Monthly Archives: Mai 2012

Sauer macht lustig. Darum gibts Zitronenkuchen!

Wie hab ich gestern über beide Ohren gestrahlt, als ich im Regal meines Lieblingszeitschriftenladens tatsächlich eine deutsche & druckfrische Ausgabe der Zeitschrift sweet paul gesehen habe. Ich bin schon lang ein Fan von sweet paul und bin natürlich geschockt, dass ich die erste Ausgabe verpasst hab. (geändert am 29.07.2012 Zum Glück gab es diese erste Ausgabe gar nicht, denn das Heft 2/2012 war die erste Ausgabe, ich dachte nur wegen der “2″, dass es schon eine gab. Darum völlig umsonst geschockt *hihi*) Beim Durchblättern ist mir nicht nur das Wasser im Mund zusammengelaufen, sondern auch noch so viel kreativer Input ins Hirn geschossen, dass ich die nächsten Wochen keinerlei Probleme beim Verzieren, Basteln und Verschenken haben werde.

Natürlich musste ich auch sofort ein Rezept ausprobieren, und da ich wie sweet paul auch tierisch auf Zitronenkuchen stehe, habe ich heute alle Zutaten für den oberleckeren Zitronenkuchen aus dem Magazin gekauft (ich denke der ist wirklich so lecker wie er aussieht) und hab mich bei hochsommerlichen Temperaturen in die Küche gestellt und hab drauf los gebacken.

Zitronenkuchen (nach sweet paul)

Zutaten:

  • 60 g Mehl
  • 180 g Puderzucker
  • 1 EL Abrieb einer Biozitrone
  • 2 EL Zitronensaft
  • 120 g Mandelmehl (oder gemahlene Mandeln, blanchiert)
  • 6 Eiweiß
  • 170 g Butter, geschmolzen
  • 235 ml Wasser
  • 115 g Zucker
  • 3 Biozitronen, in dünnen Scheiben

Zubereitung:

Schritt 1: Ofen auf 180 Grad vorheizen. Mehl, Mandeln, Puderzucker, Zitronenschale und -saft vermischen. Eiweiß und Butter dazugeben und alles gut vermischen. In eine gut gefettete Kuchenform füllen und 25 – 30 Minuten backen, bis der Teig sich gesetzt hat und goldgelb ist.

Schritt 2: Wasser, Zucker & Zitronen in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. 15 Minuten köcheln lassen. Kuchen mit den Zitronenscheiben garnieren und kurz vor dem Servieren den Sirup darübergießen.

Der Kuchen sieht nicht nur oberzitoniglecker aus sondern schmeckt auch so. Genau das Richtige an einem heißen Sommertag auf dem Balkon. Mir gefällt besonders das leicht herbe Aroma der Zitronenscheiben, denn ich hab sie etwas zu dick geschnitten, allerdings macht dieser leicht bittere Nachgeschmack für mich das gewisse Etwas an diesem Kuchen aus. Meine Mutter wird sich freuen, denn sie bekommt morgen auch ein Stück davon ab.

Ich wünsche euch ein wunderschönes zitroniges Pfingstwochenende und wenn ihr zufällig in der Nähe des Bodensees sein solltet, dann besucht mich doch am Sonntag & Montag auf dem Lindauer Kunsthandwerkermarkt, dort werd ich meiner lieben Mum beim Verkaufen ihrer wunderschönen handgemachten Glasperlen helfen.

Zitronige Grüße,

Euer Backbube

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Schokoladencupcakes mit Limetten-Joghurt-Frosting. Quak!!

Wieso Quak? Nun, heute morgen fand die Premiere von “Der Froschkönig” auf der Spatzenwiese Ulm statt, und zum ersten Mal stand ich nicht selbst auf der Bühne, sondern saß aufgeregt neben der Bühne und schaute meinen beiden Schauspielerinnen zu, wie sie mich stolz machten. Dass ich mal die Regie bei einem Theaterstück übernehmen würde hab ich auch nicht für möglich gehalten. Aber ich habs getan. Mann, war ich aufgeregt heute morgen. PREMIERE von einem Stück, das ich inszeniert habe – wuaaaaaah. Am Theater schenkt man sich meist etwas zur Premiere und um meinen beiden Fröschen nicht nur die erste Vorstellung zu versüßen, sondern ihnen auch für die tollen Proben zu danken, die unter schwierigsten Vorraussetzungen stattfanden (ich sag nur: 8 Proben, abhebende Theaterzelte und orkanartige Regengüsse; was für ein Froschwetter) habe ich ihnen leckere froschige Cupcakes gebacken.

