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Wenn der Backbube mal wieder in Hamburg is(s)t, gibt’s für euch Apfel-Zimt-Cupcakes mit Zimt-Frosting….. zimtiger geht’s nicht

Apfel-Zimt-Cupcakes mit Zimtfrosting - Titelbild

Oh ja, diese Woche war wirklich eine richtig schöne Herbstwoche. Morgens Nebel, mittags Sonne und abends wieder Nebel. Genau wie ich es mag. Und die Sonne ist im Herbst auch erträglich, da sie 1. nicht heiß ist und 2. die Blätter so schön leuchten lässt. Und am Mittwoch hat sie mir den schönsten Sonnenuntergang meines Lebens an den Himmel gemalt. Und all die rot-gelb-orange-farbenen Blätter, die die Sonne so bestrahlt, haben mich zum heutigen Rezept inspiriert. Denn genau die gleiche Farbe wie das Laub haben die Äpfel in meiner tollen neuen (alten) Emailleschüssel. Also mussten Apfel-Cupcakes her. Mit gaaaaaaaaaaaaanz viel Zimt.Und obendrauf ein Frosting, ebenfalls mit gaaaaaaaaaaaaaaanz viel Zimt. So, dass der Zimt schon fast zu viel ist. Wobei, Zimt kann man nie genug haben. *hihi*

Apfel-Zimt-Cupcakes mit Zimtfrosting - Apfel-Zimt Träumchen

Apfel-Zimt-Cupcakes mit Zimt Frosting

Zutaten (Teig, für 12 Stück): alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben.

  • 125 g Butter (zimmerwarm)
  • 125 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • Salz
  • 2 TL Zimt
  • 3 Eier (M)
  • 200 g Mehl
  • 2 gestr. TL Backpulver
  • 2 EL Milch
  • 2-3 kleinere Äpfel
  • etwas Zimt-Zucker

 

Zubereitung:

Schritt 1: Ein Muffinblech mit 12 Tulpenförmchen bestücken. Den Ofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Die Äpfel schälen, entkernen und in 0,5 cm dicke Ringe schneiden. Anschließend die Ringe mit Zitronensaft beträufeln. Das Mehl mit dem Backpulver in einer Schüssel mischen.

Schritt 2: Die Butter schön cremig schlagen. Dann den Zucker, den Vanillezucker, eine Prise Salz und den Zimt unterrühren. So lange schlagen, bis sich der Zucker gelöst hat.

Schritt 3: Die Eier einzeln jeweils 30 Sekunden unterrühren. Das Mehl über den Teig sieben und 2 EL Milch dazugeben. Das Ganze so lange verrühren, bis ein glatter Teig entstanden ist.

Schritt 4: Die Tulpenförmchen etwa zu 1/3 mit Teig füllen. Dann 1 Apfelring als Deckel darauflegen, mit etwas Zimt-Zucker bestreuen und dann mit Teig bedecken. Die Förmchen sollten dann etwas mehr als 2/3 gefüllt sein. 20-25 Minuten backen. Herausnehmen und im Muffinblech abkühlen lassen.

Apfel-Zimt-Cupcakes mit Zimtfrosting - Herbstzeit - Zimtzeit

Schon beim Backen wird sich der Zimtduft durch eure ganze Wohnung verteilen und eure *Ich-liebe-Zimt*-Rezeptoren in eurem Gehirn werden sofort Alarm schlagen, und eure Nervenbahnen so beeinflussen, dass diese einfach den Mund ansteuern, die Muskulatur in den Lippen aktivieren und euch lauthals schreien lassen: “ICH WILL JETZT SOFORT IN DIESEN CUPCAKE BEISSEN”. Das könnt ihr auch gern tun, auch ohne das Frosting. Das ist allerdings das i-Tüpfelchen auf dem ganzen Spaß. Und so geht’s:

Zimt-Frosting: (nach Peggy Porschen)

  • 250 g weiche Butter
  • 250 g Frischkäse
  • 625 g Puderzucker (mind. 2mal gesiebt)
  • 2 Tl Zimt

 

Zubereitung:

  • Den Frischkäse auf höchster Stufe cremig schlagen. Beiseite stellen.
  • Die Butter zusammen mit 1/3 des Puderzuckers hell und schaumig schlagen. Dann ein weiteres Drittel Puderzucker dazugeben, wieder schön schaumig rühren und dann auch das letzte Drittel dazu. Immer mal wieder mit dem Teigschaber am Rand der Schüssel entlangfahren, damit keine Klumpen entstehen. Nun den Frischkäse auf niedriger Stufe esslöffelweise unterrühren. Den Zimt dazugeben, nochmals kurz rühren und das Frosting bis zur Weiterverarbeitung im Kühlschrank aufbewahren.

