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How to match matcha tea with baking recipes – Matcha-Marmor-Gugelhupf & Matcha-Shortbread

Ich liebe Tee. In allen Varianten. Heiß & kalt. Süß und bitter. Schwarz, grün oder bunt. Und ganz besonders liebe ich den grasigen, natürlichen Geschmack von Matcha Tee. Dies ist ein Tee in Pulverform, der mit einem kleinen Bambusschneebesen in einer Schale angerührt wird. Je intensiver die Farbe des Pulvers ist, umso höher ist auch die Qualität. Schmeckt wirklich großartig. Ich hab schon viele Matcha Tees ausprobiert und nun hab ich endlich meinen Favoriten gefunden. Der Teeshop www.tea-exclusive.de hat mir nämlich netterweise seinen Matchatee zum Test zugeschickt und ich bin begeistert. Er schmeckt wirklich sensationell. Der Beste den ich je probiert habe. Und darum muss ich euch den unbedingt vorstellen. Matcha kann man übrigens nicht nur trinken, man kann auch wunderbar damit backen. Und ich hab mir zwei tolle Rezepte ausgedacht, die ich euch nun nicht länger vorenthalten möchte.

Matcha-Marmor-Gugelhupf

Zutaten:

  • 300 g Butter
  • 270 g Zucker + 20 g Zucker
  • 3 TL Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 5 Eier (M)
  • 370 g Mehl
  • 4 gestr. TL Backpulver
  • 3 EL Milch + 2-3 EL Milch
  • 20 g Kakaopulver
  • 2-3 gehäufte EL Matcha Tee Pulver (je nach Geschmack)

 

Zubereitung:

Schritt 1: Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Gugelhupfform fetten und mit Mehl ausstreuen. Das Mehl für den Kuchen in einer Schüssel mit dem Backpulver mischen.

Schritt 2: Die Butter schaumig schlagen, 270 g Zucker, Vanillezucker & Salz unterrühren, bis ein glatter Teig entstanden ist. Dann jedes Ei 1 Minute lang unterrühren.

Schritt 3: Das Mehl-Backpulver-Gemisch abwechselnd mit 3 EL Milch unterrühren. Der Teig sollte schwer reißend vom Löffel fallen. 1/3 des Teiges in eine andere Schüssel füllen und beiseite stellen. Unter die restlichen 2/3 das Matchapulver rühren. Dann diesen grünen Teig in die Form füllen.

Schritt 4: Den beiseite gestellten Teig mit dem Kakaopulver und 20 g Zucker verrühren und 2-3 EL Milch dazu geben, bis der Teig ebenfalls schwer reißend vom Löffel fällt. Dann diesen Teig auf dem grünen Teig verteilen. Eine Gabel spiralförmig durch die Teige ziehen, so entsteht die Marmorierung. 50 – 60 Minuten backen. Mit Hilfe eines Holzstäbchens testen, ob der Kuchen fertig ist (wenn kein Teig mehr am Stab hängen bleibt, ist er fertig). 10 Minuten in der Form abkühlen lassen. Dann auf ein Kuchengitter stürzen.

Der Geschmack ist einfach herrlich. Ungewohnt für manche vielleicht, aber es ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Der Kuchen schmeckt wunderbar zu frischem grünen Tee, oder eben zu Matcha Tee. Und wer nach diesem leckeren Kuchen nicht mehr genug von Matcha bekommen kann, der kann meinem Lieblings-Shortbread-Rezept etwas Matchatee hinzufügen und schon hat man ein leckeres, mürbes, grasiges Teegebäck. Das Grundrezept für mein Shortbread findet ihr HIER, ihr müsst lediglich 2 gestr. TL Matcha Pulver dazugeben.

Das Shortbread in “matchagrün” schmeckt wirklich fein. Ich würde euch empfehlen nicht mehr Pulver zu nehmen, als 2 TL, denn sie sollen wirklich nur ein feines Matcha Aroma bekommen. Und die Farbe ist so oder so sensationell.

