Monthly Archives: Oktober 2012

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Kommt mit mir nach Nimmerland: Peter Pan-Cakes

Habt ihr euch nicht schon immer mal eine kleine Fee gewünscht, die einfach ein bisschen Feenstaub streuen muss und all eure Wünsche gehen in Erfüllung? Ich werde heute das Privilieg genießen, für 2 Stunden meine eigene Tinkerbell zu haben. Denn heute ist die Premiere von “Peter Pan” und da ich niemand geringeren als Peter höchstpersönlich spiele, habe ich zumindest auf der Bühne, meine eigene kleine Fee. My very own Tinkerbell. Gespielt von meiner bezaubernden Kollegin Lea. Sie ist einfach “skibidibidubadibub” – wie Tinkerbell sagen würde. Ich freu mich auf die Premiere und auf alles was dazu gehört.

Denn genauso wie es Tradition beim Theater ist, auf “Toi Toi Toi” nicht mit “Danke” zu antworten (das bringt Unglück), so ist es auch schon ein ungeschriebenes Gesetz, Premierengeschenke zu machen. Und da freu ich mich schon drauf. Und ich habe mir etwas ganz Besonderes für meine Kollegen überlegt. Ich wollte etwas schenken, das mit dem Stück zu tun hat. Etwas selbstgemachtes. Etwas zauberhaftes. Etwas einmaliges. Und die Idee schoss mir in den Kopf als ich das Wort “Pancakes” laß. Ich verschenke eine Mischung für Peter’s Pan-Cakes. PAN-Cakes. Was für ein Wortspiel. Und was für eine Idee. Das passende Rezept habe ich auf diesem Blog gefunden.

Ihr braucht für ein Milchfläschchen mit 0,25l Inhalt:

  • 120 g Mehl
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 EL Zucker
  • 1 1/2 TL Backpulver

Die Pan-Cake-Mischung habe ich in kleine Milchflaschen verpackt, den Schraubdeckel mit Masking-Tape zugeklebt und mit einem tollen Etikett versehen. Dank dem Blog www.katharinakocht.com wurde ich auf den Jam Labelizer aufmerksam. Dort könnt ihr euch tolle Labels designen, einige davon sogar kostenlos. Die Flaschen waren also fast fertig. Doch etwas fehlte noch. Der Feenstaub. Irgendwie wollte ich auch den Feenstaub von Tinkerbell mit einbauen. Doch wie? Zuerst dachte ich an Blattgold in der Mischung (zu teuer und schmeckt nach nix), dann an Zuckerperlen in einem extra Tütchen (das war mir zu einfach). Als ich aber in der Stadt war, um grüne und gelbe Bänder zu besorgen, kam ich im Bastelgeschäft auf die zündende Idee: Da gibt es diese kleinen Plastikkugeln, die man selbst befüllen kann. Und da ich noch grüne Schokoherzen (aus meinem Lieblingsschokoladen, gibts leider keinen Onlineshop) und gelbe Nonpareilles (von HIER) aus Zucker zuhause hatte, wusste ich auch sofort, was ich in diesen kleinen Dingern – nennen wir sie Feenstaubbeutelkugeln – verstauen würde. Also hab ich die eine Hälfte mit den süßen Herzen & die andere Hälfte mit den Nonpareilles gefüllt, mit Maskingtape verschlossen und mit farblich passenden Bändern als Feenstaubbeutel mit an die Pan-Cake-Flasche gehängt. So kann jeder nach dem Backen der Pan-Cakes noch etwas knusprigen Glitzerstaub über die kleinen Leckerbissen streuen.

Damit die Beschenkten auch wissen, wie sie die Mischung zubereiten müssen, habe ich folgenden Text auf die Rückseite der Premierenkarten (auch die sind Tradition) geschrieben:

“Nimm 3 Eier & trenne sie. Mische die Eigelbe mit 120 ml Milch und Peter’s Pan-Cake-Mischung. Dann schlage das Eiweiß steif und hebe es vorsichtig unter. Daraufhin erhitze ein wenig Butter in einer Pfanne und backe die Pan-Cakes aus. Übergieße sie mit Ahornsirup oder einer Marmelade deiner Wahl und streue den Feenstaub darüber.”