 

Apfel-Zimt-Cupcakes mit Zimtfrosting - angebissen

Das Frosting schmeckt zwar ziemlich zimtig, aber leider auch sehr grieselig (wenn ihr wisst was ich meine). Ich weiß nicht, was ich falsch mache, aber bei mir löst sich der Puderzucker nie in solchen Frostings mit einer solch enormen Menge an Puderzucker auf. Auch nicht wenn ich ihn vorher 5 mal siebe. Gibt’s da nen Trick?

Ich werd es auf jeden Fall beim nächsten Mal weglassen und stattdessen den Cupcake in mehreren Schichten zubereiten, d.h. einfach noch eine Apfel-Teig-Schicht mehr dazu. Und dann mit Zimtsirup einstreichen, vielleicht noch mit einem Zimt-Puderzuckerguss garnieren, auf den ich dann vielleicht noch Zimt streue, und das ganze kommt dann zur Aufbewahrung in eine Dose voller Zimtstangen……. OK, genug gezimtet. *hihi*

Apfel-Zimt-Cupcakes mit Zimtfrosting - Zimtzeit

Ich mach mich jetzt auf den Heimweg (Ich war nämlich gestern auf der Halloween-Party von Rama Cremefine und durfte mit 20 glücklichen Gewinnern backen). Und euch wünsch ich noch einen zimtigen Sonntag und als kleinen Abschluss gibt’s noch einen kurzen Zungenbrecher für euch (am besten 10 mal so schnell wie möglich aufsagen): “Ziemlich zimtige Zimtziegen”.

Möge der Schneebesen mit euch sein,

Euer Backbube.

 

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“Blogs I Love” – Wie Silvia von Candid Moments mich zum glücklichsten Backbube(n) der Welt gemacht hat

Erinnert ihr euch noch an meinen sehnsüchtigen Beitrag bei Facebook vor ein paar Wochen? Da fragte ich, ob mir irgendwer sagen kann, wo man Veilchen her bekommt. Ich hätte sie gebraucht, um Veilchensirup herzustellen, der mir seit meinem Frankreichurlaub vor 7 Jahren nicht mehr aus dem Kopf geht. Es kamen viele Tipps, aber leider fand ich ganz genau 1 einziges Veilchen. Doch es gibt da eine ganz bezaubernde Bloggerin, die mir einfach ein kleines Fläschchen ihres selbstgemachten Veilchensirups geschickt hat, da sie nicht mit ansehen konnte, wie ich leide. Ich war an diesem Tag der glücklichste Backbube auf dem Planeten. Und da ich ja nun die Kategorie “Blogs I Love” ins Leben gerufen habe und seit Mitte dieser Woche in den Vorbereitungen für das heutige Styled Wedding Shooting mit “Fräulein K. sagt Ja” stecke, und es nicht geschafft habe zusätzlich für heute etwas zu backen, habe ich sie einfach gefragt, ob sie Lust auf einen Gastbeitrag hat. Und sie hat “Ja” gesagt. Darum, aber nicht allein darum, stelle ich heute Silvia und ihren zauberhaften Blog  www.candid-moments.at vor.

Wie ihr an der Web-Endung “.at” schon erkennen könnt, kommt Silvia aus Österreich (was übrigens eines meiner beiden Lieblingsreiseländer ist, Nummer 2 ist Spanien) und sie zeigt auf ihrem Blog neben sehr köstlichen Rezepten, von denen ich schon einige ausprobiert habe, auch wunderschöne Fotoreportagen zu verschieden Reisezielen. Ich mag ganz besonders die Bilder von Stockholm und den Malediven. Man(n) meint förmlich, man könnte direkt in die Fotos hineinspringen. Ganz verliebt bin ich auch ihn diese tollen Bilder. Aber nun geb ich auch Silvia die Chance sich selbst vorzustellen.

