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Eine Geburtstagsüberraschung & ein großer Fehler

Ach, es gibt Dinge die einem so ganz nebenbei passieren und erst wenn es zu spät ist, bemerkt man was man getan hat. Das kennt ihr bestimmt auch. Dinge, die einen dazu bringen die Hände über dem Kopf zusammenzuschlagen und Sachen zu rufen wie: „So ein Sch***“. Oder Dinge, die einen dazu verleiten, das nächstliegende Blatt Papier zu nehmen und in tausend Stückchen zu zerfetzen (Entschuldigung, ich meinte natürlich „zu zerteilen“) Und mir ist genau so etwas passiert. Ich habe gestern Fotos von meiner neuen Wohnung gemacht und vorher alle Bilder von der Kamera gelöscht. Blöderweise waren da Fotos drauf, die ich noch nicht auf den PC übertragen hatte. Aber ich dachte, ich hätte es schon getan. Als ich jetzt gerade diesen Beitrag beginnen wollte, habe ich den Ordner „Geburtstagsüberraschung“ geöffnet und es waren nur 2 Bilder enthalten. Ein Originalbild und nochmals das gleiche, das ich bearbeitet hatte. HILFEEEE!!!!! Das schlimmste was passieren kann. Man macht aufwendige Bilder von seinem Backwerk, öffnet den Ordner und nichts ist mehr da!!! Wuahhhhh. Darum muss ich jetzt versuchen aus diesem einen Bild alles rauszuholen was ich rausholen kann.

Nachdem ich den Schock jetzt überwunden habe werde ich euch den eigentlichen Grund für diesen Beitrag nennen. Vor einigen Tagen hatte eine Schauspielkollegin von mir ihren 30.Geburtstag, und da fühlte ich mich geradezu verpflichtet, ihr etwas Leckeres mitzubringen. (Mit dem bearbeiteten Bild hier oben hab ich sie neugierig gemacht, das hab ich ihr geschickt) Ich habe mich dafür entschieden, einfach mal ein Rezept für einen typisch schwäbischen Kuchen zu nehmen und etwas umzustylen. Donauwellenkuchen. Mancherorts auch Schneewittchen-Schnitten genannt. Und diesen Kuchen hab ich einfach mal vom Blech entführt und in Cupcakeförmchen gepackt und die Butter-Pudding-Creme etwas eingefärbt und daraus kleine Donauwellen-Cupcakes gemacht.


Donauwellen-Cupcakes

Zutaten:

  • 3 Eier
  • 175 g Zucker
  • 175 ml Öl
  • 175 ml Milch + 1 EL Milch
  • 350 g Mehl
  • 2 gestrichene TL Backpulver
  • 1 EL Kakaopulver
  • 1 Glas Sauerkirschen, abgetropft
  • 1 Pck. Vanillepuddingpulver (für die Creme)
  • 400 ml Milch (für die Creme)
  • 2 EL Zucker (für die Creme)
  • 250 g weiche Butter (für die Creme)
  • 130 g Puderzucker (für die Creme)

Zubereitung:

Schritt 1: (könnt ihr bereits einen Tag vorher machen) Für die Creme: Das Puddingpulver mit 50 ml Milch & 2 EL Zucker anrühren und die restlichen 350 ml Milch aufkochen. Angemischtes Puddingpulver unterrühren, 1 Minute aufkochen und in eine Schale giessen. Direkt mit Frischhaltefolie abdecken. Dabei die Folie direkt auf die heiße Oberfläche des Puddings legen, das verhindert Hautbildung. Nun den Pudding vollständig abkühlen lassen (nicht im Kühlschrank).

Schritt 2: Den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. Eier mit Zucker dick-cremig aufschlagen und langsam das Öl zugießen. Mehl & Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch unter die Eiercreme rühren. Die Hälfte des Teiges in vorbereitete Cupcake-Cups geben. Den übrigen Teig mit Kakao und Milch verrühren und vorsichtig darüber streichen. Die Kirschen darauf verteilen, tief in den Teig drücken und im vorgeheizten Ofen ca. 25 min backen. (es kann passieren, dass die Kirschen beim Backen nach oben gedrückt werden, darum ist es wichtig, dass ihr sie bis ganz unten durchdrückt. So entsteht auch das Wellenmuster im Teig.) Aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.

Schritt 3: Die weiche Butter mit dem Puderzucker verrühren, bis eine glatte Masse entsteht. Nun den zimmerwarmen Pudding löffelweise unterheben. Nicht zu viel Pudding auf einmal unterrühren, damit keine Bröckchen entstehen. Dann die Butter-Pudding-Creme mit Speisefarbe einfärben. Ich habe die Pastenfarbe „Grape Violet“ von Sugarflair benutzt. Nur eine Messerspitze. Dann die Creme auf die Cupcakes auftragen.

