 Eier
  • 2 TL + 1 Spritzer Limettensaft
  • 8 Feigen
  • 1 ½ EL Honig
  • 2 EL Orangensaft
  • 120 g Frischkäse
  • 5 EL Puderzucker

Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Mandeln, Mehl, Backpulver & brauner Zucker in einer größeren Schüssel vermischen. Olivenöl, Milch, Eier & 2 TL Limettensaft in einer kleineren Schüssel verrühren. In die „trockenen“ Zutaten eine Mulde machen und die „nassen“ Zutaten dazugeben. Gut verrühren, dann den Teig in die ausgebutterten Mulden einer 12-erMuffinform füllen und 15-20 Minuten backen. Jeder Ofen heizt anders, daher mit einem Holzstäbchen testen ob die Cupcakes schon fertig sind. Dann auf einem Kuchengitter komplett abkühlen lassen.

Während die Cupcakes im Ofen sind, 6 Feigen in kleine Würfel schneiden. (Ihr müsst die Feigen übrigens nicht schälen). Zusammen mit Honig, Orangensaft und 1 Spritzer Limettensaft in einen kleinen Topf geben und auf mittlerer Hitze zum Köcheln bringen. So lange köcheln lassen, bis die Masse marmeladenartig eindickt. Das dauert je nach Herd 15-25 Minuten. Dann vom Herd nehmen und erkalten lassen.

Wenn die Cupcakes kalt sind, in alle 12 Cupcakes von oben mit einem kleinen scharfen Messer ein Loch schneiden. Die abgeschnittenen Teile beiseite legen. Nun die Löcher mit dem Feigenmus füllen. Dann die abgeschnittenen „Deckel“ wieder oben drauf geben. Den Frischkäse mit dem Puderzucker verrühren und das Frosting auf den Cupcakes verteilen. Die restlichen 2 Feigen in Scheiben schneiden, die Scheiben halbieren und die Cupcakes damit verzieren.

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Die Zubereitung klingt zugegebenermaßen schon etwas aufwändiger, aber die Cupcakes sind schneller fertig als ihr denkt. Und sie kommen vollständig ohne künstliche Zusätze und Aromen aus. Keine quietschpinken Knusperperlen, keine knalligen Cupcakeförmchen und kein farbintensives Frosting (obwohl das natürlich auch mal schön ist *gg*) – einfach pure kleinen Schönheiten. Und ich finde, auf meiner neuen Tortenplatte „Little Candy“ kommen sie noch viel besser zur Geltung. Denn auch die ist schlicht und dezent und kommt ohne Schnörkel und blumige Muster aus. Also ein perfektes Team.

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Ich werde jetzt erst mal ein oder zwei der kleinen Dinger verputzen und dann noch einen Spaziergang machen. Ich freu mich schon richtig darauf durch das heruntergefallene Laub zu schlendern, Kastanien und bunte Blätter zu sammeln und mir den Wind um die Nase wehen zu lassen. Und auch euch wünsche ich einen schönen, erholsamen und leckeren Sonntag.

Möge der Schneebesen mit Euch sein,

Euer Backbube

 

 

 

{Es ist LIEBE!} – Ingwer und Birne – vereint in einem saftigen Birnen-Gugelhupf mit kandiertem Ingwer und Ingwer-Sirup

Birnen-Gugelhupf mit kandiertem Ingwer & Ingwer-Sirup (collage)-2

Heute gibt’s mal wieder einen leckeren Gugelhupf für euch. Vorletzten Sonntag hab ich doch den Bericht über das tolle Blogger-Mini-Treffen bei poule folle in Stuttgart geschrieben. Und wer den aufmerksam gelesen hat, der wird noch wissen, dass ich damals eigentlich einen Kuchen präsentieren wollte. Der blieb jedoch zwecks meiner Aufregung bezüglich der Premiere vom „Dicksten Pinguin vom Pol“ – meiner ersten großen Regiearbeit –  in der Form kleben. Nun liegt die großartige Premiere hinter mir und ich konnte mich ganz genüsslich wieder dem Kuchen zuwenden. Und diesmal ist er auch aus der Form heraus geflutscht, so wie es sein soll.

Birnen-Gugelhupf mit kandiertem Ingwer & Ingwer-Sirup (collage)-4

Wie ihr vielleicht wisst steht ich total auf Ingwer, in jeder erdenklichen Form. Als Tee, als Marmelade, kandiert, pur in ’nem Glas Wasser, zu Sushi oder in meinem absoluten Lieblingskuchen. Ich liebe einfach diese leichte Schärfe und das zitronige Aroma. Und gesund ist die tolle Wurzel auch noch. Besser geht’s nicht. Und in Kombination mit Früchten mag ich Ingwer auch sehr gern. Wenn ihr mal ne Ananas zur Hand habt, dann schneidet sie doch einmal in Würfel und macht euch in einem kleinen Mixer eine Marinade dazu. Für diese braucht ihr 10 frische Minzblätter, 50 ml Orangensaft & ein ca. 2 cm großes Stück frischen, geschälten Ingwer. Das püriert ihr dann alles zusammen und gießt es über die Ananas. Ihr werdet es lieben – vorausgesetzt ihr mögt Ingwer *gg*. Eine weitere Frucht, zu der der liebe Ingwer ganz fabelhaft passt, ist Madame Birne. Sie geht mit Herrn Ingwer eine ganz wunderbare Beziehung ein, die schöner nicht sein könnte. Bühne frei für meinen Birnen-Gugelhupf mit kandiertem Ingwer und Ingwer-Sirup.