Backbube: Liebe Silvia. Ich freue mich, heute deinen Blog www.candid-moments.at vorstellen zu dürfen. Was war der ausschlaggebende Grund für dich, mit dem Bloggen anzufangen?

Silvia: Ich liebe es, zu fotografieren! Diese Leidenschaft hab ich von meinem Papa, der den Fotografen-Familienbetrieb mittlerweile in dritter Generation führt. Mit Bildern seine eigenen Gefühle auszudrücken und andere Menschen zu berühren, das ist etwas ganz Besonderes. Und dieses Besondere wollte ich auch mit meinem Blog schaffen. Besondere Momente einzufangen und zu präsentieren, das macht mir Freude. Wenn ich darüber hinaus auch anderen Menschen mit dem, was ich tue, Freude bereite, dann habe ich schon viel erreicht!

Backbube: Das Bloggen ist ja ganz schön zeitaufwändig. Planst du deine Posts oder bist du ihr eine spontane Bloggerin?

Silvia: Meine Posts folgen meinem Gefühl, keinem Redaktionsplan – das würde mir zu viel Druck auferlegen. Da ich viel Zeit und Liebe in meine „Fotoprojekte“ stecke und neben dem Fotografieren auch die Aufbereitung der Bilder und das Schreiben meist noch viel Zeit in Anspruch nehmen, kanns dann schon mal etwas länger dauern, bis ein Beitrag online geht. Andererseits kommt´s auch wieder vor, dass ganz spontan aus einer (Koch-) Situation heraus Bilder entstehen, die ich noch am selben Tag blogge.

Backbube: Was reizt dich am meisten am Bloggen?

Silvia: Die Herausforderung, immer wieder neue Themen stimmig in Bilder umzusetzen. Bei meinen Rezepten zum Beispiel versuche ich, ein harmonisches Setting zu schaffen und auch jedem Beitrag meinen, aber doch einen eigenständigen Stil zu geben.

Backbube: Mit welcher Leckerei könnte man dich sofort und augenblicklich für sich gewinnen?

Silvia: Schokotörtchen mit flüssigem Kern, das wärs jetzt! Hab ich bisher vergeblich versucht, selbst zu machen – den weichen Kern hab ich jedoch noch nie hinbekommen. Aber ich gebe nicht auf, vielleicht gelingt es mir ja doch noch irgendwann. Und, wenn´s dann „Blog-tauglich“ ist, werde ich berichten ;-)

Backbube: Gibt es einen Traum, den du dir unbedingt erfüllen möchtest?

Silvia: Seit Oktober 2012 arbeite ich nebenberuflich als selbständige Fotografin. Ein Traum wäre natürlich, dieses Standbein auszubauen und das ein oder andere Bild von mir auch in einem Magazin zu sehen. Und: Träume sind da, um gelebt zu werden. Ich arbeite dran!

Backbube: Danke für das Interview. Und euch jetzt viel Spaß mit dem Rezept von Silvia von www.candid-monents.at

Ein wunderbares Rezept für den lieben Backbuben.

Bittesehr, süß und typisch österreichisch: Zuckerkipferl – eine Mehlspeise, die gern in Begleitung einer Melange daherkommt und frisch aus dem Backrohr, süß und warm duftend am besten schmeckt.

Fürs Rezept hab ich den dicken Wälzer aus dem Bücherregal gefasst: “Wiener Küche” von Olga und Adolf Hess anno 1950. Ja, genauso wie meine liebe Schwiegermama die Zuckerkipferln damals in ihrer Schulzeit auf der Hauswirtschaftsschule Laxenburg fertigte, so sollten auch meine werden.

Zubereitung:

Gärprobe oder “Dampfl” (wie man in Österreich auch dazu sagt): 1/3 Würfel (= 15 g) frischen Germ/Hefe mit 20 g Mehl, 1/16 l lauwarmer Milch und 20 g Zucker abrühren und an einem warmen Ort mit einem sauberen Geschirrtuch zugedeckt etwas stehen lassen. Der Teig sollte in den nächsten 15 Minuten deutlich aufgehen.

