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Wenn’s draußen tropisch wird bleibt der Ofen aus – Erdbeer-Kuchen mit weißer Schokolade und Oreo-Boden – ganz ohne Backen

No Bake Erdbeerkuchen mit Oreo-Boden und weißer Schokolade .- von oben

Es ist mal wieder soweit. Wenn es draußen heiß wird, dann so richtig. Nicht etwa 25 Grad und ein bisschen kühler Wind – sondern fast 40 Grad und stehende, drückende Luft. So gar nicht mein Fall. Aber das wisst ihr ja schon. Bei solchen Temperaturen hatte ich überhaupt keine Lust den Backofen anzuwerfen. Darum hab ich einen kleinen No Bake Cake für euch gemacht. Mit einem knusprigen Oreo-Boden, einer feinen weißen Schokoladencreme und fruchtigen Erdbeeren, frisch vom Feld. Denn das ist tatsächlich die einzige Beschäftigung, die ich bei solch tropischen Verhältnissen bei direkter Sonneneinstrahlung tun kann, ohne zu leiden. Erdbeeren auf dem Feld pflücken. Vielleicht weil man sich alle paar Meter mit einem leckeren Snack belohnen kann.

No Bake Erdbeerkuchen mit Oreo-Boden und weißer Schokolade - schräge AnsichtNo Bake Erdbeerkuchen mit Oreo-Boden und weißer Schokolade - von oben, näherNo Bake Erdbeerkuchen mit Oreo-Boden und weißer Schokolade - Messer mit geraspelter SchokoladeNo Bake Erdbeerkuchen mit Oreo-Boden und weißer Schokolade - Kuchen mit Schokolade dekorierenNo Bake Erdbeerkuchen mit Oreo-Boden und weißer Schokolade - AnschneidenNo Bake Erdbeerkuchen mit Oreo-Boden und weißer Schokolade - angeschnitten

No Bake Erdbeerkuchen mit Oreo-Boden & weißer Schokolade

  • 50 Oreo-Keks-Hälften (25 Kekse)
  • 100 g Butter
  • 200 ml Sahne
  • 200 g weiße Schokolade
  • 250 g Erdbeeren
  • weiße Kuvertüre

Für den Boden des Kuchens benötigt ihr 50 Oreo-Keks-Hälften. Und auch die Creme zwischen den Keksen wird später noch weiter verarbeitet. Damit ihr diese leichter von den Keksen kratzen könnt und sie etwas weicher ist, lasst ihr die Kekse am besten an einem warmen Ort liegen. Dreht dann die Kekse auseinander, kratzt die Creme mit einem Messer ab und gebt diese in eine kleine Schüssel. Am besten streicht ihr sie am Schüsselrand ab, das geht am einfachsten. Gebt die Keks-Hälften in einen Mixer und mixt sie ganz fein. Schmelzt die Butter in einem kleinen Topf, gießt sie dann über die Keksbrösel und verrührt alles gut miteinander. Kippt die Mischung in eine 20cm-Springform und drückt sie als Boden an. Stellt die Form für 20 Minuten in den Kühlschrank.

Hackt die weiße Schokolade und gebt 100 ml Sahne in einen kleinen Topf. Kocht die Sahne auf und gießt sie über die Schokolade. Lasst diese Mischung etwa 5 Minuten stehen und verrührt das Ganze dann mit einem Schneebesen bis eine homogene Masse entstanden ist. Mischt dann die Creme der Oreo-Kekse mit darunter und lasst die Masse etwas abkühlen. Schlagt dann die restlichen 100 ml Sahne auf und hebt sie vorsichtig unter die etwas abgekühlte Schokoladen-Ganache. Gießt die Creme auf den Oreoboden und stellt die Form wieder in den Kühlschrank – für mind. 5 Stunden, am besten über Nacht. Schneidet am nächsten Tag die Erdbeeren und belegt damit den Kuchen. Ihr dürft das machen, wie ihr möchtet. Schabt dann mit der stumpfen Seite eines Messers feine Flocken von der Rückseite eines Kuvertüre-Blocks ab und verteilt die Raspeln auf dem Kuchen.