Natürlich wollte ich noch irgend ein besonderes Frosting machen. Dazu habe ich mich gestern in meinen absoluten Schoko(laden)laden aufgemacht, der nicht nur so heisst wie der Film mit Johnny Depp & Juliette Binoche sondern mich auch immer etwas an die Schokolaterie im Film erinnert *träum*. Dort im Chocolat hab ich ganz süße kleine Schokoladenfrösche gefunden, die ich natürlich gleich geschnappt habe – QUAK – um sie auf die Cupcakes zu setzen. Und als ich danach im Supermarkt noch schnell ne weiße Schokolade holen wollte habe ich das Sommerregal einer bekannten Schweizer Schokoladenmarke entdeckt und was lächelte mich da ganz unschuldig grün an? Eine weiße Schokolade mit Limetten-Joghurt-Geschmack. Und nachdem die Cupcakes wahnsinnig schokoladig-mächtig sind, hab ich mir gedacht geb ich meinem Lieblingsfrosting den Limettenkick und lockere damit den Schokoschok auf.

Schokoladencupcakes mit Limetten-Joghurt-Schokoladen-Frosting

Zutaten:

  • 250 g Zucker
  • 2 Eier (M)
  • 80 g weiche Butter
  • 40 g Kakao
  • 1 EL Backpulver
  • 200 g Mehl
  • 1/4 TL Salz
  • 240 ml Milch
  • 200 g Frischkäse
  • 100 g Butter
  • 200 g weiße Joghurt-Limette-Schokolade (Lindt)
  • Schokofrösche aus dem Schoko(laden)laden

Zubereitung:

Schritt 1: Zucker und Eier schaumig schlagen

Schritt 2: Butter unterrühren.

Schritt 3: Mehl, Salz, Kakao & Backpulver mischen und abwecheselnd mit der Milch unter den Teig rühren. In vorbereitete Förmchen füllen (nicht zu viel, da der Teig wegen dem Backpulver beim Backen hochkommt) und bei 190 Grad (Umluft 170 Grad) ca. 20 Minuten backen.

Schritt 4: Weiße Schokolade im heißen Wasserbad schmelzen und abkühlen lassen.

Schritt 5: Butter & Frischkäse verrühren. Anschließend die Schokolade unterrühren. Auf den Cupcakes verteilen und mit Schokofröschen verzieren.

Nachdem die Cupcakes fertig waren, hab ich sie noch schnell verpackt (da kamen dann mal endlich die Cupcakeboxen von Tchibo zum Einsatz) und ein bisschen froschmäßig aufgepimpt. QUAK. Die Premiere war ein voller Erfolg und meinen beiden Schauspielerinnen waren ganz gerührt, als ich ihnen die Boxen übergeben habe. Ich hoffe die Cupcakes schmecken den beiden genau so gut wie mir. Die Schokolade von Lindt kann ich übrigens echt empfehlen, wenn ihr süße Cupcakes durch ein säuerliches, frisches Frosting abmildern wollt. Ist leider nur ne Saisonmarke. Und wenn ihr gern ein paar von den Schokofröschen haben möchtet, dann lasst es mich wissen.

Froschige Grüße,

Euer Backbube. QUAK!!

Schenken ist doch das Schönste!!

Und wenn man dann auch noch etwas selbstgemachtes verschenken kann, dann macht das gleich noch mehr Spaß. Und da kam es doch gerade recht, dass ein guter Freund von mir – ich nenn ihn mal Kevin ;o) – seinen Geburtstag gefeiert hat. Und da er zu einer Grillparty geladen hat, da hab ich mir gedacht: “Mensch, da kannst du doch ein paar selbstgemachte Soßen mitbringen.” Und das hab ich getan. Zur Hilfe hab ich das neue “Lust auf Genuss”-Heft genommen, denn da sind wieder mal unglaublich leckere Sachen drin.