Ich hab beim Shortbread übrigens den neuen Messagemaker ausprobiert, den es seit ein paar Tagen bei Angela und ihrer Schönhaberei gibt. Der Stempel ist toll, aber der Teig von Shortbread eignet sich nicht so gut, wie ich festgestellt habe, da er beim Backen etwas auseinanderläuft. Ich probier ihn in den nächsten Wochen mal nochmal mit Fondant und einem anderen Keksteig aus. Auf jeden Fall ein tolles Teil, nur ganz nebenbei bemerkt, da man den Text selbst bestimmen kann.

Ich hab von www.tea-exclusive.de noch zwei andere Tees (Earl Grey Royal & Spice Delight) dazubekommen, die beide ebenfalls fantastisch sind und die ich euch sicher noch am “Heißen Montag” vorstellen werde. Ich hab mal in einem Tee-Laden gearbeitet und die Qualität der beiden Tees ist wirklich sehr hochwertig, das kann ich voller Überzeugung sagen. Es gibt in dem Onlineshop auch Tees, die man sonst nicht so leicht bekommt & die wirklich einen digitalen Shoopingausflug wert sind.

Und wie sieht aus, kennt ihr Matcha? Habt ihr vielleicht sogar ein Lieblingsrezept, für das ihr ebenfalls Matcha Tee benutzt?

May the matchawhisk be with you,

Euer Backbube

 

Aprikosen-Blaubeer-Crumble – ein fruchtiger Traum zum Frühstück

Aprikosen-Blaubeer-Crumble - Titelbild

Heute ist mal wieder einer dieser Tage, an denen ich ganz spontan Lust bekommen habe, zum Frühstück einen Crumble zu backen. Ich hatte noch leckere Aprikosen und Blaubeeren vom Markt übrig und wollte endlich mal eine der STAUB-Formen einweihen, die mir die Firma Zwilling einfach mal vor ein paar Wochen zugeschickt hat. Nachdem ich den Zufallsgenerator noch schnell die Gewinner der Goodie-Bags bestimmt ließ, legte ich los. Und weil der Crumble so lecker aussah und auch genau so schmeckte, hab ich mich kurzerhand entschieden ihn schnell zu fotografieren und einen Beitrag drüber zu schreiben (darum kommt der heute auch etwas später als sonst).

Aprikosen-Blaubeer-Crumble - Nahaufnahme

Ein Crumble ist im Grunde nichts anderes als mit Streuseln überbackenes Obst. Dabei kann man eigentlich so gut wie jedes Obst nehmen. Erdbeeren, Äpfel, Birnen, Rhabarber, Pfirsiche, Aprikosen oder Blaubeeren. Oder alles zusammen. Die Streusel bestehen größtenteils aus Weizenmehl, Zucker und Butter. Man kann aber auch Vollkornmehl nehmen, braunen statt weißen Zucker, und Haferflocken, gehackte Nüsse und verschiedene Gewürze zu den Streuseln dazugeben.

Aprikosen-Blaubeer-Crumble - Rezeptbeschreibung

Aprikosen-Blaubeer-Crumble

Zutaten:

  • 9 Aprikosen
  • 1 Schälchen Blaubeeren
  • 80 g Vollkornmehl
  • 80 g gehackte Mandeln
  • 1 TL Zimt
  • 120 g brauner Zucker
  • 120 g kalte Butter, gewürfelt

 

Zubereitung:

Schritt 1: Den Ofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Eine Tarteform fetten.

Schritt 2: Den Aprikosen und den Blaubeeren verschafft ihr bei den sommerlichen Temperaturen erst mal etwas Abkühlung, indem ihr sie mit kaltem, klarem Wasser abduscht. Dabei werden sie ganz nebenbei auch schön sauber. Die Aprikosen dürft ihr dann halbieren und entkernen und mit der flachen Seite nach unten in die Auflaufform legen. Lasst dann die Blaubeeren über die Aprikosen regnen und erfreut euch an einem wunderbaren Farbenspiel.

Schritt 3: Gebt das Mehl, den Zucker, die Mandeln, den Zimt und die Butter in eine Schüssel und verknetet alles mit den Händen zu einer schönen Streuselmasse. Die Masse wird nich wie sonst in trockene Streusel zerfallen sondern sich eher etwas feucht, mit leichten Tendenzen zur Matschigkeit, anfühlen. Das ist aber nicht schlimm. Zerrupft die Streuselmasse einfach ein bisschen und bedeckt damit das Obst. Es muss keine geschlossene Decke sein, es dürfen hier und da ruhig ein paar Früchte herausschauen.