Während ich diesen Beitrag online stelle sitze ich bereits in der Maske und mach mich für das Stück fertig. Ich hab den Artikel gestern Abend noch vorbereitet und wollte ihn erst dann veröffentlichen, wenn die Chance, dass einer der Beschenkten den Beitrag vorher liest, gleich null ist. Nun sitz ich also in der Garderobe, zusammen mit Wendy, Tinkerbel & Hook. Die drei werden wohl gleich ihr Geschenk bekommen und ich hoffe, sie freuen sich darüber.

In wenigen Stunden fliege ich dann über die Dächer Londons, streite mich mit meiner Fee, spiele mit den verlorenen Jungs, tanze mit Wendy & kämpfe mit Hook. Und das alles in Nimmerland. Und “Nimmerland hört niemals auf, solang dein Traum besteht.”

Und nun spiele ich noch “Gute Fee”. Den kleinen Kürbisanhänger des Herbst-Give-Away-Gewinnspiels hat gewonnen: saskia vom Blog saskiarundumdieuhr. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH und vielen Dank auch an alle anderen Teilnehmerinnen für’s Teilnehmen.

May the Fairy be with you,

Euer Backbube

Sultan’s Delight & Herbst-Give-Away

Hilfeeeeeeeeeeeeeeeeeee! So, das musste jetzt mal sein. Ich gehe gerade auf dem Zahnfleisch, wie man so schön sagt. Premiere am Sonntag, Werbespot-Dreh am Montag und nächste Woche der Umzug. Alles auf einmal, wie immer. Ich komm nicht mal zum Backen, was für mich sehr schlimm ist. Das Gefühl, das in mir aufkommt könnte man wahrscheinlich am besten mit “Entzugserscheinung” bezeichnen. Aber zum Glück ist Ende nächster Woche alles erstmal etwas entspannter. Da ich nicht dazu komme, euch etwas leckeres zu zaubern, werde ich euch nun davon berichten, wie ich indirekt etwas für die Kaffeehaus-Kette Coffee Fellows gezaubert habe. Dort gab es nämlich Mitte des Jahres eine Ausschreibung, bei der man ein neues Wintergetränk vorschlagen konnte. Ich hab mir ein paar Gedanken gemacht, und daraus entstand die Idee für das Getränk “Sultan’s Delight” (wer den vorherigen Beitrag gelesen hat, wird merken, dass ich einfach immer an den Orient denke). Ich habe mir folgende Kombination ausgedacht und an Coffee Fellows geschickt:

  • eine Hälfte Kaffee
  • eine Hälfte heiße Zartbitterschokolade
  • Zimt
  • Kardamom

Und dann hieß es warten, warten, warten! Und eines Tages kam dann eine E-Mail, und nachdem ich sie gelesen hatte, zog sich ein Lächeln über mein ganzes Gesicht, denn ich hatte tatsächlich gewonnen. Und seit dem 1.Oktober 2012 gibt es nun “mein” Sultan’s Delight in allen Coffee Fellows Fillialen in Deutschland. Mein vorgeschlagenes Rezept wurde zwar etwas geändert (Latte Macchiato mit dunkler Schokolade & Lebkuchensirup) aber es schmeckt genau so, wie ich es mir vorgestellt habe. Wenn ihr nun also mal an einer Coffee Fellows Filliale vorbeikommen solltet, dann trinkt doch mal einen “Sultan’s Delight” und sagt mir, wie es euch schmeckt. Wie das Getränk ausgewählt wurde, und alles rund um den Wettbewerb, das könnt ihr nun im folgenden Interview erfahren, denn der Chef der Ulmer Filliale, der in der Jury saß, hat sich zu einem Interview mit mir bereit erklärt. Und bitte:

Backbube: Hallo Mario.

Mario: Ciao Markus.

Backbube: Du warst beim Winter-Special-Wettbewerb von Coffee Fellows in der Jury, die entscheiden sollte, welches Getränk den Wettbewerb gewinnt und ins Winter-Sortiment von Coffee Fellows aufgenommen wird. Wie kam es dazu? Wurdest du gefragt, oder hast du dich selbst angeboten?

Mario: Die Jury bei diesem Wettbewerb besteht aus dem CF Beirat  (dieser besteht aus 3 Vertretern der Systemzentrale und 3 Vertretern der Partner) und da ich seit ca. 3 Jahren im Beirat tätig bin, war ich natürlich auch einer der Juroren.

Backbube: Der Wettbewerb wurde ja auch groß bei Facebook beworben. Gab es viele Vorschläge, oder war das Angebot überschaubar?

