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Chocolate Mud Cake mit dunkler Schokolade, karamellisierter Nashi und Karamellsoße

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Kennt ihr Mud Cakes? Ich persönlich habe vor kurzem zum ersten Mal einen gebacken und bin seitdem absoluter Fan davon. Mud Cakes enthalten grundsätzlich geschmolzene Schokolade und sind einfach unfassbar saftig. Auch zum Stapeln mehrerer Böden sind sie perfekt geeignet, da sie kaum krümeln und sehr stabil sind. Und sie bleiben auch wirklich sehr sehr lange schön feucht und saftig. Und genau einen solchen Mud Cake habe ich heute für euch gebacken. Mit schön viel dunkler Schokolade und leckeren karamellisierten Nashis. Man kann auch Nashi-Birnen dazu sagen, da aber beides genau das gleiche bedeutet, kann man „Birne“ einfach weglassen. „nashi“ ist nämlich das japanische Wort für „Birne“ #wiederwasgelernt. Was bei dem heutigen Kuchen ganz wichtig ist, ist die richtige Vorbereitung der Backform. Die Form sollte mindestens 10 Zentimeter hoch sein und ihr müsst besonders den Rand mit Backpapier ausstatten. Der Kuchen geht nämlich beim Backen ungefähr auf die doppelte Größe auf bevor er wieder zusammensinkt. Bei mir war das Zufall, dass das Papier so hoch war, und darüber war ich echt froh, sonst wäre nämlich alles ausgelaufen. Wenn ihr nen guten Tipp haben wollt, wie das mit dem Backpapier und der Springform funktioniert, dann schaut euch das Video von Cakestyle an, da wird es wunderbar erklärt. Ich warn euch schonmal vor: es ist auf Englisch, aber man sieht ja was gemacht wird.

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Chocolate Mud Cake 

Zutaten:

  • 250 g Schokolade
  • 250 g Butter
  • 450 g Zucker
  • 175 ml frisch gebrühter Kaffee
  • 125 ml kalte Milch
  • 4 Eier
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 300 g Mehl
  • 1/2 TL Natron
  • 2 TL Backpulver
  • 1 TL Salz
  • 55 g Kakaopulver

Zubereitung:

  1. Bereite eine Springform mit 20 cm Durchmesser und 10 cm Höhe vor: Fette den Boden und die Seiten der Form und lege sie mit Backpapier aus. Achte drauf, dass das Backpapier, das du am Rand anbringst doppelt so hoch ist, wie die Backform.
  2. Heize den Ofen auf 150 Grad Ober-Unterhitze vor.
  3. Schneide die Butter in kleine Stücke und hacke die Schokolade. Gib beides zusammen mit dem Zucker und dem Kaffee in eine große hitzebeständige Schüssel und stelle diese auf einen Topf mit leicht köchelndem Wasser. Rühre solange, bis Butter und Schokolade geschmolzen sind und der Zucker sich aufgelöst hat.
  4. Nimm die Schüssel vom Topf und rühre die kalte Milch mit dem Handrührgerät unter. Rühre weiter und gib nach und nach die 4 Eier und das Öl dazu.
  5. Siebe dann die restlichen Zutaten {Mehl, Backpulver, Natron, Salz & Kakao} über den Teig und verrühre alles auf niedrigster Stufe mit dem Handrührgerät, bis alle Zutaten schön verbunden sind.
  6. Gieße den Teig in die Form und backe den Kuchen für 2 Stunden – ja richtig gelesen, 2 Stunden. Das ist auch typisch für Mud Cakes. 
  7. Hole den Kuchen nach Ablauf der Zeit heraus und lasse ihn auf einem Kuchengitter in der Form vollständig abkühlen. Wenn der Kuchen komplett abgekühlt ist, kannst du ihn aus der Form heben, das Backpapier entfernen und die Oberfläche mit einem Messer schön gerade abschneiden. {aus dem abgeschnittenen Teig kann man super Cakepops machen}

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Nun steht vor euch also ein leckerer, saftiger Schokoladentraum. Der muss natürlich noch ordentlich getoppt werden. Mit Karamellsoße und den karamellisierten Birnen. Das praktische ist, dass ihr die Soße und die Birnen in einem Rutsch in der selben Pfanne machen könnt. Und so gehts:

Karamellisierte Nashis & Karamellsoße

Zutaten:

  • 60 g Butter
  • 6 El brauner Zucker
  • 2 Nashis

Zubereitung:

  1. Wasche, viertle und entkerne die Birnen, und schneide sie in dünne Scheiben.
  2. Zerlasse die Butter in eine Pfanne und gib dann den Zucker dazu. Erhitze beides langsam, bis die Butter-Zuckermischung zu köcheln beginnt.
  3. Gib dann die Birnen vorsichtig in die heiße Zuckermasse und schalte den Herd auf höhere Hitze, aber nicht auf die höchste. Ich hab bei 9 Stufen die 7 genommen. Lass die Birnen schön im Zucker köcheln, rühre ab und an mit einem Holzkochlöffel um, bis das Karamell langsam eindickt.
  4. Nimm die Pfanne vom Herd und schiebe die Birnen auf eine Seite. Kippe die Pfanne leicht, damit die Karamellsoße in eine Ecke der Pfanne läuft. Nimm dann einen Esslöffel und verteile die Soße auf dem Kuchen. Nimm dann die Birnen mit dem Löffel und verteile sie in der Mitte des Kuchens.

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Fertig ist er, der kleine Leckerbissen. Ihr werdet den Geschmack lieben. Ich habe ehrlich gesagt vorher noch nie Nashis verwendet, da ich sie irgendwie sehr süß im Gedächtnis hatte. Aber durch das Karamellisieren bekommen sie einen wirklich interessanten, fast schon malzigen Geschmack, was einfach hervorragend zu dem intensiv schokoladigen Mud Cake passt. Probiert es aus, ihr werdet es lieben.

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Möge der Schneebesen mit euch sein,

Euer Backbube

 

{Kindheitserinnerung} – Schokoladenkuchen mit ganzen Birnen – Birne Helene mal anders.

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Es gibt ein Dessert aus meiner Kindheit, an das ich mich nicht nur sehr gern zurück erinnere, sondern es auch immer noch sehr gern esse. Es ist so einfach gemacht und schmeckt doch unglaublich lecker. Die Rede ist von Birne Helene. Ursprünglich hat man Birne Helene aus geschälten Birnen gemacht, die dann in Läuterzucker pochiert wurden. Diese wurden dann mit Vanilleeis, kandierten Veilchen und heißer Schokoladensoße serviert. Ich kenne Birne Helene allerdings mit Dosenbirnen, die mit frisch gekochtem Schokopudding bedeckt werden und dann nach dem Abkühlen genüsslich schnabuliert werden dürfen. So hat es zumindest meine Mum immer gemacht. Und ich hab’s geliebt – und tu es immer noch.

Schoko-Birnen-Kuchen mit ganzen Birnen

Schokolade und Birnen passen einfach perfekt zusammen. Und vor Kurzem hab ich mir das leckere Dessert mal wieder gemacht. Als der erste Löffel mit einem Stück saftiger Birne und cremigen Schokopudding über meine Zunge glitt, kam mir der Gedanke, dass man aus dieser perfekten Kombination doch auch eigentlich einen Kuchen zaubern können müsste. Einen Kuchen bei dem eine lieblich süße Birne von einem dunklen Schokoladenteig ummantelt wird. Also habe ich genau das getan:

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Birne-Helene-Kuchen

  • 3 Birnen
  • 500 ml Wasser
  • 60 g Zucker
  • 1 EL Orangensaft
  • 400 g + 1 EL Mehl
  • 280 g brauner Zucker
  • 60 g + 1 EL Kakaopulver
  • 2 TL Backpulver
  • 1 EL + 2 TL + ½ TL Zimt
  • 1 TL Natron
  • 1 TL Salz
  • 2 Eier
  • 500 ml Buttermilch
  • 250 ml Olivenöl
  • 25 g weiße Kuvertüre

Die Birnen waschen, halbieren und nur das Kerngehäuse mit Hilfe eines Melonenausstechers herausnehmen. Die Stiele können ruhig an den Birnen bleiben. Wasser, Zucker, Orangensaft & 1 EL Zimt in einen breiten Topf geben und erhitzen, bis der Zucker gelöst ist. Die Birnen mit der flachen Seite nach unten in die Flüssigkeit legen, den Topf mit einem Deckel abdecken und bei mittlerer Hitze 20-25 Minuten köcheln lassen. Danach die Birnen vorsichtig aus dem Sud nehmen und auf einen Teller legen.

Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Eine große oder 2 kleine Kastenformen fetten und mit Mehl ausstreuen.