Schritt 4: Stellt den Crumble in den Ofen und lasst ihn eine halbe Stunde backen. Die Früchte, die ihr vorher kühl abgebraust habt, werden nun anfangen unter den Streuseln vor sich hin zu brutzeln und der austretende Saft wird blubbern und brodeln. Wenn die Streusel schön braun sind (das kann je nach Ofen auch länger oder kürzer als 30 Minuten dauern) nehmt ihr den Crumble aus dem Ofen und serviert ihn noch warm euren Gästen oder euch selbst.

Aprikosen-Blaubeer-Crumble - yummie

Die Kombination aus Blaubeeren und Aprikosen ist ein Traum. Probiert aber auch mal Erdbeer-Rhabarber-Crumble oder Apfel-Zimt-Birnen-Crumble. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ein Crumble ist wirklich unglaublich schnell zubereitet und könnte schon fast in die Kategorie “Mittwochs-Quickie” aufgenommen werden. Ihr könnt mit wenig Aufwand ein leckeres, warmes, duftendes Dessert zubereiten und so ganz einfach Obst, das ihr übrig habt, verarbeiten.

May the whisk be with you,

Euer Backbube

PS: Vielen Dank an die Firma Zwilling für die vielen tollen Formen, die ich einfach so von euch bekommen habe. Ich hab mich sofort verliebt.

Der Morgen, an dem ich 144 Minigugelhupfe gebacken habe….

Ich kann mir nichts schöneres vorstellen, als morgens aufzustehn und sofort mit dem Backen zu beginnen. Ehrlich!! Vielleicht mögen manche den Satz nun ironisch lesen, aber er ist wirklich ernst gemeint. Da ich sowieso ein Frühaufsteher bin (denn dann hat man mehr vom Tag) macht’s mir gar nichts aus, auch schon morgens gleich zu arbeiten. Und wenn man morgens backt, dann ist die Wohnung den ganzen Tag mit einem leckeren Duft tapeziert. Und so ein Morgen, an dem dazu auch noch die Sonne durch die Jalousie geblinzelt hat, war am Freitag. Da bin ich nämlich um 6 Uhr aufgestanden um einen kleinen Auftrag auszuführen (der dann komplett 4,5 Stunden gedauert hat).

Honig Mandel Gugl - Titelbild

Mein Hin-und-Wieder-mal-Arbeitskollege Martin, aus der Buchhandlung, in der ich in den Wintermonaten manchmal arbeite, hat mich gefragt, ob ich ihm für seinen letzten Arbeitstag, quasi als kleines Schmankerl für seine Kollegen, nicht etwas backen könnte!? Ich habe selbstverständlich “JA” gesagt. Doch was sollte es sein? Er lies mir freie Hand. Da ich selbst öfters in der Buchhandlung gearbeitet habe, weiß ich, dass die Pausen immer viel schneller vorbei sind als gedacht. Und da man keine Zeit ein riesiges Stück Torte in sich reinzustopfen. Also hab ich mich für Mini-Gugelhupfe entschieden (ja “Gugelhupfe” ist laut Duden tatsächlich die Mehrzahl. Ich fände “Gugels” oder “Gugelhüpfse” aber besser). Und zwar in 4 verschiedenen Sorten. Jeweils 36 Stück von einer Sorte. Macht 144 Minigugelhüpfse. Da sieht man vor lauter Gugels den Hupf nicht mehr. Die Rezepte habe ich aus diesem Buch, und eins davon war so unglaublich lecker, dass ich es euch nicht vorenthalten will.

Honig Mandel Gugl - Spring Time

Gugl Honig-Mandel (aus “Feine Kuchenpralinen“, Südwest Verlag)

Zutaten: (für eine Form mit 18 Minigugels.)