No Bake Erdbeerkuchen mit Oreo-Boden und weißer Schokolade - angeschnitten, einzelnes StückNo Bake Erdbeerkuchen mit Oreo-Boden und weißer Schokolade - Stück des Kuchens auf einer GabelNo Bake Erdbeerkuchen mit Oreo-Boden und weißer Schokolade - Collage aus angeschnittenem Kuchen und einzelnem StückBearbeitet_quer-11No Bake Erdbeerkuchen mit Oreo-Boden und weißer Schokolade - angeschnitten, in zwei Händen gehalten

Der Kuchen schmeckt gekühlt natürlich am besten, ich könnte mir sogar vorstellen, dass er noch besser schmeckt, wenn er kurz im Froster war. All den Sonnenanbetern unter euch wünsche ich nun ein frohes “In der Sonne brutzeln” und all denjenigen, die wie ich die Hitze meiden, kann ich Hoffnung schenken: Ihr seid nicht allein – wir stehen das zusammen durch, ok!? {Vielleicht gründe ich irgendwann mal eine Selbsthilfegruppe für hitzegeplagte Sonnenmeider}.

Möge der Schneebesen mit euch sein,

Euer Backbube

 

Wie macht man einen Backbuben nervös? Indem man ihn für eine Hochzeit beauftragt – Bilder von einem pastelligen Sweet Table

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Hey ihr Schneebesenschwinger da draußen. Ihr fragt euch sicher, warum in letzter Zeit etwas weniger Rezepte auf dem Blog erscheinen. Das liegt eigentlich hauptsächlich daran, dass ich von einem Kurs zum nächsten spurte, am Theater sehr viel für “Nathan der Weise” probe und nebenher auch noch in einem tollen Cafè arbeite. Darum gibt’s auch grad wenige Eisteerezepte – die machen bei dem Wetter eh keinen Spaß. Und dann gibt es da noch dieses magische Datum. Den 18.Juli 2015. Auf diesen Tag freue ich mich einerseits, andererseits sorgt das Datum aber auch für schlaflose Nächte. Denn da heiratet mein Bruder. Und ich mache die Hochzeitstorte. Meine Stimmung wechselt deshalb ständig von “höchst angespannt” bis “total relaxed” – und zwar im Sekundentakt. Darum bin ich grade gedanklich immer nur mit dieser Torte beschäftigt. Zwischendurch gibt’s dann zum Glück noch Ablenkung, die aber gleichzeitig auch wieder für Nervosität sorgt – wie z.B. der Sweet Table, den ich gestern für die Hochzeit von Anna und Gottfried machen durfte. Ich mach mir dann immer tausend Gedanken: Wird alles klappen? Wird alles schmecken? Schmeiß ich den Karton mit den Cupcakes aus Versehen runter? Fällt die Tortenplatte um? – Ich kann euch beruhigen. Alles ging gut – und ich glaube, es hat allen geschmeckt:

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Ungefähr eine Stunde bevor das Brautpaar am Ort der Feier ankam, hab ich begonnen den schon vorbereiteten Tisch fertig auszustatten. Anna hatte schon ein paar Dinge dafür besorgt, z.B. schöne bunte Bonbons, Lutscher, Popcorntüten und Zuckerherzen. Ich habe beigesteuert:

Marshmallows am Stiel, mit weißer oder Zartbitter-Schokolade überzogenVanillecupcakes mit ErdbeerfrostingVanillecupcakes mit weißem Schoko-Frosting, Schoko-Cupcakes mit Minzfrosting und viele kleine pastell-farbene Baisers.

