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{Buchvorstellung} “Cookies”, das neue Buch von Cynthia Barcomi – Warum ich mich darüber freue und warum es Zeit wird, mich bei Cynthia zu bedanken.

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Es gibt sie: Menschen zu denen du aufblickst, die dich inspirieren, die dich motivieren, die dich begeistern, die du gern mal kennenlernen würdest, die du dann kräftig drücken würdest, die du fast schon anhimmelst, von denen du dich gern mal bebacken lassen würdest, denen du einfach mal “Danke” sagen möchtest, die dich ohne es zu merken beeinflusst haben, die dich animiert haben etwas Neues zu beginnen, einer Leidenschaft nachzugeben, einer Liebe Raum zu geben. Ich bin mir sicher, jeder denkt jetzt an einen solchen Menschen. Vielleicht ist diese Person ein Idol aus der Kindheit, ein Star von einem Poster, ein Arzt aus der Lieblingsserie - oder vielleicht sogar die Autorin des ersten Backbuches, dass man sich gekauft hat. So ist es zumindest bei mir. Cynthia heisst sie, Cynthia Barcomi. Sie ist der Grund, warum ich backe, warum ich blogge, warum ich meiner Leidenschaft nun seit fast 3 Jahren folge. Sie hat etwas geschafft, was ich mir nie erträumt habe. Sie hat mir – ohne es gezielt darauf angelegt zu haben – eine Tür geöffnet, die ich ohne sie vielleicht niemals gefunden hätte. Denn ohne ihre Bücher hätte ich nie mit dem Backen angefangen und somit gäbe es auch diesen Blog nicht.

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Darum ist es mir eine Freude euch ihr neues Buch “COOKIES” {erschienen im Mosaik Verlag} vorzustellen. Ein Buch mit 70 neuen Rezepten rund ums Thema “Cookies”. Ich freu mich auch deshalb so darüber, da ich nun endlich neuen Backstoff bekomme, denn ihr werdet es nicht glauben, ich habe ALLE! Rezepte aus allen bisher erschienen Büchern von Cynthia schon gebacken. Und nun hab ich wieder ordentlich was zu tun. Neben Rezepten für schnelle Cookies findet ihr in ihrem neuen Buch auch glutenfreie Rezepte, Kühlschrank-CookiesCookie-Schnitten, Herzhafte Cookies und Cookies aus aller Welt. Ich hab mir zwei leckere Rezepte rausgesucht, die ich für euch nachgebacken habe. Das ist zum einen lecker mürbes Lemon Lime Cashew Shortbread und zum anderen ein Rezept, das alle No-Bake-Cheesecake-Fans unter euch begeistern wird: Ein Rezept für Graham Crackers, die man für so ziemlich jedes amerikanische Cheesecakerezept als Boden braucht. Ich lass sie mir immer extra aus Amerika mitbringen, doch nun kann ich sie endlich selbst backen. Und sie schmecken einfach umwerfend gut. Verraten werde ich euch aber nur das Rezept des Shortbreads, das Rezept für die Crackers findet ihr im Buch {fies, gell?}

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Lemon Lime Cashew Shortbread (24 Stück) {aus dem Buch “Cookies” von Cynthia Barcomi, Seite 32, Mosaik Verlag}

  • 180 g Mehl
  • 100 g Reismehl
  • 125 g Cashewkerne, gesalzen, geröstet und fein gehackt
  • Schale einer unbehandelten Limette
  • Schale einer unbehandelten Zitrone
  • 200 g Butter, weich
  • 100 g Zucker
  • 1 EL Zucker (zum Bestreuen)
  • 1/4 Tl Vanillesalz (zum Bestreuen)

Heizt den Ofen auf 160 Grad (Umluft) vor, und belegt zwei Bleche mit Backpapier. Mischt dann die beiden Mehlsorten und die Nüsse zusammen mit den fein geriebenen Schalen der Zitrusfrüchte. In der Küchenmaschine schlagt ihr nun Butter und Zucker cremig und rührt anschließend die Mehl-Nuss-Mischung unter, bis alles gut vermengt ist. Knetet dann den Teig mit den Händen weiter. Keine Angst, der Teig ist ziemlich trocken, das muss aber so sein. Halbiert dann den Teig, formt zwei 6cm breite und 1cm dicke Streifen daraus und schneidet davon 2cm breite Stücke ab. Legt diese auf die Backbleche und stecht sie mit einer Gabel vorsichtig mehrmals bis zum Boden ein. Das verhindert, dass sie beim Backen zu stark aufgehen. Bestreut sie dann mit Zucker und Vanillesalz und backt das Shortbread ca. 18 Minuten, bis es goldgelb ist. Lasst es auf jeden Fall auf dem Blech vollständig abkühlen, da es warm noch sehr zerbrechlich ist.