Das Rezept für den Donauwellen-Teig habe ich übrigens von meinem Bruder, denn sein Donauwellenkuchen hat beim letzten Besuch bei unseren Eltern einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Und ich verstehe nun warum. Der Teig ist sagenhaft luftig und zart. Ein perfekter Boden für einen Cupcake. Die kleinen Küchlein kamen super an und haben einmal mehr ein Geburtstagskind glücklich gemacht. Und wenn meine Freunde glücklich sind, dann bin ich es auch. Ich fürchte, wenn ich eine Frau wäre, dann könnte man mich wohl am ehesten mit Bree van de Kamp vergleichen, die alle bebackt und immer einen Korb mit frischen Muffins, Cookies oder eine Torte dabei hat.

Da ich diesmal wie gesagt nicht so viele Fotos hatte, genauer gesagt nur EIN EINZIGES, werde ich diesen Beitrag noch ein bisschen dazu nutzen, etwas über mich zu erzählen.

Ist der Backbube eigentlich wirklich ein „Bube“ oder doch eher eine Firma?

Diese Frage stand vor kurzem tatsächlich auf meiner Facebookseite. Beim Backbube handelt es sich natürlich nicht um eine FIRMA. Ich bin ein junger Mann (ja mit 28 darf ich das noch sagen und das werde ich auch mit 30 noch tun *hihi*) und bin hauptberuflich Schauspieler, und zwar bei diesem Theater. Ich liebe es zu backen und zu schreiben und darum habe ich mich vor einem halben Jahr dazu entschieden, den Blog Backbube zu starten. Vielleicht wird ja irgendwann mal eine Firma aus mir…. Eine Cupcake-Kette vielleicht. Wäre eine Überlegung wert. Ich möchte einfach Spaß haben mit meinem Blog, meine Leidenschaft mit all den tollen Leserinnen und Lesern, Bloggern und Gleichgesinnten teilen. Ich bin seit fast 8 Jahren in einer glücklichen Beziehung, reise & lese gerne (und zwar alles, außer Bestseller, bin eher ein Fan von unbekannteren Autoren) und liebe es mit meinen Freunden essen zu gehn. Wenn ihr Restauranttipps jeglicher Art für Ulm bleibt, dann seid ihr bei mir richtig. Das reicht erst mal für den Anfang, da war jetzt genug dabei, was euch neugierig machen könnte, oder?

May the whisk be with you,

Euer Backbube

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19 Comments

  • Reply
    jules
    21. September 2012 at 08:21

    lieber backbube,
    das ist ärgerlich mit den bildern…aber das passiert wohl jedem von uns mal :)
    ich finde es unglaulich faszinierend, dass du als mann bäckst und darüber bloggst…soo coooool :)
    hättest du lust, anfangs oktober einen gastbeitrag bei mir zu posten?

    grüssle und ich freu mich schon auf weitere leckereien :)
    jules

  • Reply
    Bianca Wortmann
    21. September 2012 at 08:21

    Oh mein Gott! Das Foto-Desaster kommt mir doch allzu bekannt vor. Leider habe ich durch meine Unachtsamkeit die Fotos für das Hochzeitsgästebuch einer Freundin allesamt gelöscht … die Gäste mussten dann nachträglich noch mal zum Rapport antreten. Hach, das war peinlich! Du hast das Problem aber doch geschickt und ansehnlich gelöst :)
    Liebe Grüße, Bianca

  • Reply
    Claudia
    21. September 2012 at 08:31

    Oh weh, da wünscht man sich die Rückgängigtaste von Microsoft ;-) wenigstens eines hast du, Glück im Unglück!

    Ich finde es ja sonst meist etwas ‚merkwürdig‘, wenn Männer in Frauendomänen ‚herumwildern‘, in deinem Fall muß ich aber sagen, es kommt ausreichend männlich herüber und alles paßt zusammen. ;-)
    Noch dazu bin ich ein Fan der Ulmer Gegend und freue mich immer über deine diesbezüglichen Tips. Auch wenn wir nur einen Teil unseres Jahres dort bzw. in Blaubeuren verbringen… angesichts der Menge an BloggerInnen von dort sollte man wirklich mal ein Treffen organisieren. Vielleicht in der Märchenjurte?

    Sonnige Grüße, aktuell aus Hessen
    Claudia

  • Reply
    AnnaDewi
    21. September 2012 at 08:31

    Been there, done that!!