Für die Vanillecupcakes hab ich das Rezept von Dagi verwendet. Ebenso das Frosting des gleichen Rezepts. Das habe ich dann gedrittelt, einen Teil pur verwendet {und blau gefärbt}, einen Teil mit 2 EL gemixten, gefriergetrocknenten Erdbeeren vermischt und den letzten Teil mintgrün eingefärbt und mit 3 Tropfen Pfefferminzöl abgeschmeckt. Für die Schokocupcakes habe ich mein Veilchen-Cupcake-Rezept verwendet, allerdings ohne den Veilchensirup. Die Baisers haben dank des Rezeptes von Andrea endlich mal funktioniert {mit denen stand ich bisher auf Kriegsfuss} und die Marshmallows hab ich einfach auf Paperstraws aufgespießt und mit weißer und dunkler Kuvertüre von Sweetest Choice überzogen.

Das alles durfte ich in der wunderschönen Scheune des Kulturhofs Erpfenhausen aufbauen. Die Location ist einfach traumhaft. Außer dem Sweet Table gab’s noch zwei verschiedene Limonaden, die die Braut selbst gemacht hat und herzhafte Köstlichkeiten von Alma kochart.

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Möge der Schneebesen mit euch sein,

Euer Backbube

 

**Cupcakeförmchen, Tortenplatte & Fähnchen: Blueboxtree

Warum ich einen Donal Skehan einen Bananen-Kuchen mit Frischkäse Frosting, Mango-Soße & Kirschen widme…

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In letzter Zeit verbringe ich immer mehr Zeit bei YouTube. Selber dreh ich keine Videos, weil mir schlichtweg das richtige Equipment fehlt und ich mich dazu entschieden habe meinen Channel erst so richtig zu aktivieren, wenn ich die richtige Ausstattung habe. So lang schau ich mir eben tolle andere Back- und Koch-Channels an. Und einer davon ist der Channel von Donal Skehan. Donal ist sozusagen Irlands Antwort auf Jamie Oliver, hat als Blogger angefangen, ist heute einer der erfolgreichsten Foodies Irlands und hat bereits 3 Bücher veröffentlicht - ein cooler, lustiger Typ, der nicht nur den Spaß am Backen und Kochen absolut rüberbringt, sondern der auch einfach wahnsinnig inspirierend für mich ist. Ich habe schon einige Rezepte von ihm ausprobiert und sie gelingen immer. Ganz besonders steh ich auf seinen Banoffee Cake. Die Böden dafür schmecken so sensationell saftig nach Banane, dass sie mittlerweile meine absoluten Lieblings-Tortenböden geworden sind. Darum hab ich sie auch in mein heutiges Rezept mit eingebaut – sozusagen als Hommage an Donal Skehan. Schaut auf jeden Fall mal auf seinem Channel vorbei! Seine Videos sind echt lustig und es kommt am Ende immer etwas leckeres dabei heraus. Eins meiner Lieblingsvideos ist übrigens DAS hier.

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Bananen-Kuchen mit Frischkäse-Frosting, Mango-Soße und Kirschen (inspiriert von Donal Skehan)

  • 175 g weiche Butter
  • 250 g Zucker
  • 4 Eier (L)
  • 350 g Mehl
  • 2 1/2 TL Backpulver
  • 2 Bananen
  • 4 EL Crème Fraîché
  • 2 TL Vanilleextrakt
  • eine Handvoll Kirschen
  • 1 reife Mango
  • 100 ml frischer Orangensaft
  • 250 ml Sahne + 2 EL Sahne
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1/2 TL geriebene Zitronenschale
  • 225 g Frischkäse, Zimmertemperatur
  • 60 g Butter, Zimmertemperatur
  • 125 g Puderzucker
  • 1 TL Vanilleextrakt