  • 50 g Butter
  • 50 g feiner Zucker
  • 2 Eier (80g)
  • 55 g Weichweizengries
  • 15 g Mehl
  • 1 Msp. Zimt
  • 1 Msp. gemahlene Nelken
  • 30 g geschälte, gehackte Mandeln
  • 50 g Honig
  • Butter zum Einfetten & anrösten

 

Zubereitung:

Schritt 1: Alle Zutaten auf Zimmertemperatur bringen. Den Backofen auf 210 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Gugl-Form ausbuttern und leicht mit Mehl bestäuben.

Schritt 2: Mandeln mit etwas Butter in einer Pfanne goldgelb anrösten. Etwas abkühlen lassen.

Schritt 3: Weiche Butter und Zucker verrühren. Eier einzeln ca. 30 Sekunden unterschlagen. Grieß und Mehl nacheinander mit unterrühren. Zimt & Nelken dazugeben und gut unterheben. Mandeln und Honig dazu, umrühren und fertig ist der Teig.

Schritt 4: Die Gugl-Formen bis knapp unter den Rand füllen und im unteren Drittel des Ofens ca. 12 Minten backen. Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und herauslösen.

Honig Mandel Gugl - Ansicht von oben

Ihr werdet nicht nur vom Geschmack begeistert sein, sondern auch von dem herrlichen Duft-Gemisch aus Honig und gerösteten Mandeln. Die ganze Wohnung roch bei mir nach dem Backen danach. Ich hab sogar extra alle Türen aufgemacht, damit dieser betörende Duft auch noch in die kleinste, winzigste Ecke gelangen konnte. Ich hab schon oft die kleinen Gugls gebacken, aber diese Sorte bisher noch nicht, aber sie hat mir wirklich bis jetzt am allerbesten geschmeckt. Neben den Honig-Mandel-Gugels gab’s noch die Sorten Stracciatella, Himbeer-Kokos-Marzipan & Rotwein-Schoko.

Honig Mandel Gugl - Frühlings Erwachen

Ich hab dann aus zerknautschtem Backpapier kleine “Taschen” geformt, jede Sorte in eine davon reingepackt und alles zusammen auf einem Tablett angerichtet. Ich hab wirklich sehr gern für Martin gebacken, denn ihr müsst wissen, dass er für mich DER Buchhändler ist. Er hat mir noch nie was schlechtes empfohlen, jedes Buch hat voll ins Schwarze getroffen. Und das, ohne dass ich ihm gesagt habe, WAS ich eigentlich lesen will. Und es waren so viele tolle unbekannte Autoren dabei, die leider viel zu oft nicht bemerkt werden, obwohl ihre Bücher millionenmal besser sind als die ganzen Bestseller. Jetzt werdet ihr denken “Moment, aber es ist doch Martins letzter Arbeitstag. Warum ist der Backbube dann trotzdem so euphorisch?” Nun, sein Abschied hat erstaunlicherweise etwas Gutes: Er macht nämlich eine eigene Buchhandlung auf. Und darauf freu ich mich ganz besonders.

Ich wünsch euch einen wunderbaren, endlich mal sonnigen, frühlingshaften, backwütigen Sonntag und eine genauso tolle kommende Woche.

May the whisk be with you,

Euer Backbube

 

Backbube-Mittwochs-Quickie: Blätterteig-Törtchen mit Äpfeln

Es ist wieder der erste Mittwoch im Monat. Es ist wieder Zeit für einen Mittwochs-Quickie. Fast hätte ich ihn vergessen wegen all diesem Feiertags-Ferien-Zeitumstellungs-Ostern-Dingens. Das bringt einen ja ganz durcheinander. Aber ich hab mir wieder was tolles für euch überlegt, ganz quick sozusagen. Viel Spaß beim Nachbacken. Nicht erschrecken, das Rezept sieht länger aus als es ist.