In einer großen Schüssel 400 g Mehl, braunen Zucker, 60 g Kakaopulver, Backpulver, Natron, 2 TL Zimt & Salz mischen. In einer kleineren Schüssel Eier, Buttermilch und Öl vermischen. Die „nassen“ Zutaten zu den trockenen geben und miteinander verrühren. Den Teig in die Form/die Formen füllen.

1 EL Mehl, 1/2 TL Zimt & 1 EL Kakaopulver in einem tiefen Teller mischen. Die Birnen darin wenden und fast komplett in den Teig drücken. Etwas dürfen sie aber gern herausschauen. 50 Minuten im vorgeheizten Backofen backen. Danach herausnehmen, in der Form auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen. Wenn der Kuchen komplett kalt ist, vorsichtig aus der Form nehmen, weiße Kuvertüre schmelzen und auf dem Kuchen verteilen.

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Da ich Birne Helene meist mit Zartbitter-Schokoladenpudding mache, ist Birne Helene bei mir nicht ganz so süß. Und das gefällt mir auch an diesem Kuchen so. Denn trotz des braunen Zuckers ist er nicht zu süß. Passt perfekt zum Herbst. Mir gefallen ganz besonders die halben Birnen im Kuchen. Keine kleingeschnittenen Würfel, die man gar nicht mehr richtig schmeckt. Sondern große, saftige Birnen {*yummie*}. Ich bin mir sicher, dass der Kuchen auf jeder Kuchentafel den gewünschten WOW-Effekt erzielt, den man sich als Gastgeber wünscht.

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Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, habe ich nun auch einen Youtube-Channel, der allerdings bisher mit nur einem einzigen Video noch etwas spärlich gefüllt ist. Aber ich hab schon einige Ideen, die ich dort verwirklichen möchte. Jetzt muss ich nur noch das perfekte Objektiv für die Kamera organisieren, muss mir überlegen, wo in meiner Wohnung ich die Videos drehe, was ich dabei anhabe, mich in Video- und Schnittprogramme einarbeiten und und und. Ist noch neu für mich. Ich hab ja wie gesagt schon einige Ideen, was ich auf meinem Channel zeigen will. Aber vielleicht habt ihr ja auch Wünsche, was ihr dort gern sehen würdet. Schreibt mir einfach einen Kommentar mit euren Wünschen. Würd mich freuen.

Möge der Schneebesen mit euch sein,

Euer Backbube

 

{Es ist LIEBE!} – Ingwer und Birne – vereint in einem saftigen Birnen-Gugelhupf mit kandiertem Ingwer und Ingwer-Sirup

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Heute gibt’s mal wieder einen leckeren Gugelhupf für euch. Vorletzten Sonntag hab ich doch den Bericht über das tolle Blogger-Mini-Treffen bei poule folle in Stuttgart geschrieben. Und wer den aufmerksam gelesen hat, der wird noch wissen, dass ich damals eigentlich einen Kuchen präsentieren wollte. Der blieb jedoch zwecks meiner Aufregung bezüglich der Premiere vom „Dicksten Pinguin vom Pol“ – meiner ersten großen Regiearbeit –  in der Form kleben. Nun liegt die großartige Premiere hinter mir und ich konnte mich ganz genüsslich wieder dem Kuchen zuwenden. Und diesmal ist er auch aus der Form heraus geflutscht, so wie es sein soll.

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Wie ihr vielleicht wisst steht ich total auf Ingwer, in jeder erdenklichen Form. Als Tee, als Marmelade, kandiert, pur in ’nem Glas Wasser, zu Sushi oder in meinem absoluten Lieblingskuchen. Ich liebe einfach diese leichte Schärfe und das zitronige Aroma. Und gesund ist die tolle Wurzel auch noch. Besser geht’s nicht. Und in Kombination mit Früchten mag ich Ingwer auch sehr gern. Wenn ihr mal ne Ananas zur Hand habt, dann schneidet sie doch einmal in Würfel und macht euch in einem kleinen Mixer eine Marinade dazu. Für diese braucht ihr 10 frische Minzblätter, 50 ml Orangensaft & ein ca. 2 cm großes Stück frischen, geschälten Ingwer. Das püriert ihr dann alles zusammen und gießt es über die Ananas. Ihr werdet es lieben – vorausgesetzt ihr mögt Ingwer *gg*. Eine weitere Frucht, zu der der liebe Ingwer ganz fabelhaft passt, ist Madame Birne. Sie geht mit Herrn Ingwer eine ganz wunderbare Beziehung ein, die schöner nicht sein könnte. Bühne frei für meinen Birnen-Gugelhupf mit kandiertem Ingwer und Ingwer-Sirup.

