Monthly Archives: Juni 2012

Post aus meiner Küche! Zweite Runde: Very Berry!!!

Erinnert ihr euch noch an meinen Beitrag über “Post aus meiner Küche”? Diese fantastische Idee dreier Mädels, sich gegenseitig Selbstgemachtes aus der Küche zu schicken und eine Unbekannte oder einen Unbekannten mit Gebackenem, Eingemachtem und liebevoll Verpacktem zu verwöhnen? Damals wurde Schokoladiges von Ulm nach Berlin und von Berlin nach Ulm geschickt, und mit meiner damaligen Tauschpartnerin hab ich immer noch regen Kontakt und wir versorgen uns gegenseitig immer wieder mit Leckereien.

Und nun ist es soweit, es geht in die zweite Runde. Das Thema diesmal: “Very Berry”. Also wird es beerig. Erbeeren, Himbeeren und die ganzen anderen leckeren Verwandten. Und weil ich so in Beerenlaune war, hab ich das Päckchen sogar schon vor der Deadline abgeschickt. Diesmal ging mein Paket voller Süßigkeiten nach Leipzig. Und es kam auch schon an und wenn ich die Mail richtig gedeutet habe, war meine Tauschpartnerin Nummero 2 begeistert. Das freut mich natürlich. Jetzt spann ich euch nicht länger auf die Folter. Hier kommen meine kleinen, beerigen Überraschungen:

Heidelbeerzucker

Zutaten:

  • 25 g Heidelbeeren (ganz wichtig: Keine Kulturheidelbeeren, die haben zu wenig Farbstoff, am besten frisch von der Alm)
  • 75 g Zucker

Zubereitung:

  • Ein Backblech mit Backpapier belegen.
  • Die Heidelbeeren pürieren und durch ein Sieb streichen, das Püree auffangen
  • Den Zucker in einer Pfanne bei starker Hitze schmelzen. NICHT umühren. Sobald der Zucker am Rand anfängt zu schmelzen, das Püree über den Zucker geben (Achtung, es brodelt dann ganz heftig). Den Zucker weiter schmelzen lassen und erst dann umrühren, wenn mindestens die Hälfte geschmolzen ist. Wenn der Zucker vollständig geschmolzen ist, auf dem Backblech verteilen, und fest werden lassen.
  • Den Karamell in Stücke brechen und im Blitzhacker fein mahlen. Bis zum Verschenken luftdicht verschließen.

Der Heidelbeerzucker macht sich hervorragend als Topping auf Eis oder Obstsalaten.

Himbeerpuderzucker

Zutaten:

  • Gefriergetrockenete Himbeeren (hab ich aus dem Biosupermarkt)
  • 250 g Zucker

Zubereitung:

  • Beide Zutaten in einem Blitzhacker geben (ich persönlich hab den Thermomix genommen, aber ich denk mal, dass das auch mit anderen Mixern geht) und so lang mixen, bis aus dem Zucker Puderzucker geworden ist. Und schon fertig ;o)

Bruchschokolade mit verschiedenén Beeren

Zutaten:

  • 250 g Zartbitterschokolade
  • 100 g Vollmilchschokolade
  • Gefriergetrocknete Beeren (aus dem Biosupermarkt)
  • 1 EL Kokosöl (auch aus dem Biomarkt)

Zubereitung:

  • Die Schokolade hacken, vermischen und langsam schmelzen
  • Nachdem die Schokolade flüssig ist, mit einem Esslöffel Kokosöl vermischen, dann glänzt die Schokolade nach dem Aushärten schön.
  • Die flüssige Schokolade auf ein vorbereitetes Backpapier gießen und mit den gefiergetrockneten Beeren bestreuen.

Fest werden lassen, in Stücke brechen und schön verpacken. Gefriergetrocknete Beeren haben einen entscheidenden Vorteil. Sie halten viel länger und so kann man die Schokolade viel länger genießen. Und ich find sie auch extrem lecker.

