Ein kleiner Wintervorbote: Leckerer Bratapfel-Grieß-Kuchen

Ich weiß auch nicht, was mich gestern abend dazu verleitet hat, aber: Ich habe den Winter kulinarisch eingeläutet! Vielleicht trieb mich die Tatsache, dass ich im Winter endlich meine neue Küche benutzen kann, dazu? Oder es war der eisig kalte Wind, der mir um die Nase wehte, als ich von der neuen in die alte Wohnung spazierte? Oder war es einfach meine grenzenlose Zuneigung zum Winter? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Aber aus irgendeinem Grund wird es schon passiert sein, dass ich gestern abend plötzlich Lust auf Bratäpfel bekommen habe.

Diese warmen Äpfel aus dem Ofen mit dieser leckeren Zimt-Rosinen-Walnuß-Honig-Füllung, die den ganzen Raum mit einem weihnachtlichen Duft erfüllen. Allein beim Gedanken an einen Bratapfel bin ich gestern dahingeschmolzen, wie Halbfettmargarine in einer rostfreien Edelstahlpfanne. *haha* Also mussten Bratäpfel her!! Aber natürlich nicht auf gewöhnliche Art und Weise, sondern in Form eines Kuchens. Und da fiel mir ein Rezept ein, das ich mal vor vielen, vielen Jahren aufgeschrieben hatte. Das Rezept für einen herrlich kalorienarmen Bratapfel-Grieß-Kuchen. Also hab ich ihn gebacken. Und heute morgen bin ich dann extra ganz früh aufgestanden. Denn ich hab irgendwo einmal gehört, dass das Licht beim Sonnenaufgang das Beste für Fotos sein soll. Und dem kann ich nur zustimmen. Ich bin zum ersten Mal richtig zufrieden mit den entstandenen Fotos. Und in den schwarzen Metalldeckel meiner Gartenbox bin ich sowieso schon verliebt. Der sieht einfach immer wieder anders aus. Toll!

Bratapfel-Grieß-Kuchen

Zutaten:

  • 30 g Rosinen
  • 30 g Walnusskerne
  • 2 Zimtstangen
  • 1 Limette
  • 8 kleine saftige Äpfel
  • 1 EL Honig
  • 1 Tl Zimt
  • 75 g Joghurtbutter
  • 3 EL Semmelbrösel
  • 3 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 125 g brauner Rohrzucker
  • 400 g Joghurt (1,5 % Fett)
  • 1 Vanilleschote
  • 300 g Weichweizengrieß
  • 1 Päckchen Backpulver

Zubereitung:

Schritt 1: Rosinen in einer Schale mit warmem Wasser einweichen. Walnüsse fein hacken. Zimtstangen einmal quer & längs halbieren. Limette heiß abspülen, trockenreiben und die Schale fein abreiben, halbieren & eine Hälfte auspressen. Äpfel waschen, trockentupfen und Kerngehäuse entfernen. Die Aushöhlungen mit Limettensaft bestreichen.

Schritt 2: Rosinen in einem Sieb abtropfen lassen & mit Honig und Walnüssen, sowie etwas Zimt vermischen. Die Mischung in die Äpfel füllen & mit den Zimtstangen garnieren.

Schritt 3: Butter in einem kleinen Topf zerlassen; 2 EL Butter entnehmen und beiseite stellen. Eine Springform (26–28 cm Ø) mit flüssiger Butter einstreichen und mit Semmelbröseln ausstreuen.

Schritt 4: Eier, Salz und Zucker mit den Quirlen eines Handmixers dickschaumig aufschlagen. Joghurt, Limettenschale, Vanille & flüssige Butter (aus dem Topf) gründlich unterrühren. Grieß und Backpulver mischen, zufügen und alles mit den Knethaken des Handmixers zu einem glatten Teig verrühren. Teig in die Form füllen und glattstreichen. Gefüllte Äpfel in den Teig setzen. Mit der beiseite gestellten flüssigen Butter bestreichen und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Umluft 160 °C, Gas: Stufe 2–3) etwa 40 Minuten backen. Nicht länger, sonst wird der Kuchen trocken. Kuchen abkühlen lassen, mit einem Messer am Rand der Springform entlang fahren und mit Puderzucker bestäuben.