Birnen-Gugelhupf mit kandiertem Ingwer & Ingwer-Sirup (collage)

Birnen-Gugelhupf mit kandiertem Ingwer & Ingwer-Sirup

  • 200 ml Wasser
  • 170 g + 340 g Zucker
  • 1 Stück Ingwer (5cm)
  • 400 g + 1 EL Mehl
  • 2 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 Tl Salz
  • 260 ml Milch
  • 120 ml Olivenöl
  • 100 ml abgekühlter Ingwer-Sirup + der Rest davon (der im Rezept erst hergestellt wird)
  • 3 Eier (L)
  • 1 Eiweiß (L)
  • 1 TL Vanille-Extrakt
  • 1 Birne (ca. 170 g Endgewicht)
  • 15-20 kandierte Ingwerstäbchen
  • brauner Zucker (Deko)

Den Ingwer schälen und in Scheiben schneiden. Wasser, 170 g Zucker & Ingwer in einem kleinen Topf aufkochen und 15 Minuten auf schwacher Hitze offen köcheln lassen, bis ein schöner Sirup entstanden ist. Den Sirup vom Herd nehmen, den Ingwer herausfischen und den Sirup abkühlen lassen.

Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Mehl, 340 g Zucker, Backpulver & Salz in einer großen Schüssel mischen. In einer weiteren Schüssel Milch, Olivenöl, Eier und Eiweiß, Vanille-Extrakt und 100 ml vom abgekühlten Ingwer-Sirup vermischen. Dann die nassen Zutaten zu den trockenen geben und alles gut vermischen.

Die Birne schälen, entkernen, achteln und in kleine Würfel schneiden. 170 g abwiegen, den Rest einfach aufessen *gg*. Mit 1 EL Mehl vermischen. 15 Ingwerstäbchen in kleine Stücke schneiden und unter die Birnen mischen. Dann den Birnen-Ingwer-Mix vorsichtig unter den Teig heben, den Teig in eine gefettete, mit Mehl ausgestreute Gugelhupfform geben und 50 min. im vorgeheizten Backofen backen.

Danach aus dem Ofen nehmen und 15 Minuten auf einem Kuchengitter in der Form auskühlen lassen. Dann den Gugelhupf stürzen und mit dem restlichen Ingwer-Sirup einpinseln und mit etwas braunem Zucker berieseln. Die restlichen Ingwerstäbchen in schmale Streifen schneiden und den Kuchen damit garnieren.

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Hach, Madame Birne und Herr Ingwer zeigen euch auf eurer Zunge wie sich wahre Liebe anfühlt. Die beiden lieben sich richtig innig. Und wenn sie nicht in einen Kuchen eingebacken wurden, dann lieben sie sich noch heute. – Ok, Scherz beiseite, der Kuchen ist oberlecker. Er reiht sich ganz dicht hinter meinem bisherigen Lieblings-Ingwer-Kuchen ein und ich kann euch nur ans Herz legen, das leckere Ding mal selbst auszuprobieren. Ich bin gespannt, was ihr sagen werdet. Selbstverständlich würde der Kuchen sich auch ganz wunderbar in einer knackigen Zartbitterschokoladen-Hülle machen, aber ich finde, es darf ruhig auch mal seine „pure“ Schönheit gezeigt werden.

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Wenn ihr euch fragt, wo ich die tolle goldene Tortenplatte her habe, dann muss ich euch sagen, dass das eigentlich gar keine Tortenplatte ist, sondern ein Kerzenständer & ein Teller. Die beiden güldenen Schätzchen hab ich zufällig beim shoppen gefunden und sie passten perfekt zu einander. Und nicht nur deshalb musste ich sie haben, sondern auch, weil ich finde, dass sie zusammen mit den knackig-grünen Birnen, den Vintage-Gugelhupf-Formen (die ich von meiner lieben Freundin Corinna geschenkt bekommen habe) und dem saftigen Kuchen wirklich ein schönes Sinnbild für den wundervollen, goldenen Herbst sind, den wir gerade erleben dürfen.

Zum Schluss hab ich noch eine Frage an euch: Auf welche Art liebt ihr Ingwer denn am meisten? Lasst es mich in ’nem Kommentar wissen. Bin gespannt, wie ihr die saftig gelbe Knolle am liebsten genießt.

Möge der Schneebesen mit euch sein,

Euer Backbube