Währenddessen 300 g Mehl kurz im Backrohr anwärmen. 80 g Butter schmelzen – sie sollte jedoch nicht zu heiß sein. Das Mehl mit der Butter, 1/8 l lauwarmer Milch, 100 g Zucker, 2 Dotter, 1 ganzen Ei, 1 Prise Salz und der Gärprobe mit den Knethaken des Mixers zu einem Teig verrühren, den man gut abschlägt und für eine Stunde zum Aufgehen mit einem sauberen Geschirrtuch zugedeckt an einen warmen Ort stellt. Danach lässt man den Teig über Nacht im Kühlschrank zugedeckt rasten.

Am nächsten Tag wird der Teig auf einem bemehlten Brett weiterverarbeitet. 150 g Mehl mit 50 g Butter abbröseln und mit 2 Dottern in den Teig kneten – das kann schon etwas dauern bis sich die Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verbunden haben.

Nun habe ich den Teig geteilt, jede Hälfte möglichst kreisrund ausgewalkt und in 8 Stücke geteilt. So lassen sich insgesamt 16 Kipferl formen. Die Kipferl auf zwei Backblechen mit ausreichend Abstand 20 Minuten warm aufgehen lassen. Danach mit 1 verschlagenem Ei bestreichen, mit Hagelzucker bestreuen und noch einmal 20 Minuten warm aufgehen lassen.

Backrohr auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Dann die Kipferl etwa 5 Minuten bei voller Hitze und weitere 5 bis 8 Minuten bei 160°C goldbraun backen.
Am Kuchengitter auskühlen lassen oder gleich lauwarm vernaschen. Die Kipferl lassen sich auch gut einfrieren und fürs Frühstück frisch aufbacken.

Passt hervorragend dazu: Holunder-Apfel-Gelee.

Gutes Gelingen!

“Liebe Silvia. Vielen Dank für dieses zuckersüße Rezept. Du hast die Bilder dazu so liebvoll arangiert. Ich würde jetzt am liebsten in ein Zuckerkipferl beissen und mit deinem leckeren Gelee garnieren, das ich schon ausprobiert habe und über alles liebe. Ich freue mich jedes Mal wieder Neues auf deinem Blog zu entdecken. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns schon bald einmal treffen. Ich komm dich sehr gern im Weinviertel besuchen. 1000 Dank für das Interview und den tollen Gastbeitrag.”

Ich hoffe, euch hat das Rezept genauso gut gefallen wie mir.

May the whisk be with you,

Euer Backbube

“Ice Tea Monday” – Apple Caramel Ice Tea – kalt und heiß extrem lecker

Was passiert, wenn man eine Packung Celebrations vor mich stellt? Dann werde ich so schnell alle Caramel-Bonbons herausstibitzen, dass nicht mal eine High Speed Kamera mich überführen könnte. Ich liebe Caramel. Und zwar in allen Formen. Fest & flüssig, als Bonbon, in Schokoriegeln, pur, als Soße oder als Shake. Das muss doch auch als Eistee funktionieren, dachte ich mir. Und es hat funktioniert:

Apple Caramel Ice Tea - Titelbild

Apple Caramel Ice Tea

Zutaten:

  • 8 cl Caramel-Sirup (z.b. Monin)
  • 150 ml Eiswasser
  • 4 Scheiben Apfel (sehr klein gewürfelt)
  • 2 EL Apfeltee
  • Eiswürfel
  • Zitrone

 

Zubereitung:

Von einem Apfel 4 ca. 0,5 cm dicke Scheiben abschneiden. Die Scheiben mit Zitronensaft beträufeln und in sehr kleine Würfel schneiden. In den TEA-JAY® (oder eine Glaskaraffe) geben. Sirup & Eiswasser dazu geben. Zu 2/3 mit Eiswürfeln auffüllen (und beim TEA-JAY® den Tee-Aufsatz aufschrauben). 2 EL Apfeltee in den Tee-Aufsatz (oder eine Teekanne) füllen, und mit heißem Wasser zubereiten. Nach dem Ziehen den Tee-Aufsatz drehen und den heißen Apfeltee über die Eiswürfel laufen lassen (oder den heißen Tee aus der Kanne in die Karaffe gießen). Kurz schütteln (umrühren) und in ein Glas füllen – (Wenn ihr den TEA-JAY® benutzt, müsst ihr in diesem Fall den Tee-Aufsatz abschrauben, damit die Apfelstückchen mit ins Glas gefüllt werden können.