Mario: Wir haben den Wettbewerb zusätzlich auch nochmal intern an alle Mitarbeiter ausgeschrieben und somit kamen wirklich sehr viele tolle Ideen zusammen.

Backbube: Nach welchen Kritierien entscheidet die Jury, ob das Getränk ins Sortiment aufgenommen wird? Gibt es konkrete Punkte die wichtig sind, die ein Getränk von Coffee Fellows auf jeden Fall erfüllen sollte?

Mario: Da gibt es so einige Punkte, in der Regel läuft das so ab: unsere Marketingabteilung selektiert schon mal alle Produkte, die wir vielleicht schon mal im Sortiment hatten oder die es in ähnlicher Form bei einem unserer Mitbewerber gibt, aus. Anschließend schauen wir, welche Ideen sich in der Praxis umsetzen lassen, hier ist zum Beispiel die Produktverfügbarkeit oder das Handling mit den Zutaten für uns ganz wichtig. Und zum Schluß sitzen wir in unserer Runde in einem unserer Coffee Shops und verkosten die restlichen Einsendungen.

Backbube: Warum habt ihr euch für mein Getränk “Sultan’s Delight” entschieden? War die Wahl eindeutig, oder gab es noch weitere Favoriten?

Mario: Dein „Sultans´s Delight“  passt perfekt in unser Winter Sortiment, es schmeckt wirklich super lecker und ist total easy im Handling….  Danke Markus für dieses tolle Produkt, ich bin fest davon überzeugt das er einige Kunden glücklich macht!  Es gab da noch eine weitere tolle Idee die ganz knapp an deiner Kreation gescheitert ist, aber so ist es nun mal im Wettbewerb, es kann halt nur einen geben….. ;-)

Backbube: Wird es in Zukunft wieder solche Wettbewerbe geben?

Mario: Aber klar doch, wir führen diesen Wettbewerb 2 mal im Jahr durch, den nächsten Aufruf starten wir im Jan / Feb 2013.

Backbube: Vielen Dank für das Interview.

Und so sieht das Werbefoto zum Getränk aus. Als ich es zum ersten Mal gesehn hab, wurde mir dann so richtig bewusst, dass ich gewonnen habe. Und mir lief das Wasser im Mund zusammen. Und es schmeckt wirklich unglaublich lecker, herb und süß zugleich. So wie ich es mir vorgestellt hatte. Und dann diese tollen winterlichen Gewürze. Himmlisch. Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Coffee Fellows bedanken, dass ihr mein Getränk ausgewählt habt: DANKESCHÖN!!!!!

So, das war Zauberei Nummero Uno. Und nun kommt noch eine weitere Überraschung für euch. Denn meine Mutter hat auch etwas wunderschönes gezaubert. Am 3.Oktober feierte sie mit ihrem Laden im Allgäu einjähriges Jubiläum und passend zum Herbst hat sie einen kleinen süßen Glas-Kürbis-Anhänger gemacht. Ich hab meinen Hundeblick aufgesetzt und den Anhänger für euch abgestaubt. Und der wird jetzt verlost.

Was ihr tun müsst, um in den Lostopf zu hüpfen? Hinterlasst einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag und sagt mir, was ihr am Herbst am meisten mögt. (Kommentare bei Facebook zählen nicht, diesmal gibts nur diese eine Möglichkeit um zu gewinnen) Das Gewinnspiel endet bereits am Samstag, den 20.10.2012 um 20 Uhr.

Viel Glück und drückt mir die Daumen, dass ich die nächste Woche überlebe.

May the whisk be with you,

Euer Backbube

Ein orientalischer Traum…. Feigen-Maracuja-Tarte

Der Herbst zeigt sich in diesem Jahr zumindest hier in Ulm wieder mal von seiner schönsten Seite. Die Blätter haben sämtliche Rot-, Gelb- und Orange-Töne angenommen, in manchen Gärten blühen noch die Rosen und auch auf meinem Balkon sieht man noch das ein oder andere Pflänzchen. Ein richtig schöner Herbststurm lässt zwar noch auf sich warten, aber der kommt bestimmt. Heute regnet es in Strömen, es ist kalt und nass -  genau so wie ich es mag (ja, ihr dürft mich jetzt für verrückt halten) – genau das richtige Wetter, um es sich gemütlich zu machen und die leckere Tarte mit Obst zu essen, die ich gestern Abend gebacken habe.