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Ich liebe dieses Shortbread-Rezept, da ich ein absoluter Tee-Fan bin und nichts passt besser zum Tee als Shortbread. Und ich muss sagen, Cynthias Shortbreadrezepte gelingen immer sehr gut und schmecken sensationell. Als nächstes werde ich das Haferflocken-Lavendel- und das Matcha-Grüntee-Shortbread ausprobieren. Da freu ich mich schon drauf. Die Graham Crackers sind schon etwas schwieriger und aufwändiger in der Herstellung aber die Mühe lohnt sich auf jeden Fall. Jeder, der die Kekse kennt, wird keinen Unterschied zwischen dem Original und dem Rezept von Cynthia schmecken. Danke danke danke für dieses Rezept.

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Das Buch ist wirklich voll mit leckeren Rezepte und vielen hilfreichen Tipps rund um’s Cookies Backen. Läuft euch nicht auch das Wasser im Mund zusammen wenn ihr Dinge lest wie: Jam Kisses, Old Fashioned Butterscotch Cookies, Chestnut Flour Brownies, Pesto Twists, Honey lemon Biscotti with Pistachios oder Tahini-Sesam Cookies? Da wird jedes Krümelmonster vor Freude im Bogen hüpfen. Dank Cynthia hab ich nun auch eine Glas Vanillesalz zuhause {einfach 150 g grobes Meersalz mit 2-4- Vanilleschoten fein mahlen und in einem Schraubglas aufbewahren} – das ist wirklich die Krönung auf jedem Shortbread. Ich liebe es, wenn das krümelige Teegebäck leicht salzig schmeckt. Einfach großartig. Neben den ganzen Rezepten gibt es auch noch hilfreiche Facts zum Arbeitsmaterial, der richtigen Ofeneinstellung und der Aufbewahrung der fertigen Cookies – und auch ein paar Verpackungsideen sind mit enthalten.

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Und nun noch ein paar Worte an dich, liebe Cynthia: Ich freue mich, dass ich einen Blick in dein neues Buch werfen durfte und dass du mir und uns damit wieder neuen Rezeptnachschub beschert hast. Ich würde mich tatsächlich wahnsinnig freuen, dich vielleicht irgendwann mal zu treffen und dir persönlich dafür zu danken, dass du so eine große Inspiration für mich bist. Und dass mir deine Bücher schon manch trüben Tag erhellt haben. Ich wünsch dir ganz viel Erfolg mit dem Buch und hoffe, dass dir die Freude am Backen niemals ausgeht.

Möge der Schneebesen mit euch sein,

Euer Backbube

 

PS: Vielen Dank an den Mosaik Verlag für das Rezensionsexemplar.

Foto 3: Buch-Titelbild: Dennis Williamson – Food Fotos 4 & 5 direkt darunter: Maja Smend – restliche Fotos 1,2, 6-19: Markus Hummel

Marzipan Cheesecake mit Brownie-Boden – LIEBE bis zum letzten Stück.

Gestern habe ich euch den Onlineshop Home of Cake vorgestellt und euch auf der wunderbaren Tortenplatte, die ich von diesem Shop geschenkt bekommen habe, einen leckeren Kuchen präsentiert. Und heute bekommt ihr das Rezept dazu. Genau genommen liegen dem Kuchen eigentlich 2 Rezepte zu Grunde, die ich einfach mal gemixt habe *hihi*. Der Boden von Cheesecake Nummero 1 und die Creme von Cheesecake Nummer 2 = Ein neuer, oberleckerer Cheesecake.

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Ich liebe Cheesecakes in allen Varianten und darum kann ich euch diesen hier auch nicht vorenthalten. Das Topping könnt ihr ganz frei selbst bestimmen, ich hab mich mal für geraspelte Schokolade entschieden. Die beiden Teilrezepte stammen übrigens aus dem Backbuch “Let’s bake” von Cynthia Barcomi, die ja quasi auch unbewusst daran schuld ist, dass ich mit dem Bloggen angefangen habe :).  Read More →

So schmeckt Amerika: New York Cheesecake mit Blueberry Topping

Ja, so sieht er aus, mein erster, perfekt gelungener New York Cheesecake. Lange ist es her, dass ich ihn das erste Mal ausprobiert habe – und gescheitert bin. Das Rezept hatte ich damals und heute aus dem Backbuch von Cynthia Barcomi, der Frau, die mit ihren Büchern jede einzelne Zelle meines Körpers mit dem Backvirus infiziert hat. Um diesen Kuchen zu backen muss man eine Springform mit Alufolie abdichten. Das tat ich auch beim ersten Mal und als ich damals überglücklich meinen ersten Cheesecake aus dem Ofen holte, sah auch alles noch gut aus. Doch als ich den Rand der Springform öffnete passierte es: Eine Wand aus Wasser und Cheesecakeschlamm rollte auf mich zu. Und lange hab ich mich nicht mehr rangewagt. Doch nun habe ich wieder neuen Mut gefasst und das Ergebnis schmeckte sensationell. Ich liebe diese cremig-luftige Konsistenz des amerikanischen Cheesecakes, der im Gegensatz zu deutschem Käsekuchen, mit Frischkäse und nicht mit Quark zubereitet wird. Und dann noch Blaubeeren oben drauf – herrlich. Ich danke Cynthia für dieses Rezept, das sie aus New York von Junior’s mitgebracht hat. Und so geht’s:

New York Cheesecake mit Blueberry Topping (Cynthia Barcomi’s Backbuch)

Zutaten: (Boden)

  • 35 g Mehl
  • 30 g Stärke
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 3 große Eier (XL), getrennt
  • 70 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 TL Zitronenschale
  • 45g Butter, zerlassen
  • 25 g Zucker

 

Zutaten: (Füllung)

  • 900 g Frischkäse (Philadelphia, Zimmertemperatur)
  • 320 g Zucker
  • 30 g Stärke
  • 1 TL Vanillezucker
  • 2 große Eier (XL)
  • 175 ml Sahne

 

Zubereitung: (Boden)

Schritt 1: Ofen vorheizen (180 Grad Unterhitze). Springform (26cm) ausbuttern und mehlieren. Mehl, Stärke, Backpulver & Salz vermischen.

