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Ein Koch hat für mich in meiner Küche gekocht – Ich schwebe im kulinarischen Himmel

Vor einiger Zeit waren wir bei zwei sehr guten Freunden von uns zu Besuch – Lena & Kevin. Und die beiden haben uns von einem unglaublich tollen Erlebnis erzählt. Ein Freund von ihnen ist ein Profikoch und bietet sich als Mietkoch an. Er hat für die beiden in deren Küche gekocht und als sie uns davon erzählten lief mir das Wasser im Mund zusammen. Und zwar so sehr, dass ich diesen Koch auch in meiner Küche haben musste. Und was gibt es schöneres, wenn ein Profi die neue Küche so richtig einweiht. Die Küche hat den Vollbelastungstest bestanden. Denn Samstag vor zwei Wochen war es soweit. Jürgen Seckler hat ein unglaubliches, sensationelles, unvergessliches 4-Gänge-Menü gezaubert. Um 19 Uhr rückte er samt seiner charmanten Freundin Kathrin an und brachte neben den Speisen, auch den Wein und das Geschirr mit. Ich musste lediglich den Tisch mit Tischdecke, Weingläsern & Besteck ausstatten. Und ihn ein bisschen dekorieren, ihr kennt mich ja.

Menükarte & Tischdeko

Um 19 Uhr ging’s los. Jürgen machte sich also in meiner Küche breit und hatte schon einige Dinge vorbereitet und benötigte zum Erwärmen nun auch einige Töpfe. Doof, dass ich zur Zeit nur 2 Töpfe habe, die für Induktion geeignet sind. Zum Glück kam noch unser Freund Viktor zum Essen, der praktischerweise direkt neben uns wohnt und noch einen induktionsgeeigneten Topf mitbrachte. Und dann gings los.

Kathrin schenkte uns eine Aperitif – Prosecco mit Quittenlikör – ein und servierte jedem ein kleines Schälchen mit einem kleinen weißen Ding drin, das aussah wie eine Pille aus Traubenzucker. Doch mit heißem Wasser begossen wurde daraus ein feuchtes Tuch zum Reinigen der Hände. Ich liebe solche Gimmicks. Danach gab’s Olivenbrot mit Salz- oder Safranbutter. Und schwupdiwup folgte der Gruß aus der Küche. Spanferkel “Jäger Art” mit Kartoffelespuma und Zwiebelbrotcroutons. Unglaublich lecker. Dazu wurde der leckerste spanische Weißwein, den ich je getrunken habe, serviert.

Apperetiv & Gruß aus der Küche

Es folgte Gang 1: Ein Merrettich-Apfel-Cappuccino mit Kakao. Ein sensationeller Geschmack, den ich so nicht erwartet hatte. Zwischendrin kam Jürgen immer wieder zu uns an den Tisch und erzählte etwas zu den Speisen.

2. Gang

Dann kam Gang 2: Frittiertes Ei mit Kaviar gefüllt, auf violettem Kartoffelpürree, dazu Spinat und geschmälzte Strauchtomate. Das hört sich nicht nur lecker an, das war auch lecker. Das Ei war innen drin übrigens weich. Jürgen musste also weichgekochte Eier schälen, und zwar ganz frische, direkt vom Bauern. Habt ihr das schonmal versucht? 20 Eier hat er gekocht, 12 sind ihm leider beim Schälen auseinandergefallen. 16 Stunden Vorbereitungszeit gingen für das Menü übrigens ins Land. Ganz schön aufwendig.

Jürgen Seckler - Mietkoch, Catering & Kochkurse

Mit Gang 3 folgte dann der Hauptgang, zu dem Rotwein serviert wurde. Ich mag Rotwein ja überhaupt nicht. Also gar nicht. Also absolut GAR NICHT! Jürgen & Kathrin hatten die Hoffnung mich mit den guten spanischen Rotweinen, die sie dabei hatten, doch zum Rotweinliebhaber umzudrehn, doch sie sind gescheitert. Für mich schmeckt irgendwie jeder Rotwein gleich. Bei mir verursacht Rotwein immer so ein Gefühl im Mund, wie wenn man zu viel Rhabarber gegessen hat – ihr wisst schon, dieses pelzige Gefühl auf den Zähnen – nur beim Wein hab ich das Gefühl im kompletten Mundraum. Doch das Essen brauchte gar keinen Wein um zu glänzen. Die Kalbsbacke mit Wurzelgemüse, Polenta, Knoblauchschaum und geräuchertem Popcorn war mit ABSTAND das beste Gericht, das ich jemals gegessen habe. Das Fleisch zerging auf der Zunge, die Soße war ein Traum. Das ganze Gericht löste hundertausende Geschmacksexplosionen aus.

Jürgen Seckler - Hauptgang

Und dann kam der Gang, auf den ich mich am meisten gefreut habe. DAS DESSERT. Zum Glück habe ich im Vorraus nicht angegeben, dass ich Rote Beete nicht mag, denn dann wäre mir dieses Geschmackserlebnis entgangen. Es gab ein kleines Schokoküchlein mit weißem Schokoladeneis, Rote-Beete-Gelee & Bisquitröhrchen mit Schokoladenmousse gefüllt. Das Küchlein war warm und innen noch flüssig, über die Rote-Beete-Gelee-Würfelchen hat Jürgen dieses Knisterpulver gestreut, das auf der Zunge explodiert. Das kennt ihr bestimmt. Ich liebe das. Die Kombination aus dem Eis, dem Kuchen und der Roten Beete war ein wahr gewordener kulinarischer Traum. Ich kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. Der ganze Abend war einzigartig.

Dessert

Mit Freunden zusammenzusitzen, sich bekochen zu lassen, zu schlemmen, zu genießen, zu schmecken, zu lachen……. das macht das Leben so einzigartig.

Damit ihr Jürgen und seinen JS Cooking Service besser kennenlernt, hab ich ihn interviewt. Das Interview könnt ihr HIER nachlesen. (Ich hab zum ersten Mal das Interview als pdf eingefügt. Ich hoffe, ihr könnt es alle lesen.) Ihr findet sämtliche Kontaktdaten und Infos in diesem Interview. Und bald wird Jürgen wohl auch einen Blog starten – wer ihm das nur geraten hat? *hihi* Ich entschuldige mich an dieser Stelle übrigens für die vielen verwackelten, halb verwackelten und unscharfen Bilder. Ich komm bei dunklem Licht einfach nicht klar mit Belichtung, Blende und dem ganzen Zeugs. HILFE!!!

Wünsch euch noch einen schöne Restwoche,

May the whisk be with you,

Euer Backbube