Böden: Zuerst werden die Böden gebacken. Heizt den Ofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vor und schnappt euch 2 Springformen mit 20 cm Durchmesser. Fettet sie ein und legt sie mit Backpapier aus. Schlagt 175 g weiche Butter mit dem Zucker schaumig und rührt dann jedes Ei einzeln etwa 30 Sekunden mit unter. Zerdrückt die Bananen zu einem Mus und vermischt es mit Crème Fraîché und 2 TL Vanilleextrakt. Vermischt das Mehl mit dem Backpulver in einer weiteren Schüssel. Gebt nun abwechselnd das Mehl- und das Bananen-Gemisch zum Teig und verrührt alles gut. Verteilt den Teig gleichmäßig auf die Formen und backt die Böden 35 Minuten. Holt sie dann aus dem Ofen und lasst sie kurz in der Form abkühlen, bevor ihr sie aus der Form nehmt und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lasst. Wickelt sie danach in Frischhaltefolie und legt sie über Nacht in den Kühlschrank.

Frosting: Schlagt die weiche Butter mit dem Frischkäse cremig, gebt das Vanillextrakt dazu und verrührt es kurz. Fügt nach und nach den Puderzucker dazu bis ein schönes Frosting entstanden ist. Füllt es in eine kleine Schüssel und stellt es in den Kühlschrank.

Mango-Soße: Schält die Mango, trennt das Fruchtfleisch vom Kern, schneidet es klein und gebt es in ein hohes Rührgefäß. Fügt den Orangensaft, die Sahne, den Zitronensaft und die kleingehackte Zitronenschale dazu und püriert alles mit einem Stabmixer. Stellt die Soße dann ebenfalls in den Kühlschrank.

Zusammensetzen: Nun habt ihr 3 Teile – die Böden, das Frosting und die Soße. Legt einen Boden auf einen Teller oder eine Tortenplatte und gebt die Hälfte des Frostings darauf. Verteilt etwas Mango-Soße darüber und setzt den zweiten Boden drauf. Gebt nun das restliche Frosting in die Mitte des Kuchens, und dann etwas Mango-Soße in die Mitte des Frostings. Verstreicht es etwas und garniert den Kuchen anschließend noch mit Kirschen.

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Die leckeren Kuchenböden mit Banane schmecken auch in dieser Kombination einfach fantastisch. Wenn ihr kein Frischkäsefrosting machen wollt, könnt ihr auch einfach Sahne aufschlagen und zwischen die Böden geben. Dann solltet ihr aber irgendwas stabilisierendes dazu geben, denn die Kuchenböden sind verhältnismäßig “schwer”. Da drückt es euch dann die Füllung an der Seite heraus. Ich finde übrigens, dass der Kuchen direkt aus dem Kühlschrank am besten schmeckt, gerade bei warmen Temperaturen. Einfach eine wunderbarer Sommerkuchen. Ich genieße gerade mein offiziell letztes Stück Kuchen für die nächsten 8 Wochen. Denn bei mir ist ab sofort “Clean Eating” angesagt. Aber keine Angst: Auf dem Blog bekommt ihr weiterhin kalorienhaltige Bomben serviert. Und wenn sich ab und zu mal ein “gesundes” Törtchen oder eine zuckerfreie Leckerei mit untermischt, dann ist das doch bestimmt nicht schlimm, oder?

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Und nun möchte ich gern von euch wissen, ob auch ihr einen Lieblings-Channel bei YouTube habt und was für euch einen guten Vlogger {Video-Blogger} ausmacht. Während ihr überlegt könnt ihr euch ja mal ein paar Videos von Donal anschauen. Vielleicht habt ihr ja Lust auf Healthy Pancakes? Oder Swedish Cinnamon Buns? Oder irgendwas anderes aus dieser Playlist? Bin gespannt auf eure Meinungen.

Möge der Schneebesen mit euch sein,

Euer Backbube

 

*grüner Teller, Schälchen und Tasse: RICE {danke Mo, jetzt kommen die hübschen Dinge auch endlich mal zum Einsatz}