Birnen-Gugelhupf mit kandiertem Ingwer & Ingwer-Sirup (collage)

Birnen-Gugelhupf mit kandiertem Ingwer & Ingwer-Sirup

  • 200 ml Wasser
  • 170 g + 340 g Zucker
  • 1 Stück Ingwer (5cm)
  • 400 g + 1 EL Mehl
  • 2 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 Tl Salz
  • 260 ml Milch
  • 120 ml Olivenöl
  • 100 ml abgekühlter Ingwer-Sirup + der Rest davon (der im Rezept erst hergestellt wird)
  • 3 Eier (L)
  • 1 Eiweiß (L)
  • 1 TL Vanille-Extrakt
  • 1 Birne (ca. 170 g Endgewicht)
  • 15-20 kandierte Ingwerstäbchen
  • brauner Zucker (Deko)

Den Ingwer schälen und in Scheiben schneiden. Wasser, 170 g Zucker & Ingwer in einem kleinen Topf aufkochen und 15 Minuten auf schwacher Hitze offen köcheln lassen, bis ein schöner Sirup entstanden ist. Den Sirup vom Herd nehmen, den Ingwer herausfischen und den Sirup abkühlen lassen.

Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Mehl, 340 g Zucker, Backpulver & Salz in einer großen Schüssel mischen. In einer weiteren Schüssel Milch, Olivenöl, Eier und Eiweiß, Vanille-Extrakt und 100 ml vom abgekühlten Ingwer-Sirup vermischen. Dann die nassen Zutaten zu den trockenen geben und alles gut vermischen.

Die Birne schälen, entkernen, achteln und in kleine Würfel schneiden. 170 g abwiegen, den Rest einfach aufessen *gg*. Mit 1 EL Mehl vermischen. 15 Ingwerstäbchen in kleine Stücke schneiden und unter die Birnen mischen. Dann den Birnen-Ingwer-Mix vorsichtig unter den Teig heben, den Teig in eine gefettete, mit Mehl ausgestreute Gugelhupfform geben und 50 min. im vorgeheizten Backofen backen.

Danach aus dem Ofen nehmen und 15 Minuten auf einem Kuchengitter in der Form auskühlen lassen. Dann den Gugelhupf stürzen und mit dem restlichen Ingwer-Sirup einpinseln und mit etwas braunem Zucker berieseln. Die restlichen Ingwerstäbchen in schmale Streifen schneiden und den Kuchen damit garnieren.

Birnen-Gugelhupf mit kandiertem Ingwer & Ingwer-Sirup (collage)-5

Hach, Madame Birne und Herr Ingwer zeigen euch auf eurer Zunge wie sich wahre Liebe anfühlt. Die beiden lieben sich richtig innig. Und wenn sie nicht in einen Kuchen eingebacken wurden, dann lieben sie sich noch heute. – Ok, Scherz beiseite, der Kuchen ist oberlecker. Er reiht sich ganz dicht hinter meinem bisherigen Lieblings-Ingwer-Kuchen ein und ich kann euch nur ans Herz legen, das leckere Ding mal selbst auszuprobieren. Ich bin gespannt, was ihr sagen werdet. Selbstverständlich würde der Kuchen sich auch ganz wunderbar in einer knackigen Zartbitterschokoladen-Hülle machen, aber ich finde, es darf ruhig auch mal seine „pure“ Schönheit gezeigt werden.

Birnen-Gugelhupf mit kandiertem Ingwer & Ingwer-Sirup (collage)-3

Wenn ihr euch fragt, wo ich die tolle goldene Tortenplatte her habe, dann muss ich euch sagen, dass das eigentlich gar keine Tortenplatte ist, sondern ein Kerzenständer & ein Teller. Die beiden güldenen Schätzchen hab ich zufällig beim shoppen gefunden und sie passten perfekt zu einander. Und nicht nur deshalb musste ich sie haben, sondern auch, weil ich finde, dass sie zusammen mit den knackig-grünen Birnen, den Vintage-Gugelhupf-Formen (die ich von meiner lieben Freundin Corinna geschenkt bekommen habe) und dem saftigen Kuchen wirklich ein schönes Sinnbild für den wundervollen, goldenen Herbst sind, den wir gerade erleben dürfen.

Zum Schluss hab ich noch eine Frage an euch: Auf welche Art liebt ihr Ingwer denn am meisten? Lasst es mich in ’nem Kommentar wissen. Bin gespannt, wie ihr die saftig gelbe Knolle am liebsten genießt.

Möge der Schneebesen mit euch sein,

Euer Backbube