Tartes & Pies

Pfirsich-Vanille-Pie mit Vollkorn-Teig

Vanille-Pfirsich-Pie - einzelnes Stück-1

Es gibt Tage an denen bekomm ich ganz spontan Lust auf Kuchen {bei mir ist das streng genommen fast jeder Tag}. Dann schau ich, was ich so im (Kühl-)Schrank habe und überleg mir was Schönes. Und am Dienstag war so ein Tag. Da hatte ich plötzlich wahnsinnig Lust auf Pie. Auf Pfirsich-Pie. Ich wusste nämlich, dass ich noch schöne reife Pfirsiche im Kühlschrank hatte, und die wollte ich in einen Kuchen packen, bevor sie das Zeitliche segnen. Also Pfirsiche hatte ich schonmal. Vanilleschoten auch {da hab ich noch mind. 100 Schoten auf Vorrat, was jetzt gerade bei der extremen Vanilleknappheit echt von Vorteil ist}. Butter & Zucker für den Teig waren ebenfalls da. Nur kein Mehl. Ernsthaft? Ich hab kein Mehl im Haus? Doch, nur eben nicht das, das ich normal für meinen Pie-Teig verwende, wie z.B. in meinem Buch Backen mit dem Backbuben* . Also hab ich spontan auf Vollkorn-Mehl umgeswitcht und das war eine gute Entscheidung.

Vanille-Pfirsich-Pie - Pie und Pfirsich, angeschnitten-1

Der Pie-Teig ist mit dem Vollkorn-Mehl genau so knusprig und blättrig geworden, wie er es mit normalem Weizenmehl wird. Und das, obwohl ich das Weizenmehl 1:1 ersetzt habe, ohne die Flüssigkeitsmenge zu verändern, die dazugegeben wird. Der Teig war zwar etwas weicher als sonst, aber er war von der Konsistenz dennoch wunderbar zu verarbeiten {das kann aber auch an der Hitze liegen, denn normal back‘ ich Pies eher im Winter}. In die Füllung musste natürlich neben der Vanille auch noch eine ganz entscheidende Zutat mit hinein: frisch geriebene Muskatnuss. In einen perfekten Pie gehört das einfach mit rein. Für mich ist das immer das i-Tüpfelchen in der Füllung. Sollte man nie weglassen, außer man reagiert allergisch darauf.

Vanille-Pfirsich-Pie - aufgeschnittener Pfirsich und Vanilleschote-1 Vanille-Pfirsich-Pie - Pie am linken Bildrand-1

Und wer jetzt Angst hat, der Pie könnte „gesund“ schmecken, dem möchte ich hiermit mitteilen: Bingo! Das tut er. Aber geil gesund. Nicht „Oh-mein-Gott“-gesund sondern eher „Bääääm!“-gesund. Probiert es aus. Ihr könnt den Teig auch mit ganz normalem weißen Weizenmehl machen, oder mit ’ner Hälfte Dinkel- und ’ner Hälfte Vollkorn-Mehl. Das bleibt euch überlassen. Wichtig ist nur, dass ihr den Teig nicht zu lange knetet, dass die Butter wirklich eiskalt ist, und eure Hände ebenfalls. Haltet sie notfalls vorher unter kaltes Wasser. Und lasst den Teig ruhig 2 Stunden im Kühlschrank durchkühlen. – Und welchen Pie mögt ihr am liebsten?

Möge der Schneebesen mit euch sein,

Euer Backbube

 