Schritt 2: Eigelbe auf höchster Stufe ca. 3 min verschlagen. Weiterrühren und dabei den Zucker (70 g) einrieseln lassen. 5 Minuten weiterschlagen, bis sich helle, dicke Bänder bilden. Vanillezucker & Zitronenschale unterrühren.

Schritt 3: Das Mehlgemisch über die Eimasse sieben und vorsichtig mit dem Schneebesen unterheben, bis keine weißen Mehlflecken mehr erkennbar sind. Dann die Butter unterrühren.

Schritt 4: Die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen. Langsam den restlichen Zucker (25 g) hineinrieseln lassen und weiterschlagen bis sich weiße Spitzen bilden. 1/3 vom Eiweiß unter den Teig mischen, dann den Rest vorsichtig unterheben. Es dürfen ruhig noch ein paar Eiweißbröckchen sichtbar sein.

Schritt 5: Den Teig in die Springform löffeln. So lange backen, bis der Teig nach leichtem Druck wieder in seine Form zurückspringt. (insgesamt ca. 10 Minuten. NICHT LÄNGER!!!). Aus dem Ofen nehmen und auf einem Rost abkühlen lassen. Solange könnt ihr die Füllung vorbereiten.

Zubereitung: (Füllung)

Schritt 1: Ofen wieder auf 180 Grad Unterhitze vorheizen. Den Boden der Springform (in der sich der vorgebackene Biskuitboden befindet) kreuzweise mit Alufolie abdichten (wirklich darauf achten, dass kein Loch in der Folie ist, denn es darf unter keinen Umständen während des nächsten Backvorganges Wasser in die Form laufen.) 225 g Frischkäse (1/4 der Gesamtmasse), 110 g Zucker & die Stärke in einer großen Schüssel auf niedrigster Stufe ca. 3 Minuten verrühren. Dann den restlichen Frischkäse unterrühren.

Schritt 2: Mixer auf die höchste Stufe fahren und den restlichen Zucker sowie den Vanillezucker unterrühren. Dann die Eier (eines nach dem anderen). Zuletzt die Sahne hinzugeben und nicht zu lange verrühren.

Schritt 3: Die Creme vorsichtig mit einem Löffel auf dem Boden verteilen. Die Springform in eine tiefe Form oder ein tiefes Backblech stellen, und diese/s mit kochendem Wasser auffüllen so dass das Wasser an den Seiten der Form etwa 2,5 cm hoch steht. Ca. 60 Minuten backen. Die Creme darf nach dem Backen ruhig noch etwas wackeln.

Schritt 4: Nach dem Backen mit einem Messer den Rand des Kuchens von der Springform lösen, damit der Kuchen nicht reißt. Den Kuchen in der Form 60 Minuten lang auskühlen lassen. Dann mit Klarsichtfolie abdecken und am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen (mind. 4 Stunden).

Und nun gib es zwei Möglichkeiten. Entweder genießt ihr den Kuchen gleich so, oder ihr toppt das Ganze noch mit einem leckeren Blaubeer-Topping. (das dann nochmal eine Stunde auf dem Kuchen im Kühlschrabk abkühlen sollte.) Dazu braucht ihr folgendes:

  • 340 g gefrorene Blaubeeren, aufgetaut (Saft auffangen)
  • 1 EL Stärke
  • 50 g Zucker
  • etwas Zitronenschale

 

Alle Zutaten in einen Topf geben, langsam unter Rühren aufkochen und dann 1-2 min köcheln lassen, bis der Saft andickt. Das ging bei mir allerdings schneller (30 Sekunden). Kurz abkühlen lassen und über den Kuchen gießen. Herrlich.

Der Kuchen ist wirklich fantastisch. Die Konsistenz ist einzigartig und nicht mit einem deutschen Käsekuchen zu vergleichen. Ich danke Cynthia dafür, dass sie uns dieses Rezept in ihrem Buch geschenkt hat, es ist wirklich köstlich. Ich persönlich werde einen amerikanischen Cheesecake immer einem deutschen Käsekuchen vorziehen. Damit ich auch ganz sichergehen kann, dass mir nie mehr Wasser in die Springform fliesst, werde ich mir wohl diese Form in Cynthia’s Onlineshop besorgen. Leider sind die so begehrt, das sie gerade ausverkauft sind. Also schnell sein, wenn sie wieder da sind.

May the whisk be with you,

Euer Backbube