Barbecue-Soße

Zutaten: (ca.300ml)

  • 1 Bio-Orange
  • 1 kleine Bio-Zitrone
  • 1 Knoblauchzehe
  • je 1 weiße und 1 rote Zwiebel
  • 100 ml Apfelsaft
  • 3 EL Apfelessig
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 TL Brauner Zucker
  • 125 ml Tomatenketchup
  • 1/2 TL Cayennepfeffer

Schritt 1: Orange und Zitrone heiß waschen, trocken tupfen. Schale fein abreiben und den Saft auspressen. Knoblauch und beide Zwiebeln abziehen, fein würfeln.

Schritt 2: Alle Zutaten für die Soße in einem Topf mischen und aufkochen. Zum Servieren in eine Flasche umfüllen, und abkühlen lassen.

Ich bin gespannt, wie dem lieben Kevin die BBQ-Sauce schmeckt, denn ich hab ihm schon mal eine gemacht, allerdings nach einem Rezept meiner Lieblingsbäckerin Cynthia Barcomi. Und wenn man 2 zum Vergleich hat, dann is das doch gut, oder?

Hausgemachtes Ketchup

Zutaten: (für ca.250ml)

  • 8 Fleischtomaten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Zwiebel
  • 1 rote Paprikaschote
  • 4 EL Sonnenblumenöl
  • 2 EL Tomatenmark
  • 80g Rohrzucker
  • ca. 50ml Weißweinessig
  • Salz, Pfeffer

Schritt 1: Tomaten waschen, putzen, grob würfeln. (Achtung: Ich hab das wabbelige Fruchtfleisch nicht entfernt, daher wurde das Ketchup erst sehr flüssig. Daher wäre es wahrscheinlich besser, alles glitschige, flüssige von den Tomaten zu entfernen.) Knoblauch und Zwiebel abziehen, fein würfeln. Paprika halbieren, putzen, entkernen, abbrausen und klein würfeln. Öl in einem großen Topf erhitzen, die vorbereiteten Zutaten bei mittlerer Hitze etwa 1 Minuten braten. Tomatenmark und Zucker hinzufügen, alles weitere 10 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren.

Schritt 2: Dann Tomatensoße fein pürieren, durch ein Sieb streichen. Ketchup mit Essig, Salz und Pfeffer abschmecken. Abkühlen lassen und in Flaschen umfüllen.

Das Ketchup schmeckt völlig anders als das, was wir aus dem Kühlregal kennen, liegt vielleicht daran, dass nur 80g Zucker statt 4000g Zucker drin sind *gg*. Und auch hier bin ich bin ich auf die Reaktion von Kevin und seiner Hübschen gespannt.

Haumacher-Senf

Zutaten: (für ca. 700ml)

  • 250 g gelbe Senfsamen
  • 150 ml milder Apfelessig
  • 100 g Zucker
  • 25 g Salz

Schritt 1: Senfkörner ca. 60 Minuten einfrieren. Danach in einem Blitzhacker zu Senfmehl mahlen.

Schritt 2: 200 ml Wasser und Essig in einem Topf aufkochen, dann ca. 20 Minuten abkühlen lassen. Zucker, Salz und Senfmehl hineingeben und ca. 5 Minuten rühren. (Der Senfbrei ist dann noch flüssig und wir erst durch das Quellen des Senfmehls fester). ACHTUNG: Der Senf muss 2-3 Tage durchziehn.

Ich hab mir heimlich auch ein Gläschen von dem Senf zur Seite gestellt und ihn heute mal getestet. Ich kann nur sagen: Mann ist der scharf… Also schön vorsichtig beim Dosieren. Beim nächsten Mal muss ich auch die Senfkörner viel feiner malen (im Thermomix wirds zu grob Wieder was gelernt!) Wobei das schon auch was hat, wenn der Senf auch ein paar Knabberelemente intus hat. Aber schaun wir mal, wies dem Kevin schmeckt. ;o)

Das Verpacken hat mir mal wieder Spaß gemacht, vor allem wenn man vorher auf Zubehör-Shopping-Tour war ;o). Schleifen & Ettiketten hab ich im Buchladen – ja das sind die neuen Dekoläden – gefunden, die Flaschen beim Fachhändler und den Rest hatte ich zuhause ;o). Nach all den leckeren Grillsachen, die ich in letzter Zeit gemacht habe, wird es nun mal wieder Zeit für ein paar Backergebnisse. Darum werde ich in den nächsten Tag eine “Death by Chocolate-Cake” machen, da dürft ihr schon gespannt sein. ;o)

Hochsommerliche Grüße,

Euer Backbube