Schichtkonfitüre Blaubeere-Himbeere-Waldfrucht

Zutaten:

  • Himbeeren
  • Blaubeeren
  • Johannisbeeren
  • Walderdbeeren
  • Brombeeren (ich habe von allen Beeren jeweils 250g genommen und nur einen Teil davon für das Glas benutzt, den Rest hab ich jeweils in andere Gläser gefüllt)
  • Gelierzucker 2:1 (an die Beerenmenge anpassen)

Zubereitung:

  • Zuerst die Blaubeeren pürieren und durch ein Sieb streichen. Mit Gelierzucker mischen und nach Packungsanweisung kochen. Dann das vorbereitete Glas zu einem Drittel füllen. Dann erkalten lassen.
  • Danach die Himbeeren pürieren und je nach Geschmack durch ein Sieb streichen. Manche mögen ja Kerne in der Himbeermarmelade. Ich hab es versucht ohne Kerne zu machen, aber mein Sieb hat doch ein paar Kernchen durchgelassen. Wieder mit dem Gelierzucker mischen und kochen. Nun das zweite Drittel des Marmelade-Glases füllen. Wieder abkühlen lassen.
  • Die Walbeeren pürieren und ebenfalls durch ein Sieb streichen. Mit dem Gelierzucker mischen, kochen und das letzte Drittel des Glases füllen.

Ich habe nun noch einen kleinen Tipp: Eigentlich sollte man die drei Schichten besser erkennen, aber ich habe einen neuen Gelierzucker benutzt, der speziell auf Beeren abgestimmt ist. Leider färbt dieser Zucker die Marmelade dunkler, als sie mit einem normalen Gelierzucker wird. Also Notiz an mich: Für mehrschichtige Konfitüren ganz normalen Gelierzucker benutzen.

Ich hoffe, dass meiner Tauschpartnerin alles schmeckt und dass sie noch lange an die Post aus meiner Küche denkt. Ich freu mich jedenfalls schon auf ihr Paket und natürlich auch auf die nächste Ausgabe von Post aus meiner Küche.

Beerige Grüße,

Euer Backbube

Marmorkuchen nach Opas Rezept

Was für ein glücklicher Tag. Zum ersten Mal seit Langem hatte ich wieder ein ausgiebiges, anstrengendes und aufregendes Tanztraining. Da flossen wieder Milliarden kleiner Glückshormönchen durch meinen Körper und als mich dann auch noch die Sonne so freudestrahlend erwartet hat, hat nur noch eins gefehlt um das Glück zu besiegeln: Mein Lieblingskuchen! Oder zumindest einer meiner Top 3-Lieblingskuchen: Nichts Ausgefallenes, nichts Aufwändiges sondern einfach ein klassischer Marmorkuchen mit der gewissen Geheimzutat, die ihn so unglaublich saftig macht. Vielen Dank an Opi für den Tipp.

Marmorkuchen (nach Opas Rezept)

Zutaten:

  • 300 g Butter
  • 275 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 TL Rum (braun)
  • Salz
  • 5 Eier
  • 370 g Mehl
  • 4 gestr. TL Backpulver
  • 2 EL Milch
  • 20 g Kakaopulver
  • 20 g Zucker
  • 2-3 EL Milch
  • und die Geheimzutat, die später verraten wird.

Zubereitung:

Schritt 1: Butter schaumig rühren, Zucker, Vanillezucker, Salz und Rum zugeben.Dann die 5 Eier jeweils einzeln ca 1 min. unterrühren.

Schritt 2: Mehl & Backpulver mischen & sieben und abwechselnd mit der Milch unterrühren. (WICHTIG: nicht zu viel Milch nehmen, nur so viel, dass der Teig schwer reißend vom Löffel fällt.) Zwei Drittel des Teiges in eine gefettete Gugelhupf-Form geben.

Schritt 3: Kakao sieben, mit Zucker und Milch unter den restlichen Teig rühren. Auch der sollte schwer vom Löffel fallen. Und nun kommt sie, die Geheimzutat, die ab jetzt keine mehr sein wird: 1 EL Preiselbeeren. Ja, richtig gelesen: Preiselbeeren. Die richtig schön mit unterrühren und der Marmorkuchen wird auch nach Tagen der saftigste sein, den ihr je gegessen habt.