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Pfirsich-Vanille-Pie mit Vollkorn-Teig
Knuspriger Pie mit Vollkorn-Teig und einer himmlischen Füllung aus Pfirsichen und frischer Vanille
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Portionen
Stücke
Zutaten
Pie-Teig
  • 380 g Vollkornmehl
  • 1 TL Salz
  • 4 EL Zucker
  • 230 g Butter sehr kalt, in Stücken
  • 8 EL Eiswasser
Füllung
  • 6 reife Pfirsiche
  • Mark von 1 Vanilleschote
  • 1 EL Zitronensaft
  • 60 g Zucker
  • 3 EL Speisestärke
  • 1/4 TL geriebene Muskatnuss
  • 1 Prise Salz
Außerdem
  • 1 Ei
  • 1 TL Wasser
Portionen
Stücke
Zutaten
Pie-Teig
  • 380 g Vollkornmehl
  • 1 TL Salz
  • 4 EL Zucker
  • 230 g Butter sehr kalt, in Stücken
  • 8 EL Eiswasser
Füllung
  • 6 reife Pfirsiche
  • Mark von 1 Vanilleschote
  • 1 EL Zitronensaft
  • 60 g Zucker
  • 3 EL Speisestärke
  • 1/4 TL geriebene Muskatnuss
  • 1 Prise Salz
Außerdem
  • 1 Ei
  • 1 TL Wasser
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Anleitungen
Teig vorbereiten
  1. Mehl, Salz & Zucker in der Schüssel einer Küchenmaschine mit Mixer-Funktion {food processor} mischen. Die eiskalten Butterwürfel dazu geben und solange mixen, bis kleine Krümel entstanden sind.
  2. Das Eiswasser dazu geben und so lange mixen, bis ein geschmeidiger Teig entsteht.
  3. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsplatte ganz kurz durchkneten. Am besten vorher die Hände unter kaltes Wasser halten, abtrocknen und dann erst den Teig kneten, damit die Butter durch die Körperwärme nicht schmilzt. Den Teig in zwei gleiche Teile teilen, in Frischhaltefolie wickeln und mind. 2 Stunden im Kühlschrank durchkühlen lassen.
Füllung zubereiten
  1. Für die Füllung die Pfirsiche waschen, abtupfen und das Fruchtfleisch vom Kern lösen. Dieses in ca. 5mm dicke Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben. Vanillemark, Zitronensaft, Zucker, Speisestärke, Muskatnuss und Salz dazu geben und vorsichtig mischen, bis alles gleichmäßig bedeckt ist.
Fertigstellen
  1. Das erste Teig-Stück aus dem Kühlschrank holen und auf einer leicht bemehlten Arbeitsplatte etwas größer als die Pie-Form {26cm} ausrollen. Die Pie-Form fetten, den ausgerollten Teig hineinlegen und als Boden und Rand andrücken. Die Füllung gleichmäßig darauf verteilen und die Form kurz wieder in den Kühlschrank stellen.
  2. Das zweite Teig-Stück ebenfalls ausrollen, in Streifen schneiden und mit diesen ein Flechtmuster auf den Pie legen. Die Ränder gut andrücken und den Pie nochmals in den Kühlschrank stellen.
  3. Den Ofen auf 210 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Ei und Wasser verquirlen und den Pie damit bestreichen. Den Pie 20 Minuten auf dem Rost auf der mittleren Schiene backen. Dann die Temperatur auf 190 Grad reduzieren und den Pie weitere 30-35 Minuten backen. Tipp 1: Nach den ersten 20 Minuten Backzeit ein mit Backpapier belegtes Backblech unter dem Gitterrost einschieben, um evtl. auslaufende Flüssigkeit aufzufangen. Tipp 2: Wenn der Pie zu dunkel wird, einfach während des Backens ein Backpapier locker auf die Oberfläche des Pies legen.
  4. Den Pie aus dem Ofen holen und mind. 2 Stunden abkühlen lassen, damit sich die Füllung nochmals setzt.
Rezept Hinweise

Eiswasser bekommt ihr, indem ihr einfach kaltes Wasser und Eiswürfel in einem kleinen Gefäß mischt. Achtet dann darauf, dass keine Eiswürfel mit in den Teig fallen, wenn ihr das Eiswasser hinzufügt.

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6 Comments

  • Reply
    twinklinstar
    6. Juli 2017 at 12:43

    Diese Pie ist der absolute Hammer, dermaßen köstlich! Und wenn man sie dann noch in so netter Gesellschaft essen darf wie ich gestern Abend…. Hoffe, das Theaterstück am Abend war besser als besagtes Vormittagsprogramm?!

    Liebste Grüße, Andrea

    • Reply
      backbube
      9. Juli 2017 at 23:58

      Hallo Andrea,

      freut mich, dass dir der Pie geschmeckt hat. Schön, dass du da warst. Und ja, das Abendprogramm war fantastisch. Eines der besten Theaterstücke, das ich seit langem gesehen habe.

      Liebe Grüße,
      Möge der Schneebesen mit dir sein,

      Markus

  • Reply
    Miss zuckersüß
    11. Juli 2017 at 11:35

    Das Rezept ist ausgedruckt und wird gleich demnächst ausprobiert!
    Hört sich schon vom Lesen total lecker an :)

  • Reply
    Hannah
    20. Juli 2017 at 15:31

    Hallo Backbube,

    ich hätte eine kleine Frage. Diesen wahnsinnig lecker aussehenden pie wollte ich zu meinem Geburtstag backen, habe den Teig am Abend vorher vorbereitet um ihn am Geburtstagsmorgen fertig zu backen. Dann kam eine sehr freudige Überraschung dazwischen und ich konnte den Kuchen nicht wie vorgehabt am kommenden Tag fertig backen. Jetzt wollte ich fragen, wie lange kann ich die im Kühlschrank gelagerten, in Frischhaltefolie gewickelten Teigkugeln aufbewahren? Es ist ja kein Ei drin, das müsste sich doch etwas halten?

    Ich wäre Dir sehr sehr dankbar über eine kleine Rückmeldung, natürlich auch wenn es nur eine Einschätzung deinerseits ohne Garantie ist!

    Vielen Dank und viele Grüsse nach Ulm!

    • Reply
      backbube
      20. Juli 2017 at 22:35

      Hallo Hannah,

      da kein Ei drin ist kannst du den Teig auf jeden Fall mind. 1 Woche lagern, wenn nicht sogar länger. Kannst ihn sogar einfrieren. Dann solltest du ihn allerdings nach dem Einfrieren komplett auftauen und dann nochmal kalt stellen, bevor du ihn weiterverarbeitest.

      Liebe Grüße,,
      Markus

  • Reply
    Zwetschgen-Blaubeer-Pie mit knusprigem Schokoteig - ein tolles Herbstrezept von backbube.com
    6. Oktober 2017 at 07:01

    […] Fall. Und etwas frisch gebackenes verwandelt jeden noch so dunklen Herbsttag in ein Fest. Und ein warmer Pie ist zum Beispiel einer der besten Stimmungsaufheller überhaupt. Wenn die Gabel durch den […]

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