Monthly Archives: August 2012

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Post aus meiner Küche: A VERRY BRITISH PICNIC

Ja es ist wieder mal so weit. Post aus meiner Küche geht in die dritte Runde. Das Thema diesmal: “LASST UNS PICKNICKEN”. Nichts lieber als das. Also ran an die Töpfe und Backformen. Diesmal hab ich mir was ganz Besonderes einfallen lassen. Ich wollte meiner Tauschpartnerin die Möglichkeit geben, ein Motto-Picknick zu starten. Aber zuerst mal die Vorgeschichte: Es gab dieses Jahr ein Ereignis, das mir sehr gefallen hat. Die Olympischen Spiele. Und wo waren die? In London. Ich war begeistert von der spritzigen Leichtigkeit der Londoner, mit der sie die Spiele präsentiert haben. Nichts anderes habe ich von einer Stadt wie London erwartet. Ich war vor vielen Jahren mit zwei sehr guten Freundinnen, Doro & Verena, in diesem tollen englischen Städtchen und habe mich sofort verliebt. Die Stadt hat mich förmlich eingesaugt. Mich in ihr Herz geschlossen und ich sie.

Viele Dinge habe ich dort erlebt: Ich erinnere mich noch genau an den Tag, als wir drei zuerst in einem Casino am London Eye aus 10 pence 30 Pfund gemacht haben. Und wie wir dann vor dem Casino “Las Vegas” standen. Wir entschieden uns dazu, hinein zu gehen und nochmals mit unserem Gewinn zu spielen. Davon wollten wir es abhängig machen, ob wir jemals nach Las Vegas gehen würden. Bei Sieg: Ja! Bei Verlust: Nein!… Nun, Las Vegas wird uns nie sehen. Dann gab es da noch eine äußerst amüsante Begegnung mit zwei Jungs, die mit nichts weiter bekleidet waren, als mit zwei Handtüchern um die Hüften, nachdem jemand in unserem Hotel mit dem Haarspray!!! den Feueralarm ausgelöst hat. Meine Freundin Verena wird wohl nie wieder laut auf Deutsch in London denken. *gg* Und das gleiche wird auch Doro beim Klamottenkauf im verdammt coolen Bekleidungsladen wohl nie wieder tun. Ich hoffe die beiden Sätze “Aber gerne doch!” und “Ich spreche deutsch, Madame!” zaubern nun ein Grinsen auf die Gesichter meiner beiden London-Begleiterinnen.

Auch kulinarisch war London ein Genuss. Bei Pret a Manger habe ich ein Sandwich gegessen, dass nun mein Lieblingssandwich ist: Vollkorntoast mit Eisbergsalat, Camembert & Preiselbeeren. Bei Harrods gab es einen Donutladen, bei dem ein kleiner Trick zu einem Gratisdonut verhilft. Einfach vor der Theke deutsch sprechen und schon bekommt man einen umsonst. Und auch sonst waren die kulinarischen Köstlichkeiten in London alles andere als man so gesagt bekommt. Und das war auch der Grund für mein Motto: A VERRY BRITISH PICNIC.

Ein kleiner britischer Picknick-Korb, vollgepackt mit typischen englischen Köstlichkeiten. Shortbread, Teacake, Lemon Curd & Orange Jam. Ich werde euch nun in den nächsten Tagen die einzelnen Bestandteile meines kleinen Picknick-Korbes präsentieren. Mit Rezepten, Verpackungsideen und vielleicht auch noch einigen Anekdoten aus London. Und vielleicht finde ich sogar die Fotos von meinem Londonbesuch wieder.

See you, and may the whisk be with you. (könnte mein neuer Slogan sein)

Greets, Backbube

Tarte Tatin – Die neue SWEET PAUL ist da und Seite 33 macht mich richtig glücklich

Ich konnte es gestern nicht glauben. Ich öffne meinen Briefkasten und was liegt da drin. Die druckfrische zweite deutsche Ausgabe von sweet paul. Ich konnte es nicht erwarten das Heft durchzublättern und hab es sofort von seiner Plastikhülle befreit (so reissen normalerweise nur Kinder ihre Geschenke auf). Und es war wieder eine Offenbarung. Eine kleine Schatzkiste in Form eines Magazins. Nicht nur die Rezepte sind wieder ein absoluter Traum, auch die DIY-Tipps sind fantastisch. Die kleinen Pilze aus Filz, Leder & Spitze, die Märchenparty im Wald, die Dip & Dry-Ideen oder die einmalig verzierten Kürbisse machen Lust auf den HERBST. Wirklich, diese Zeitschrift macht mich glücklich. Und was mich noch glücklicher macht, ist das, was ich auf Seite 33 entdeckt habe. Dort ist tatsächlich ein kleines Stück aus meinem letzten Beitrag über ein Rezept aus der letzten Ausgabe von sweet paul abgedruckt.