Schritt 4: Dann den Kuchen ca 60 min. bei 170 Grad Umluft backen. Wer die Zeiten für andere Öfen wissen möchte, der darf gern nen Kommentar drunter schreiben.

Und nun ist er auch schon lang aus dem Ofen draußen, die Raumtemperatur ist von 30 auf 40 Grad gestiegen, mein Muskelkater ist mittlerweile unerträglich und der Kuchen wurde mit Puderzucker bestäubt und mit einem kleinen Gläschen Preiselbeeren serviert. Herrlich!! Jetzt fehlt wirklich nur noch eine Zutat, die den Tag perfekt machen würde, und das sind meine Freunde. Was für ein Glück, dass ich sie nachher treffe.

Ich wünsche euch einen wundervollen Abend beim Grillen, Fußballschauen, Spazierengehn, Baden, Cocktailstrinken oder was auch immer der Abend für euch bereit hält. (Nachtrag am 03.04.2013: Die glutenfreie Variante des Kuchens findet ihr hier.)

May the whisk be with you,

Euer Backbube

Das Erdbeer-Cupcakes-Desaster

Vor einigen Tagen habe ich mal wieder mein neues Lieblingsmagazin sweet paul durchgeblättert und dabei fiel eine Postkarte aus dem Heft. Und was war das wohl für eine Postkarte? Eine Rezept-Postkarte mit einem ganz simplen Rezept für Erdbeercupcakes. Also hab ich sie spontan gemacht. Ich hab alles schön vorbereitet, hab leckere Erdbeeren gekauft und war in voller Backlaune. Es war auch alles schön, solange bis sie fertig gebacken und verziert waren. Doch was dann kam war ein Desaster ;(

Ich fang mal mit dem Rezept an und erzähl euch dann von dem Desaster:

Erdbeer-Cupcakes

Zutaten:

  • 200 g Butter, Raumtemperatur
  • 180 g Zucker
  • 2 große Eier
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 200 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 120 g klein geschnittene Erdbeeren
  • Schlagsahne
  • 15 Erdbeerscheiben

Zubereitung:

Schritt 1: Den Ofen auf 180 Grad vorheizen

Schritt 2: Butter und Zucker miteinander cremig schlagen, dann ein Ei nach dem anderen jeweils 1 Minute unterschlagen.

Schritt 3: Vanlle, Mehl und Backpulver zugeben. Erdbeeren zugeben und vorsichtig unterheben. Dann in Cupcakeförmchen füllen und 20 min backen.

Schritt 4: Abkühlen lassen und mit Schlagsahne und Erdbeeren garnieren. So und genau an dieser Stelle hab ich einen Fehler gemacht, den ich nun nie wieder machen werde. Ich habe statt der Sahne Zuckerguss angerührt und dann mit frischen Erdbeeren garniert, mit der dummen Nebenwirkung, dass das Wasser aus den Erdbeeren den Zuckerguss verflüssigt hat und alles runtertropfte. Gut, das war aber das kleinere Übel. Zum Glück hab ich das Foto vorher gemacht, da sahen die Cupcakes noch akzeptabel aus. Später lief alles wieder runter. ;o(

Ja und dann war da noch die Sache mit den Erdbeeren. Normalerweise bin ich von der Qualität und dem Geschmack der spanischen Erdbeeren absolut begeistert, bisher hatte ich wirklich viele unwahrscheinlich süße und leckere Erdbeeren aus Spanien gekauft. Daher hab ich die Erdbeeren auch nicht probiert, bevor ich sie eingebacken habe. Hätte ich das vorher getan, dann hätte ich mir dieses Erdbeer-Cupcake-Desaster sparen können, denn die roten Früchtchen waren so abartig sauer, dass diese Säure in Verbindung mit der Vanille einen fürchterlichen Geschmack erzeugt hat und die Cupcakes direkt von der Tortenplatte in die Tonne gewandert sind. Nun, das muss es auch mal geben, dass die Kalorien direkt vom Blech in den Müll wandern. Das nächste Mal mit Sahne und mit voher probierten Erdbeeren. ;o)

Schönes Restwochenende,

Euer Backbube