Da ich total auf alles stehe, was mit dem Orient zu tun hat, musste es eine Tarte mit Feigen sein. Ich weiß, Orient und nasses, kaltes Herbstwetter passt nicht zusammen – für mich jedoch schon, denn wenn es draußen so trüb und regnerisch ist, dann mach ich es mir zuhause gemütlich, mit einer heißen Tasse Apfeltee, mit selbstgebackenen Leckereien, die den Raum mit einem herrlichen Duft füllen, überall brennen Kerzen. Und diese Stimmung, die sich dann verbreitet, die verbinde ich mit dem Orient. Und damit auch ihr dieses Gefühl nachempfinden könnt, kommt hier das Rezept für die leckere Feigen-Maracuja-Tarte. (nicht wundern, wenn die Schrift auf den Bildern anders aussieht. Mein Laptop-Akku ist leer, das Ladekabel kaputt und ich muss auf Ersatz warten. Auf dem alten PC sind die ganzen Programme nicht drauf, mit denen ich normal die Bilder bearbeite.)


Feigen-Maracuja-Tarte

Zutaten: (für den Teig)

  • 170 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 gestr. TL Backpulver
  • 60 g Zucker
  • 1 Eigelb
  • 90 g weiche Butter
  • 2 EL kaltes Wasser

Zutaten: (für den Belag)

  • 2 Eigelb
  • 12 g Speisestärke
  • 70 g Zucker
  • 125 g Sahnequark
  • 200 g Schmand
  • 100 ml Maracuja-Nektar
  • 4 große, reife Feigen

Zubereitung:

Schritt 1: Eine Tarteform (ca.26 cm Durchmesser) fetten. Alle Zutaten für den Teig mit den Händen zu Streuseln verkneten, in die Tarteform schütten und als Rand und Boden andrücken. Dann ca. 20 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Schritt 2: Backofen auf 180 Grad (Umluft) vorheizen. Alle Zutaten für den Belag mischen, außer den Feigen. Gut verquirlen, den kalt gestellten Boden aus dem Kühlschrank nehmen, sofort die Creme darauf verstreichen und ca. 20 Minuten backen.

Schritt 3: Feigen waschen und in Scheiben schneiden. Kuchen nach 20 Minuten aus dem Ofen holen, die Feigen darauf verteilen und weitere 15 Minuten backen. Herausnehmen und in der Form abkühlen lassen. Fertig!!

Die Tarte schmeckt herrlich fruchtig und durch die Maracujacreme bekommt sie eine ganz besondere Frische. Dazu passt ein Glas Apfel- oder Gewürztee, das ihr nach Belieben mit arabischem Zucker süßen könnt. Der arabische Zucker passt zu vielem, zu Tee, Gebäck, Desserts und Kaffee. Arabischer Zucker?? Was ist das? Geht ganz leicht: Mischt einfach 200 g Zucker mit folgenden Zutaten:

  • 1 Teelöffel Zimt
  • 1 Prise gemahlener Kardamom
  • 1 Messerspitze gemahlene Nelken
  • Mark einer halben Vanilleschote

Ihr müsst das Rezept wirklich unbedingt ausprobieren. Es ist super einfach, und kann beliebig variiert werden. Tauscht doch einmal den Maracuja-Nektar gegen einen anderen Saft aus und variiert mit dem Fruchtbelag. Würde mich freuen, von euren Kreationen zu hören. Den Teig könnt ihr als Grundlage für viele Pies & Tartes benutzen. Wie wär’s denn mal mit einem Key Lime Pie mit Baiserhaube oder einer Birnen-Chilli-Tarte?

Die Feigentarte hat mich leider auch zu einem kleinen Shoppingtrip verleitet, denn ich wollte die Fotos schön orientalisch aussehen lassen. Servietten, ein Teller und ein bisschen Deko. Aber hat sich gelohnt. Ich find die Fotos sehen zum Anbeissen aus, oder? Und wieder ein paar Dinge mehr, die in einem Umzugskarton verschwinden werden. Nur noch wenige Tage dauert es nämlich, dann werden wir in unsere neue Wohnung einziehen. Morgen früh wird endlich die Küche geliefert -  die Küche, auf die ich ich schon so sehnlich warte. Endlich eine offene, helle, weiße Küche mit jeder Menge Platz für meine Backleidenschaft. Und wie sieht eure Traumküche aus?

May the whisk be with you,

Euer Backbube