Ich wusste zwar schon, dass das passieren könnte, denn die Redaktion von sweet paul hat mir eine Email geschrieben und mich gefragt ob sie den Beitrag drucken dürfen, aber erst jetzt, wo ich es vor mir habe kann ich es wirklich glauben… Ich hätte mir vor einem halben Jahr, als ich meinen Blog gestartet hab, nicht vorstellen können, dass mein Blog so schnell in der Presse landet. Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei der Redaktion von sweet paul bedanken. Es bedeutet mir wirklich viel, zu wissen, dass mein Blog so gut ankommt.

Und natürlich habe ich mich auch diesmal wieder an ein Rezept gemacht. Auch wenn die Entscheidung sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr (so, genug “sehr’s”) schwer war. Es sollte eine Tarte werden. Doch welche? Vanillepuddingtarte, Schoko-Pekanuss-Tarte, Salzige Schokoladen-Karamell-Tartes oder Tarte Tatin? Ich habe mich für den Klassiker entschieden. Tarte Tatin. E voilà:

Tarte Tatin (aus sweet paul, 3/2012, Seite 84)

Zutaten:

  • 4 EL Butter
  • 120 g Zucker + 1 TL Zucker
  • 7 Äpfel, geschält, entkernt, geachtelt (am besten Gala)
  • Blätterteig as dem Kühlfach

Zubereitung:

Schritt 1: Den Ofen auf 220 Grad vorheizen

Schritt 2: In einer großen, ofenfesten Pfanne Butter und Zucker schmelzen, anschließend die Äpfel darauf schichten.

Schritt 3: Den Blätterteig über die Äpfel legen. Alle überstehenden Ränder in die Pfanne stopfen. Dann 18-20 Minuten goldbraun backen.

Schritt 4: Aus dem Ofen nehmen (ACHTUNG: DIE PFANNE IST SEHR HEIß) und auf eine Platte stürzen. Alle Äpfel die in der Pfanne kleben bleiben noch mit auf die Tarte geben, mit Zucker bestreuen und servieren.

Ich geb es zu. Ich habe noch nie Tarte Tatin gebacken, da ich mir erst heute, extra um das Rezept auszuprobieren, eine ofenfeste Pfanne zugelegt habe. Aber es hat sich gelohnt. Das ist nicht nur ein Kuchen. Das ist ein Gedicht. Eine Geschmacksexplosion im Gaumen. Ein apfeliger, fruchtiger Genuß. Wenn man da noch ein bisschen Zimt zufügt & ein paar kleine Rosinen, dann wird daraus eine Bratapfeltarte und dann kann nicht nur der Herbst, sondern auch der Winter kommen.

Merkt man an dieser Stelle, dass ich die kalte Jahreszeit herbeisehne? Ich mag den Sommer schon, solang die Temperaturen erträglich sind (d.h. auf backbubisch: maximal 23 Grad & kühler Wind) aber ich LIEBE es, wenn es draußen stürmt, regnet und schneit und man sich schön zuhause einkuscheln kann. Ich weiß, ich werde nun bei allen LESERINNEN auf Unverständnis stoßen, aber ich friere lieber als zu schwitzen. *gg*. Themawechsel: Ich hab nicht nur die Tarte gebacken sondern auch einen DIY-Tipp ausprobiert. Dip & Dry. Tauche & Trockne! Hab meine langweiligen weißen Stoff-Servietten einfach kurzerhand wie im Heft beschrieben gefärbt. Heißes Wasser & maisgelbe Stoffarbe in einen Eimer, Sevietten eingetaucht und trocknen lassen. Dann noch rote Stoffarbe dazu, nochmal eintauchen, nochmal trocknen lassen und fertig. Geht ganz schnell und gibt super Effekte. Probiert es einfach mal aus. Nehmt euch weiße Textilien (T-Shirts, Gürtel, Servietten, Handtücher usw.) und lasst die Farben sprechen:

Demnächst werde ich übrigens meine Heimatstadt Ulm ein bisschen genauer vorstellen. Kleine Läden, in denen ich gerne einkaufe, die Menschen die sich dahinter verbergen, Orte an denen ich gerne meine Freizeit verbinge. Ich freu mich schon jetzt drauf..

Apfelige Grüße,

Euer Backbube

Kirsch-Stracciatella-Kuchen – oder: Wie nennt man den Backvorgang im Kühlschrank??

Ich genieße meinen Urlaub im Allgäu sehr. Das Wetter ist traumhaft. Tagsüber ist es schön warm und abends kühlt es dann auf angenehme Temperaturen ab. Gestern habe ich zusammen mit den Nachbarjungs einen kleinen Tripp durch den Fluss gemacht. Das macht wirklich unglaublich Spaß so eine Flusswanderung. Man fühlt sich gleich wieder wie ein Kind. Und natürlich habe ich euch versprochen auch im Urlaub für euch zu backen. Da es aber fast den ganzen Tag sehr heiß ist, habe ich mich für einen Kuchen entschieden, der vom Kühlschrank gebacken wird. Sagt man da denn auch backen?? Gibt’s dafür einen Begriff?? Oder sollten wir einen erfinden?? Ja genau, das ist die Idee. Lasst uns einen Begriff dafür suchen. Ihr seid gefragt: Wie nennt man den Backvorgang im Kühlschrank??