Apple Caramel Ice Tea - lecker

Sollte der Eistee zu süß für euren Geschmack sein, dann könnt ihr entweder weniger Caramel-Sirup benutzen, oder die Süße mit frisch gepresstem Zitronensaft abschwächen. Wenn es draußen mal wieder etwas kühler sein sollte, dann könnt ihr den Apple Caramel Tea übrigens auch heiß zubereiten. Dazu lasst ihr einfach die Eiswürfel weg und ersetzt das Eiswasser gegen 150 ml heißen Apfelsaft. Dann den heißen Tee darübergießen, umrühren und mit etwas Zimt verfeinern. *yummie*

May the whisk be with you,

Euer Backbube

PS: Solltet ihr auch eine Idee für einen coolen Tee haben, dann schreibt mir eure Ideen an info@backbube.com und vielleicht erscheint dann schon bald euer Rezept hier beim “Ice Tea Monday”.

Post aus meiner Küche: Kindheitserinnerung Teil 2 – Scheiterhaufen

Hier ist Teil 2 meines Paketes von “Post aus meiner Küche”. Ich habe lange überlegt, was ich alles mit ins Päckchen packen könnte, denn die meisten meiner Kindheitserinnerungen sind entweder flüssig oder mit Sahne. Schneewittchentorte, Erdbeersahnetorte, Heiße Schokolade oder Sanostol. Kennt ihr das noch? Sa-nos-tol. Ich hab die Melodie der Werbung noch immer im Kopf. Und den Geschmack. Ich hätte die Flasche am liebsten immer komplett ausgetrunken. Zum Glück gab es Nimm2-Bonbons. Denn die orange-farbenen schmecken meiner Meinung nach genau wie Sanostol.

Post aus meiner Küche - Scheiterhaufen

Aber das war nicht im Paket. Sondern eine Süßspeise, die man hier im Schwabenland “Ofaschlupfa” nennt – hochdeutsch wäre das dann Ofenschlupfer oder eben Scheiterhaufen. Das ist eine klassische schwäbische Süßspeise. Man nimmt alte Brötchen, schneidet sie in Scheiben und weicht sie in Eiermilch auf, dann schichtet man diese Brötchen mit dünnen Apfelscheiben dazwischen in eine Auflaufform, bestreut es mit Mandeln und überbackt das ganze im Ofen (schwäbisch: Ofa). Und dann genießt man es mit Vanillesoße. Ich habe mich für Post aus meiner Küche für eine Version mit Birnen und Preiselbeeren entschieden. Und da man keine Auflaufform verschicken kann, gabs das ganze in Schraubgläsern.

Post aus meiner Küche - Scheiterhaufen

Scheiterhaufen mit Birnen und Preiselbeeren

Zutaten: (für 8 Gläser á 300 ml)

  • 6 altbackene Brötchen
  • 500 ml Milch
  • Salz
  • 50 g Honig
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3 Eier (M)
  • 3 Birnen
  • 150 g Preiselbeermarmelade
  • 8 EL gehackte Mandeln
  • etwas Butter

 

Zubereitung:

Schritt 1: Die Gläser mit etwas Butter einfetten. Brötchen in ca. 1cm dicke Scheiben schneiden. Milch, 1 Prise Salz, Honig, Vanillezucker und Eier verquirlen. Die Hälfte davon über die Brotscheiben träufeln. Birnen waschen, vierteln, entkernen. Quer in dünne Scheiben schneiden.