Blätterteig-Apfel-Törtchen - Mittwochs-Quickie 3

Apfel-Blätterteig-Törtchen

Zutaten:

  • 1 Packung Blätterteig (Kühlfach)
  • 3 Äpfel (á ca. 220 g)
  • 750 ml Wasser
  • 1 Eigelb mit 3 EL Wasser verquirlt
  • 125 g Zucker
  • Saft von 1 Zitrone
  • 3 EL Aprikosenkonfitüre vermischt mit 3 EL Apfelsaft (o. Calvados)
  • 50 g brauner Zucker

 

Zubereitung:

  • Ofen auf 175 Grad vorheizen. Blätterteig aus dem Kühlschrank holen. Wasser, Zitronensaft & 75 g Zucker aufkochen. Währenddessen die Äpfel schälen, entkernen und halbieren. Die 6 Apfelhälften ins kochende Wasser geben und 12 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln lassen. Äpfel vorsichtig in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Mit dem restlichen Zucker bestreuen. Den Blätterteig ausrollen und mit dem Papier erst der Länge nach halbieren und dann die beiden Streifen dreiteilen. Die 6 Rechtecke (mit dem Backpapier) in kleine Soufleeförmchen drücken und je einen Apfel mit der Wölbung nach oben hineinlegen. Allen überstehenden Teig mit dem Eigelb einpinseln und 13 Minuten backen. Herausnehmen, mit dem Aprikosen-Apfelsaft-Gemisch bepinseln und mit braunem Zucker bestreuen. Ofen auf 200 Grad hochschalten und noch mal 3 Minuten backen. Und fertig.

 

Blätterteig-Apfel-Törtchen - Mittwochs-Quickie 3

Die kleinen Törtchen schmecken warm und kalt, mit Crème Fraîche oder Sahne, oder Vanillesoße, oder Schokoladensoße, oder oder oder. Und natürlich kann man die Äpfel auch durch Birnen ersetzen. Lasst’s euch schmecken.

May the whisk be with you,

Euer Backbube

PS: Das tolle Geschirrtuch von HAY wurde mir freundlicherweise von Zalando Home zur Verfügung gestellt.

So schmeckt Amerika: New York Cheesecake mit Blueberry Topping

Ja, so sieht er aus, mein erster, perfekt gelungener New York Cheesecake. Lange ist es her, dass ich ihn das erste Mal ausprobiert habe – und gescheitert bin. Das Rezept hatte ich damals und heute aus dem Backbuch von Cynthia Barcomi, der Frau, die mit ihren Büchern jede einzelne Zelle meines Körpers mit dem Backvirus infiziert hat. Um diesen Kuchen zu backen muss man eine Springform mit Alufolie abdichten. Das tat ich auch beim ersten Mal und als ich damals überglücklich meinen ersten Cheesecake aus dem Ofen holte, sah auch alles noch gut aus. Doch als ich den Rand der Springform öffnete passierte es: Eine Wand aus Wasser und Cheesecakeschlamm rollte auf mich zu. Und lange hab ich mich nicht mehr rangewagt. Doch nun habe ich wieder neuen Mut gefasst und das Ergebnis schmeckte sensationell. Ich liebe diese cremig-luftige Konsistenz des amerikanischen Cheesecakes, der im Gegensatz zu deutschem Käsekuchen, mit Frischkäse und nicht mit Quark zubereitet wird. Und dann noch Blaubeeren oben drauf – herrlich. Ich danke Cynthia für dieses Rezept, das sie aus New York von Junior’s mitgebracht hat. Und so geht’s:

New York Cheesecake mit Blueberry Topping (Cynthia Barcomi’s Backbuch)

Zutaten: (Boden)

  • 35 g Mehl
  • 30 g Stärke
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 3 große Eier (XL), getrennt
  • 70 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 TL Zitronenschale
  • 45g Butter, zerlassen
  • 25 g Zucker

 

Zutaten: (Füllung)

  • 900 g Frischkäse (Philadelphia, Zimmertemperatur)
  • 320 g Zucker
  • 30 g Stärke
  • 1 TL Vanillezucker
  • 2 große Eier (XL)
  • 175 ml Sahne

 

Zubereitung: (Boden)

Schritt 1: Ofen vorheizen (180 Grad Unterhitze). Springform (26cm) ausbuttern und mehlieren. Mehl, Stärke, Backpulver & Salz vermischen.

Schritt 2: Eigelbe auf höchster Stufe ca. 3 min verschlagen. Weiterrühren und dabei den Zucker (70 g) einrieseln lassen. 5 Minuten weiterschlagen, bis sich helle, dicke Bänder bilden. Vanillezucker & Zitronenschale unterrühren.