Den Kirsch-Stracciatella-Kuchen habe ich in der neuen LECKER Bakery entdeckt. Auf einem meiner Lieblingsblogs wurde er auch schon ausprobiert. Und da ich Stracciatella-Eis und Kirschen über alles liebe, musste ich den auch unbedingt machen. Der Kuchen enthält natürlich kein Stracciatella-Eis, ich wollte nur betonen, dass ich Stracciatella mag. Aber hey, das wär auch keine schlechte Idee, den Kuchen als Eistorte zu machen. Schmeckt bestimmt auch klasse. Kommt auf meine 50 km lange “Was-ich-schon-immer-mal-machen-wollte”-Liste. (Nachtrag: Und schon hab ich’s ausprobiert. Ein Stück davon 2 Stunden ins Gefrierfach. Ein Traum!!)

Kirsch-Stracciatella-Kuchen (LECKER Bakery, Vol.2, Seite 19)                        Dauer ca. 1 Stunde + ca. 6 1/2 Stunden Wartezeit

Zutaten:

  • 75 g Butter
  • 150 g Löffelbiskuits
  • 50g gemahlene Mandeln (mit Haut)
  • 8 Blatt Gelatine
  • 100 g +  150 g Zartbitterschokolade
  • 1/2 Glas Sauerkirschen
  • 500 g Mascarpone
  • 100 g Zucker
  • 200 g Vollmilchjoghurt
  • 150 g + 150 g Schlagsahne
  • 25 g Kokosfett (z.B. Palmin)

Zubereitung:

Schritt 1: Eine Kastenform (ca. 11,5×31 cm; ca. 2,3l Inhalt) mit Wasser ausspülen und mit Frischhaltefolie auslegen. Butter schmelzen. Löffelbiskuits in einen Gefrierbeutel geben und verschließen. Mit dem Nudelholz ganz fein zerbröseln. Mit flüssiger Butter und den Mandeln mischen und auf dem Boden der Kastenform verteilen. Fest andrücken und ca. 30 Minuten kalt stellen.

Schritt 2: Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 100 g Schokolade fein hacken. Kirschen aus dem Glas abtropfen lassen und grob hacken. Mascarpone, Zucker & Joghurt glatt rühren. Gelatine ausdrücken und bei schwacher Hitze auflösen. Etwas Mascarpone-Creme mit der Gelatine vermischen. Gelatinemischung in die übrige Creme rühren. 150 g Sahne steif schlagen, mit gehackter Schokolade und Kirschen unter die Mascarpone-Creme heben. Creme auf dem Boden verteilen (NEIN: Nicht auf eurem Boden. Auf dem Boden der Kastenform *gg*), glatt streichen und zugedeckt 4 Stunden kalt stellen.

Schritt 3: 150 g Schokolade grob hacken. 150 g Sahne und Kokosfett aufkochen, vom Herd nehmen und 1-2 min abkühlen lassen. Schokolade zufügen und darin schmelzen. Glasur 20-25 min abkühlen lassen, dann auf die Creme geben, glatt streichen und ca. 30 min kalt stellen. Dann evtl. mit Kirschen verziehren und nochmals mind. 2 Stunden kalt stellen.

Den Kuchen habe ich übrigens aus zwei Gründen ge…kühlt! Erstens, weil ich euch versprochen habe, auch im Urlaub für Rezeptnachschub zu sorgen und zweitens, da heute Freunde meiner Eltern zu Besuch kommen, und die dürfen – NEIN, müssen natürlich auch Zeuge meiner Back- bzw. Kühlkünste werden. Stinkt es hier grad nach Eigenlob?? Nein, es duftet nach zartem, lieblichem Eigenlob. Man muss sich auch mal selbst auf die Schulter klopfen. Übrigens ein sehr guter Tipp, wenn euch der Chef, die Kollegen oder sonstwer mal nicht lobt. Dann lobt euch einfach selbst und ihr werdet sehn, euch gehts sofort besser.

Der Kuchen wurde bereits fürs Foto angeschnitten und probiert und ich kann euch nur sagen: EIN TRAUM! Ein Stück davon werde ich nachher auch mal in den Gefrierschrank stellen und probieren, wie dieser Stracciatella-Kirsch-Genuß halbgefroren wohl schmeckt. Ich werde dann wohl den Beitrag später nochmal bearbeiten und euch mitteilen, wie es geschmeckt hat. (Nachtrag: Und hier ist sie schon, die Bearbeitung. Ich habe ein Stück des Kuchens 2 Stunden ins Kühlfach gestellt und es ist ein wahrer Semifreddo-Genuss. Wirklich. Es schmeckt super. Probiert es aus, es lohnt sich)

Ich sag jetzt mal nicht A-HOI, sondern ALL-GÄU,

Euer Backbube