Jede/r, die/der in dem Moment, als ich den fertigen Kuchen aus dem Ofen geholt habe, in unsere Wohnung gekommen wäre, hätte sicherlich gefragt “Ja ist denn heut´schon Weihnachten?”.Und ich hätte gesagt: “Nein, leider nicht! Aber ist es nicht schön, wenn draußen Schnee liegt, überall Lichterketten und Kerzen glitzern, und Lebkuchenduft deine Sinne vernebelt? Wenn es still wird auf den Straßen, wenn sich das Mondlicht auf den weißen Feldern spiegelt, wenn man sich zuhause einkuscheln kann und einen leckeren, warmen Bratapfelkuchen genießen kann?” Der- oder diejenige hätte vermutlich den Kopf geschüttelt und sich gefragt, ob ich noch zu retten bin. Wenn es um Winter & Weihnachten geht kann ich aber nur eines sagen: ICH BIN NICHT ZU RETTEN. ICH LIEBE NUNMAL DEN WINTER.

Von mir aus könnte es das ganze Jahr lang Winter sein. Schön kalt. Und viel, viel, VIEL Schnee. Wenn ich auswandern würde, dann nach Norwegen, oder Alaska, oder Canada. Da wo es schön lang kalt ist. Und dunkel. Ich bin einfach ein Wintermensch und werde es immer bleiben. Daran kann auch der tollste Sommer nichts ändern. Ich verpreche euch aber, das Rezept wird vorerst nur ein Abstecher in den Winter bleiben, denn der kommt sowieso schneller als ihr alle wollt und da hab ich dann genug Zeit für tolle Leckereien. Der Herbst hat ja auch einiges zu bieten. Und wie sieht es mit euch aus? Welche ist eure liebste Jahreszeit und warum?

May the whisk be with you,

Euer Backbube

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6 comments on “Ein kleiner Wintervorbote: Leckerer Bratapfel-Grieß-Kuchen

  1. Der richtige Kuchen für mich, ich liebe Bratäpfel.
  2. Oh, Bratäpfel im Kuchen. Das klingt lecker. Auch wenn es mir ehrlichgesagt noch zu früh ist für "Weihnachtsbäckerei". Kommt das Rezept eben auf die "Weihnachtsbackliste". Tolle Idee auf jeden Fall und schaut super aus. Herzliche Grüße, Dani
  3. Du hast ab heute einen neuen FAN :) ich bin ganz begeistert von deinen Backkünsten und Fotos.... Viele liebe Grüße aus dem süden Bayerns Saskia ♥
  4. Oh, schönes Rezept! Das muss demnächst ausprobiert werden! Ich hab deinen Blog grade gefunden (über das Schönhaberei-Gewinnspiel das ich ja leider verpasst hab), und bin beim ersten Post schon verliebt XD Tolles Rezept, super Fotos! Und auch sonst hab ich noch n paar Rezepte gefunden die ich nacharbeiten möchte...
  5. boah sieht das toll aus!!! dieses rezept landet gleich auf meiner to-bake-list!! ich hoffe, dass ich demnächst wieder mehr gelegenheit zum backen habe... liebe grüße aus wien, wiebke wiebkesbaeckerei.blogspot.com
  6. Ich kenne auch ein Bratapfelkuchen den ich mit meiner Mum mehrfach diesen Winter gebacken hab. Der ist total lecker und ich freu mich jedesmal, wenn es ihn gibt, wenn der Schnee bei uns noch eine Weile liegen bleibt probiere ich deinen Kuchen auch auf jeden Fall aus. Meine Lieblingsjahreszeit ist der Sommer. Es ist wunderschön warm. Man kann Tops und kurze Hosen anziehen. Die Sonne scheint. Es ist den ganzen Tag hell und man kann richtig toll grillen. Aber auch auf den Winter freue ich mich jedes Jahr im Herbst. Er darf nur nicht zulange dauern

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