Schritt 3: Das Mehlgemisch über die Eimasse sieben und vorsichtig mit dem Schneebesen unterheben, bis keine weißen Mehlflecken mehr erkennbar sind. Dann die Butter unterrühren.

Schritt 4: Die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen. Langsam den restlichen Zucker (25 g) hineinrieseln lassen und weiterschlagen bis sich weiße Spitzen bilden. 1/3 vom Eiweiß unter den Teig mischen, dann den Rest vorsichtig unterheben. Es dürfen ruhig noch ein paar Eiweißbröckchen sichtbar sein.

Schritt 5: Den Teig in die Springform löffeln. So lange backen, bis der Teig nach leichtem Druck wieder in seine Form zurückspringt. (insgesamt ca. 10 Minuten. NICHT LÄNGER!!!). Aus dem Ofen nehmen und auf einem Rost abkühlen lassen. Solange könnt ihr die Füllung vorbereiten.

Zubereitung: (Füllung)

Schritt 1: Ofen wieder auf 180 Grad Unterhitze vorheizen. Den Boden der Springform (in der sich der vorgebackene Biskuitboden befindet) kreuzweise mit Alufolie abdichten (wirklich darauf achten, dass kein Loch in der Folie ist, denn es darf unter keinen Umständen während des nächsten Backvorganges Wasser in die Form laufen.) 225 g Frischkäse (1/4 der Gesamtmasse), 110 g Zucker & die Stärke in einer großen Schüssel auf niedrigster Stufe ca. 3 Minuten verrühren. Dann den restlichen Frischkäse unterrühren.

Schritt 2: Mixer auf die höchste Stufe fahren und den restlichen Zucker sowie den Vanillezucker unterrühren. Dann die Eier (eines nach dem anderen). Zuletzt die Sahne hinzugeben und nicht zu lange verrühren.

Schritt 3: Die Creme vorsichtig auf dem Boden verteilen. Die Springform in eine tiefe Form oder ein tiefes Backblech stellen, und diese/s mit kochendem Wasser auffüllen so dass das Wasser an den Seiten der Form etwa 2,5 cm hoch steht. Ca. 60 Minuten backen. Die Creme darf nach dem Backen ruhig noch etwas wackeln.

Schritt 4: Nach dem Backen mit einem Messer den Rand des Kuchens von der Springform lösen, damit der Kuchen nicht reißt. Den Kuchen in der Form 60 Minuten lang auskühlen lassen. Dann mit Klarsichtfolie abdecken und am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen (mind. 4 Stunden).

Und nun gib es zwei Möglichkeiten. Entweder genießt ihr den Kuchen gleich so, oder ihr toppt das Ganze noch mit einem leckeren Blaubeer-Topping. (das dann nochmal eine Stunde auf dem Kuchen im Kühlschrabk abkühlen sollte.) Dazu braucht ihr folgendes:

  • 340 g gefrorene Blaubeeren, aufgetaut (Saft auffangen)
  • 1 EL Stärke
  • 50 g Zucker
  • etwas Zitronenschale

 

Alle Zutaten in einen Topf geben, langsam unter Rühren aufkochen und dann 1-2 min köcheln lassen, bis der Saft andickt. Das ging bei mir allerdings schneller (30 Sekunden). Kurz abkühlen lassen und über den Kuchen gießen. Herrlich.

Der Kuchen ist wirklich fantastisch. Die Konsistenz ist einzigartig und nicht mit einem deutschen Käsekuchen zu vergleichen. Ich danke Cynthia dafür, dass sie uns dieses Rezept in ihrem Buch geschenkt hat, es ist wirklich köstlich. Ich persönlich werde einen amerikanischen Cheesecake immer einem deutschen Käsekuchen vorziehen. Damit ich auch ganz sichergehen kann, dass mir nie mehr Wasser in die Springform fliesst, werde ich mir wohl diese Form in Cynthia’s Onlineshop besorgen. Leider sind die so begehrt, das sie gerade ausverkauft sind. Also schnell sein, wenn sie wieder da sind.

May the whisk be with you,

Euer Backbube