Schritt 2: Gläser halbvoll schichten: Mit einer Lage Brötchen beginnen, dann ein paar Birnenscheiben & ein Kleks Preiselbeeren drauf & wieder mit Brötchen weiter machen. Die letzte Schicht sollten ebenfalls Brötchen sein. Übrige Eiermilch darübergießen und mit gehackten Mandeln bestreuen. Im Backofen auf der mittleren Schiene bei 180° Umluft (nicht vorgeheizt!!) ca. 30 Min. backen.

Schritt 3: Nach 20 Minuten Backzeit die Schraubdeckel im Ofen mit erhitzen. Gläser und Deckel herausnehmen (ACHTUNG: heiß!!!) und die Gläschen sofort verschließen.

Post aus meiner Küche - Scheiterhaufen

Wenn ihr sie dunkel lagert, sind die Scheiterhaufen viele Monate haltbar (wenn sie überhaupt so lange überleben) Ihr könnt sie kalt genießen oder nochmal erwärmen. Und die Vanillesoße darf natürlich nicht fehlen. Lecker. Das mit den Gläsern war eine ganz praktische Version fürs PAMK-Päckchen. Ihr könnt das ganze aber auch in eine gebutterte Auflaufform schichten, dann ganz oben drauf Mandelblättchen statt gehackten Mandeln streuen und mit Butterflocken bedecken. Dann wird die oberste Schicht im Ofen schön knusprig. Lasst es euch schmecken – oder schwäbisch: Lassts euch schmegga.

Ich gönn mir jetzt noch ein Schlückchen Sanostol und wünsche euch eine schöne Rest-Woche.

May the whisk be with you,

Euer Backbube

 

 

Backbube-Mittwochs-Quickie: Blätterteig-Törtchen mit Äpfeln

Es ist wieder der erste Mittwoch im Monat. Es ist wieder Zeit für einen Mittwochs-Quickie. Fast hätte ich ihn vergessen wegen all diesem Feiertags-Ferien-Zeitumstellungs-Ostern-Dingens. Das bringt einen ja ganz durcheinander. Aber ich hab mir wieder was tolles für euch überlegt, ganz quick sozusagen. Viel Spaß beim Nachbacken. Nicht erschrecken, das Rezept sieht länger aus als es ist.

Blätterteig-Apfel-Törtchen - Mittwochs-Quickie 3

Apfel-Blätterteig-Törtchen

Zutaten:

  • 1 Packung Blätterteig (Kühlfach)
  • 3 Äpfel (á ca. 220 g)
  • 750 ml Wasser
  • 1 Eigelb mit 3 EL Wasser verquirlt
  • 125 g Zucker
  • Saft von 1 Zitrone
  • 3 EL Aprikosenkonfitüre vermischt mit 3 EL Apfelsaft (o. Calvados)
  • 50 g brauner Zucker

 

Zubereitung:

  • Ofen auf 175 Grad vorheizen. Blätterteig aus dem Kühlschrank holen. Wasser, Zitronensaft & 75 g Zucker aufkochen. Währenddessen die Äpfel schälen, entkernen und halbieren. Die 6 Apfelhälften ins kochende Wasser geben und 12 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln lassen. Äpfel vorsichtig in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Mit dem restlichen Zucker bestreuen. Den Blätterteig ausrollen und mit dem Papier erst der Länge nach halbieren und dann die beiden Streifen dreiteilen. Die 6 Rechtecke (mit dem Backpapier) in kleine Soufleeförmchen drücken und je einen Apfel mit der Wölbung nach oben hineinlegen. Allen überstehenden Teig mit dem Eigelb einpinseln und 13 Minuten backen. Herausnehmen, mit dem Aprikosen-Apfelsaft-Gemisch bepinseln und mit braunem Zucker bestreuen. Ofen auf 200 Grad hochschalten und noch mal 3 Minuten backen. Und fertig.

 

Blätterteig-Apfel-Törtchen - Mittwochs-Quickie 3

Die kleinen Törtchen schmecken warm und kalt, mit Crème Fraîche oder Sahne, oder Vanillesoße, oder Schokoladensoße, oder oder oder. Und natürlich kann man die Äpfel auch durch Birnen ersetzen. Lasst’s euch schmecken.

May the whisk be with you,

Euer Backbube

PS: Das tolle Geschirrtuch von HAY wurde mir freundlicherweise von Zalando Home zur Verfügung gestellt.