    Aber du weißt, dass das Bree niemals passiert wäre :-P

    Tagtraum: Backbube&Backwahn „Das neue Backen“ – in Ulm und Stuttgart………uiuiui…….

  • Reply
    Miriam
    21. September 2012 at 08:34

    Das eine Foto, das dir noch blieb, ist einfach top!!!
    Sehen sehr lecker aus deine Donauwellencupcakes!
    Finde es auch toll, etwas mehr über dich zu erfahren… :)
    Lg, Miriam

  • Reply
    sasibella
    21. September 2012 at 08:36

    Uiiii ein Katastrophenzenario für jeden Blogger,die Bilder sind weg. Dafür hast du dein eines Bild aber toll in Szene gesetzt. Rezept ist gleich mal abgespeichert,hört sich lecker an!
    LG
    Sandy

  • Reply
    Sari
    21. September 2012 at 08:56

    Oft kannst du die gelöschten Fotos mit einer Recovery Software wiederherstellen! Aber ansonsten sieht das, was vom Löschen verschont blieb, auch sehr lecker aus :-)

  • Reply
    deckschonmaldentisch
    21. September 2012 at 09:19

    Oh je, sowas kenne ich nur zu gut. Ich denke in solchen Momenten immer „Apfel Z“! ;-) Aber das ist wohl eine Berufskrankheit.

    Ich habe Deinen Blog vor ein paar Tagen erst entdeckt und muss sagen „Hut ab!“

    Viele Grüße aus dem Norden
    Kathi

  • Reply
    Frau Süd (@FrauSued)
    21. September 2012 at 09:35

    Oh so ein Fotodesaster ist echt ärgerlich! Übrigens fast nur zu toppen wenn einem selbiges (allerdings unverschuldet weil Fotoapparat seinen Geist unwiederbringlich aufgibt bzw. die Speicherkarte) mit den Fotos seines Neugeborenen passiert… frag nicht wie ich geheult habe (kann man zwar auch auf die Hormone schieben, aber es ist schon bitter wenn einem von den ersten Stunden nur eine Handvoll lausige Handyfotos bleiben).

    Backbube als Firma fände ich übrigens Klasse! Ich würde dann auf jeden Fall auch in Ulm vorbeikommen und mir den Flagshipstore der Cupcake-Kette ansehen (und natürlich testen was das Zeug hält).

    Hab ein tolles Wochenende und sei lieb gegrüsst von
    Frau Süd

  • Reply
    tini
    21. September 2012 at 09:37

    Die sehen trotzdem super aus :D Die Idee mit den Donauwellen Cupcakes finde ich super, ich hab mal Schwarzwälder Kirsch Cupcakes gemacht, das ist dann so ähnlich.

  • Reply
    Juana Guerra Tornay
    21. September 2012 at 09:49

    Am schönsten finde ich die Marmeladen-Gläser, bezaubernd ;0)

    Liebe Grüsse
    Juana (Stuttgart)

  • Reply
    feuchtfroehlich
    21. September 2012 at 11:26

    Das eine Foto ist dafür aber sehr schön und das Rezept klingt auch sehr lecker!

  • Reply
    Die Muh
    21. September 2012 at 15:30

    oh mann – was für eine ärgerliche geschichte, aber ich finde deine bilder trotz allem immer noch sehr gelungen *hufs up*

  • Reply
    azaria
    21. September 2012 at 16:00

    also der hauptfehler in dem bild ist, dass es „30th“ und nicht „30st“ heißt… ;)

    der rest ist natürlich extrem ärgerlich – aber die übrig gebliebenen können sich definitiv sehen lassen! und das rezept lädt ohne frage zum nachmachen ein – danke!

    • Reply
      backbube
      24. September 2012 at 21:44

      schon verbessert ;o)

  • Reply
    elisa
    21. September 2012 at 20:21

    Das hast du aber gut gerettet mit den Fotos! Trotz allem Übel. Ist mir auch schon passiert…
    Das Rezept kommt unbedingt auf meine Liste, dein Blog übrigens auch.
    Also bis bald! :)

  • Reply
    tine hewing
    21. September 2012 at 20:21

    oh jee…
    aber das was du uns hier zeigst sieht total hübsch aus!
    vlg tine h.

  • Reply
    iLilly
    23. September 2012 at 16:03

    Schön sind sie geworden und sehen lecker aus, obwohl…gehört da nicht noch ne Schicht Schokolade drauf? Donauwellen ohne Schokolade?

    • Reply
      backbube
      24. September 2012 at 19:10

      Hm, Donauwellen heisst er doch wegen der Wellen im Teig und nicht wegen der Schokolade ;)

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